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Marcel, seines Zeichens Mastermind der Mainzer Schwarzmetaller von Nocte Obducta hat zwar etwas länger gebraucht, um meine Fragen zu beantworteten, aber in diesem Fall kann wohl sagen, dass was lange währt, tatsächlich endlich gut wird. Auf jeden Fall zeigte Gitarrist/Sänger Marcel sich als ein intelligenter Mensch, der sich nicht den gängigen Klischees verbunden fühlt. Vermutlich erklärt das den Ausnahmestatus von Nocte Obdcuta im Black Metal Bereich, in welchem doch sehr, sehr viele Bands sehr gleich klingen.




Ihr macht jetzt schon lange extreme Musik. Habt ihr jemals Zweifel bekommen oder wart weniger motiviert? So im Sinne von "Mit Metal gewinnt man eh keinen Blumentopf". Und wie siehst du die Zukunft von Nocte?

Marcel: Unmotiviert aus dem Grund, dass man zumindest im Regelfall "keinen Blumentopf" gewinnt, war ich eigentlich nie, und es kommen einem auch keine Zweifel an der eigenen Sache, nur weil sie einem in materiellen Belangen nicht zum Vorteil sondern ganz im Gegenteil eher zum Nachteil gereicht. Dass Du aber Metal ansprichst anstatt Musik, ist zumindest ein Aspekt, der mich die letzten Jahre immer mehr vor die Frage gestellt hat, ob ich mit dieser bestimmten Strömung überhaupt in Verbindung gebracht werden möchte. Nicht, dass mir irgendetwas peinlich wäre oder sich meine Ansichten grundlegend geändert hätten, es ist vielmehr so, dass sich die Metal-Gemeinde, und hier insbesondere die sogenannte Black Metal Szene, immer mehr als ein Haufen spießiger, kleingeistiger, linientreuer, dogmatischer, gesichtsloser und trotz alledem elitärer Klone entpuppt hat, und ich verstehe nicht, wieso etwas, das so sehr den Banner des freien Geistes und der Individualität für sich beansprucht, so derart trendy, uneigenständig und einfach nur beschissen sein kann.
Im Endeffekt kann man da aber drauf scheißen, der ganze Müll ist nichts, mit dem wir uns beschäftigen, wenn wir nicht gerade dazu gezwungen oder eben gefragt werden, es ist der Lauf der Dinge.
Was die Motivation ernstlich hemmen kann sind bandinterne Dinge, die haben ein weitaus größeres Potenzial, die Zukunft zu gefährden oder zu beeinflussen, aber ich hoffe, es wird nie soweit kommen, dass interne Probleme Nocte kaputt machen oder zu längeren Pausen zwingen, obwohl es schon hart an der Grenze war. Gerade suchen wir wieder mal einen zweiten Gitarristen und einen Basser, es hört also nie auf, wie es scheint.

Euer Keyboarder ist ausgestiegen, um - meinen Informationen zufolge - sich mehr seiner eigenen Band zu widmen. Wie hat das Nocte beeinflusst? Er hat keine Lieder geschrieben, soviel ich weiß, dafür bist du ja zuständig.

Marcel: Nocte als Band hat das in musikalischer Hinsicht sogar eher gut getan, da der neue Keyboarder Flange sich selber wesentlich mehr einbringt, eine entscheidende Wendung hat es aber durch diesen Besetzungswechsel nicht gegeben, da ich immer noch für den absoluten Großteil des Songmaterials und der Arrangements zuständig bin.

Ist es schwer Musiker zu finden, die bereit sind, sich einer Idee anzuschließen, sich sozusagen unterzuordnen? Die Musik ist ja schließlich schon da, oder setzt ihr euch im Proberaum noch mal hin und überlegt?

Marcel: Es ist in jedem Fall nicht einfach, Leute zu finden, die nicht nur mitmachen, sondern die auch über lange Zeit den Ansprüchen der Band genügen, in menschlicher und auch in technischer Hinsicht, man sieht das ja ganz gut an der großen Zahl der Ex-Mitglieder, wobei zum Beispiel die Trennung von Steffen nur eine rein organisatorische Angelegenheit war.
Im Proberaum wird mittlerweile auch ein wenig arrangiert oder sogar umgeschrieben, aber in der Regel sind die Parts oder eben die kompletten Songs schon fertig, wenn sie geprobt werden.

Von was handeln deine Texte im Allgemeinen? Sind sie dir genauso wichtig wie die Musik?

