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Rage sind seit nunmehr fast 20 Jahren eine konstante Größe in der deutschen Metalszene und auch international zählt die Band um Peter "Peavy" Wagner längst zu den größten und wichtigsten Acts. Dabei ließen Meilensteine wie "Don't fear the Winter" in den 80ern und orchestrale Experimente Mitte der 90er Rage auch über die Jahre hinweg nie langweilig werden. Einen Schub nach vorne bekamen Rage noch einmal im Jahr 2000, als eine fast komplette Umbesetzung vorgenommen wurde, und mit Mike Terrana und Victor Smolski zwei absolute Ausnahmekönner an Drums und Gitarre an Bord geholt werden konnten. Eigentlich eine Schande, daß Rage bislang bei uns noch nicht zu Wort kommen konnten, und so bot die Eröffnung eines Metal-Abends im Tenne Club in Hamm unter der Organisation Victor Smolskis eine glänzende Gelegenheit, Versäumtes endlich nachzuholen...


Victor, erzähl uns doch zu allererst einmal, wie es zu dieser Sache mit dem Tenne-Club kam!

Victor: Als ich in Amerika war, war ich von den Clubs dort und ihrer Atmosphäre total begeistert! Dort standen kleine Bühnen, auf denen die Musiker mit reinem Proberaumsound ihr Können zum Besten gaben, doch die Stimmung war klasse! Da dachte ich mir, dass dies in Deutschland leider eine Marklücke ist, und so entstand die Idee zum Tenne-Club.

Was bekommt man denn geboten, wenn man Donnerstags in den Tenne-Club geht? Ich habe gehört, daß neben den Bands, die dort spielen auch Workshops, Autogrammstunden und so weiter angeboten werden...

Victor: Ja, jeden Donnerstag spielt in der Tenne eine Band und es werden so oft wie möglich Workshops von guten Musikern an ihren Instrumenten veranstaltet. Ich selbst spiele natürlich auch hin und wieder! Autogramme kann man sich jederzeit von den meist zufällig anwesenden Musikern holen. Es gibt auch noch einen von Yamaha gesponserten Nachwuchswettbewerb, an dem alle Nachwuchs-Bands teilnehmen die pro Quartal gespielt haben.


Victor Smolski

Ich finde es toll, wenn Leute sich so im Metal-Bereich engagieren wie Du, vor allem, wenn sie auch noch einen solchen Namen haben. Wie siehst Du denn die derzeitige Situation von Rock und Metal und deren Entwicklung? Denkst Du, daß Szene und Musik so wie sie momentan sind, so stimmen, oder siehst Du das eher kritisch und als Anlaß, so eine Sache mit den Metal-Abenden zu machen?

Victor: Momentan ist es in der Szene besonders für Nachwuchsbands sehr schwierig, da die Branche durch den Euro und das Internet rund 40% Einbrüche hatte. So bleibt weniger Geld für Promotion etc. übrig und das was da ist, wird für schon erfolgreiche, geldbringende Bands verwendet. Daher will ich mit meinem Club kleineren Bands Möglichkeiten für Auftritte, sowie die Chance eventuell "entdeckt" zu werden, geben.

Gut, dann laß uns doch etwas zurückblicken und mit der Zeit damals in Weissrussland anfangen. Du bist ja durch Deinen Vater eigentlich mit klassischer Musik aufgewachsen. Wann bist Du in Deinem Leben zum ersten Mal auf Heavy Metal gestoßen?

Victor: Trotz klassischer Ausbildung habe ich immer Rock und Metal gehört, da mein Bruder oft Platten mitgebracht hat. Meine erste Lieblingsplatte war "Physical Grafitty" von Led Zeppelin. Wegen der Liebe zum Heavy Metal habe ich mir immer jede Menge Ärger in der Schule eingefangen...

Gibt es in Russland eine Metalszene? Fans scheint es ja reichlich zu geben, sonst würden Bands wie UDO usw. ja dort nicht touren geschweige denn eine Live-Platte aufnehmen. Wie sieht es mit russischen Metalbands aus?

Victor: Metal Bands gibt es dort genug, daher auch die Fan-Szene. Allerdings ist die Plattenindustrie dort wegen den Bootlegs sehr schwach.

Du hast ja eine besondere Beziehung zum Sport, was sich nicht nur darin äußert, dass du gern mal in Eishockeytrikots auf die Bühne gehst. Außerdem scheint es dir ja auch der Motorsport besonders angetan zu haben, da Du ja selbst aktiv als Fahrer unterwegs bist. Hängt das ein wenig mit der russischen Erziehung und Mentalität zusammen?

Victor: Das hat mit der Mentalität gar nichts zu tun! Motorsport ist seit langem mein Hobby und ich verbringe den größten Teil meiner Freizeit an der Rennstrecke.

Okay, bevor Du zu Rage gekommen bist, hast Du schon einige Jahre in Deutschland gelebt und hattest noch eine andere, sogar recht erfolgreiche Band "MIND ODYSSEY" am Start. Woher kanntest Du Peavy und wie bist Du letztlich bei Rage gelandet?

Victor: Der ehemalige Manager von Rage hat mir angeboten als Studiomusiker einige Tracks für "Ghost" einzuspielen. So habe ich Peavy zum ersten mal bei mir im Studio getroffen und wir haben dann entschieden, zusammen weiter zu machen...

Neben Rage bist Du ja auch unter dem Namen "Victor Smolski" aktiv. Gibt es weitere Pläne für Soloprojekte?

Victor: Mein Neues Solo-Album ist bereits vollständig komponiert und nach der Aufnahme der neuen Rage-Platte geht es voraussichtlich dazu ins Studio.

Was hörst Du privat so? Legst Du da auch schonmal was von Rage auf?

Victor: Nun, privat höre ich verschiedenes, das ist sehr unterschiedlich, aber mein Herz hängt schon am Metal. Und wenn ich mal selbst zu einer Rage-Scheibe greife, dann höre ich am liebsten das, wo ich auch selbst beteiligt war.

Angenommen, es käme mal dazu, daß es eine Rage-Tribute-Scheibe geben würde. Nenne uns mal ein paar Bands und einige Eurer eigenen Stücke, die Du da unbedingt drauf hören wolltest!

Victor: Das ist schwierig. "Straight to hell" von Metallica und "Tribute to Dishonor" von Dream Theater wären ziemlich cool.

Laß uns mal auf die letzte Tour mit Primal Fear zu sprechen kommen. Die Jungs kanntest Du ja sicherlich schon vorher, aber zusammen zu touren ist ja immer etwas anderes. Was kannst Du uns über die Band erzählen?

Victor: Eine Tour ist natürlich sehr harte Arbeit und nicht nur Party, wie viele denken, da ist es nicht immer einfach, mit den Jungs für längere Zeit auf so engem Raum zu leben, jeder braucht schließlich seine Privatsphäre! Ansonsten sind die Jungs natürlich gut drauf!

Es gab da ja diese Diskussionen um die Headliner-Position. War das auch während der Tour ein Thema? Ein Grund für Feindseligkeiten?

Victor: Im Nachhinein haben wir gemerkt, dass es für uns etwas einfacher war, als erste Band zu spielen, da wir so nicht so lange warten mussten und das Publikum noch nicht müde war, allerdings war es für die Fans so etwas zu kurz. Aber die Headliner-Position hat uns schon gereizt...

Stimmt es, daß Du lieber auf Festivals spielst als in der Halle?

Victor: Auf Festivals herrscht natürlich immer eine ganz besondere Stimmung und man spielt auch vor Leuten, die nicht unbedingt Fans sind. So kann man ein paar neue Fans dazu gewinnen. Außerdem kann man sich dort mit anderen Musikern austauschen und mit ihnen mal ein Bierchen (oder zwei...) trinken! Dafür weiß man aber in der Halle, dass die Fans von Anfang an gute Stimmung machen...

Seit "Welcome to the Other Side" bist Du ja auch im Songwriting-Prozeß bei Rage richtig involviert. Wie läuft das bei Euch ab?

Victor: Peavy und ich steuern beide 50:50 unsere Songs zu den Alben bei, die dann in der Band perfektioniert werden.

Habt Ihr seitdem mal darüber nachgedacht, eine zweite Gitarre an Bord zu holen? Das war ja schon zu mehrmals zu früheren Phasen der Bandgeschichte der Fall...

Victor: Wir sind als Trio sehr zufrieden. Trotzdem haben wir mal darüber nachgedacht, einen Keyboarder mit auf Tour zu nehmen. Allerdings haben wir noch keinen passenden gefunden.

Laß uns mal zur aktuellen Scheibe "Unity" springen. Von "Down" gibt es ja auch ein Video, hinter dem neben dem sonst so üblichen, stupiden "Band bangt"-Thema inhaltlich noch mehr steckt. Worum geht es in dem Video und wer hatte die Idee dazu? Die Plattenfirma?

Victor: Die Idee hatte ein Freund aus Minsk von mir, der auch der Regisseur des Videos war. Er drehte damals übrigens auch das Video zu "Schizophrenia" von Mind Odyssey. Worum es in dem Video geht, kann ja jeder selber sehen... (ah ja - der Verfasser)

Sammelt Peavy eigentlich immer noch Totenköpfe und schleift sie überall mit hin, so wie er das früher immer getan hat?

Victor: Ja, er sammelt immer noch alles, was mit Knochen zu tun hat. Aber nicht mehr so intensiv wie früher...

Okay, letzte Frage: Ihr bereitet gerade die neue CD vor... in welche Richtung wollt Ihr da gehen? Ich denke, bei Euch ist diese Frage ja durchaus berechtigt, da Rage ja schon immer eine ziemlich experimentelle Band waren.

Victor: Das neue Album steht unter dem Motto "Soundchaser" und wird die harte Gangart von "Unity" beibehalten!


Vorbereitung: Dennis und Volker
Durchführung und Bearbeitung: Dennis


Nachtrag: Sorry Leute, an dieser Stelle hätten wir Euch gerne tiefergehende Informationen über die kommenden Alben, Rußland oder das Rage-Video präsentiert. Leider jedoch war unser Interviewpartner Victor Smolski nicht so gesprächig, wie wir uns das gerne gewünscht hätten. Auch nach Bearbeitung und Kürzung des Interviews gibt es leider nicht das her, was wir uns erhofft hatten. Nicht daß Ihr denkt, wir fänden das hier toll oder wären gar damit zufrieden. Das ist auch uns ein bißchen zu dünn, veröffentlichen tun wir es natürlich trotzdem. Nix für ungut Victor! (Dennis)


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