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Manche mögen Bartholomeus Night nicht kennen und auch mir ging es so, bis ich mir ihren Erstling "Theosophia Pneumatica" anhörte. Eine klasse Scheibe und eine gute Gelegenheit, um über die israelischen Black Metal Truppe mal ein wenig mehr zu erfahren. Die Fragen beantwortete T.K.O.R., der für Bartholomeus Night in die Saiten haut.




Israel ist ja nicht gerade dafür bekannt, haufenweise Metal Bands von Rang und Namen hervorzubringen. Wie seid ihr denn konkret zu dieser Art von Musik gekommen?

T.K.O.R.: Ja, damit liegst du leider richtig. Dabei gibt es so viele großartige Bands in Israel. Nach so langer Zeit hat es auch erst eine überhaupt geschafft, bei einem größeren Label unterzukommen, nämlich bei Roadrunner Records.

Wir alle sind unterschiedlich zum Metal gekommen. Trotzdem kann ich sicher sagen, dass nicht wir diejenigen waren, die dorthin gefunden haben, sondern die Musik fand uns. Du weißt, man beginnt mit einer Band und von dort an findet man seinen Weg. Ich habe mich für diesen entschieden.

Euer vor kurzem erschienenes Debüt-Album "Theosophia Pneumatica" ist wirklich einwandfrei gelungen und macht richtig Spaß. Seid ihr auch selbst zufrieden damit oder hättet ihr rückblickend irgendetwas anders gemacht?

T.K.O.R.: Vielen Dank, wir sind auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich gibt es auch Kleinigkeiten, die wir im Nachhinein anders machen würden, aber das ist doch bei fast jedem Album so.
Wir wollten so Einiges auf der Scheibe zum Ausdruck bringen und ich denke, dass wir das auch gut hinbekommen haben. Nun schauen wir aber Voraus, es gibt noch viel mehr zu tun...

Der Sound eures Albums ist wirklich astrein. Kaum vorstellbar, da ihr doch nicht mal bei einem Label unter Vertrag steht. Außerdem sind gerade in Israel die Möglichkeiten gute Aufnahmen zu machen eher begrenzt, oder sehe ich das falsch?

T.K.O.R.: Der Fakt, dass wir kein Label haben und auch bisher nie hatten, bewegt uns natürlich nicht dazu aufzugeben. Wir glauben an das was wir machen und werden es auch weiterhin tun!

Das Album wurde in den "Selani Studios" in Polen aufgenommen. Wir wussten ja, dass dort schon Bands wie Behemoth, Vader oder Vesania aufnahmen, so einen tollen Sound wollten wir auch! Also buchten wir das Studio, kauften Flugtickets und flogen eben mal dorthin. Es war einfach eine großartige Erfahrung und wir werden es wieder tun, schon bald?

Auch Cover und Booklet sind wunderbar gelungen, wer zeichnet sich denn dafür verantwortlich?

T.K.O.R.: Auch hierfür vielen Dank. Das ist das Produkt unser aller Arbeit und besonders der von Yuri, D. Wrath?s Bruder. Er hat uns auch auf der EP, der zweiten Demo sowie natürlich auf unserer Website seinen Dienst erwiesen.

Manchmal findet man auf "Theosophia Pneumatica" auch orientalische Melodien. Liegt euch das im Blut oder wolltet ihr einfach eure Interpretation des Black Metal in dieser Form rüberbringen?

T.K.O.R.: Weißt du was? Du bist der Erste, der das sagt. Es mag uns wirklich im Blut liegen, aber wir haben es nie bewusst wahrgenommen, sehr interessant. Ich bin mir sicher, dass viele Musiker ihre Vorstellungen und Kulturen mit der Musik vereinen. Das macht die Musik erst so einzigartig. So war es wohl auch bei uns.

Wie im Black Metal üblich, tragt auch ihr Corpsepaints. Was hat euch dazu bewegt, es genauso zu machen wie eure zahlreichen Vorgänger?

T.K.O.R.: Wir tragen das aus mehreren Gründen, hauptsächlich aber wegen der Tradition. Man kann Corpsepaint haben oder auch nicht, der Geist bleibt trotzdem derselbe. Für mich stellt das aber auch irgendwo das Wesen des Black Metal.


Welche Bands haben euch beim komponieren der Songs inspiriert?

T.K.O.R.: Da gibt es so einige für mich: Dissection, Emperor, Samael, Morbid Angel, Darkthrone, Mayhem, Solefald, Beherit, Mysticum, Moonspell, Carcass, Dead can dance, Das Ich, Laibach...

Um welche Themen drehen sich eure Texte denn allgemein?

T.K.O.R.: Sie handeln von unseren Gedanken und Wünsche, unseren Träumen, Philosophien, der Vergangenheit und unserer Zukunft - alles entnommen aus unseren eigenen Gedanken und Vorstellungen. Wir wollen über Dinge schreiben, die auch andere Leute verstehen. Die nachvollziehbar sind...

Wie reagieren die Leute in eurer Heimat auf eure Musik?

T.K.O.R.: Ich weiß nicht genau, ob ich das beantworten kann. Wir haben hier schon unser "Nest", wenn du es so nennen willst. Trotzdem haben viele Israelis ? und ich meine jetzt Metaller ? Probleme mit Black Metal. Sie verstehen die Corpsepaints, die satanischen Texte, das Auftreten allgemein oder einfach die Musik im Gesamten nicht. Im Augenblick gibt es in Israel viel eher einen Death/Grind-Wahn. So sind wir eher die Außenseiter in der heimischen Metal-Szene, aber okay, auch das ist Black Metal.

Bist du mit der Band auch schon außerhalb von Israel aufgetreten?

T.K.O.R.: Nein, leider noch nicht. Wir hoffen natürlich, dass wir das so bald wie möglich nachholen können. Das würde sicher großartig werden!

Ist vielleicht schon eine Tour durch Europa geplant?

T.K.O.R.: Wir hatten dies geplant, nur ist es leider fehlgeschlagen. Wir hoffen natürlich, dass es bald mal klappt! Es ist uns momentan verdammt wichtig, mal außerhalb Israels zu spielen, da unser nächstes Album immer näher rückt. Hoffentlich sehen wir uns alle bald!

Wie sieht es in Israel überhaupt mit der Szene aus? Gibt es dort viele Leute die Metal hören und vielleicht sogar andere nennenswerte, junge Bands?

T.K.O.R.: Die Szene wächst beinahe täglich. Immer mehr Bands schießen aus dem Boden. Viele stehen noch ganz am Anfang, man kann also nicht genau sagen, ob sie es packen. Die beiden größten Bands, die bei uns die Fahnen hoch halten heißen natürlich Salem und Orphaned Land, da es gleichzeitig auch die Dienstältesten sind. Die Konzertgänger in Israel sind verrückt, sogar sehr, das ist super! Ich hoffe nur, dass die Fans auch später dem Metal treu bleiben.
Du fragst nach talentierten Bands? Okay, unter anderem Arallu, Salem, Lehavoth und Arafel, man findet hier eigentlich recht viele. Manche mag ich, manche wiederum nicht ? professionell arbeiten sie aber alle!

Melechesh stammen ja auch mehr oder weniger aus eurer Ecke. Kennst du die Band und wie stehst du zu ihnen?

T.K.O.R.: Oh ja, natürlich kenne ich Melechesh! Sie haben damals in Jerusalem angefangen Musik zu machen, dort lebe ich auch. Ich habe sie auf ihrem ersten Auftritt gesehen. Es waren alle Metaller der Stadt dort. Damals war die Szene in Jerusalem extrem klein, musst du wissen. Ich hatte damals sehr großen Respekt vor Melechesh und vergötterte ihr erstes Album. Sie sind fabelhaft und ich bin stolz darauf, dass sie als Nicht-Israelis hier in Jerusalem ihre Karriere starteten!

Bevorzugst du in deiner Freizeit auch eher Black Metal? Welche gehören zu deinen Lieblingsbands?

T.K.O.R.: Ich höre viel Musik, überwiegend aber Metal. Ab und zu lausche ich auch mal klassischer oder elektronischer Musik. Im Augenblick höre ich besonders die aktuellen Scheiben von Bethlehem und Darkthrone sowie die "Alternative 4" von Anathema sehr gern. Auch die anderen von uns hören viele verschiedene Musikarten.

Als letztes möchte ich dich noch mal nach der Situation in Israel allgemein fragen. Wie siehst du die politische Situation in dem Land und wie wohl fühlst du dich dort?

T.K.O.R.: Als ich mit der Armee fertig war, bemerkte ich, dass mich meine Nachbarn tot sehen wollten. Sie wollten mich nicht mehr dort haben, alle wollten es so. Sicher klingt das unverständlich, aber so ist das nun mal. Bartholomeus Night beschäftigen sich einfach mit nichts Politischem, sie unterstützen nichts, nur sich selbst!

Die üblichen letzten Worte:

T.K.O.R.: Vielen Dank für dieses Interview. Ich hoffe dass wir bald nach Europa kommen können, um unsere Musik in eure Konzerthallen zu bringen. Bis bald, hoffentlich!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Martin



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