Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4647222
Besucher seit 09/2002


Kollege Oberboßel inspizierte Hirax erst kürzlich auf dem Headbangers Open Air und war nicht so sonderlich begeistert, auch wenn er zugeben mußte, daß die Amis einen energiegeladenen Gig hingelegt haben. Nun ja, Hirax spalten sicher die Gemüter, und insbesondere der hardcorenahe Gesang Katon DePenas dürfte seinen Teil dazu beitragen. Ich bin der Meinung, daß gerade dies die Originalität der Band ausmacht und komme gut damit zurecht. Darüber hinaus ist das neue Album "The New Age of Terror" auch ein echter Kracher geworden und so ließen wir uns nicht die Gelegenheit entgehen, Hirax auf den Zahn zu fühlen, als wir erfuhren, daß die Band gerade in Hamburg verweilt...


Katon, schön Dich mal kennenzulernen. Ich wußte gar nicht, daß ihr immer noch in Hamburg seid...

Katon: Wir haben uns ein Hotel gesucht, das nicht allzu weit weg ist von der Location, wo das Metal Bash stattfindet. Da spielen wir ja jetzt kommendes Wochenende am Samstag.

Verstehe. Dann laß uns mal vorne anfangen. Was kannst Du uns denn über die Anfänge von Hirax erzählen?

Katon: Die Anfänge von Hirax gehen in das Jahr 1984 zurück. Na ja, eigentlich haben wir davor schon ein wenig zusammen gespielt, aber unsere erste Aufnahme, ein 4-Track-Demo, ist '84 entstanden. Bevor wir uns dann versahen, ging das Ding mit Hilfe von den ganzen Tape-Tradern um die Welt. Kurze Zeit später wurde es von einem englischen Magazin reviewt, dem "Metal Forces". Wir haben damals eine unglaublich hohe Bewertung bekommen, nämlich 100% von 100. Daraufhin haben wir eine Menge Fanpost bekommen und die Leute haben von überall her das Demo bestellt. Auch Metal Blade sind zu der Zeit auf uns aufmerksam geworden und haben uns dann gesignt, während sie gleichzeitig auch mit Bands wie Slayer, Celtic Frost, Hellhammer und so weiter gearbeitet haben. Auch Voivod und Trouble...
Zu jener Zeit gab es auch eine Metal Compilation-Reihe, die sich "Metal Massacre" nannte, und auf deren sechster Auflage wir mit "Bombs of Death" vertreten waren. Von dem Zeitpunkt an, als dieser Sampler rauskam, ging alles ganz schnell und nahm große Formen an. "Raging Violence", das erste Hirax-Album, ist dann 1985 erschienen.

Welche Bands waren damals Eure Einflüsse? Eurem Stil nach zu urteilen gab es da neben dem Thrash auch noch Hardcore-Bands, die irgendeinen Einfluß auf Euch ausgeübt haben. Oder Punk vielleicht...

Katon: Ja, diese Musik hat definitiv eine Rolle gespielt. Ich meine, wir sind mit Bands wie Iron Maiden, Judas Priest oder Black Sabbath aufgewachsen und haben viel aus der New Wave of British Heavy Metal gehört. Bands wie Angel Witch, Diamond Head, Tank, auch Motörhead und Venom. Wir haben diese Sachen wirklich geliebt und tun das natürlich auch heute noch. Auch die skandinavischen Bands, Leute wie Yngwie Malmsteen, Mercyful Fate... Gleichzeitig haben wir uns aber auch immer ziemlich viel aus der amerikanischen Metal- und Hardcore-Szene reingezogen: Black Flag, Minor Threat, die Bad Brains, solches Zeug eben. Unsere Einflüsse haben sich also schon aus einer Mixtur von Musik zusammengesetzt, aber das wichtigste war immer der Metal gewesen. Wir hatten nebenbei bemerkt auch noch einige frühere Einflüsse wie Deep Purple und Thin Lizzy, die sehr darauf eingewirkt haben, wie unser Sound entstanden ist. Es waren wirklich viele Bands... Saxon natürlich auch. Wir lieben Saxon!

