Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4796481
Besucher seit 09/2002


Es gibt eine neue CD von Vanilla Rex. Die ist wie alle anderen Veröffentlichungen nicht nur für die Freunde und Freundinnen progressiver Klänge interessant. Weitere werbewirksame Maßnahmen wurden an einem Samstagnachmittag von Klaus Schwenzner klar und deutlich durchs Telefon direkt aufs Band gesprochen.


Vanilla Rex existieren jetzt seit 1988. Was fällt dir dazu ein?

KS: Das waren die ersten Gehversuche. Ich hatte schon vorher mit einigen kleineren provinziellen Bands gespielt, was aber nie über Schulfeste oder dergleichen hinaus gekommen ist. Es war aber immer Metal. Durch Zufall hatte ich dann ein paar andere Jungs kennen gelernt, die die ganze Sache etwas ernster genommen hatten, dass waren Ingo Frickel und Guido Krämer, die bei später bei "The Company", der Band von Doug Piercy, weitergemacht haben. Mit den beiden wurde dann die erste Version von VR gegründet.

In diese Zeit fällt auch das Interesse von In Line Music an der Band, was fast das Ende bedeutet hätte. Was wäre geschehen, wenn schon damals ein vernünftiges Label an euch Interesse gehabt hätte? Gäbe es euch dann noch oder wie wäre die Entwicklung verlaufen?

KS: Ich würde mal vermuten, dass wir in in einer anderen Besetzung weitergemacht hätten, da die Meinungen irgendwann doch sehr stark auseinander gingen. Unabhängig davon, ob es mit einem Vertrag geklappt hätte oder nicht. Die Sache mit In Line war schon ein herber Rückschlag und hat der Band sehr geschadet. Das war dann auch der Grund, dass die Band sich das erste Mal auflöste. Erst war die Freude groß, Fotosessions, auf Kosten der Firma ins Studio, natürlich der Vertrag und alles sowas. Dann denkst du, jetzt ist man dabei, und dann muss erlebt werden, dass die Band mehr als ein Jahr hingehalten wird, ohne dass was passiert.

Wie seit ihr eigentlich auf den etwas merkwürdigen Namen gekommen?

KS: Das werden wir ständig gefragt. Das war ein reines "Brainstorming". In den Zeiten des Glam Metal, da hatten die Bands aufsehenerregende Namen, die im Prinzip nichts bedeuteten. Bei unserer Überlegung zur Namensfindung fiel das Wort Vanilla und dann Rex. Auf diesen Namen hin, wurde von unserem damaligen Sänger eine Comic Figur entwickelt, dass war dann der Vanillekönig. Heute nicht mehr verwendet, hat der bei den damaligen Demos immer irgendwelchen Blödsinn gemacht. Dann gab es zeitweilig einen Background für die Bühne, wo er dann auftauchte. Anders rum gesehen, es gibt genug Bands mit bescheuerteren Namen.


Was war denn er auslösende Faktor, das es doch weitergeht und wie hat sich die Band im Laufe der Jahre musikalisch entwickelt?

KS: Die musikalische Entwicklung hängt immer mit der Musik zusammen, die wir auch selber gehört haben. Das fing an mit der NWOBHM, dem ganzen LA Metal, dass waren damals unsere Favoriten, daran wurde sich dann orientiert. Nach dem Ende der ersten Version von VR, hatte ich beschlossen, erst mal gar nichts zu machen. Dann wurde auf regionaler Ebene ein wenig gezockt, ohne ernsthaften Hintergrund. Dann kam die Idee auf, mit unserem ehemaligen Bassisten, die Band wiederzubeleben. Dann kam der Schlagzeuger der ersten Besetzung mit ins Boot, sowie ein neuer Gitarrist und zu der Zeit habe ich auch gesungen. Was auf 2 Demos zu hören ist. Das alte Feuer brannte wieder und es ging auch ganz gut los. Wir hatten auch einen Manager, der allerdings sehr wenig Ahnung von Musikmanagement hatte, entsprechend lief dann auch nichts, weil ihm die Ansprechpartner fehlten. Unser damaliger Gitarrist brachte mich dann auf den US amerikanischen Shred Metal, Racer X, Vicious Rumours und so was alles. Was dann die stilistische Ausrichtung der Band beeinflusste. Dann wurde beschlossen, in dieser Richtung weiterzumachen.

Es gibt Bands, die machen über die Jahre immer das gleiche und ihr unterlagt immer einer Veränderung. Der nächste Schritt war dann Progressive Metal.

KS: Ich denke, dass das letzte Stadium erreicht ist. Diese Veränderungen hatten auch mit den unterschiedlichen Besetzungen der Band und den jeweiligen Mitgliedern zu tun. Mit jeder neuen Besetzung kamen neue Einflüsse und entsprechend hat sich dann die Musik gewandelt. Bei "Genius Diary" kamen Keyboards dazu und damit war der Power Metal zu den Akten gelegt. Wir hatten Lust auf Keyboards haben deshalb Buddys Bruder dazu geholt. Da ich schon immer gerne Sachen in Richtung Malmsteen und Co gehört habe, ist das dann entsprechend ausgefallen.

Mir ist aufgefallen, dass du den Terminus "Progressive Metal" versuchst, zu vermeiden. Bewusst oder unbewusst?

