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Lange hat es gedauert, doch nun sind die innovativen Schweizer Samael zurück und präsentieren das mit Spannung erwartete neue Album "Reign of Light?. Musikalisch wurde mal wieder ein Schritt in andere Gefilde gewagt, der allerdings nicht so drastisch ausgefallen ist, wie der Sprung von "Ceremony of Opposites? zur "Passage?. Viel mehr klingt die neue Scheibe weitgehend wie der logische nächste Schritt nach der "Eternal? ohne jedoch die elektronischen Anteile noch einmal deutlich auszuweiten, wie teilweise spekuliert wurde. Keyboarder Xy nahm Stellung zu Themen wie dem Labelwechsel, den verschobenen Oktober-Auftritten in Deutschland und den Zukunftsaussichten einer Band, die schon eine Menge erreicht und bewegt hat.




Was waren die maßgeblichen Gründe dafür, dass die Veröffentlichung eures neuen Albums immer wieder verschoben wurde und so seit der letzten Studioplatte "Eternal? fast 5 Jahre vergangen sind?

Xy: Da kommen so einige Dinge zusammen. Wir haben sehr viel getourt, zwei Headlinertouren durch die USA und eine ausgedehnte Europa-Tour sowie mehrere Festivalauftritte. Außerdem hatten wir einen Line-Up Wechsel zu bewältigen und es hat lange gedauert, bis wir passenden Ersatz gefunden haben.

Denkst du, dass die lange Abwesenheit der Popularität von Samael geschadet hat?

Xy: Es ist sicherlich nie gut, eine so lange Veröffentlichungspause einzulegen. Aber wie schon gesagt haben wir in dieser Zeit ja auch eine Menge Shows absolviert. Momentan stellen wir "Reign of Light? auf einer ausgedehnten Tour vor und ebenso werden wir es nächstes Jahr auch in den USA machen.

Seid ihr mit "Reign of Light? zufrieden oder gibt es Dinge, die ihr rückblickend gerne anders gemacht hättet?

Xy: Momentan sind wir vollauf zufrieden, aber es ist ja auch noch nicht lange her, dass wir das Album fertiggestellt haben. Meistens fallen einem erst nach der Tour zu einem Album Dinge auf, die man vielleicht doch hätte anders machen können. Aber ich bin recht zuversichtlich, dass das diesmal nicht passieren wird. Letztendlich wird die Zeit es zeigen.

War es von langer Hand geplant, diesmal stark auf orientalische Elemente zu setzen oder hat sich das erst im Songwriting-Prozess zum neuen Album entwickelt?

Xy: Wir haben ja auch schon in der Vergangenheit solche Elemente verwendet, vor allem bei Songs wie "Jupiterian Vibe? und "Infra Galaxia?. Aber es stimmt schon, dass diese auf "Reign of Light? einen breiteren Raum einnehmen. Für die Sitar und den weiblichen Gesang haben wir auch das erste mal überhaupt mit Gastmusikern (Sami Yli-Sirniö und Sandra Schleret ? Anm. des Verf.) gearbeitet.

Der Song "Heliopolis? hat mich stark durch seine Komplexität und Tiefe beeindruckt, ich würde ihn auch als das ungewöhnlichste Stück des Albums sehen. Ist dir "Heliopolis" ähnlich wichtig?

Xy: Meiner Ansicht nach sind "Moongate? und "Heliopolis? recht ähnlich. Beide Songs basieren auf einer Sitar-Melodie. Ich stimme dir zu, dass "Heliopolis" zu den stärksten Songs des Albums gehört. Wir haben auch überlegt, das Stück als Opener zu verwenden.

Ein weiteres Highlight ist das sehr energetische "Telepath?. Ich denke mal, dass das live sehr gut ankommt, oder?

Xy: Wir sind ja jetzt noch nicht so lange auf Tour, aber "Telepath? funktioniert ziemlich gut. Ich denke mal, dass so einige Songs von "Reign of Light? live in einer ganz anderen Dimension umgesetzt werden können. Auch als Band ist es so, dass man Stücke neu entdeckt, wenn man sie erst einmal live spielt. Insgesamt gibt es bei den Konzerten der aktuellen Tour jeweils sechs neue Stücke zu hören.

