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Mar de Grises - The Tatterdemalion Express
Metalspheres Info-Box

Genre

Progressive Doom Metal

Label

Firebox

Rezensent

Volker

Südamerika ist gewiss nicht gerade eine häufige Quelle von Doom Metal Bands, so dass in geographischer Hinsicht bei den Chilenen durchaus von einer Ausnahmeerscheinung die Rede sein kann. "The Tatterdemalion Express" heisst das Debut des Fünfers, dem ein in Underground-Magazinen quer über den Erdball mit guten bis sehr guten Kritiken versehenes Demo vorausging. Dabei sind Mar de Grises ebenso wie die exzellenten Brasilianer Imago Mortis keineswegs ein Verfechter des traditionellen Zeitlupenstahls sondern bedienen sich bei verschiedenen Stilelementen. Death Metal Vocals und klassische Elemente spielen ebenso wie sphärischer Rock eine bedeutende Rolle in den sieben sehr progressiv und melodisch angelegten Kompositionen. So erinnert mich das extrem vielfältige und fast schon ausufernde "To see Saturn fall" vom Songaufbau her etwas an Opeth, die einen ähnlich wechselhaften und experimentellen Umgang mit ruhigen und aggressiven Passagen pflegen. Auf die Wucht dieses Stückes folgt das elegische "Storm", das mit seinen wunderschönen melancholischen Gitarrenläufen ein echter Geheimtipp ist und für meinen Geschmack den stärksten Song des Albums darstellt. Endlos traurig und erhaben schön wälzt sich das Stück knapp 11 Minuten wie flüssige Lava dahin, vor allem Fans solch aussenstehender Doom/Death Bands wie Morgion und Mourning Beloveth sollten hier größten Grund zur Freude finden.
"Recklessness" wartet mit höherem Tempo auf, gar ein wenig Schwarzmetallisches hat sich eingeschlichen und ergänzt sich gut mit den dominaten sphärischen Keyboards. Das klassische Piano-Stück "Self Portrait No.1" huldigt über weite Strecken der Stille, während "Be welcome oh hideous Help" recht viel Zeit braucht, um den Eindruck der überladenen Zerfahrenheit zu überwinden. Selbstverständlich wird dem Kontrast als Stilmittel auch beim abschliessenden Song die Stange gehalten, "Onirica" ist über weite Strecken ein sehr ruhiges Akustikstück, das jedoch entscheidend durch seine kurze, aber heftige Eruption im Mittelteil geprägt ist.

Wer also auf eine doomige Grundatmosphäre schwört, aber eher weniger mit den repetetiven Soundlandschaften vieler Genrevertreter anfangen kann, der sollte ebenso wie aufgeschlossene Progressive-Fans mal Bekanntschaft mit den Chilenen machen. "Storm" als einzelner Song ist jedenfalls schon mal ein heisser Anwärter für meine Doom Metal Favoriten des Jahres!



   
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