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Seit 1990 sind die süddeutschen Black Abyss in der Szene aktiv. Auch wenn seit der letzten CD satte 4 Jahre ins Land gezogen sind, die Band ist trotz diverser Probleme immer noch da und das besser denn je. Aus dem Jahr 1992 datiert ein erstes Demo ("...for Eternity"), das nicht unbedingt im Proberaum verstaubte. Gefestigt wurde der gute Ruf im Underground dann durch Konzerte mit u.a. Brainstorm, End of Green und einigen mehr. 1995 wurde dann auf dem "After the Sepulture" Sampler von Nuclear Blast ein Titel veröffentlicht, der die Band noch bekannter machte. Diverse Personalwechsel später wurde 1997 die erste CD in Angriff genommen, die 1998 erschien, allerdings bei Sub Zero, was sicherlich kein so guter Schachzug war. Für den zweiten geplanten Longplayer wurde ein geeigneteres Label gesucht und mit B.O. Records auch gefunden. Dort erschien 2000 "Land of Darkness". Überragende Verkaufszahlen, aber auch wieder Personalprobleme und letztendlich die Zahlungsunfähigkeit des Labels warfen die Band wieder einmal zurück. Aber aufgeben gilt nicht und so wurde trotz aller Widrigkeiten und mit einer neuen kompetenten Mannschaft die dritte CD in Angriff genommen. Die ist nun erschienen und hoffentlich ist der Band jetzt endlich der große Durchbruch nicht mehr durch irgendwelche Hindernisse versperrt. Es wäre schade! Alles weitere hier und jetzt, klar und deutlich ins Mikrofon gesprochen von Andi Siegl (Bass und gesprächig).


Auch wenn du der "neue" in der Band bist und vielleicht über die Vorkommnisse seit 2000 nicht so informiert bist, bitte zuerst einen Überblick über die wichtigsten Dinge, die in den letzten 4 Jahren passiert sind.

AS: Es sind sehr viele grundlegende Dinge passiert. Zum einen die Line up Wechsel, weshalb ich jetzt das Interview mache und nicht Bernd Gerosa oder sonst einer von der alten Mannschaft (mit denen ich immerhin 2 Interviews geführt hatte - der Verfasser). Nach Bernd ist Markus Weiser (Gitarre) aus familiären Gründen ausgestiegen. Für Markus kam dann Harald Klenk (ex-Graveworm) und ich habe den Posten vom Bernd übernommen. Die neue CD hat solange auf sich warten lassen, weil das Label während der Aufnahmen pleite gegangen ist. Bis zur Klärung der Situation wurden die Aufnahmen unterbrochen und es wurde dann beschlossen, auf eigene Kosten das Album fertig zu stellen. Die ganzen Querelen haben sich auch auf die Qualität des Albums hinsichtlich des Sounds niedergeschlagen. Es war alles ein wenig unglücklich, weswegen wir jetzt doppelt froh sind, wieder am Start zu sein.

Vor einigen Jahren wurde in Eurem Proberaum eingebrochen. Da wurde nicht nur ein Teil des Equipments gestohlen, sondern auch die fix und fertige Erstversion von "Angels wear black".

AS: Da war ich Gott sei dank noch nicht in der Band. Das ganze war im Studio schon ein wenig vorproduziert und dann wurde eingebrochen. Viel von der Ausrüstung wurde nicht mitgenommen, aber eben der DAT Rekorder mit dem Band auf dem viele der Songs waren und das ist dann ein ziemlicher Frust, wenn du wochenlang am Material arbeitest und dann so was passiert.

Nach so einem Schock wird erstmal mächtig geflucht und das eine oder andere Trostbier getrunken. Möglicherweise kam aber nachher die Einsicht, dass es das Schicksal doch nur gut gemeint hat, weil die Erstversion nicht so gut war und so der Weg frei war für das bessere, neue Ergebnis?

