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Stellvertretend für eine ganze Generation von Heavy Metal Musikern könnte man Tyrant's Reign als typische US-Band der 80er heranziehen, die wie so viele andere Bands der damaligen Zeit alle Höhen und Tiefen miterlebt und sich Anfang der Neunziger urplötzlich aufgelöst hat. Ebenso wie viele ihrer früheren Kollegen sind auch Tyrant's Reign mitten im Reunion-Wahn des neuen Millenniums zurückgekehrt, und genau wie bei allen anderen drängt sich auch hier die Frage auf, ob die Welt wirklich auf die Wiederkehr der Jungs aus Chicago gewartet hat. Fakt ist, daß die gerade erst erschienene erste offizielle Tyrant's Reign-CD (Besprechung im CD-Review-Bereich) zweifellos auch bei Euch zu den wichtigsten Pflichteinkäufen des laufenden Jahres gehören sollte. Selbst wenn sich darauf nur altes Material befindet - es macht einfach wahnsinnig Spaß, den Jungs auch heute noch zuzuhören. Da sich im Internet bislang nicht ein einziges Tyrant's Reign-Interview findet, war es natürlich unsere Pflicht, Sänger Randy Barron einige hoffentlich auch für Euch spannende Antworten zu entlocken. Aber lest am besten selbst...


Bring mich doch bitte erstmal auf den neuesten Stand bezüglich der Band. Ihr habt ja gerade Euer altes Songmaterial neu veröffentlicht. Was genau war der Anstoßpunkt dafür?

Randy: Es waren einfach so viele Leute, die nach all den Jahren noch an der Band interessiert waren. Winterkill haben sich irgendwann auflöst, da kam nichts mehr, und dann stand ich im Endeffekt da, ohne irgendwas zu haben wo ich singen konnte. Ich habe dann einfach mal abgecheckt, was die anderen Jungs so machen, und ihnen ging es im Prinzip ganz genauso wie mir. Keiner war irgendwo eingespannt, Phil hat schon vor über neun Jahren aufgehört Bass zu spielen, und Karl war auch in keiner Band. Jeff Bagherpour spielt noch bei Cryptic Visions, was aber auch kein Hinderungsgrund dafür war bei Tyrant's Reign einzusteigen, und Carlos Reices hatte gerade Gravelbone verlassen, so daß er auch frei war. Wir haben also entschlossen, uns wieder zusammenzuraufen und einfach mal zu schauen was draus wird. Ich hatte über all die Jahre noch ein paar Aufnahmetapes aufbewahrt und wollte direkt irgendwas herausbringen. Wir haben die Tapes durchgehört, und da waren eine Menge Sachen drauf, die die Band damals nicht so gerne gemocht hatte. Nicht, weil sie schlecht gewesen wären, sondern wegen ihrer Produktion, für die seinerzeit Eric Greif verantwortlich gewesen war, der ja auch Mötley Crüe produziert hat. Also habe ich mich an Gary Loizzo von Styx gewandt, der alles reproduziert, remixt und remastert hat. Er hat das großartig gemacht, das klang gleich zehn mal besser als die alten Versionen.

Vielleicht kannst Du erstmal was zur Discographie der Band erzählen. Soweit ich weiß habt ihr 3 Demos herausgebracht, dann die "Year of the Tyrants"-EP, eine 7" und schließlich noch das "Judge and Jury"-Demo. Kannst Du uns zu den einzelnen Punkten etwas sagen?

Randy: Ja, wir haben erstmal mit den Demos angefangen, weil wir nicht wußten, ob wir überhaupt ein komplettes Album aufnehmen würden. Zu der Zeit haben wir immer nur drei oder maximal vier Lieder am Stück geschrieben und aufgenommen. Dann hatten wir einen Deal mit einem Aufnahmestudio, wo wir dann die Gelegenheit hatten, mal etwas professioneller an die Sache heranzugehen. Wir sind also ins Studio und haben nochmal drei ältere Songs neu aufgenommen. Es hat zwei Jahre gedauert bis dieses Album dann draußen war, das war 1987. Weitere zwei Jahre später sind wir dann wieder ins Studio. Weißt Du, wir haben damals so viel gespielt, daß wir fast gar nicht zum Aufnehmen gekommen sind. Wir haben überall in den U.S.A. gespielt, weshalb uns echt die Zeit gefehlt hat mal was neues zu schreiben. Wir haben die ganze Zeit nur das alte Material gespielt, so daß wir uns '89 dann einfach nochmal die Zeit nehmen wollten. Aber wir hatten dann so viel Ärger mit unserer Managerin, mit der wir uns ständig nur gestritten haben. Deshalb haben wir uns auch nach dem "Judge and Jury"-Demo schließlich aufgelöst. Da waren "Star Chamber", "S.O.S" und "Passage to Eternity" drauf, die ja auch auf der CD sind, welche wir jetzt gerade veröffentlicht haben...