Marcel: Sie handeln im Allgemeinen von mir oder von meiner Sicht der Dinge, teilweise sind es auch einfach nur Bilder, verstehen kann man sie oft genug aber nicht, fürchte ich... ob sie genauso wichtig sind wie die Musik... schwer zu sagen, aber ich denke, dass der textliche Aspekt bei Nocte im allgemeinen Vergleich eine sehr große Rolle spielt. Momentan bekommen sie einen konkreteren autobiographischen Touch, aber ich denke, das wird man nur als Eingeweihter wirklich verstehen.

Bist du im Nachhinein mit einem Album wie "Schwarzmetall", das ja im Vergleich zu den anderen Nocte Alben sehr roh klang, zufrieden?
Bereust du überhaupt irgendeine musikalische Verirrung bzw. siehst du irgendwo eine?

Marcel: Ich bin mit "Schwarzmetall" auf jeden Fall zufrieden, oder sagen wir mal, ich bin nicht unzufriedener als mit den meisten anderen Produktionen auch. Wenn man fertig ist, dann fällt einem immer irgendetwas auf, was man anders hätte machen können, aber das ist ja kein Beinbruch.
Musikalische Verirrungen sehe ich in keiner unserer Veröffentlichungen. Wir sind bekannt dafür, dass wir mehr als nur einen Weg ausleuchten, und es wird in Sachen Facettenreichtum noch einiges zu erwarten sein, das kann ich Dir versprechen.

Wenn man "Nektar - Teil 1" hört, kann es einem leicht erscheinen, als ob du auch einen recht großen Bezug zur Klassik hast. Irre ich mich da?

Marcel: Ich mag vieles aus dem Bereich, aber von einem großen Bezug zu sprechen, das wäre nicht richtig. Ich kenne mich auf diesem Gebiet nicht gut aus, und ich beschäftige mich auch nicht wirklich damit. Ich denke, es ist eher eine Beschäftigung mit der Musik an sich, die dazu führt, dass die Musik von Nocte so klingt, wie sie klingt.

Immer wieder sind wegen der epischen Ausrichtung von "Nektar - Teil 1" Vergleiche mit Bathory zu lesen. In wie weit haben Bathory Euch beeinflusst, was bedeutet Euch ihre Musik? Oder kreuzt man quasi fast zwangsläufig die Band, wenn man irgendwas Episches macht, ohne etwas dafür zu können?

Marcel: Ich denke, beide Antworten stimmen da irgendwie. Bathory war sicher ein sehr großer Einfluss in genereller Hinsicht (nicht auf irgendeines unserer Alben bezogen), ganz einfach, weil diese Band in unserer Empfindung von Musik eine verdammt große Rolle gespielt hat, auch wenn ich da wirklich gesichert nur für Matze und mich sprechen kann, und man auch bedenken muss, dass die beiden wirklich "epischen" Alben "Blood Fire Death" und "Hammerheart" (und meinetwegen noch die "Twilight...", aber die finde ich nicht sonderlich gelungen) erstens nur einen kleinen Teil des Veröffentlichungsspektrums von Bathory ausmachen und zweitens dieses zwangsläufige Kreuzen dieser Veröffentlichungen tatsächlich in der Metal-Presse ganz eminent vorhanden ist. Wenn Du mich fragst, dann gibt es genug Alben, die weitaus epischer sind, aber sobald man grob aus der Black Metal Ecke kommt und ausladend wird, kommt spätestens nach fünf Minuten irgendwer mit Bathory an, auch wenn das stilistisch bisweilen völlig bei den Haaren herbei gezogen ist. Ich finde zum Beispiel nichts, was uns in diese Ecke rücken würde, bis auf gewisse Parts, die aber auch schon bei Bathory sicher keine neue Erfindung waren.
Und es gibt hunderte von Bands, die mich ebenso beeinflusst haben... wenn man viel Musik hört, dann wird man ganz automatisch beeinflusst.

Viele Musiker benennen ihr letztes Album auch gleichzeitig als ihr bestes. Würdest Du das auch über "Nektar - Teil 1" sagen?

Marcel: Ich tue so etwas in der Regel nicht, bei Nektar würde ich es aber fast tun, allerdings nicht, weil es eben das neueste ist, sondern weil es teilweise sehr altes Material enthält, das ich schon veröffentlichen wollte, als wir noch nicht einmal ans Demo dachten. Es ist wirklich grundlegendes Nocte-Material, das dieses Album ausmacht, Material, das wir schon vor Jahren veröffentlichen wollten, aber immer wieder aufgeschoben haben. Sicher ist das Material nicht komplett so alt, an vielem habe ich bis 2000 rumgeschraubt. "Nektar 1" gibt also den perfekten Querschnitt der fünf vorangegangenen Scheiben, und von seiner Seele her ist es quasi das Uralbum für Nocte Obducta.