AS: Da ist was dran! Das könnte gut möglich sein. Ich war zu der Zeit noch nicht in der Band, weswegen ich auch nicht weiß, wie sich die ursprüngliche Version angehört hat. Zuerst ist das Fluchen groß, aber wenn du dich dann noch mal hinsetzen musst um an den Titeln zu arbeiten, können durchaus neue und auch bessere Ideen entstehen. Du befasst dich viel intensiver mit dem Material und in so fern hast du möglicherweise recht. Ich könnte mir vorstellen, dass es der Qualität des Songwritings geholfen hat. Die Band hat sich in der Zeit auch weiterentwickelt, dann wirft sie so was zurück und es geht wieder von vorne los. Eine sehr interessante These die du da entwickelt hast.


In wie weit bist du mit dem alten Material von "Why" genauso wie "Land of Darkness" vertraut? Bist du in der Lage, das für dich selber in ein Verhältnis zur neuen CD zu setzen?

AS: Ich kannte die Band schon vor meiner Zeit, auch wenn die Szene mittlerweile riesig geworden ist. So weit weg von der Band habe ich auch nicht gewohnt. Zu Zeiten der ersten CD kannte ich die Band nicht, aber dann bei der zweiten war mir der Name ein Begriff. Natürlich ist es so, dass ich das neue Material bevorzuge, es ist einfach das reifste und härteste. Wobei mein musikalischer Background ein ganz anderer ist, da ich vorher in einer melodischen Death Metal Band gespielt habe. Angefangen habe ich mit den üblichen Sachen, also Maiden, Motörhead und so was, die Tendenz ging dann eher in Richtung Death Metal. Insofern sagt mir die härtere Gangart der neuen CD mehr zu als jetzt "Land of Darkness", die mehr europäisch klingt als die neue CD. Mit den bisherigen CDs habe ich mich aber wegen den Konzerten beschäftigen müssen. Auch wenn es alle Musiker sagen, ich empfinde die neue CD als die reifste und stärkste. Gerade wegen dem düsteren Touch, und weil sie meiner Meinung nach spannender und ausgewogener ist, als die vorherige CD. Das ist jetzt eine Floskel, aber "Angels wear black" ist der nächste Entwicklungsschritt. Ich freue mich während dieses Stadiums der Entwicklung in die Band gekommen zu sein und hoffe, auch weiterhin meinen Teil beitragen zu können.

"Angels wear black" ist nicht einfach eine neue CD, hier präsentiert sich auch eine komplett neue Band, die klar von der Einordnung als deutsche bzw. europäische Band weg möchte.

AS: Komplett würde ich nicht sagen. Ein Hauptgrund ist der, dass 4 Jahre vergangen sind. Viel Einfluss hatte ich auf das Songwriting nicht mehr, da es eigentlich schon komplett abgeschlossen war. Stefan, der die Titel komponiert hat, macht sich da eigentlich keine großen Gedanken ob das nun nach einer deutschen, amerikanischen oder was auch immer Band klingt. Das sind seine Riffs. Aus dem was ihm gefällt entsteht ein Song. Wenn es gefällt, wird es genommen, ansonsten nicht. Aber es ist nicht so, dass gesagt wird, wir sind eine deutsche Band und wollen wie x y klingen und den entsprechenden Sound machen. So leicht ist das jetzt nicht zu erklären. Für einen außenstehenden auch nicht so nachvollziehbar. Die "Angels wear black" mag für jemanden, der sie zum erstenmal hört, auch etwas verwirrend klingen, vor allen Dingen dann, wenn die "Land of Darkness" bekannt ist. Selbst zu Zeiten der letzten CD war es nicht so, dass gesagt wurde, Black Abyss kommen aus Deutschland und müssen folglich auch so klingen. Der persönliche Musikgeschmack wird nicht einfach über den Haufen geworfen, aber es kommen neue Einflüsse dazu. Was vor 10 Jahren eine geile Scheibe war, ist heute nicht mehr so toll, dafür andere Sachen, wo früher nicht im Traum dran gedacht wurde. So hat sich auch innerhalb der Band der Geschmack nicht komplett verändert, aber um Nuancen weiterentwickelt, und das hat Einfluss auf das Songwriting. Es wird dabei schon versucht, die vermeintlichen Beeinflussungen von außen abzuschalten um was eigenständiges zu entwickeln, aber im Unterbewusstsein wirst du immer von deinen Hörgewohnheiten beeinflusst.

Unabhängig davon ist "Angels wear black" eine sehr variabel gestaltete CD. Von flotten Formel 1 Flitzern über Titel mit einer leichten Doom Basis bis zum abschließenden, episch-langen "When Angels wear black" ist für jeden Geschmack etwas vorhanden.

AS: Das ist meiner Meinung nach die große Stärke der CD. Natürlich wird es welche geben, die es lieber gehabt hätten, wenn es bei einem Stil geblieben wäre. Ich persönlich langweile mich relativ schnell wenn nur geprügelt wird oder nur langsame Sachen vorhanden sind. Deswegen gefällt mir der Abwechslungsreichtum sehr gut. Gerade der letzte Titel der CD ist Stefans persönliche Hommage an Iron Maiden. Auch wenn woanders schon zu lesen war, dass bei diesem Titel sehr viel abgekupfert wurde, sei dazu gesagt, dass das bewusst so gemacht wurde. Stefan und ich sind fanatische Maiden Fans, das war unsere erste große Liebe im Metal. So sehr sich mein Geschmack auch geändert hat, die Band ist geblieben. Das ist eine Konstante in unser beider Leben. Es sollte ganz einfach ein Song entstehen mit allen Trademarks von Iron Maiden die Stefan so schätzt. Deswegen tritt das alles auch so gehäuft auch, die Melodien, die epische Länge, die Chöre, Anfang und Schluss. Wer Maiden und deren Texte kennt, dem werden auch die ganzen Querverweise auffallen. Dieser Titel hat eine Ausnahmeposition, während die anderen nicht unbedingt repräsentativer sind, aber gerade der abschließende Titel war Stefan ein persönliches Bedürfnis. Sein Tribut an Iron Maiden.

In der Spitzengruppe der besten deutschen Bands wird für Black Abyss ein Platz sicher sein, egal was andere so meinen.

AS: Das freut mich, so was zu hören. Als ich die Scheibe das erste Mal gehört habe, hatte ich auch ein gutes Gefühl. Wenn du die Songs aber ständig spielst und so tief drin steckst, fällt dir eine Beurteilung sehr schwer. Jedenfalls sind wir sehr auf die Reaktionen gespannt. Das Lob freut mich in so fern auch, da du dich in der Geschichte der Band sehr gut auskennst. Über möglichen negativen Reaktionen in gewissen Magazinen stehen wir und das ist jetzt keine Arroganz. Wir machen die Musik ja nicht, um Journalisten zu gefallen, sondern weil es uns ein Bedürfnis ist. Natürlich freuen wir uns über positive Reaktionen. Aber Black Abyss können nicht jedem gefallen.


Die berühmten letzten Worte.

AS: Das Problem ist, dass wir schon einige Interviews hatten und es immer schwieriger wird, was originelles zu sagen. Ist das Metalspheres ein Online Magazin? Dann kann ich den Gag nicht bringen. Mir fällt nichts originelles ein. Aber ich kann alle Leser und Leserinnen nur bitten, immer auf die Mami zu hören, sonst wird aus denen, was aus uns geworden ist. Langhaarige, biertrinkende, stinkende Metaller. Ich nehme lieber noch einen zweiten Anlauf. Meine Spontanität ist vollkommen erschöpft. Für alle, die dieses Interview lesen, bitte sprecht uns nach Konzerten an, dann können wir noch ein paar Bier trinken und einen schnuckligen Bandaufkleber oder sonstigen Kram, den wir nicht mehr gebrauchen können, gibt es auch noch dazu. Traut euch, auch wenn wir stinken, es lässt sich leider nicht vermeiden. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Möge die Macht mit euch sein!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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