Kannst Du die Sache mit Eurer Managerin ein wenig näher erklären?

Randy: Wir waren zu der Zeit auf der Suche nach einem Deal gewesen und hatten einen Vertrag mit Geffen Records schon so gut wie sicher. Zu der Zeit nannten die sich Def Jam America. Ich glaube Slayer waren bei denen damals... das weiß ich nicht mehr so genau, ist ja auch schon sehr lange her. Wir sind also extra nach Kalifornien geflogen um den Deal mit dem A&R-Mann perfekt zu machen, der im übrigen auch Guns'n'Roses entdeckt hat. Aber wegen ihr hat es nicht geklappt. Sie hat uns ständig gegeneinander ausgespielt. Sie wollte auch die ganze Zeit irgendjemanden aus der Band werfen. Wenn ich es mal nicht war, war's der Drummer, der Gitarrist oder sonst wer. Wir hatten uns eigentlich gesagt, daß wir zusammen bleiben wollten, was auch immer passieren würde. Aber im Januar 1990 war dann die Spitze des Eisbergs erreicht, wir hatten uns nur noch in den Haaren, nicht nur untereinander, auch mit den Roadies. Das hat dann damit geendet, daß wir bei einer der kleinen Touren die wir damals noch spielten, in Detroit eine Prügelei in einem Hotelzimmer hatten. Das war's dann. Als wir zurück kamen, haben wir uns gesagt, es ist vorbei.

Was hat den Ausschlag für gerade eben diese Songs gegeben die den Weg auf die CD geschafft haben? Ihr hattet ja noch eine Menge mehr Songs...

Randy: Das, was wir auf die CD gepackt haben, waren alles Songs, die nicht ordentlich produziert gewesen sind. Die hatten halt noch einen Demo-Sound. Die beiden Stücke am Ende, "Unconditional Surrender" und "Insanity", die waren schon gut produziert, da hat Gary nicht mehr viel dran gemacht. Aber die anderen waren einfach noch nicht gut genug, um auf eine CD gepackt zu werden, die mußten neu aufgenommen werden. "Tyrant's Reign" und "Jack the Ripper" haben wir genommen und 1988 neu eingespielt. Die haben wir zum Beispiel genommen, weil die Versionen besser klangen als die auf der EP. Die Absicht war einfach, direkt mit einer CD zu starten und einige alte Aufnahmen draufzupacken...

Das verstehe ich ja, aber meinst Du nicht, daß viele Leute die ganze "Year of the Tyrant's"-EP gerne auf CD gehabt hätten?

Randy: Darüber denken wir momentan nach. Vielleicht werden wir die nochmal auf CD rausbringen, so daß jeder sich ein Exemplar kaufen kann, der eines haben möchte. Es ist ja wirklich schwierig, überhaupt noch an die Alben zu kommen, die liegen ja mittlerweile alle bei irgendwelchen Sammlern rum. Wir arbeiten auf jeden Fall dran, wir denken über einen ReRelease nach und werden möglicherweise auch eine Hand voll Bonustracks noch mit draufpacken.

Kannst Du unseren Lesern verraten, wo sie die "Passage to Eternity" finden?

Randy: Ach, die "Passage to Eternity"? Die wird jeder früher oder später finden. Der Song handelt davon, wie man Zugang zu einem besseren Ort findet, wenn man stirbt. Keine Kämpfe und Kriege, überall Liebe, das ist es, was man dort finden wird. Einen besseren Ort als die Erde...

Was habt ihr früher in den 80ern so gehört, das Euch beeinflußt hat? Neben Metallica kommen mir da spontan zum Beispiel auch Bands wie Hallow's Eve in den Sinn...

Randy: Ja, Metallica sind das Blut, das durch meine Adern fließt. Oder zumindest war das mal so. Ich habe ihre Platten vergöttert, sie waren einfach meine Könige. Und dann haben sie mich mit dem Black Album und allem was danach kam total enttäuscht. Sie haben damit all dem den Rücken gekehrt, woran ich in all den Jahren immer geglaubt hatte.
Neben Metallica habe ich auch viel Metal Church gehört, W.A.S.P., Helloween, auch Yngwie Malmsteen. Ich habe sie alle geliebt und so viel Zeit mit all diesen Bands verbracht, wie man sich nur vorstellen kann. Mercyful Fate, Saxon, Iron Maiden, ich habe das alles damals förmlich aufgesaugt und versucht, von anderen zu lernen, wie sie ihre Lyrics schreiben und so weiter. Ich habe viel gehört, aber an der Spitze standen Metallica, Megadeth, Metal Church, Saxon, solche Bands...

Wo wir gerade über Metallica reden, ist es Dir eigentlich bewußt, daß Deine Stimme oft mit dem jungen James Hetfield verglichen wird? Gerade in den etwas tieferen Lagen.

Randy: Ich habe meinen Gesang sogar nach Hetfield ausgerichtet. Natürlich nur in den tieferen Lagen, wenn ich nicht gerade screame. Ich mache das immer noch, auch bei Spirit Web oder Winterkill habe ich zum Beispiel die aggressiven Vocals gedoubelt, genauso wie er das getan hat als er jünger gewesen ist.


Randy Barron

Wie stehst Du denn eigentlich zur letzten Spirit Web-CD? Bist Du damit rückblickend zufrieden? Ich frage deshalb, weil wir mit der CD nicht allzu viel anfangen konnten. Die Songs gefielen uns nicht, das ganze klang manchmal ein wenig wie "Load" von Metallica und der Sound war auch nicht so toll...

Randy: Es gab eigentlich nur einen einzigen Grund, weshalb ich diese CD eingesungen habe, und das war der, daß ich im Musikgeschäft bleiben wollte und Winterkill sich aufgelöst hatten. Ich wollte einfach weitermachen anstatt nur rumzusitzen. Spirit Web haben mich gefragt, ob ich die CD einsingen wollte und ich habe innerhalb von zwei Monaten die Lyrics zu zehn Songs davon geschrieben. Ich würde nicht sagen, daß das alles toll war, aber die Zeit war knapp und das war zu einer Phase, in der ich sehr depressiv war. Ich hatte nach neun Jahren meine Band verloren, war auf dem Tiefpunkt angekommen und nur noch am trinken. Nachts bin ich manchmal gar nicht mehr nach Hause gekommen, das war alles sehr schwierig. Und unter diesen Umständen kann ich Dir auch gar keine richtige Antwort darauf geben, ob ich das Album heute noch mag oder nicht, es repräsentiert einfach nicht das, was Randy Barron wirklich ist. Ich habe es nur gemacht, um irgendwie dabeizubleiben.

Okay, dann kommen wir mal wieder zurück zu Tyrant's Reign. Welche Erfahrungen habt ihr zu den Anfängen Eurer Karriere so gemacht? Wie habt ihr diese Zeiten damals erlebt?

Randy: Die erste Erfahrung die wir gemacht haben war, wie wir so schnell berühmt geworden sind. Das konnte ich einfach nicht glauben damals. Wir sind so unglaublich schnell populär geworden und sind es auch geblieben. Die Leute hatten alle Tyrant's Reign Sticker auf ihren Lederkutten. Überall wo ich auf Konzerten aufgetaucht bin oder in Plattenläden habe ich Leute mit Tyrant's Reign-Stickern gesehen. Das werde ich nie vergessen, es war eine großartige Erfahrung. Und die Shows! Wie die Leute da mitgegangen sind, das war jenseits jeglichen Menschenverstands. Wir haben ja nie in irgendwelchen Stadien gespielt oder so, sondern lediglich in kleineren Clubs...

Gab's damals denn eine große Metalszene in Chicago?

Randy: Damals schon, ja, aber heute suckt es hier einfach nur noch. Wir haben einfach nicht das Gefühl, daß wir hier hingehören, deshalb freuen wir uns auch schon tierisch drauf, endlich nach Deutschland zu kommen, wo die wahren Metalfans leben. Ich liebe Deutschland, denn mein Vater kommt dort her...

Also ist es wahr, daß die meisten Bandmitglieder Verwandte in Deutschland haben?

Randy: Also ich habe Verwandte in Deutschland. Oder mein Vater zumindest. Karl ist auch Deutscher, ich, mein Vater, Jeff Bagherpour und Phil Fouch sind auch deutscher Herkunft. Wir sind alle Deutsche aber leben in Amerika. Unser Blut ist deutsch!

Vermißt Du manchmal die alten Zeiten?

Randy: Ich vermisse sie eigentlich die ganze Zeit. Ich kann einfach nicht aufhören daran zu denken, wie toll es war, wie viel Spaß gemacht hat und wie langweilig es jetzt hier geworden ist. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich so depressiv geworden bin...

Hat das auch ein wenig mit dem Tod Eures früheren Gitarristen Chris Nelken zu tun?

Randy: Ja, es war schrecklich Chris zu verlieren. Es war ein Schock, es war traurig, er war so ein guter Mensch. Es ist immer schlimm, wenn man bei so etwas hilflos zusehen muß und nichts für die Person tun kann. Der Krebs hat seinen Körper innerhalb von neun Monaten zerstört. Das war schrecklich. Seine Eltern haben mir seine Gitarre geschenkt und die hängt jetzt in meinem Zimmer. Jedes Mal, wenn ich rein komme, sehe ich sie dort. Ich habe nie aufgehört an ihn zu denken, er wird immer in meinen Gedanken verbleiben, auch wegen dieser Gitarre.

Was für eine Art Mensch war er und welche Erinnerungen verbindest Du mit ihm?

Randy: Chris war körperlich kein großer Mensch, aber er war für alle eine große Persönlichkeit gewesen. Er war immer auf einer Stufe mit den anderen und hat auch immer gesagt, was gesagt werden mußte. Und natürlich war er auch ein unglaublicher Leadgitarrist. Er konnte klassische Musik schreiben. Manchmal hat er einfach eine Akustikgitarre genommen, sich hingesetzt und gespielt, während wir gefeiert haben. Es war so fantastisch ihn spielen zu hören. Ich werde diese Tage nie vergessen, er war ein toller Kumpel mit dem man prima auskommen konnte, und auch seine Familie ist sehr nett. Seine Eltern haben ihn geliebt und in Sachen Musik immer zu 100 Prozent unterstützt. Sie haben alles für die Musik getan, Chris hat alles für die Musik getan, aber der Krebs hat über ihn gesiegt.

Chris hat mal in einem Eurer wenigen Interviews gesagt, daß man das alte Material so belassen sollte wie es ist und nicht nochmal neu aufnehmen sollte...

Randy: Er hat die Sachen die auf den Tapes waren ja noch eingespielt. Er war wirklich nicht sonderlich heiß drauf, aber Eric Greif hatte ihn darum gebeten es zu tun weil er dachte, daß sich die Songs dann besser anhören würden. Aber Chris wollte das nicht so gerne, er war ein Typ, der immer nach vorne geschaut hat und was neues machen wollte. Das erklärt auch, weshalb die letzten drei Songs auf dem "Judge and Jury"-Demo alle von ihm geschrieben worden sind. Er wollte immer voran kommen und hatte irgendwann genug davon, ständig die alten Sachen zu spielen.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Tyrant's Reign und dem Jag Panzer-Song "Reign of the Tyrants"?