Gut, dann leg mal los, was Du über die musikalische Darstellung der vier Jahreszeiten zu erzählen hast.

Marcel: Okay, ich beschränke mich tatsächlich nur auf die Musik...

Frühling: Sicher das abwechslungsreichste und mit über fünfzehn Minuten auch das längste Stück des Albums. Hier ist eigentlich ein sehr breiter Querschnitt von melodischem und "klassischem" Black Metal, Death Metal, Ruhepolen, Soundcollagen und ein paar technischeren Elementen vertreten. Sicher das komplexeste Stück des Albums, aber trotzdem immer mit einem Schwerpunkt auf Atmosphäre, was allerdings auf das gesamte Album zutrifft.

Sommer: In Sachen Abwechslung dem Frühling nicht unähnlich, allerdings sind hier die Death Metal Elemente auf ein absolutes Minimum beschränkt... sofern man überhaupt wirkliche Trennlinien ziehen kann, was man meiner Meinung nach eigentlich gar nicht sollte.. aber es dient vermutlich der Beschreibung...

Herbst: Eigentlich ein klassisches Black Metal Stück. Klirrend, sehr oft sehr schnell, kalt, praktisch keine Keys oder Effektgitarren. Trotzdem absolut nicht primitiv, irgendwer hat es mal mit Immortal zu Zeiten ihres zweiten Albums verglichen. Mit über acht Minuten das kürzeste Stück des Albums, von der Einleitung mal abgesehen.

Winter: Ebenfalls dem klassischen Black Metal näher als die beiden ersten Jahreszeiten, auch wenn die Sache hier sehr langsam und schleppend angegangen wird. Das Stück ist sozusagen die Ballade des Albums, die Melodien sind wirklich ein wenig schmachtiger und herzzerreißender, aber es ist eine verdammt frostige Ballade. Das letzte Drittel ist dann fast schon als Ausklang des ganzen Albums zu sehen, hier werden sozusagen akustische Winterlandschaften gemalt, und alles endet mit einem ewig langen Fadeout.


Ihr seid eng mit Agathodaimon verbunden, nicht nur durch die räumliche Nähe, sondern auch dadurch, daß der ein oder andere eine Zeit lang in beiden Bands gespielt hat. Schaust Du da auch schon mal neidisch rüber zu den Kollegen, die von Nuclear Blast ja immer bestens unterstützt wurden was Promotion usw. angeht?

Marcel: Nö, Neid ist da nicht vorhanden. Sicher frage ich mich generell, weshalb es so verdammt viele Bands gibt, die uns musikalisch in keinster Weise überlegen sind, gerade im Black Metal sogar eher das Gegenteil, und trotzdem wird da viel mehr getan. Aber so läuft die Sache, das ist einem von Anfang klar, und es bringt nichts, sich hier irgendwelchen Illusionen hinzugeben.

Black Metal wird sehr unterschiedlich interpretiert. Manche Leute setzen Black Metal mit Satanismus gleich, manche sogar mit Nationalsozialismus. Was bedeutet Dir/Euch Black Metal?

Marcel: Ich möchte diese arg limitierende Bezeichnung aus zwei Gründen nicht mehr auf Nocte beziehen. Erstens ist es wie gesagt limitierend, es engt ein, auch wenn Black Metal sicher einen großen Anteil an unserer Musik hat.
Zweitens ist Black Metal in der Regel nichts mehr, was mit Musik, nicht einmal mit Einstellung zu tun hat, sondern mit dem üblichen Herdenverhalten. Nur dass es im Black Metal den Irrtum gibt, man wäre keine Herde. Das, was Black Metal für mich heute noch ausmacht, wenn ich mir den Kram ansehe, ist die verpoppte, glänzende Welt von irgendwelchen Kiddies, die Dimmu Borgir hören, oder aber der dogmatische, kleinkarierte Unsinn irgendwelcher angeblicher Verfechter der wahren BM Seele, die vor allem folgendes sind: Untereinander alle gleich, allesamt völlig statisch, berauscht von leeren Phrasen ohne Fundament und jegliche Begabung für Argumentation. Vermutlich auf der Suche nach Inhalt und Bestätigung, Individualität, was sehr grotesk ist, weil Individualität ja das ist, was man sich im wahren Black Metal nie und nimmer leisten darf. Armselig, einfach nur die pure Armut.
Was Black Metal definitorisch ist, da würde ich denen, die das auf rein satanische Inhalte beschränken, gar nicht unbedingt widersprechen, auch wenn ich für meinen Teil das Feld ausweite.
Und was Nationalsozialismus im Black Metal zu suchen hat, weiß ich nicht. Bzw., ich weiß es schon, in ihrer Ausdrucksform radikale Musikszenen ziehen radikales Gedankengut oder Personen, die sich lediglich über Radikalismus Geltung verschaffen können, weil sie im Grunde genommen bis oben voll sind mit irgendetwas, das vermutlich einem Vakuum gleichkommt, an. Das siehst Du ja schon an der ständigen Wiederholung von Phrasen und dem sich-Klammern an etwas, das sie bei anderen Menschen anprangern. Ist zwar ein Paradoxon, klar, aber man muss ja keine Intelligenz erwarten, wo man sie sowieso nicht findet. Im Grunde genommen könnte es mir scheißegal sein, aber ich bin eben auch ein elitäres Arschloch und kriege immer das Kotzen, wenn ich mit zu viel niedrigen Daseinsformen konfrontiert werde, die sich dadurch auszeichnen, dass sie definieren, was nieder und was höher ist, diese ganzen beschissenen Diffamierungen, Pöbeleien und peinlichen Schulhofprahlereien bei vermeintlich erwachsenen Menschen sind mit der Zeit einfach nur noch lästig, weil sie einen umkreisen wie Aasfresser. Mag extrem arm klingen, aber da ist für mich der Punkt erreicht, wo absolut nichts mehr tolerierbar ist.

Durch die überlangen Stücke die ihr auf "Nektar" drauf habt, wird von dem Material trotz seiner Klasse natürlich auch nichts z. B. im Steinbruch in Darmstadt oder in ähnlichen Läden laufen, im Gegensatz zu beispielsweise den Agathodaimon - Sachen. Seht ihr Black Metal noch als das Gegenteil der Kommerzialisierung an, wie das anfänglich mal gewesen ist bzw. ignoriert ihr die gängigen Standards einfach? Und was denkst Du über Bands wie Cradle of Filth oder Dimmu Borgir, denen ja oft nachgesagt wird, daß sie nur noch kommerzielle Musik machen würden.

Marcel: Also, ich mache Musik so, wie ich es gerne will. Wenn es Ewigkeiten nur lange Stücke sind, dann sind es eben nur lange Stücke, und wenn es mal ganz plötzlich kurze sein sollten, dann sind es eben kurze. Was in irgendwelchen Diskos läuft, ist mir scheißegal. Auch wenn ich nicht mehr auf dem Trip bin, dass ich hoffe, NICHT in Clubs gespielt zu werden.
Was Cradle und Dimmu Borgir angeht... die Debütalben beider Bands gehören für mich zu dem besten, was das Genre zu bieten hat(te), Dimmu Borgir mag ich danach eigentlich nicht mehr, die letzten Alben, die ich sowieso nur vom Reinhören kenne, kann ich mir absolut nicht antun. Bei Cradle ist es ein wenig anders, ich sehe diese Band von einer anderen Seite. Ich denke, sie sind auf einem ganz anderen Sektor unterwegs, ich halte das für eine Musik, die mit Black Metal vielleicht gar nicht unbedingt etwas zu tun haben will, auch wenn die stilistischen Elemente musikalischer und vor allem visueller Natur natürlich regelrecht ausgereizt werden. Aber für mich ist das irgendwie eher eine Entertainment - Sache, und zwar keine unehrliche. Dimmu Borgir nehme ich den Black Metal einfach nicht mehr ab, aber bei Cradle glaube ich, sie reden auch gar nicht davon, oder? Ich beschäftige mich nicht mit der Musikpresse, deshalb weiß ich?s selber nicht, aber für mich haben Cradle eher etwas von einem skurrilen Theater, und unter diesem Gesichtspunkt finde ich sie nicht übel, ist irgendwie schwer zu beschreiben. Alles, was nach ihrem Debüt kam, landet bei mir allerdings auch nur verdammt selten mal in der Anlage, und die letzten Alben kann ich mir irgendwie gar nicht anhören, obwohl ich das Gefühl habe, mit etwas anderer Umsetzung und vor allem komplett anderer Produktion hätte ihr letztes Album ("Damnation and a Day" oder so) ein wirklich gutes werden können.
Und zur Kommerzialisierung: Ja, die ist vorhanden, aber nicht nur bei den beiden klassischen Beispielen Cradle und Dimmu. Gerade der sogenannte true Black Metal ist die reinste Form der Szenenvermarktung. Die ganzen scheinbar ultrabösen Bands laufen verdammt gut, sieh Dir nur mal die Shirts an, die rumlaufen, da stehen Burzum, Nargaroth und Endstille mittlerweile weit vor den so genannten Trendbands. Es muss keine Absicht dahinter stecken von Seiten der jeweiligen Band, aber das Geschäft mit der True-Schiene könnte kommerzieller nicht sein.

Wie denkst Du allgemein über Metal und Klischees? Gehört das immer noch zusammen?

Marcel: Na ja, es trifft sicher nicht immer das ganze Klischeepaket auf diejenigen zu, die Metal hören. Jemand, der sich selber als Metaller bezeichnet, so wie ich es mit vierzehn oder so gemacht habe, auf den dürften dann schon mehr Klischees zutreffen, auf andere wiederum trifft vielleicht kein einziges zu. Ich denke aber mal, dass die Vorurteile sicher nicht von ungefähr kommen. Nichtsdestotrotz ist es albern, in Freunden harter Musik immer irgendwelche Chaoten, die Krach und Bier mögen, zu sehen.
Und wie ich allgemein über Klischees denke... in wohl dosierter Form sind sie okay, wenn man sie bei der Anwendung auf andere Personen einer Prüfung unterzieht. Und Metal allgemein... nun, ich würde mich nicht als Metaller bezeichnen, aber Metal hat mich natürlich musikalisch sehr stark geprägt.

Wer hatte eigentlich die Idee zu diesem killergeilen "Gott hat fertig"-Shirt?

Marcel: Ha, Du wirst lachen, mein Vater...

...der auch für Eure Artworks zuständig ist. Gehören diese im Sinne eines Gesamtkunstwerkes untrennbar zu Nocte dazu, oder könntest du dir auch etwas anderes vorstellen?

Marcel: Bis auf die "Stille" hat das Artwork immer mein Vater mit mir zusammen gemacht. Diese eher schlichte Linie, die wir aus inhaltlichen Gründen bei Nektar sehr stark auf die Spitze getrieben haben, wird aber so bei dem Nachfolger von Nektar 2 nicht fortgesetzt werden. Ich finde, die Beschränkung auf Landschaften ohne großartige Ausarbeitung hat die Musik wunderbar ergänzt, weil das sehr viel Raum gelassen hat und lediglich dazu da war, Atmosphäre zu vermitteln. Da aber einige andere Ideen anstehen und außerdem auch mein werter Herr Vater gestalterisch endlich mal ein bissel mehr machen darf, wird sich da sicher einiges ändern, wenngleich natürlich der sphärische Aspekt weiterhin vordergründig sein wird.

Warum tretet ihr eigentlich überall auf, nur nicht in Eurer Heimatstadt Mainz?

Marcel: Hey, wir sind schon drei mal in Mainz aufgetreten! Das letzte mal ist zwar schon fünfeinhalb Jahre her, aber wir machen das ja im Januar wieder gut, da spielen wir mal wieder hier.

Nerven dich die Fragen in diesem Interview?

Marcel: Nein, ich bin nur generell nicht so scharf auf Interviews, weil sie in der Regel geballt kommen, und meist mit mehr oder minder den gleichen Fragen. Wenn man dann noch viel zu tun hat, dann platzt irgendwann der Kopf vor lauter Wiederholungen. Ist aber okay, ich denke, das liegt in der Natur der Sache.

Welche Bands haben dich außer den schon angesprochenen in deiner musikalischen Entwicklung beeinflusst?

Marcel: Da könnte ich mehr aufzählen, als Du lesen willst, deshalb lasse ich?s einfach.

Aber die für Dich fünf besten CDs aller Zeiten hätten wir trotzdem gerne gehört.

Marcel: Kann ich Dir nicht sagen, ich könnte Dir die fünfzig besten sagen, und selbst das wäre eine gewagte Angelegenheit. Meinetwegen kann ich Dir als Entschädigung anbieten, zu erzählen, was ich die letzten Wochen am meisten höre... das wären wohl Pink Floyd, Rabih Abou-Khalil, Katatonia und The Prodigy... in Kürze würde diese Antwort aber wieder ganz anders aussehen...

Noch einige Worte zum Schluss an die Fans?

Marcel: Seht Euch unsere neue Seite an, mittlerweile gibt es regelmäßige News...
Außerdem suchen wir einen neuen zweien Gitarristen und einen neuen Basser. In Sachen Gitarre haben sich schon einige Leute gemeldet, aber was den Bass angeht, sieht es übel aus... Genaueres auf unserer Page!


Vorbereitung: Sonia & Dennis
Durchführung und Bearbeitung: Sonia



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