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Noneuclid - The Crawling Chaos
Metalspheres Info-Box

Genre

Progressive / Black / Thrash Metal

Label

Merciless Records

Rezensent

Volker

Manche mögens kompliziert. Noneuclid etwa, deren Name an den antiken griechischen Mathematiker Euklid angelehnt ist. Dessen Definition von Realität scheint die Band konzeptionell überschreiten zu wollen, und das vorliegende Album geht noch einen Schritt weiter. „The Crawling Chaos“ beschwört unterstützt durch den amerikanischen Autor Andrew Hughes das gewaltsame und unumgängliche Ende des gesamten Universums hinauf, welches von einer außerhalb des Kosmos stehenden, gottgleichen Macht herbeigeführt wird. Soweit die Erklärung in der Bandinfo zu den Hintergründen, mit denen sich diverse nihilistische Black Metal Formationen gewiss anfreunden können. Black Metal ist nun auch ein Bestandteil der musikalischen Vision von Noneuclid, doch bei genauerem Hinhören ein gar nicht mal so entscheidendes.

Bandgründer Morean hat am Konservatorium von Rotterdam Flamecogitarre studiert und sich neben seiner Arbeit mit der aufstrebenden bayerischen Black Metal Formation Dark Fortress zwischenzeitlich einen Ruf als Komponist in verschiedenen, eher in Richtung Klassik und Elektronik tendierenden Musiksparten erarbeitet. Seine Mitstreiter für Noneuclid stammen auch gleich zur Hälfte von Dark Fortress, ergänzt durch Sänger Bruce und Bassist Linus. Für gehobenes spieltechnisches Format ist also gesorgt und so bietet das Album anspruchsvollen und progressiv strukturierten Metal, der Elemente diverser Subgenres mit genrefremden Einflüssen vereint. „The Crawling Chaos“ klingt kühl, rifforientiert und penibel durchstrukturiert, gewiss kein Album dessen Charme einen sogleich zu packen vermag. Und wenn dann allein „Time Raper“, das durch straighten, harten Thrash mit einer gewissen Industrial Metal Schlagseite überzeugt und bei dem selbst schon tausendfach verwendeten Riffs neues Leben eingehaucht wird. So leicht machen es Noneuclid dem Hörer sonst nicht, wenn progressiver Black Metal auf moderne Riffstrukturen, ein wenig klassischen Heavy Metal, Flamenco-Gitarren, Ambient und Industrial trifft und das Ergebnis teils bemüht komplex klingt. „Time Raper“ wirkt gegen Ende so erfrischend, weil es endlich etwas Organisches in sich zu tragen scheint und das strikte Kalkül mal ein wenig beiseite gelassen wird. „Coming in Tongues“ und „Void Bitch“ haftet dagegen etwas Überambitioniertes an, während das furiose und sehr progressive „The Digital Diaspora“ durch eine starke Orientierung auf den hier wirklich ausdrucksstarken Gesang bei gleichzeitigem Verzicht auf zuviel Stakkato noch positiv hervorzustechen vermag. In ihren besten Momenten recken sich Noneuclid gar zu Ikonen wie Control Denied und Cynic auf, deren Griffigkeit bei gleichzeitig hoher Komplexität für die bayerische Formation ein Fernziel sein könnte / sollte. Ausgeprägt experimentierfreudige Zeitgenossen können derweil schon einmal mit „The Crawling Chaos“ auf Tuchfühlung gehen.



   
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