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Stilgrenzen? Nein, das ist nichts für die Nordschweden Cult of Luna, deren hypnotischer Soundtrack der Apokalypse immer weitere Kreise zieht. Man mag sie die Söhne von Neurosis oder die Brüder im Geiste von Isis nennen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die tonnenschweren und trotzdem feingliedrig eleganten Songs ihres neuen Albums "Salvation? klingen. Magnus (Gitarre + Percussion) stand stellvertretend für seine sechs Mitmusiker zum Interview bereit und antwortete knapp aber immerhin recht prägnant.




Eure Heimatstadt Umeå ist ja durch so einige unorthodoxe Bands wie Refused, The (International) Noise Conspiracy und Meshuggah in der Musikszene bekannt geworden. Seht ihr euch selbst als Teil dieser "Tradition? und wie würdest du die momentane Szene in Umeå beschreiben?

Magnus: Ja, ich denke schon, dass wir ein Teil dieser Umeå-Sache sind. Die Bands von hier folgen traditionell nicht dem Mainstream. Ich glaube, das liegt daran, dass Umeå eine ganz schön freidenkerische Stadt ist, was sicherlich mit dem hohen Jugendanteil zusammenhängt. Das Durchschnittsalter hier dürfte so um die 30 liegen. Die Szene ist ziemlich durchmischt, alle Arten von Musik sind repräsentiert, was ich positiv finde. Die Leute unterstützen sich gegenseitig, auch wenn sich nicht die selbe Musik machen.

Schweden ist in Sachen Metal über die Jahre hinweg ein ausgesprochen einflussreiches Land geworden. Hast du eine Erklärung dafür, warum so viele vielversprechende Bands aus einem eigentlich so dünn besiedeltem Land hervorkommen?

Magnus: Die nächste Frage, bitte! Hehe, nein, ganz im Ernst, ich weiss es wirklich nicht. Vielleicht liegt es in unserer Kultur, gute Rock Musik zu machen. Ich denke aber auch, dass die lokale Politik viel tut, um kulturelle Sachen zu unterstützen.

Nach sehr positiven Reviews für "The Beyond? finden sich wiederum euphorische Reaktionen bezüglich eurem neuen Werk "Salvation?. Hältst du es trotzdem für möglich, dieses Album mit eurer nächsten Veröffentlichung noch ein mal zu übertreffen?

Magnus: Oh ja, definitiv! Der Tag, an dem wir nichts mehr hinzuzusetzen haben, wird das Ende der Band bedeuten. Es ist aber nicht unbedingt nötig, großartige Reviews für die nächsten Veröffentlichungen einzufahren, solange WIR der Meinung sind, dass wir das Beste gegeben haben. Damit sind wir schon glücklich. Aber wenn etwas unzweifelhaft gut ist, dann wird es auch gute Reviews bekommen, die Leute sind ja nicht blöd. Zumindest die meisten nicht...

Vor allem "Waiting for you? hat einen sehr doomigen Anfang und meiner Meinung nach lassen sich auch darüber hinaus ähnliche Elemente auf dem Album finden. Siehst du Doom Metal als einen Einfluss auf eure Musik?

Magnus: Doom Metal? Nein. Was "Waiting for you? angeht, würde ich eher noch sagen, dass es eine Art "Twin Peaks?-Atmosphäre hat.

Würdest du mir denn zustimmen, dass sich in "Crossing over? Anleihen an Pink Floyd finden?

Magnus: Wiederum muss ich sagen, dass wir nicht an Pink Floyd gedacht haben, als wir diesen Song geschrieben haben. Aber ich finde es cool, wenn Leute ihre eigene Interpretation von unserer Musik haben. Das ist wirklich sehr interessant!

Was sind deine persönlichen Favoriten auf "Salvation??

Magnus: Hmm, das ist schwierig. Ich denke, einer meiner Lieblingsparts auf "Salvation? ist die Mitte von "Adrift?. Ich habe lange im Studio gekämpft, um diesen Teil wirklich gut werden zu lassen und ich denke das ist vollauf gelungen!

Der Albumtitel klingt weitaus hoffnungsvoller als die oft wirklich verzweifelt wirkende Musik. Worum geht es in den Texten?

Magnus: Die Texte hängen alle in verschieden starkem Ausmaß mit dem Konzept des Albums zusammen. Es geht um Schuld und das Ziel, sich von dieser Schuld zu befreien. Die Texte finden sich auf http://www.cultofluna.com
Es freut uns, wenn die Leute sie lesen, während sie das Album hören und vielleicht für sich selbst interpretieren, was sie wirklich bedeuten.

Hast du eine Vorstellung, welche Menschen Cult of Luna hören? Ich denke mal, dass ihr für Fans verschiedener Gattungen interessant seid, da es ja auch kaum möglich ist, für eure Musik eine Kategorie zu finden.

Magnus: Ganz genau, es ist wirklich eine der coolsten Sachen an der Band, dass wir von ganz verschiedenen Leuten gehört werden. Bei unseren Konzerten findet sich alles vom Metalhead bis hin zum Indie Kid. Und genau so mögen wir es auch! Rasmus Kellerman (junger schwedischer Indie-Musiker ? Anm. des Verf.), der den Clean-Gesang für "Salvation? beigesteuert hat, fühlt sich selbst durch uns inspiriert, wenn er seine eigene Musik schreibt und so etwas ist für uns schon fantastisch.

Seid ihr alle in den Songwriting-Prozess involviert oder gibt es eine Art "kreativen Diktator? bei Cult of Luna? Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, die Einflüsse von sieben Musikern zusammenzubringen...

Magnus: Für gewöhnlich bringen unsere Gitarristen Johannes und Erik die Grundideen für Songs mit. Dann setzen wir uns bei den Proben zusammen und versuchen die verschiedenen Instrumente für den Song in Einklang zu bringen und arrangieren das Ganze hin und her. Das ist ein sehr kreativer Prozesse, bei dem alle sieben Mitglieder mehr oder weniger stark mit einbezogen sind.

Sind Mitglieder von Cult of Luna noch in anderen Bands oder Projekten aktiv?

Magnus: Ja, die meisten von uns haben noch was anderes laufen...mehr oder weniger ernsthaft...


Cult of Luna live in Schweden

Ihr habt kürzlich bei einem kleinen Festival in einem Club in Trier gespielt. Was waren eure Eindrücke von diesem Tag? Und gibt es Pläne, demnächst nach Deutschland zurückzukehren?

Magnus: Da war viel los, es gab Baggypants und Ansagen über die Einheit der Szene...es war wie eine Zeitreise zurück nach Umeå im Jahre 1994. Wir waren jedenfalls beeindruckt, dass die Leute bis 1 Uhr nachts durchgehalten haben, um uns zu hören, nachdem sie bereits 13 Stunden lang pausenlos mit lauter und heftiger Musik beschallt wurden!
Es gibt Pläne für eine Europa-Tour im nächsten Jahr und da werden wir sicherlich auch nach Deutschland kommen.

Könntest du dir eine gemeinsame Tour mit Neurosis und Isis vorstellen? Immerhin sind sie die einzigen Bands, mit denen ich eure Musik vergleichen könnte.

Magnus: Na klar, warum nicht?

Na dann hoffe ich mal, das irgendwann wirklich erleben zu können! Gibt es eigentlich Pläne, eure Musik live auch visuell umzusetzen oder habt ihr das bereits gemacht? Jedenfalls eignet sie sich wunderbar dafür und es wäre ein interessanter Ansatz um die tiefgehende Atmosphäre der Songs auf der Bühne umzusetzen. Vielleicht etwas in der Art, was Tool bei ihren Konzerten machen?

Magnus: Oh ja, die visuelle Seite unserer Live Shows ist uns schon sehr wichtig. Wir haben deshalb unsere eigene Lightshow, um die richtige Atmosphäre zu erzeugen, wenn wir spielen.

Wie würdest du eure Musik jemandem beschreiben, der sie noch nie gehört hat?

Magnus: Heftiger, emotionaler und atmosphärischer Rock...ich denke, das sollte passen.

Was für Musik hört ihr euch denn momentan selbst bevorzugt an?

Magnus: Hmm, alle Bandmitglieder haben ihren eigenen Musikgeschmack. Mein persönlicher Geschmack ist recht breit angelegt, momentan ist es gerade eine Menge Avantgarde-Rock. Radiohead, Wilco und solche Sachen. Außerdem freue ich mich schon mächtig auf das neue Album von Trail of Dead, das soll absolut hervorragend werden. Die neue Soundtrack of our Lives ist übrigens auch exzellent.

Nun ja, das ist weniger mein Spezialgebiet. Danke jedenfalls für das Interview, die letzten Worte gehören dir:

See ya in Germany dudes and dudetts!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Volker



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