Siehst Du denn Hirax heute als richtige Metalband? Ihr spielt ja eigentlich fast nur noch reine Metalfestivals...

Katon: Das ist eine gute Frage. Ja, ich glaube, wir sind durch und durch eine Heavy Metal Band, aber gleichzeitig haben wir auch Wurzeln im Hardcore und Punk. Wir sind definitiv eine Heavy Metal Band, aber was wir immer versuchen ist, durch unsere Musik möglichst viele, verschiedene Leute zusammenzubringen. Die meisten Fans die wir haben kommen aus dem Heavy Metal, aber ein Teil sind eben auch Punks.


Dann hätten wir ja geklärt, weshalb Du sowohl den Headbangern als auch den Punks im Booklet Eurer neuen CD für ihren Support dankst...

Katon: Definitiv! Ich sage immer, daß wir alle Brüder und Schwestern sind. Ich meine, wen würdest Du eher als einen Bruder bezeichnen, einen Punk oder jemanden, der Boygroup-Musik hört? Punks und Metaller haben eine Menge mehr gemeinsam, auch musikalisch. Bands wie Motörhead, die Ramones, Venom oder Discharge werden doch in beiden Lagern gehört. Klar, Metal geht noch einen Schritt weiter als der Punk, hat in der Regel Leads, die es im Punk nicht gibt usw. Aber ich finde schon, daß wir auf irgend eine Weise wie Brüder sind...

Was kannst Du uns über Ron McGovney erzählen?

Katon: Er ist ein guter Freund. Von Zeit zu Zeit höre ich noch von ihm. Er war der erste Bassist bei Metallica. Wir hatten Mitte der 80er eine gemeinsame Band namens Phantasm, die eine Menge Spaß gemacht hat. Wir hatten allerdings beide gleichzeitig noch verschiedene andere Projekte laufen, deshalb blieb die Band nicht zusammen. Er ist ein großartiger Bassist, ich meine, er war Teil einer großen Band. Sein Basspiel wird auch nie vergessen werden, zumal er das Demo-Tape von Metallica ja noch eingespielt hat. Die anderen Jungs von Metallica kenne ich natürlich auch noch aus den frühen Tagen, da wir immer zusammen abgehongen haben, bevor Metallica nach San Francisco gezogen sind. Sie haben in L.A. County gewohnt, da sind wir immer gemeinsam um die Häuser gezogen.
Ron ist ein guter Freund und ich wünsche ihm alles gute. Er hat lange Zeit keine Musik mehr gemacht, aber er war ein sehr guter Bassist.

Weißt Du, was er heute macht?

Katon: Er ist verheiratet und hat eine Familie. Du kannst also sagen, er ist ein Familienmensch geworden. Manche Leute wählen diesen Weg, ich für meinen Teil habe mich für den Heavy Metal entschieden, haha!

Ende der 80er haben sich Hirax ja aufgelöst und erst 10 Jahre später wieder zusammengefunden. Was hast Du während all der Jahre gemacht?

Katon: Ich war eigentlich nie raus aus dem Musikgeschäft. Ich habe zwar nicht mehr gespielt bzw. gesungen, aber ich war immer im Hintergrund tätig. Die meiste Zeit habe ich für irgendwelche Plattenfirmen oder auch -läden gearbeitet und versucht, Underground-Musik bekannter zu machen. Sowohl Metal als auch Punk. Heavy Rock... das ist einfach das, was ich liebe. Ich war immer irgendwie in der Szene involviert. Es hat nur eine Zeit lang gedauert, bis ich wieder angefangen habe, Musik zu machen. Ich brauchte einfach eine längere Auszeit. Es war auch damals so gewesen, daß das, was die Band gemacht hat, anders war, als das was wir heute machen. Das ganze war damals lange nicht so ernst wie heute. Wir haben ja jetzt schon wieder eine Menge Gigs hier in Europa gespielt und die Band nimmt diese Shows sehr ernst. Du kannst zwar sagen, wir sind eine amerikanische Band, aber wir verbringen fast schon mehr Zeit hier in Europa als zu Hause.

