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Misery Inc. - Yesterday's Grave
Metalspheres Info-Box

Genre

Gothic Metal

Label

Golden Core / Zyx Music

Rezensent

Volker

Ja, was ist denn jetzt los? Mein letztes Hemd hätte ich darauf verwettet, dass in kreativer Hinsicht in Sachen finnischem Gothic Metal alles, aber auch alles gesagt ist, und da kommt plötzlich dieser blutjunge Fünfer namens Misery Inc. daher. Kaum zu glauben, dass es diese Band, deren Mitglieder wohl so um die 20 sein dürften, erst seit 2 Jahren gibt, denn von "Yesterday's Grave" können sich alle(!) Vertreter dieses Genres noch eine Scheibe abschneiden (gewagt, gewagt, ich weiss...).

Während mich der Opener noch glauben liess, dass es sich hier um eine gute Sentenced-Kopie (bezogen auf Alben wie "Amok") handelt, der ein hervorragender Song mit dem symptomatischen Titel "Suicide Serenade" gelungen ist, muss ich dieses Urteil nach dem mehrfachen Genuss der gesamten CD geradezu beschämt zurückziehen. Denn dieser Opener ist nur der Anfang eines Albums, das eine Hit-Quote erreicht, von der die meisten ähnlich gelagerten Bands nur träumen können. Auf den 10 Tracks werden sämtliche Gratwanderungen spielend beherrscht, das Material ist extrem eingängig ohne belanglos zu wirken, emotional ohne zu pathetisch zu sein und die balladesken Momente sind erfrischend frei von übertriebenem Kitsch. Hab ich schon gesagt, dass die ganze Sache dabei auch noch unheimlich druckvoll nach vorne rockt?

Vor allem das mächtige "Dilemma" mit seinen leichten Melodic Death Anleihen hat Power ohne Ende und frisst sich in Sekundenschnelle im Gehörgang fest. "No more" steht dem nicht nach und die Halbballade "Life ain't fair" finde selbst ich als tendenzieller Halbballaden-Hasser einfach nur geil! Grandiose Melodieführung, grandioser Chorus, Gothic Rock aus dem Bilderbuch, der mich ein wenig an die Dreadful Shadows (R.I.P.), die immer noch großartigsten deutschen Vertreter dieses Genres, erinnert.
Nun gut, einem Song wie "Through the Dark" ist vielleicht noch der Einfluss einschlägiger Vorbilder etwas zu sehr anzumerken, und das leicht thrashige "Fade Away" klingt etwas orientierungslos. Auch kann das wahnsinnig hohe Niveau der ersten fünf Songs, in der zweiten (immer noch locker gutklassigen) Hälfte nicht ganz gehalten werden, aber das sind Abstriche, die sich bei einer so jungen Band eigentlich fast von selbst verstehen. Denn Misery Inc. besitzen in einem sich endlos reproduzierenden Genre als einer von wenigen genug Wiedererkennungswert, um sich ganz schnell einen guten Namen zu verschaffen. Man höre nur das wiederum mit einem Hammer-Chorus ausgestattete "Pray" oder das sehr modern wirkende und ziemlich abgedrehte "Share my Madness", um sich davon selbst zu überzeugen.

Da diese Band unverkennbar aus Finnland kommt, ist es wohl nur noch eine Formsache, zu erwähnen, dass auch dieses Album von Mika Jussila gemastert wurde. Das Ergebnis ist ein krachender und herrlich transparenter Sound, welcher der Klasse der Musik absolut gerecht wird. Wenn Misery Inc. nicht eines der nächsten großen Dinger werden, weiss ich es auch nicht mehr...



   
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