"On Earth? erinnert mich recht stark an "The Cross? vom Vorgänger "Eternal?, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen. Der Text klingt recht seltsam und für mein Empfinden nicht sehr inspiriert. War es eure Absicht, damit ein besonders tanzbares Stück zu schreiben?

Xy: Ich höre den Vergleich mit "The Cross? nicht zum ersten Mal, aber das haben wir nicht so empfunden, als wir das Stück geschrieben haben. "On Earth? stellt eine Art Reiseerfahrung dar und in diesem Zusammenhang finde ich die Textidee wirklich interessant.

Was sind deine persönlichen Favoriten auf "Reign of Light??

Xy: Schwer zu sagen. Das wird sich sicherlich mit der Zeit noch ändern. Momentan würde ich mich für "Moongate?, "High Above? und "Reign of Light? entscheiden.

"Eternal? und vor allem "Passage? waren und sind innovative und wegweisende Alben, die deutlichen Einfluss auf die Metalszene hatten. Denkst du, dass "Reign of Light? ein vergleichbar wichtiges Album werden kann?

Xy: Nun, erstmal vielen Dank für das Kompliment. Ich denke und hoffe, dass "Reign of Light? das bedeutendste Album unserer Karriere wird.

Nach einigen Jahren bei Century Media habt ihr nun eine neue Plattenfirma. Regain Records sind ja in der letzten Zeit doch deutlich gewachsen, war das ausschlaggebend für die Entscheidung, bei ihnen zu unterschreiben? Und denkst du, dass sie euch im selben Umfang wie Century Media promoten können?

Xy: Wir haben ein recht offenes Verhältnis zu Regain Records, die zweifellos auf dem aufsteigenden Ast sind. Für uns bringt das frischen Wind und momentan machen sie die beste Promotion, die wir je hatten. Außerdem haben wir selbst mehr unter Kontrolle, da es quasi eine Kooperation zwischen unserem eigenen Label (Galactical Records ? Anm. des Verf.) und Regain ist.

Was erwartest du von der gerade angelaufenen Tour?

Xy: Erwartungen führen oft zu Enttäuschungen. Wir sind einfach froh, unsere neuen Songs live präsentieren zu können und in so einigen Clubs aufzutreten, die noch neu für uns sind. Oder auch in Ländern aufzutreten, in denen wir lange nicht mehr waren, wie Schweden und Dänemark.

Nicht wenige Leute in Deutschland waren verärgert, da sie vorhatten, eure Shows Ende Oktober zu besuchen, die dann kurz vorher gecancelt wurden. Warum wurden sie ins nächste Jahr verlegt?

Xy: Die Veröffentlichung in Deutschland war ja dann letztendlich für den 25. Oktober angesetzt und wir wollten davor keine Shows spielen. Es sind ja hier noch fünf weitere Deutschland-Auftritte zusammen mit OOMPH! im Dezember angesetzt, so dass wir auch so auf über 15 in diesem Jahr kommen. Der Rest wird dann eben im zweiten Teil der Tour nächstes Jahr nachgeholt.

Nach so vielen Jahren auf Tour und zahlreichen Festivals: An welche Highlights denkst du nach wie vor gerne zurück und wo trittst du besonders gern auf?

Xy: Einige Clubshows, vor allem in Polen und Mexico sowie einige Festivals (Summerbreeze, Dynamo, Wacken), die eben diese ganz besondere magische Atmosphäre hatten.
Generell kann sich jede Show zu einem Erfolg entwickeln, das sieht man ja auch daran, dass die gerade Erwähnten in ganz verschiedenen Ländern stattfanden.

Mit der "Ceremony of Opposites? gab es ja in der Schweiz ordentlich Probleme. Das Album wurde zensiert und die Kirche protestierte lautstark gegen die provokanten Texte. Hat das immer noch Nachwirkungen oder seid ihr mittlerweile daheim eher "akzeptiert??

Xy: Nun, aktuell ist dieses Problem in Deutschland aufgetreten... Ich denke, das wurde von jemandem verursacht, der keine Ahnung hat, worum es im Metal geht, denn wir sind ja gewiss nicht die einzige Band, die solche Themen aufgreift. Zensur ist ja letztendlich auch eine Art Promotion, aber ich war schon überrascht, dass sowas in Europa passiert ist.

Was genau war denn in Deutschland los?

Xy: Ach, eigentlich nichts besonders. Das Album war für kurze Zeit verboten. Ein kleiner Teil der gemasterten Vocals wurden entfernt und seitdem hat sich nichts mehr getan.

Was hältst du von den Schweizern Alastis, die immer recht ähnlich wie ihr geklungen haben?

Xy: Ich hatte immer das Gefühl, dass die sich durchaus von uns unterscheiden, aber du bist gewiss nicht der Erste, der das sagt. Für mich waren sie eine gute Band.

Kannst du dir vorstellen, noch mal so etwas wie das "Xytras" Projekt zu machen. Und würdest du dafür eigene Songs schreiben oder wieder auf Stücke von Samael zurückgreifen?

Xy: Ich kann mir schon vorstellen, wieder etwas ähnliches zu machen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das in dieser Form noch mal funktionieren würde. Vielleicht probiere ich es einfach mal, wenn ich etwas Zeit dafür finde und schaue mal, ob etwas interessantes dabei herauskommt. Es ist jedenfalls erfreulich und überraschend für mich, dass viele Leute danach fragen.

Eure ersten beiden Alben waren ja recht weit entfernt von dem, was ihr heute spielt. Wie stehst du heute zu diesem stark von Celtic Frost beeinflussten Black Metal und könntest du dir vorstellen, noch mal etwas ähnliches zu machen?

Xy: Nicht unter dem Namen Samael. Es könnt aber interessant sein, so etwas zu produzieren. Immerhin entwickelt sich die Black Metal Szene noch immer weiter. Ich kann auch nach wie vor einiges von dem, was wir früher gemacht haben, im heutigen Samael-Sound wiederfinden.


Triffst du immer noch Fans, die von euch am liebsten einen Schritt zurück in frühere musikalische Zeiten sehen würden?

Xy: Nicht sonderlich oft. Das ist für mich auch Unsinn, aber letztendlich können sie ja noch auf einige Alben zurückgreifen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben.

Wie die Musik haben sich auch eure Texte gewandelt. Was sind die wichtigsten Aspekte auf "Reign of Light??

Xy: Mit "Reign of Light? wollten wir etwas Neues, Unverbrauchtes und auf eine gewisse Weise Positives präsentieren. Etwas, das die heutigen Einstellungen der Band reflektiert. Ich denke, das gilt auch für die Texte (Das ist doch im Gegensatz zum üblichen "Wir möchten, dass die Fans unsere Texte selbst interpretieren? mal eine angenehm klare Aussage - Anm. des Verf.).

Welche Bands oder Musiker haben aktuell Einfluss auf Samael bzw. was hört ihr momentan bevorzugt?

Xy: Verschiedenes. Teilweise klassisches, aber auch elektronisches und letztendlich alles, was einen attraktiven Groove hat. Innerhalb der Band gehen die Musikgeschmäcker recht weit auseinander und wir versuchen, ein bisschen von all dem in unsere Musik einzubringen.

Was sind nach einer langen und erfolgreichen Bandgeschichte die Ziele, die ihr euch für die Zukunft setzt?

Xy: Es gibt so viele Orte, an denen wir noch nicht gespielt haben. Wir könnten eigentlich endlos Ziele haben. Außerdem gibt es musikalisch noch eine Menge zu tun und ich habe das Gefühl, dass wir mit der Zeit immer befreiter auftreten.

Gibt es eine Frage, die du schon immer mal gerne beantwortet hättest?

Xy: Nicht wirklich. Wenn es etwas gibt, über das man unbedingt reden möchten, dann kann man ja auch darauf hin steuern.

Dann danke ich dir für das Interview, die letzten Worte gehören dir.

Danke für das Interesse und Grüße an alle Leser!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Volker



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