KS. Ich weiß gar nicht, ob es progressiv ist. Im allgemeinen wird unsere Musik als solche bezeichnet. Ich bin der Meinung, dass wir da ein wenig aus dem Rahmen fallen. Die wichtigsten Trademarks aus diesem Genre haben wir auch nicht, also endlose Soloeskapaden und so was alles. So gesehen, ist unsere Musik doch eher Power Metal. Progressiv sind mehr oder weniger die Strukuren der Titel, da wir auch Sachen einsetzen, die bei Power Metal eben nicht zu hören sind.

Was nun richtiger ist, darüber lässt sich streiten. Ich bleibe aber bei der allgemeinen Definition. Zumal es gewisse Parallelen zu Bands aus dem Sektor "Progressiv" gibt.

KS: Natürlich sind das auch Einflüsse von uns. Alle in der Band hören Dream Theater, Symphony X usw., dass beeinflusst natürlich. Kein Musiker kann behaupten, nicht von seinen privaten Hörgewohnheiten inspiriert zu werden. Alles was dir gefällt, wird irgendwie gespeichert und bleibt auch hängen.

Wo sind denn eure erkennbaren musikalischen Unterschiede, um nicht mit den bekannten Referenzen in einen Topf geworfen zu werden?

KS: Uns ist das egal. Wir gehen nicht mit dem Anspruch hausieren, den Leuten irgendeine Musikrichtung verkaufen zu müssen. Wir verkaufen Vanilla Rex! Wir spielen unsere Musik, ohne darauf zu achten, wie die nun klingt, nach was sich das ganze anhört, das alles ist unerheblich. Die Leute sollen die Musik mögen und nicht die Schublade in der wir stecken oder die stilistische Ausrichtung. Mit der Bezeichnung "Progressive Metal" kann ich durchaus leben, es spiegelt sich eben in der eigenen Musik wieder.

Du erwähntest dein Interesse an Bands wie Yes oder Transatlantic. Also progressiver Rock. Etwas, dass bei "Parallel Worlds" auch zu hören ist. Wäre das eine denkbare Weiterentwicklung der Band oder ist das halt passiert?

KS: Denkbar ist alles. Seit Daniel dabei ist, der Musik studiert, gehen wir beim komponieren der Titel sehr viel systematischer vor. Es wird nicht mehr alles aus dem Bauch herausgemacht, es wird schon versucht, ein Schema hineinzubekommen. Das ist u.a. einer der Grundansätze von progressivem Rock, das läuft ein wenig mathematisch ab. Deswegen ist es denkbar, dass mehr in dieser Richtung passieren wird. Obwohl einer der neuen Titel, an dem wir gerade arbeiten, schon wieder technischer ist. Festlegen wollen wir uns trotzdem nicht. Gespielt wird das, was uns in einem bestimmten Moment gefällt.

Dezent wurden auch klassische Elemente integriert. Warum nicht mehr?

KS: Klassik ist schon massiv im Intro vertreten. Das war eigentlich für meinen Sohn geschrieben, der seinerzeit gerade im kommen war. Warum so dezent? Eine gute Frage. Es ist uns nicht mehr eingefallen! Im Grunde genommen, sind wir der Klassik schon sehr verbunden. In jedem Stück, wo es passt, sind ein paar klassische Spielereien mit drin. Basierend auf dem Intro, würde ich schon mal eine ganze CD veröffentlichen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bands progressiver Ausrichtung begrenzt ihr die Länge der Titel unterhalb von 10 Minuten. Warum?

KS: Titel mit Überlänge waren schon angedacht. Andererseits sagen wir uns, dass 10 Minuten die Grenze für den "Normalhörer" ist, wo noch wissentlich zugehört wird. "Parallel Worlds" ist trotz vorheriger Veröffentlichungen für uns ein Debüt und wenn du auf einem solchen gleich mit überlangen Titeln daherkommst, weiß ich nicht, ob das besonders verkaufsfördernd ist. Nicht ausgeschlossen sind längere Titel oder ein Konzeptalbum. Die Maxi mit 3 Titeln und 30 Minuten Musik, dass war schon sehr gewagt.


Gibt es eine vernünftige Erklärung für das Coverartwork?

KS: Deine Vermutung, dass es ein Neo Nazi ist, ist vollkommen falsch. Das ist der gleiche Typ vom Cover der Maxi, der Schwager von unserem Keyboarder, der muss immer für alles herhalten. Wegen extremen Haarausfalls wurde gleich alles weggeschnitten. Ursprünglich war die mittelalterliche Darstellung der Welt als Cover vorgesehen, was leider nicht ganz funktioniert hat.

Die berühmten letzten Worte!

KS: Danke an alle, die uns bis jetzt unterstützt haben. Label, Fanzines, allen sonstigen Unterstützern. Allen Fans, die fleißig unsere CDs kaufen und die Musik hören. Das ist das erste, und da bist du mit eingeschlossen. Ansonsten hoffe ich, dass es so weitergeht, wie bisher. Bis jetzt hatten wir jedes halbe Jahr eine Steigerung, und vielleicht erbarmt sich doch noch ein Label, das uns eine vernünftige Produktion bezahlt.


Peter



zurück

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword