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Seit zehn Jahren produziert das Prog-Quintett aus England regelmäßig interessante Konzeptalben. Zu ihrem Jubiläum schenkte sich die Band ein aufwendig gestaltetes Coverartwork, das die aktuelle Scheibe "Pepper?s Ghost" ziert. Die Bandmitglieder sind die Hauptfiguren in einem Comic, der von David Wyatt passend zu den Liedtexten gezeichnet wurde und in der limitierten ersten Auflage enthalten ist.
Es hat sich einiges in der Karriere von Arena getan, so nahm ich das Jubiläum und ihren Auftritt in Essen zum Anlass, mit den Herren eine Runde zu plaudern. Auch der komische Typ von der Veranstaltungsagentur, der mir nur eine Interviewzeit von 10 Minuten zugestehen wollte, konnte mich nicht davon abhalten, ihnen alle Fragen zu stellen, die ich vorbereitet hatte. Gründungsmitglied Mick Pointer (Ex-Marillion) und Gitarrist John Mitchell, seit dem Überalbum "The Visitor" (1998) im Line Up von Arena, sprachen mit mir über Besetzungswechsel in den ersten Jahren der Band und das Familiengefühl untereinander.




Dieses Jahr feiert ihr euer zehnjähriges Jubiläum. Wenn ihr an die letzten Jahre denkt, was waren eurer Meinung nach die Meilensteine in der Karriere von Arena?

Mick: John Mitchell zu treffen. (lacht)

John: (lacht) Das "Visitor" Album war vermutlich ein Meilenstein.

Mick: Offensichtlich, dass wir Sachen ans Laufen gekriegt haben und dann Clive getroffen haben. Wenn wir keine Freunde geworden wären, würden wir heute nicht hier sitzen. Ich meine, als John in die Band kam, änderte das einfach unseren Schwerpunkt.
"The Visitor" war sein erstes Album, für Arena kam an diesem Punkt alles zusammen, das war 1998. Die Verkaufszahlen waren exzellent, so konnten wir touren.
Diese Frage richtig zu beantworten, würde ziemlich lange dauern.

Gibt es etwas, das ihr anders oder besser hättet machen können ? aus eurer Sicht?

Mick: Oh ja, nicht John Mitchell zu treffen (lacht)

John: Vielleicht wahr.

Mick: Ja, was hätten wir anders gemacht? Ganz schön schwierige Frage.

John: Solange man nicht weiß, wie es anders hätte ausgehen können?

Mick: Eine Sache, von der ich wünschte, dass wir sie gemacht hätten, wäre, das LineUp direkt am Anfang fest zu haben. Das war alles ein Durcheinander zu der Zeit, wir waren nur darauf fokussiert, was wir wollten. Wir haben echt nicht erwartet, dass es so wird, wie es geworden ist. Das war sehr überraschend für uns, wirklich.

Seid ihr jetzt endlich ein richtiges Team?

Mick: Wir sind mit Sicherheit am längsten in dieser Besetzung zusammen, das sind jetzt sechs Jahre. Clive kannte Ian vorher schon vier Jahre, John kannte Rob auch viele Jahre bevor er in der Band einstieg. Es waren also keine wirklich neuen Leute, die für alle neu waren. Das macht einen großen Unterschied.


Foto: Samuel Whisper

Für eure letzte Veröffentlichung habt ihr wieder mit David Wyatt zusammengearbeitet, der einen tollen Comic für die erste Auflage gezeichnet hat. Man kann fast sagen, dass der optische Teil direkt zu Pepper?s Ghost gehört und eine große Rolle im Gesamtkonzept spielt ?

Mick: John kann das beantworten, denn über ihn haben wir David kennen gelernt.