Das hört sich so an, als bekommt ihr von Mausoleum Records auch den Support, den ihr haben wollt...

Katon: Ja, schon. Ich meine, die neue CD ist ja auch erst seit 2 Wochen hier in Europa draußen. Sie verkauft sich aber schon sehr gut, viele Plattenläden verkaufen alle vorrätigen CDs und sind fleißig am nachordern. Es läuft gut und Mausoleum Records sind denke ich genau das Label was wir brauchen. Sie verstehen die Musik, die wir machen, sie supporten uns und sie mögen die neue Platte. Deshalb verteilen sie das Album auch überall. Wir sind froh, daß sie mit uns arbeiten. Sie unterstützen uns gut, aber ich glaube auch, daß das alles noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist. Wir sind jetzt bereit, noch mehr Tourneen zu machen. Wenn wir das Konzert hier am Wochenende gespielt haben, dann fliegen wir erstmal zurück nach Hause, aber nur für 2 Wochen. Dann treten wir schon wieder in Holland mit den Tygers of Pan Tang auf. Wir haben dann auch noch mehr Tourdaten, voraussichtlich im November werden wir eine Europa-Tour in Angriff nehmen. Aber daß das so gut funktioniert liegt insbesondere auch am neuen Line-up. Mit diesen Leuten geht das, und ich hoffe, daß die Fans mögen, was wir machen.

Was hat 1999 den Ausschlag für die Reunion gegeben?

Katon: Die Leute haben einfach nicht aufgehört mir zu schreiben. Ich meine, das ist unglaublich, die Band war am Ende bald 13 Jahre lang nicht mehr existent und die ganze Zeit haben wir Fanpost bekommen. Vor allem aus Deutschland, aber auch aus Holland oder Belgien. Ich habe noch kurz gezögert und eine Weile nachgedacht, dann die Band neu zusammengestellt und das ganze hat gut geklappt. Wir hatten dann ein Line-up, mit dem man touren konnte, das war sehr wichtig. Es hilft einfach unwahrscheinlich, vor allem, wenn man diese Art von Musik spielt wie wir. Dann muß man einfach auf Tour gehen.

Weshalb waren auf der "Barrage Of Noise"-EP nach Eurer Reunion komplett neue Musiker zu hören und warum ist von denen mittlerweile schon wieder niemand mehr dabei?

Katon: Wie ich schon sagte, das hängt im Prinzip alles damit zusammen, daß wir Konzerte spielen müssen und einige Leute damit eben nicht zurecht kamen. Das momentane Line-up sieht wie folgt aus: Dave Watson spielt Gitarre, er ist genauso ein Tour-Freak wie ich und der andere Gitarrenspieler, Glenn Rogers. Das gleiche gilt für den Bassisten Angelo Espino und Jorge Iacobelles an den Drums. Jorge kommt aus Argentinien und ist Mitglied bei Hirax geworden. Unser Ziel ist es, noch so lange wie möglich Musik zu machen, und dafür war es das beste was passieren konnte, daß ich dieses Line-up zusammenbekommen habe. Die älteren Mitglieder konnten einfach nicht permanent auf Tour gehen. Die Fans, die zu unseren Konzerten kommen, sind so die-hard und voller Hingabe, daß ich ein Line-up zusammen bekommen mußte, das genauso ist wie sie. So können wir versuchen, den Fans das zurückzugeben, was wir von ihnen bekommen.

Siehst Du selbst Hirax denn als richtige Band an oder ist das unter dem Strich trotzdem so eine Art Katon DePena-Projekt?