Randy: Keinen. Zu der Zeit wußten wir gar nicht, daß es eine Band namens Jag Panzer gab, die einen Song namens "Reign of the Tyrants" heraus brachten. Als wir das Lied geschrieben haben hieß es übrigens zuerst auch "Reign of the Tyrants", aber dann haben wir auch noch "Reign of Terror" geschrieben und wollten keine zwei "Reign of's" haben. Deshalb haben wir das Stück "Reign of the Tyrants" in "Tyrant's Reign" umbenannt...
Was den Bandnamen betrifft, so haben wir damals darüber nachgedacht, ob es irgendwas gäbe, was aggressiver und kräftiger wäre als eine Horde von "Tyrants". Wir wollten uns eigentlich dann so benennen, Jeff kam mit dem Vorschlag an, wenn ich mich richtig erinnere. Aber Carl meinte, es gäbe schon eine Band die Tyrants hieße, und deshalb haben wir uns hingesetzt und darüber nachgedacht. Jeff hatte dann schließlich den Einfall mit "Tyrant's Reign" und wir sind alle aufgestanden und waren uns einig, daß das unser Bandname werden sollte. Man kann sagen, wir waren einfach nur eine Hand voll halbstarker Kids, wollten der Welt zeigen, was für mächtige Typen wir waren, aber so richtig Gedanken über Sinn und Unsinn haben wir uns nicht gemacht. Alles was wir tun wollten, war zu spielen und zu spielen. Wir haben an Weihnachten gespielt, an Ostern, am Muttertag, an Geburtstagen, es machte keinen Unterschied was für ein Tag gerade war. Wir haben immer geprobt und gespielt.

Es ist zu lesen, daß ihr auch ein richtiges, neues Album geplant habt. Wie steht's damit? Welches Material wird darauf zu hören sein? Wie wird es klingen?

Randy: Am 25. September werden wir ins Studio gehen um mit den Aufnahmen zu beginnen. Erstmal werden wir drei Stücke aufnehmen. So wie es ausschaut, werden die Songs Bonustracks für die EP werden, die hoffentlich auf CD wiederveröffentlicht wird. Oder wir machen beides, packen sie zu der EP und nochmal auf das geplante Album. Wir haben zur Zeit nur drei Songs, aber was dabei rauskommt kann ich wirklich noch nicht sagen. Ich mußte in letzter Zeit auch einige Interviews absagen, weil einfach viel zu viel passiert ist und wir viele Probleme hatten. Stress in einer der Familien oder jemand mußte mal für mehrere Wochen die Stadt verlassen... zweimal mußten wir auch unseren Proberaum wechseln. Wir waren alle so beschäftigt, und jetzt, wo das Keep it True-Festival langsam näher rückt konzentrieren wir uns hauptsächlich darauf, wieder zu einer kompakten Einheit zu werden. Deshalb machen wir uns über das neue Album momentan kaum Gedanken. Wir üben die drei neuen Stücke die wir geschrieben haben, und das ist alles. Momentan kann ich also nichts sagen, vor allem nicht zu einem Zeitpunkt, wann das Album vielleicht mal erscheinen wird. Ich hatte gehofft, daß wir diesen Herbst ein neues Album draußen haben, aber das wird nicht passieren.


Was ist denn eigentlich aus der Video Compilation geworden, die ihr Ende der 90er mal geplant hattet?

Randy: Die ist nie erschienen. Ich habe einiges an Material von der Band, aber ich habe nie was zusammengestellt. Die hören sich auch wirklich mies an. Momentan haben wir wie gesagt mit den Proben und den neuen Tracks genug zu tun, so daß ich mir da keine Gedanken mehr drum mache. Wir hatten drüber nachgedacht da was zu machen, da hast Du recht, aber mittlerweile glaube ich, daß das nicht gut wäre. Ich denke es macht mehr Sinn, neues Material aufzunehmen, das besser ist.

Dann machen wir mal mit ein paar Stichworten weiter:

Rival

Randy: Die Band Rival? Aus Chicago? Mit denen hatten wir mal ein paar Probleme in den Winterkill-Tagen. Aber na ja, sie sind schon eine großartige Band, ich kann nichts schlechtes über sie sagen. Was die Musik angeht, so sind sie wirklich gut.

Och komm, wir wollen aber jetzt schon hören was da gelaufen ist...

Randy: Wir hatten Probleme als wir mal mit ihnen gejammt haben. Ich möchte das Thema wirklich nicht mehr aufwühlen, in der Zwischenzeit ist viel Wasser unter der Brücke durchgeflossen und abgesehen von dem, was da passiert ist, sind sie auch wirklich gute Kerle.

The Thirsty Whale

Randy: Ooooohhh, ein großartiger Ort, Mann! Das war ein "Kingdom of Metal", ohne Übertreibung! Ich glaube zwar nicht, daß irgendjemand aus Deutschland je dagewesen ist, aber es war toll. Innen war die Location aus festen Ziegelsteinen gebaut, das war eine alte Burg. Der Umgang mit den Musikern war großartig, jeder ist dort hingegangen und hat sich die Bands angesehen. Es war egal wer Du warst, und es hat auch eine Menge Spaß gemacht, dort zu spielen. Wirklich schade, daß es den Whale nicht mehr gibt. Ich habe sehr oft mit vielen Bands dort gespielt.

Forever and a Day

Randy: Ha, das war Chris' Antwort auf "Fade away"! Er hatte es so satt "Fade away" zu spielen, daß er "Forever and a day" schrieb. Er wollte einfach eine neue Ballade haben, denn wie ich schon sagte, er wollte immer voranschreiten und etwas neues machen. Er hatte eigentlich vorher nie Balladen geschrieben, aber ich habe zu ihm gesagt, wenn er "Fade away" nicht mehr spielen möchte, dann soll er eine neue Ballade schreiben. Das hat er gemacht, und so ist der Song entstanden.

Keep it True-Festival

Randy: Wir können es nicht abwarten, dort hinzukommen. Ich habe mein ganzes Leben darauf gewartet, nach Deutschland zu kommen und dort spielen zu können.

Werdet ihr hier noch mehr Konzerte spielen als das beim Keep it True?

Randy: Würden wir gerne, aber wir haben sonst nichts. Es ist nichts gebucht, das ist wirklich schwierig. Ich würde aber jederzeit gerne nach Deutschland zurückkommen, wann immer uns die Fans dort sehen wollen. Ich kann es auch gar nicht abwarten, Martin Brandt und die ganzen Jungs zu sehen, die im Mai hier auf dem Metalfest waren, wo wir gespielt haben. Ich weiß, wir werden eine tolle Zeit in Deutschland haben, ich werde auch meine Frau mitbringen, es wird sicher einzigartig.

Dann möchte ich jetzt noch die witzigste Geschichte hören, die Dir aus alten Tyrant's Reign-Zeiten einfällt...

Randy: Wie wir mit den Ameisen auf dem Fußboden geschlafen haben? Ich könnte Dir erzählen, daß wir niemals ein gutes Hotelzimmer hatten, während unserer gesamten Bandgeschichte nicht. Wir haben uns irgendwann einen großen Bus gekauft deswegen, aber da ist uns dann das Benzin ausgegangen. Du kannst Dir das Bild nicht vorstellen, wie acht, neun Metalheads einen großen, gelben Schulbus den Berg hochschieben. Weißt Du, wenn wir die Zeit hätten, dann würde ich vorne anfangen und Dir die ganzen Geschichten erzählen. Vielleicht können wir das ja in Deutschland nachholen...

Gut, dann kommen wir mal zur letzten Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den "Thrashing Metal Maniacs" und Exciters "Heavy Metal Maniac"?

Randy: Wenn ich Songs geschrieben habe, habe ich nie darauf geachtet, wie andere Gruppen ihre Stücke genannt haben. Ich habe "Thrashing Metal Maniacs" im Prinzip als eine Art Bandhymne geschrieben. Das sind also wir. Wenn Du die Lyrics kennst, weißt Du, was ich meine. "The spot lights go on, the band hits the stage, screaming guitars, that will drive you to the rage. Hold your fist up high, bang your heads to the beat, get up off your ass and stand on your feet. Feel the power and live the excitement." Das ist quasi das, was man von einer Tyrant's Reign-Show erwarten darf.

Hast Du noch ein paar letzte Worte an die deutschen Fans?

Randy: Kommt zum Keep it True! Wir können es nicht abwarten, und hoffen Euch dort zu sehen. Wir freuen uns dort zu spielen und hoffen, daß ihr unsere Musik mögt, denn wir wissen, daß wir Deutschland mögen werden.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Dennis



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