John: Ja, David hat mal in meinem Haus gewohnt, so haben wir uns getroffen. Er war sozusagen mein Untermieter. Er ist ein fantastischer Grafikkünstler, er hat fast alles für "2000 A.D." (das britische Comicmagazin, Anm. der Redakteurin) gezeichnet. Ursprünglich fing er an, meinen Comic zu malen, schließlich machte er den Kram für Terry Pratchett und all solche Sachen. Wir blieben in Kontakt, denn er ist auch ein massiver Fan von Progressive Rock und besonders von Marillion, zu der Zeit als Mick noch bei Marillion gespielt hat. Eines Tages zeigte ich Mick seine Mappe und Mick war begeistert. Auf diese Weise schlossen wir uns zusammen. Wir haben diese Beziehung zu David jetzt für einige Jahre, er hat auch sonst immer Design Kram zu tun. So waren wir sehr dankbar, als wir die Möglichkeit bekamen, wieder ein tolles Projekt mit ihm zu machen. Dieser Typ ist fast unfähig, etwas Unterdurchschnittliches zu machen. Besonders seine Aufmerksamkeit auf Details ist unglaublich. Das war wirklich eine originelle Idee, die Band als Cartoon Charaktere zu zeichnen.

Mick: Und wir werden mit ihm weiter arbeiten, er ist ja auch schon auf zwei Alben jetzt dabei. Davor haben wir mit ?Ich habe seinen Namen vergessen...

John: Hugh Syme?

Mick: Hugh Syme! .. zusammengearbeitet, der auch alle Rush Alben gemacht hat. Auch er hat zwei Alben für uns gemalt. Vielleicht wechseln wir alle zwei Alben, ich weiss es nicht (lacht). Aber wir sind schon sehr glücklich mit dem, was David macht.

Was kam zuerst, der Comic oder die Texte? Könnt ihr mir etwas über die Reihenfolge erzählen, in der Perpper?s Ghost entstanden ist?

John: Es beginnt immer mit der Musik. Wir gehen also in den Proberaum, sammeln unser Material, packen das alles zusammen und schauen, was gut funktioniert. Schon fast am Ende des Prozesses fängt Clive an, seine Texte zu schreiben.
Ich nehme an, wenn du mit jemandem sprichst, der auch Lieder komponiert, sitzen die auch im Proberaum mit der Akustikgitarre und probieren rum. Diese Herangehensweise funktioniert immer noch.

Mick: Clive hat generelle Ideen, textliche Ideen, aber wenn es noch um die Musik geht, belässt er es erstmal bei den Ideen. Er macht sich gerne ein Storyboard, mit dem er dann zu David geht und mit ihm zusammen die Geschichte dann ausformuliert. Das Ganze war ein laufender Prozess. Die Geschichte und die Texte passierten etwa zur selben Zeit.

John: Die Texte werden hinterher sowieso immer noch etwas verändert, wenn es ins Studio geht. Ich habe die Guiding Vocals gemacht, das ist der einfachste Weg, um Rob zu zeigen, was er später machen soll. Und irgendjemand anders muss zuerst singen.
Clive und ich saßen im Proberaum, ich jaulte etwas ins Mikrofon und gab es dann an Rob. Aber selbst wenn alle Texte geschrieben sind, wird er es vielleicht immer noch verändern, damit es zu seinem Gesang und zur Musik passt. Er hat immer Kontakt zu David, wenn die Texte fertig sind, schickt er sie an ihn und David packt alles zusammen. Also arbeiten sie fast zur selben Zeit.

Mick: Es fängt aber immer mit der Musik an, ja.


Ihr habt einen speziellen Auftritt geplant, am 16. Oktober in Holland. Dort wollt ihr einige "Visitor" Songs mit euren ehemaligen Bandmitgliedern Paul und John spielen. Wie ist es zu dieser Idee gekommen?

Mick: Normalerweise spielen wir zwei oder drei Gigs in Holland, dieses Mal haben wir beschlossen, an zwei Terminen zu spielen. Die Besitzer von einer Halle kennen wir ziemlich gut und es wurde vorgeschlagen, dass wir diese beiden Shows nur dort spielen, also sonst nirgendwo anders in Holland auftreten. Wenn man zweimal am selben Ort spielt, ist es etwas schwierig, dass genug Leute kommen.

John: Normalerweise hätten wir an einem Termin von den beiden in einer anderen Region gespielt.

Mick: Es ist immer noch der letzte Termin der Europa Tour bzw. ist es jetzt wieder nachdem Paris gecancelled wurde, was soll ich dir sagen?
Schon vor einigen Monaten ist diese Idee entstanden, dass Paul und John mit uns die Bühne teilen. Sie gehören zur Geschichte von Arena und es ist die letzte Show, es ist unser 10. Geburtstag...

John: Wir waren immer in Kontakt mit Paul, auch wenn wir unterschiedliche Wege gegangen sind, Clive hat sich da besonders drum gekümmert.

Mick: Wir sind glücklich dies so zu tun.

John: John Jewitt ist auch nie wirklich gegangen, wir haben mit ihm ein paar Festivalgigs gespielt, wenn er Ian ersetzt hat.

Mick: Es ist einfach eine gute Gelegenheit, Holland ist auch ein gutes Land für uns. Es ist ein großes Dankeschön an die Fans, die uns jahrelang unterstützt haben und auch die, die es noch nicht geschafft haben, Arena einmal live zu erleben, bekommen jetzt die Möglichkeit dazu ? mit den alten Leuten in der Band.

Gibt es noch weitere Aktivitäten, mit denen ihr euer Jubiläum feiert? In eurem Forum wurde mal ein Programmheft diskutiert, das ihr ursprünglich extra für diese Tour machen wolltet ...

Mick: Nicht wirklich, wir haben zwei bis drei Stunden Songmaterial, das wir live spielen können, wir machen meistens so zwei Stunden jeden Abend. Aber je weiter die Tour fortschreitet, ergänzen oder ändern wir etwas, jedes Mal wenn wir auf die Bühne gehen.

John: Das heißt, wir können die Setlist jeden Abend kürzen und ändern, alles also variieren, damit die Dinge für uns selber interessant bleiben. Jeder, der unser Konzert besucht, wird bei einer zweiten Show nie exakt das Gleiche sehen.

Mick: Wir können aber auch nicht hundert Prozent von jedem Album spielen, das würde zuviel Zeit beanspruchen.

John: Die Leute möchten immer bestimmte Lieder hören, dann versucht man sie auch zu spielen. Das Publikum will immer lange Lieder, auf die man an dem Abend nicht vorbereitet ist. Wir haben schon ausgerechnet, dass wir vier Stunden auf der Bühne stehen würden, wenn wir alles spielen würden, was das Publikum hören will.

Könnt ihr mir etwas zu den Zukunftsplänen von Arena sagen?

Mick: Nein, nicht Arena. Es hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen, dieses Jahr zu organisieren. Arena werden weiter machen, das ist sicher, nur ist im Moment nichts Konkretes geplant.

Eng damit verbunden: Was wollt ihr in den nächsten zehn Jahren erreichen? Wo seht ihr euch im Jahr 2015?

(lachen beide)

John: tot

Mick: dann bin ich noch älter...

John: Ich glaube, jeder sollte einfach nur leben und nicht soviel Zeit damit verschwenden, vorherzusagen, was die Zukunft vielleicht bringen könnte. Die Tour war ein großes Unternehmen, weißt du, der Tourbus ist eine sehr kleine Umgebung. Wir waren darin für viereinhalb Wochen. Es ist die Tour, bei der wir uns am meisten gestritten haben, es ist einfach sehr schwierig so lange so nah zusammen zu leben.

Mick: Auch schon vorher, ich erinnere mich an Festivals in Mexiko. Jetzt sind wir in diesem Bus und wir werden noch nach Kanada fliegen. Wir reisen schrecklich viel und wir haben nicht unseren eigenen Jet. Aber wir haben den Tourbus und wir müssen reisen, es ist manchmal wirklich ermüdend. Sobald der Gig in Quebec City zu Ende ist, werde ich schlafen. Wir haben ja mit dem Proben schon im August angefangen.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Lexxy



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