Katon: Ich glaube, das wird es in einer gewissen Weise immer sein, denn was auch immer passiert, ich werde weitermachen. Aber ich glaube, daß das schon eine Band ist. Jeder steckt eine Menge Arbeit in Hirax und weiterhin auch jeden Penny, den wir verdienen. Das ist unser Blut, ich werde immer weiter machen, denn ich glaube an diese Sache. Hirax sind vor über 20 Jahren gegründet worden und es gibt uns heute noch. Viele Leute können das gar nicht, aber ich werde versuchen, diesen Traum am leben zu erhalten, und bin der festen Überzeugung, daß das mit diesen Jungs, die jetzt dabei sind, auch eine Weile so laufen wird.

Stimmt es, daß einige Deiner Mitstreiter aus den 80er Jahren heute damit beschäftigt sind, Häuser abzubezahlen?

Katon: (lacht) Ja! Das stimmt. Einige von ihnen haben in der Zwischenzeit geheiratet und sehr teure Häuser gekauft. Wenn man unsere Art von Musik spielt, dann sollte man besser Millionen von Platten verkaufen, bevor man sich solche großen Häuser kauft. Zum Glück habe ich das Problem nicht, da ich in einem Appartement lebe. Aber das ist das, für was sie sich entschieden haben. Nicht nur die Häuser, auch daß sie geheiratet und Kinder bekommen haben. Es ist wirklich schwer noch in einer größeren Band zu spielen, wenn man eine Familie, ein Haus und Kinder hat, es sei denn, man verkauft wirklich viele Platten. Den Punkt haben wir mit Hirax ja noch nicht erreicht. Aber wer weiß? Und auch wenn wir nicht so viele Platten verkaufen, wir sind immer noch diese Art von Band, die nicht aufhören wird, auf Tour zu gehen. Deshalb sind wir auch nicht allzu viel zu Hause. Wenn man ein großes Haus kauft, dann möchte man ja auch zu Hause sein und daran arbeiten, aber das läßt sich nicht damit vereinbaren, durch die Welt zu ziehen und die Fans zu treffen.

Dann kommen wir mal zu Eurer neuen CD. Ich finde, ihr habt im Vergleich zu Euren älteren Alben einen Gang zurückgeschaltet und seid etwas... langsamer... oder vielleicht eher melodischer geworden. Würdest Du da zustimmen?

Katon: Ähm, ja, in gewisser Weise schon. Ich denke, das hängt vielleicht damit zusammen, daß wir einfach besser geworden sind, was das Spielerische angeht. Dadurch haben wir neue Wege gefunden, wie wir Heavy Metal ausdrücken können. Es ist schon ein Album geworden, das sehr heavy ist, aber dadurch, daß wir besser geworden sind, waren wir auch in der Lage Songs zu schreiben, die sich besser in den Köpfen der Leute festsetzen. Die älteren Platten waren ein Stück weit verrückter und chaotischer, das ist wohl einfach so, wenn man ein junger Musiker ist. Die jetzigen Mitglieder sind ja auch schon eine ganze Weile im Geschäft, die haben viel mehr Erfahrung was Musik angeht. In gewisser Weise stimme ich Dir auf jeden Fall zu, aber ich denke immer noch, daß "The New Age of Terror" eine der heaviesten Scheiben ist, die wir gemacht haben und glaube, sie wird jeden wegblasen, der sie hört.

Bezieht sich der Titel "The New Age of Terror" direkt auf den 11. September?

Katon: In vielerlei Hinsicht, ja. Es gibt so viele Kriege, die schon seit Jahren anhalten, insbesondere natürlich im Nahen Osten. In Amerika wird sehr viel darüber berichtet, sobald man den Fernseher anschaltet sieht man nur noch Gewalt. Vor allem natürlich über den 11. September und die heutigen Folgen. Die ganzen Kriege in all diesen Ländern, die da mit drin hängen.
Der Titel bedeutet im Prinzip nichts anderes wie daß wir es nicht gut finden, wie unschuldige Menschen getötet werden und hoffen, daß die Kriege irgendwann aufhören, so daß die Menschen wieder anfangen können zu leben.

Egal, ob Eure Texte nun mit dem Krieg zu tun haben oder sich thematisch anders orientieren, sie haben immer einen negativen Grundtenor. Denkst Du so schlecht über die Welt, sind das Deine Gedanken oder schreibst Du diese Lyrics nur, weil sie so perfekt zur aggressiven Hirax-Musik passen?

Katon: Diese Texte habe ich eigentlich schon immer geschrieben. Ich bin schon der Ansicht, daß die Welt ein besserer Ort werden könnte, und der Grund dafür, daß ich diese Art von Lyrics schreibe ist, daß ich nicht möchte, daß die Leute vergessen, daß diese Probleme immer noch da sind. Ich hoffe, daß ich dazu beitragen kann, daß niemand vergißt, was in der Welt passiert. Aber versteh mich nicht falsch, ich finde schon, daß die Welt ein großartiger Ort ist, wenn man versucht, sie zu einem guten Ort zu machen und jeden so zu behandeln, wie man das selbst erwartet. Nur sollte man gleichzeitig eben nie vergessen, was andernorts gerade passiert.

"Hell on Earth" ist ein Beispiel für düstere Lyrics, die sich nicht auf den Krieg sondern die Kreuzigung Jesus Christi beziehen. Bist Du ein gläubiger Mensch?

Katon: Ein wenig. Ich glaube, es gibt eine Menge Leute, die irgendwo rumlaufen und versuchen, anderen ihren Glauben aufzuzwängen. Ich selbst bin der Ansicht, daß jeder selbst wissen muß, an was er glaubt. Ich habe kein Problem mit Leuten, die nicht an Gott glauben, jeder hat das Recht, das selbst zu entscheiden. "Hell on Earth" handelt von der Kreuzigung Jesus Christi, aber man kann genauso sagen, daß die "Hell on Earth" jetzt gerade stattfindet. Das hängt davon ab, aus welcher Perspektive man das Leben betrachtet.

Hast Du aufgrund Deiner Hautfarbe jemals schlechte Erfahrungen in der Metalszene mit Rassisten gemacht?

Katon: Das ist ein wenig verrückt. Im Grunde genommen eigentlich nicht, aber jetzt wo die neue Platte draußen ist fragen mich das die Leute oft. Ich bin eigentlich deshalb noch nie in irgendwas verwickelt worden, aber manchmal kommt man an Orte, wo die Leute noch nie einen schwarzen Menschen gesehen haben. Das ist unfaßbar für mich. Sogar an einigen Stellen in Deutschland wo wir waren, waren die Leute überrascht. Aber ich sehe das von der positiven Seite. So lange ich das noch kann werde ich durch die Welt reisen, dann können die Leute mich treffen und verstehen, daß ich genauso bin wie sie und lediglich eine dunklere Hautfarbe habe.

Was hat Glenn zu dem ruhigen "El Dia de los muertos (The day of the Dead)" inspiriert? Das klingt ein wenig nach den Instrumentals auf den alten Metallica.

Katon: Ja, ich denke auch, man kann sagen, daß das Stück eine Kombination daraus ist. Aber er hat auch viele Einflüsse, ältere Sachen, Jimi Hendrix, Black Sabbath und sowas. Davon kann man auch ein wenig raushören. Er hat einen tollen Job gemacht, als er die Idee hatte und sie uns präsentiert hat. Glenn hat vielleicht ein wenig andere Einflüsse als wir, er hört viel Blues, aber er ist definitiv gleichzeitig ein echter Heavy Metal Thrash-Gitarrist. Das Stück hebt sich in der Tat durch seinen Style ein wenig vom Rest ab.

Okay, ich hätte noch ein paar Stichworte, über die wir bislang noch nicht so richtig gesprochen haben. Bereit?

Los Angeles

Katon: Hell on Earth! Haha! Das ist womöglich der Ursprung, wo der Song hergekommen ist, ohne daß es mir bewußt gewesen wäre. In Los Angeles zu leben läßt sich vielleicht wirklich am besten so beschreiben. Es ist ein Ödland was Heavy Metal angeht, laß es uns so ausdrücken. Echter Heavy Metal läuft da lange nicht so gut, wie er es eigentlich tun sollte. Deshalb...
Wir leben zwar in Los Angeles, aber wir spielen sehr oft in San Francisco, da es einer der genialsten Orte der Welt ist, wo man spielen kann. Und in San Francisco gibt es ja auch eine große Szene. Wann immer wir dort spielen kommen eine Menge Leute von den anderen Bands um uns zu sehen, Testament, Machine Head, Death Angel und so weiter... viele dieser Leute kommen dann und das ist auch ein Grund dafür, daß wir so gerne in der Bay Area spielen. Aber Los Angeles ist "Hell on Earth"...

Sagen Dir Ruffians etwas?

Katon: Klar, die kommen doch auch aus San Francisco, oder? Den Namen habe ich schonmal gehört. Haben die nicht irgendwas mit Vicious Rumors zu tun? Es gibt einfach wahnsinnig viele Bands in der Bay Area, das kannst Du Dir kaum vorstellen...

Dann mal zum nächsten Begriff: Dave Mustaine

Katon: Mißverstanden! Was ich damit meine ist, daß er immer sehr nett zu mir war und ich niemals irgendwelche Probleme mit ihm hatte. Ich glaube, er wurde oft mißverstanden, was vielleicht auch damit zusammenhängt, daß er früher sehr viel Alkohol getrunken hat. Ist ja klar, wenn man Alkohol trinkt, dann tut man andere Dinge als wenn man nüchtern ist. Aber er war immer sehr nett zu mir, deshalb denke ich, charakterisiert "mißverstanden" Dave schon sehr gut. Natürlich darf man jedoch auch die musikalische Seite nicht vergessen. What a hell of a guitar player!

Riot

Katon: Great fucking band! Besonders die Scheiben mit Guy Speranza. Daß er gestorben ist macht mich wirklich traurig. Ich glaube, viele Leute kennen die ganze Geschichte von seiner Krankheit gar nicht. War es nicht Krebs, an dem er am Ende gestorben ist? Was mich wirklich sehr erschrocken hat war vor allem die Tatsache, daß er nach Rhett Forester schon der zweite Riot-Sänger gewesen ist, der starb.

Deutschland

Katon: Kick Ass Country! Ein großartiger Ort zum Touren. Ich liebe es, hier mit Hirax zu spielen. Jedes mal wenn wir hierher kommen ist es fantastisch. Und ich muß sagen, daß Deutschland von allen Ländern, wo wir gewesen sind, bislang das beste Bier gehabt hat.

Das habt ihr ja auf dem Bang your Head-Festival letztes Jahr auch reichlich verköstigt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Katon: Ja, haha! Das war fantastisch. Das Bang your Head-Festival hat uns geholfen, einen großen Schritt nach vorne zu machen. Seit wir da gespielt haben, wächst das alles immer weiter. Wir mußten dort ja schon morgens um 10 Uhr raus auf die Bühne, aber selbst da waren eine Menge Leute da, die extra gekommen sind um uns zu sehen. Seit dem Festival ist einfach alles besser. Wir haben ja auch gerade das Headbangers Open Air gespielt, das ist zwar um einiges kleiner, aber trotzdem ein klasse Festival hier in Norddeutschland. Aber ob nun Nord- oder Süddeutschland, es scheint, als gäbe es hier überall nur fantastische Metal Fans. Das Bang your Head-Festival war jedenfalls klasse, die Leute haben uns gut behandelt und wir hatten viel Spaß mit den anderen Bands. Wir kamen super mit Twisted Sister aus, aber auch mit Angel Witch, die wirklich sehr nett zu uns waren. UDO Dirkschneider war auch ein sehr cooler Typ, also es war jeden Fall schon ein tolles Erlebnis!


Black Devil Records

Katon: Mein eigenes, kleines Label in den Staaten. Es hilft uns, mit den Leuten in Kontakt zu bleiben. Vor allem natürlich mit jenen, die eine Distribution für Heavy Metal Scheiben haben. Wir versuchen auch, kleineren Bands zu helfen, damit die irgendwie einen Fuß in die Tür bekommen. Das ist im Prinzip, was wir damit beabsichtigen. Ich mache das nicht die ganze Zeit, da die Band zu viel Zeit verschlingt und ich mich gerade wenn wir Touren voll und ganz darauf konzentrieren möchte. Aber es ist etwas, das ich mache, wenn ich zu Hause bin und was mich dann auch neben der Band noch beschäftigt. Die Band jedoch ist das, wo ich 100% für gebe und womit ich jeden Tag meines Lebens verbringe.

Das Label wurde aber nicht wegen Hirax gegründet, oder?

Katon: Als wir angefangen haben hatte das nicht viel miteinander zu tun, aber ziemlich schnell haben die Leute angefangen wegen Hirax an Black Devil Records zu schreiben. Man kann also sagen, daß es in gewisser Weise die Home Base von Hirax geworden ist, gerade durch das Internet, worüber die Leute Hirax ganz einfach mailen können. Heute ist es also schon irgendwie die Home Base. Nachdem wir allerdings jetzt bei Mausoleum unterschrieben haben bleibt kaum noch Zeit für Black Devil Records, Hirax benötigen die volle Konzentration, 24 Stunden am Tag.

Was sind die Zukunftspläne mit Hirax?

Katon: More kick ass records, better production, louder guitars, pounding ass drums and screaming vocals! Und jede Menge Konzerte, in Deutschland, in Amerika auch in Südamerika. Wir werden sehr bald nach Deutschland zurückkommen. Ihr könnt schonmal allen Metalheads sagen, daß sie das Bier kalt stellen sollen!

Okay, dann möchte ich jetzt zum Schluß noch die witzigste Geschichte von Dir hören, die Dir von einem Eurer Gigs spontan in den Sinn kommt!

Katon: Oh, laß mich nachdenken, da gibt es so viele! Ich weiß nicht, ich glaube, Deutschland ist das schwierigste Land, wo wir spielen können, da das Bier so gut schmeckt. Da sind wir gewöhnlich immer total besoffen, da wir auch immer mit den Fans abhängen, die zu unseren Shows kommen. Die wollen immer mit uns trinken und das können wir ihnen ja nicht abschlagen. Ich glaube, das ist das witzigste überhaupt. Jedes mal, wenn wir nach Deutschland kommen, machen uns die Fans so besoffen, daß es richtig hart ist, hinterher noch spielen zu müssen. (gähn - der Verfasser)

Na ja, gut, vergessen wir's. Deine 5 Alltime-Faves?

Katon: Ääähhhmmm... Deep Purple - "Machine Head", Saxon - "Strong arm of the Law", Judas Priest... oh je, das ist schwierig, ich sag mal "Hell bent for Leather", Motörhead... die ersten 3 Alben. Okay, ich weiß, das ist gepfuscht, aber ich mag sie alle drei. Noch eins? Das erste Iron Maiden Album!

Hast Du noch ein paar letzte Worte an die deutschen Fans?

Katon: Danke für den Support, den ihr uns schon so lange gebt. Deutschland hat wirklich die größten Die-Hard-Headbanger der Welt und wir schätzen es und fühlen und wirklich geehrt, daß wir so viele Fans in Deutschland haben. Wir freuen uns, Euch bald wiederzusehen, wenn wir auf Tour kommen!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Dennis



zurück

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword