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Deutschland hat ja schon viele große Bands hervorgebracht. Früher kamen eben besonders viele aus den Bereichen Power, Speed und Thrash Metal. In den letzten Jahren geht der Trend allerdings mehr hin zu den extremen Klängen, nämlich dem Black und Death Metal. Letzterem haben sich die Osnabrücker Nachwüchsler Dawn Of Disease verschrieben, die kürzlich die Veröffentlichung ihres ersten Outputs feiern durften. Gesprächspartner waren hier Thomas (Vocals) und Alex (Gitarre), die auf meine Fragen ausführlich antworteten.




Euer erstes Release, die MCD "Through Bloodstained Eyes", ist ja vor kurzem erschienen. Die Kritiken waren für ein erstes Output größtenteils überragend. Habt ihr mit solch positiven Reaktionen schon im Vorfeld gerechnet oder seid ihr selbst überrascht?

Thomas: Ehrlich gesagt haben wir uns vorher nicht so sehr einen Kopf darüber gemacht, wie die Reaktionen ausfallen werden. Sicherlich haben wir gehofft, dass den Leuten das Material gefällt, aber so richtig drüber nachgedacht haben wir nicht. Wir wollten ja auch endlich erstmal was veröffentlichen, da wir schon Konzerte mit Vader, Fleshless etc. gehabt haben, aber nix auf Scheibe, so dass man uns nach den Konzerten auch schnell wieder hätte vergessen können. Ich persönlich bin sogar ein wenig positiv überrascht über die Reaktionen von Presse und Hörern.

Verkaufen sich die Teile denn bisher gut? Den Meinungen nach zu urteilen müssten die ja weggehen wie warme Semmel.

Thomas: Ich glaube ich kann dir die Frage noch nicht so richtig beantworten. Die MCD ist zwar seit Ende Oktober erhältlich, aber die Leute müssen uns ja erstmal kennen. Die Promotion (Reviews, Interviews, Flyer und so weiter...) für die MCD fängt erst so langsam richtig an. Zurzeit kaufen die Leute halt auf Live-Gigs die MCD. Bestellungen über die Bandhomepage kommen zwar auch welche rein, allerdings nicht so viele. Ich denke aber sowieso, dass sich die meisten Leute heutzutage eh kaum noch über die Bands selber (Homepage) was bestellen, sondern lieber gemütlich über eine Mailorder kaufen, oder halt auf Konzerten was mitnehmen. An Konzerten mangelt es bei uns nicht in naher Zukunft und an Mailordern arbeiten wir gerade.

So recht vergleichen kann man euch nicht wirklich mit anderen Bands des Genres. War das Absicht? Wolltet ihr so eigenständig klingen oder ist es mehr oder weniger ein Zufallsprodukt?

Alex: Die Frage überrascht mich schon etwas, wir haben auch schon öfters gehört, dass wir alles andere als eigenständig klingen. Na ja, ich kann dazu nur sagen, dass ich probiere Musik zu schreiben die mir persönlich gefällt und das ist halt hauptsächlich Ami-Death Metal. Wenn jemand sagt, dass wir eigenständig klingen freut mich das natürlich, aber es ist mir wichtiger, dass wir als Band mit einem Song zufrieden sind.

Wer zeichnet sich eigentlich für euer gelungenes Bandlogo verantwortlich? Stammt der Künstler aus euren eigenen Reihen oder habt ihr fremde Hilfe in Anspruch genommen?

Thomas: Für unser Logo ist der Den von Thorn (Death Metal Band aus Köln-Hürth) verantwortlich. Ich finde das Logo auch sehr gelungen, aber bis es zu dem Logo kam dauerte es auch eine sehr lange Zeit. Wir haben wirklich sehr viele Vorschläge für ein Logo bekommen, aber irgendwie hat uns keins so richtig begeistert. Irgendwann hat mir der Den aus Spaß dann den Entwurf für jenes Logo geschickt, was er eigentlich persönlich verworfen hat, was mir aber sehr gefiel. Dieses wurde dann nur noch ein klein wenig verfeinert und dann genommen. Falls ihr selber mal ein Logo sucht, oder sonstiges Artwork könnt ihr auch mal auf die Seite von Den (Poserhase) gehen, hier der Link: http://www.necrobestial.net.ms/

Ist ja auch Wahnsinn, dass ihr schon jetzt bei einem Label untergekommen seid, nämlich genauer bei Unstoppable Media. Wie kam das denn so schnell?

Thomas: Ich bin dem Peter von UM solange auf?n Sack gegangen, bis er gesagt hat: "Ja ok, machen wir...". Hört euch auch unbedingt mal die anderen Bands von Unstoppable Media an, hier mal die Homepage: www.unstoppablemedia.com. Bin mal gespannt, wie die Zukunft für Unstoppable Media ausschauen wird, auch was unsere Zusammenarbeit angeht.

Wie sieht es mit dem Merchandise bei euch aus? Sind Shirts oder Ähnliches schon in Planung und wann ungefähr darf man damit rechnen?

Thomas: Shirts müssen auf jeden Fall her, schon allein weil ich (und die anderen aus der Band sicher auch) selber eins haben will. Wann kann ich schlecht sagen, da erst das nötige Kleingeld reinkommen muss um das ganze zu finanzieren. Ich hoffe ja mal, dass das ganze noch maximal 3 Monate dauert. Man wird sehen...

Werdet ihr ab und zu schon auf der Straße angesprochen und erkannt?

Alex: Das ist mir persönlich noch nicht passiert, wie es bei den anderen aussieht, weiß ich jetzt nicht genau, aber ich glaube es ist sogar schon mal passiert. Mal sehen, wann ich das erste Autogramm auf der Straße geben muss...

Thomas: Also auf der Straße wurde ich noch nicht angesprochen, aber mal auf einem Konzert. Ich habe mir jetzt auch erstmal vorsichtshalber eine Sonnenbrille gekauft, damit ich auf der Straße nicht erkannt werde und mir die Menschenmassen nicht hinterherlaufen um nach einem Autogramm zu bitten.

War die Euphorie groß als bekannt wurde, dass Ihr, die noch jungen Dawn Of Disease mit den Genregrößen Vader und Suffocation auf einer Bühne stehen werdet?

Alex: Das kann man wohl sagen. Die beiden gehören zu meinen Lieblings Bands und da ist die Aufregung natürlich sehr groß. Vor allem bei Suffocation hab ich mich gefreut wie ein kleines Kind und den anderen ging es wohl ähnlich. Bei Vader stand wohl eher die Nervosität im Vordergrund, da es ja erst unser zweiter Gig überhaupt war. Wir hoffen aber das wir auch in Zukunft noch mit Bands dieser Klasse zusammen spielen werden, denn es ist immer ein tolles Gefühl seine "Idole" zu treffen und mit ihnen die Bühne zu teilen.

Wie sind die allgemeinen Meinungen zu euren Auftritten, könnt ihr das Publikum gut mitreißen?

Alex: Ich denke schon das wir live ganz gut ankommen, obwohl die Reaktionen natürlich meistens eher verhalten sind, da uns einfach noch der Bekanntheitsgrad fehlt und man sich als "Neuling" auch nicht immer die optimale Position in der Running-Order aussuchen kann.
Außerdem ist das Publikum auch von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Als wir beispielsweise in Hürth gespielt haben sind Leute richtig gut abgegangen und es hat einfach riesig Spaß gemacht zu spielen. Wir durften auch erst von der Bühne nachdem wir unser Set fast komplett noch mal gespielt hatten.


Dawn of Disease live beim Osfest

Denkt ihr, dass die Festivalgänger im Jahre 2005 mit euch rechnen können?

Thomas: Weiß ich nicht. Also wir haben uns hier und dort beworben, aber ob was draus wird, kann ich dir noch nix sagen. Ist nicht gerade leicht als Newcomer gleich sofort auf paar Festivals zu spielen. Ich kann dir auf jeden Fall sagen wo wir mit Sicherheit '05 nicht spielen werden: Wacken, Party San, Summer Breeze. Mit mir kann man zumindest als Besucher auf so einigen Festivals rechnen. Ich habe es mir unter anderem auch fest vorgenommen dieses Jahr endlich mal aufs Up From The Ground zu fahren!!! Super Preise, feines Billing.

In einem Review zu eurem Release wurde geschrieben, dass sich die deutschen Fleshcrawl in Zukunft warm anziehen müssten. Denkt ihr, dass ihr sie irgendwann mal einholt oder sind die sehr schwedisch klingenden Fleshcrawl eigentlich gar nicht mit euch zu vergleichen?

Thomas: Ich würde mal sagen, das wird verdammt schwierig Fleshcrawl von der Speerspitze des deutschen Death Metals zu stoßen. Fleshcrawl sind schon verdammt lange aktiv und sind für mich wohl wahrscheinlich die bekannteste deutsche Death Metal Band (die auch noch aktiv ist). Ich persönlich mag die Band ja selber auch sehr gerne. Hoffe ja mal sehr das wir noch ein wenig bekannter werden, aber ob es jemals dafür reicht an Fleshcrawl ranzukommen...ich weiß es nicht und bezweifel es eher.

Was denkt ihr allgemein über die deutsche Death Metal-Szene?

Thomas: Da muss ich die Sache mit Fleshcrawl mal aufgreifen. Fleshcrawl sind meiner Meinung nach nämlich die bekannteste deutsche Death Metal Band und das finde ich zu wenig! Es gibt wirklich verdammt viele (gute) deutsche Death Metal Bands, aber keine wirklich Bekannte. Fleshcrawl sind bekannt auf jeden Fall, aber wir haben nix der Marke Cannibal Corpse, Bolt Thrower und Co. vom Bekanntheitsgrad her. Wenn ich halt drüber nachdenke welche bekannte Death Metal Band man für das Bowels Supper (www.bowels-supper.de) Festival, welches ich mache, als Headliner holen könnte, die auch wirklich Leute zieht, dann fällt mir nix ein. Wenn ich dann ans Ausland denke: Unleashed, Grave, Vader, Cannibal Corpse, Bolt Thrower, Morbid Angel, Immolation, Dying Fetus, Kataklysm, Hate Eternal, Exhumed und so weiter ...aber um es mal auf den Punkt zu bringen: Es gibt viele gute Bands, die aber oft zu wenig aus sich machen. Man kann nicht immer darauf hoffen, dass die Leute von alleine auf einen aufmerksam werden und ein Label einen entdeckt und man nix tun braucht. Immer schön den Arsch aufreißen!!! Konzerte gibt es auch genug, manchmal sogar schon zu viele, so dass sich das teilweise negativ auf die Besucherzahlen auswirkt.

Habt ihr schon konkretere Vorstellungen oder Wünsche für euer erstes Langeisen, die ihr dann später gerne umsetzen würdet?

Alex: Konkrete Pläne gibt es noch nicht, wir werden in nächster Zeit an neuen Songs arbeiten und wir hoffen, dass man vielleicht noch 2005 ein zweites Mal in Studio gehen kann. Ein neuer Song "Fried Genitals", den wir auch live spielen, ist schon fertig.
Eines steht jedenfalls fest, wir werden auch in Zukunft noch Death Metal machen.

Eure letzten Worte:

Thomas: Auf die lässt sich hoffentlich noch lange warten. Ansonsten vielen Dank für das Interview und schaut mal auf unserer Homepage www.dawn-of-disease.tk vorbei, wo ihr euch regelmäßig über die Band informieren könnt, so wie auf www.bowels-supper.de, wenn ihr mal ein tolles Indoor-Festival besuchen wollt.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Martin



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