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Kurz und knapp, wie fast immer, die Einleitung. Kai Schwachulla, Sänger der Band und Kollege vom Neckbreaker E-Zine hatte ein wenig Zeit, das nötigste an Wissenswertem über Depredation klar und deutlich ins Mikrofon zu sprechen.


Zuerst bitte das Wissenswerte über die Band selbst!

KS: Depredation gibt es grob seit 1999, da hat sich die erste Besetzung zum ersten Mal im Proberaum getroffen. Das waren seinerzeit Peppi (Schlagzeug), Jörg (Bass) sowie die beiden Gitarristen Benni und Susi (habe ich so verstanden, der Verfasser). Die haben sich dann ein Jahr regelmäßig zum Proben getroffen und an ihren Instrumenten geübt, da es für alle die erste Band war. Ab Anfang 2000 stand dann der Bandname und im Sommer des gleichen Jahres sind Gitarrist ADW und ich als Sänger zur Band gekommen. Ein weiteres Jahr wurden dann Songs geschrieben, der Stil wurde präzisiert und seit November 2001 spielen wir Konzerte. Das wäre der kleine historische Überblick.

Diesem Überblick folgt der musikalische, der derzeit noch nicht so umfangreich ist. Es gibt eine Live CD und das aktuelle Album "Megaton Scythe". Warum wurde zuerst ein Konzertmitschnitt veröffentlicht?

KS: Live in Ratingen wurde im Februar 2002 aufgenommen. Soweit ich mich richtig erinnere, war das unser viertes Konzert bis dahin. Es bot sich für uns die Möglichkeit im Lux zu Ratingen diesen Gig mitzuschneiden. Wir haben uns das dann nachher angehört und fanden es recht gelungen, sowohl vom spielerischen wie auch klanglichen Aspekt. Benni und ich haben das ganze in Ratingen innerhalb einiger Tage gemischt und dann wurde das als quasi erstes Lebenszeichen von uns veröffentlicht. Zuerst sollte das Teil gar nicht verkauft, sondern viel mehr als Bemusterung bei Veranstaltern gehandelt werden.

Wie definiert ihr eure persönliche Art von Thrash? Alte Schule, ist klar. Die Helden aus der Nachbarschaft (Kreator, Sodom) sind auch mögliche Referenzen, weniger aber die amerikanische Schiene.

KS: Old School, auch wenn sich 10 Bands aus diesem Bereich total voneinander unterscheiden, nur so kann es am besten zusammengefasst werden. Wir haben allerdings nie beschlossen, wie die oder die Band zu klingen. Das was wir machen ist mit der Zeit entstanden. Wir halten uns auch nicht groß damit auf, unsere Musik zu definieren. Wer Interesse hat, sollte sich die CD kaufen oder zu einem Konzert gehen und sich seine eigene Meinung bilden. Irgendwann haben wir beschlossen, unsere Chose "Ruhrpott Metal" zu nennen. Zum einen kommen wir alle aus dem Ruhrgebiet und sind dort auch stark verwurzelt, andererseits kommen aus unserer Region ganz alte und prägende Bands. Durch die von mir erwähnte Wortschöpfung lässt sich schon ein kleiner Verweis auf das, was wir musikalisch machen, herstellen. Das ist auch durch den Förderturm, den wir in unser Bandlogo eingefügt haben, ein wenig versinnbildlicht. Außerem können wir mit "Ruhrpott Metal" aus der Masse der Bands hervorragen, weil es eben etwas origineller ist.


Ist die Musik von Depredation deswegen so entstanden, weil ihr aus dem Kohlenpott kommt oder kann die überall entstehen?

KS: Das ist eine hervorragende Frage! Ich habe da auch schon mal drüber nachgedacht, ich denke, dass diese Art von Musik überall entstehen kann. Um wie Kreator zu klingen, muss keiner aus dem Ruhrgebiet kommen. Inwiefern unsere Herkunft Einfluss auf die musikalische Entwicklung hatte, ist wirklich schwer zu beantworten. Aber trotzdem ein interessanter Gedanke.

Bandname, Cover, Titel der CD, die Songs als solches, zwischen allem besteht ein sehr direkter Zusammenhang.

KS: Irgendwie schon. Als erstes gab es den Bandnamen, der sinngemäß Verwüstung oder Verheerung bedeutet. Möglicherweise sind wir wegen unserem Proberaum auf den Namen gekommen, allerdings passt dieser Name auch ganz gut zum Metal. Irgendwann kamen die Texte, für die ich verantwortlich bin. Zum Thrash gehören klischeehafte Texte, die von Tod, Zerstörung und so weiter handeln, das ist irgendwie die Atmosphäre von Thrash, die so versinnbildlicht werden muss. Aus den Texten resultierte dann die Gestaltung des Covers, das ist die Illustration des Liedes "Depredation", das sich um eine Atombombenexplosion und das Ende der Welt dreht. Der dargestellte Sensenmann mit seiner Megaton Sense geht durch die zerstörte Welt, das ist so die Gedankenkette.

Gab es eine konzeptionelle Überlegung? Den Anfang macht "Industrial dungeon" und enden tut das ganze mit "Depredation". Dazwischen gibt es noch Prophezeiungen, die Tage der Vergeltung und einiges mehr.

KS: Das ist Zufall und mir so noch nicht aufgefallen, dass da eine solche Reihenfolge zu erkennen ist. Die Anordnung der Titel ist mehr nach musikalischen Aspekten erfolgt und dass sich durch die Texte eine solche Konstellation ergeben kann, ist interessant. Möglicherweise hat sich ein Konzeptalbum entwickelt, ohne dass ich es selber bemerkt habe. Du kennst dich mit der Band bald besser aus als ich und das ist krass. Kannst du auch die Lottozahlen vorhersagen?


Meine nächste Vermutung mag komplett verkehrt sein, aber trotzdem frage ich ganz mutig. Sind die Titel in unterschiedlichen Zeiträumen entstanden?

KS: Ja, das kann so gesagt werden. Die Entstehung der jeweiligen Titel ist auf einen Zeitraum von gut 2 Jahren festzulegen. Die ältesten sind "Homicide" und "Reanimated", die stammen aus der Zeit als ADW und ich zur Band gestoßen sind, also Mitte 2000, "Dawn of Aggression" ist kurz bevor wir ins Studio gegangen sind entstanden, Mitte 2002 ungefähr.

Wie soll es denn musikalisch weitergehen? Es sind auf der noch aktuellen CD "einfache" wie auch etwas kompliziertere Titel vorhanden.

KS: Wir wollen schon die Richtung verfolgen, die der Titel "Depredation" vorgibt. Zwischenzeitlich sind eine Menge neuer Songs entstanden, die leider noch nicht auf CD erscheinen können. Wir sind sicherlich ausgereifter geworden, beim Songwriting wird mehr mit System gearbeitet, alles passt ein wenig besser zusammen. Natürlich ist es schwer, Titel zu beschreiben, die noch nicht zum anhören bereit sind. Eine gewisse Stringenz ist aber auf alle Fälle vorhanden.

Was ist für euch musikalisch machbar, wie weit wollt ihr noch gehen, ohne dass es einem nachher selber wehtut? Was ist absolut ausgeschlossen?

KS: Es wird keine allzu große Entfernung vom Thrash geben, was auch nicht in unserem Interesse ist. Keyboards und Frauengesang gibt es auch nicht. Vereinzelte Einflüsse aus Amerika sind dazu gekommen, "Your cross betrayed", einer der neuen Titel, klingt fast schon nach Slayer, was vor allen Dingen für die coolen Riffs gilt. Ich bin als Sänger besser geworden, bei der jetzigen CD klingt das alles noch zu sehr nach Death Metal, während ich jetzt versuche verstärkt die Richtung Kreator einzuschlagen und auch klare Shouts mit einbringe.

Was ist realistischer? Die Insolvenz von Borussia Dortmund oder eine neue CD?

KS: Ich hoffe, dass das eine passiert und das andere nicht. Borussia Dortmund wird uns hoffentlich noch ein wenig erhalten bleiben. Was die neue CD betrifft, ist es so, dass wir in solchen Sachen manchmal etwas phlegmatisch sind. Aber ich hoffe, dass es im nächsten Jahr etwas damit wird. Wir werden jetzt erstmal versuchen, ein Budget für eine Aufnahme zusammen zu bringen, die Studios in der Gegend abklappern, immerhin gibt es hier genug semiprofessionelle Studios, die auch gegenüber teuren Studios bestehen können. Ich bin ziemlich optimistisch, was eine neue CD im nächsten Jahr betrifft.


Die berühmten letzten Worte!

KS: Ich bedanke mich bei dir für das Interview und für dein Interesse an der Band. Danke auch an die Leute, die uns in den letzten Jahren irgendwie unterstützt haben, also allen Bands, CD-Käufern, Konzertbesuchern und sonstigen Unterstützern.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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