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Stormwitch sind eine der Bands, die bei mir Jugenderinnerungen wecken. Seit meiner Kindheit begleitete mich diese Gruppe durch mein Leben, und auch wenn, oder vielleicht gerade weil sie immer sehr knapp am ganz großen Wurf vorbeischlitterte, ist ihre Musik für mich bis heute unerreicht. Ein kleiner Traum erfüllte sich somit auch für mich, als sich die Gelegenheit bot, Martin Winkler, Produzent und Gitarrist der Band, einigen Fragen zu unterziehen.


Martin, seit wann ist Dir der Name Stormwitch überhaupt ein Begriff? Ich habe gehört, Du seist bereits als 14jähriger auf einem Stormwitch-Konzert gewesen?

Martin: Also eigentlich bin ich nicht der Typ für Interviews, das überlasse ich lieber dem Andy, aber ich denke heute mache ich mal eine Ausnahme, weil Du so nett gefragt hast, Dennis. Wird vielleicht für den einen oder anderen interessant. (da sind wir uns sicher - Anm. der Redaktion)
Als 14-Jähriger, das stimmt nicht ganz, Ich muss so um die 16 gewesen sein. Damals habe ich schon zwei Jahre Gitarre gespielt. Die Band Stormwitch war zu der Zeit, Ende der Achtziger, öfters im Umkreis meines Wohnortes zugange und ihre Gigs waren immer sehr gut besucht. Ein Freund fragte mich, ob ich die Band schon mal gesehen hätte, dass sie super wären. Da habe ich nicht lange gefackelt und bin mitgeschlappt. Es war ein Hallenkonzert, ca. 600 Leute waren da.
Die Vorgruppe hat mich nicht so sehr interessiert, ich weiß nicht mal mehr wie die hießen.
Als Stormwitch anfing war da plötzlich das für mich als "Neuling" frische Gefühl, das die Band rüberbrachte, der Sound war perfekt, fett und durchsichtig. Das Outfit der Musiker, die "Piratenklamotten", die Pyros, die Musik vor allem selbst, das alles hat mich sehr beeindruckt. Ich hatte zum ersten mal diese Gänsehaut. Von da an ließ ich bzw. mich meine Gitarre nicht mehr los, ich wollte auch auf der Bühne stehen - es verging fast kein Tag, an dem ich nicht klampfte. Mit 18 dann gründete ich meine erste Metal - Band namens NIGHTWOLF. Ich würde sagen wir waren damit irgendwo zwischen Helloween und Stormwitch angesiedelt. Mit der Band hatte ich dann meine ersten Erfahrungen im Metal Bereich gemacht, wir hatten schon so ca. 40 Auftritte, kleine und größere, doch für eine CD hat es damals finanziell nicht gereicht, wie es dann bandmäßig bei mir weiterging ist eine andere Sache, das könnt Ihr z.B. auf meiner Homepage lesen: http://www.heavymartl.de , bei der allerdings noch ein paar Bildchen fehlen.

Erzähl uns doch bitte kurz, wie Du Andy kennengelernt hast, und wie es dann dazu kam, daß Du eines der neuen Mitglieder der Band wurdest.

Martin: Tja, ich war 1996 bei einer Coverband namens EXSTASY als Sänger und Gitarrist tätig, und wie es so oft ist, wollen die Gitarristen lieber klampfen als singen und das war mir auch lieber als "Frontman" zu sein, das muss einem liegen. Marc Oppold, der zu dieser Zeit schon bei uns in der Band trommelte, kannte den Andy schon flüchtig, da beide in der selben Gegend wohnen. Er hat dann vorgeschlagen den Andy zu fragen, ob er Lust hätte wieder was zu machen. Also fuhren wir mit zwei Akustik - Gitarren bei Ihm vorbei und spielten ihm unsere Songs vor. Mann war ich aufgeregt - ich spiel bei dem Stormwitch - Sänger in der Küche meine Songs...
Ich habe sofort gemerkt, dass der Andy ein überdurchschnittlich netter und sympathischer Mensch ist. Er bringt auch heute noch so ein wohltuendes angenehmes Gefühl in die Gruppe. Ich mag solche Menschen. Die tun einfach in der Seele gut.
Ja, auf jeden Fall hat der Andy nach ein paar Tagen bei uns angerufen und war dabei. Allerdings COVERMUSIK in einer anderen Form war seine Devise: Alte bekannte Rock / Metal Klassiker mit deutschen Texten - Gewagt dachte ich. Das Projekt nannte sich "the best of times" , womit nicht die Band, sondern die Musik gemeint war. Das kam auch ganz gut an, allerdings nicht lange, da ich zu dieser Zeit sehr schwere gesundheitliche Probleme bekam und aufhören musste.
Ich musste dann meine Tätigkeit als Musiker für längere Zeit einstellen.


Stormwitch, ganz links Martin Winkler

Zwei Dinge sind natürlich besonders interessant für die Fans, die Veröffentlichung von "Dance with the Witches" und Eure Live-Auftritte auf den Sommer-Festivals. Fangen wir mit der CD an. In wie weit wurdet Ihr als "Neu-Mitglieder" in das Songwriting des Silberlings mit einbezogen? Ich möchte das Thema nicht schon wieder breittreten, daß Andy das einzige Gründungsmitglied ist und ihr somit den Namen Stormwitch nicht verdient hättet, so wie es Euch vielerorts vorgeworfen wird, aber man könnte auch so auf den Gedanken kommen, daß Andy durch die Reunion seine eigenen Ideen umsetzen wollte.

Martin: Ich würde das gerne ein bisschen ausführlicher erklären:
Der Auslöser für die Reunion war der Song "Dance with the witches", der witzigerweise in der Zeit als Stormwitch noch mit den Ur - Songwritern Spengler und Kaufmann unterwegs waren, von mir geschrieben und recorded wurde. Lediglich den Text hat Andy jetzt verändert, das hatte dem Song noch gefehlt.
Stormwitch hat mich wie gesagt beeindruckt. Es war in meiner Zivi - Zeit so um 1992, ich hatte damals mein erstes 8 - Spur Tape erworben und habe wie besessen Songs aufgenommen, mit Drumcomputer und so einfachem Equipment halt eben. Zehn Jahre ruhte der Song auf meinen DAT - Bändern. Doch ich hatte immer das Gefühl, das damit irgendwann noch was geschehen wird und tatsächlich kam es so.
Nach meiner Genesungsphase Mitte 2000, ich war frisch geschieden, ( ha ha?) habe ich zu Andy wieder Kontakt aufgenommen. Wenn´s einem nicht so gut geht spürt man sehr schnell, wer es ernst mit Dir meint. Andy ist ein solcher Mensch, er hat mir in der beschissensten Zeit meines Lebens sehr starke Hilfe geleistet, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten. Er war gerade mit der Komposition seines Musicals fertig und fragte mich, ob ich die Musik dazu aufnehmen möchte. Ich habe dann ein paar Songs und eine Overtüre dazu gemacht.
Zwischendrin spielte ich dem Andy dann "Dance with the Witches" vor und seine Reaktion war: "Das ist Stormwitch". Ich fragte ihn ob er Lust hätte wieder was in der Richtung zu machen. Es ergab sich dann auch sehr schnell eine korrekte und fruchtbare Zusammenarbeit mit Achim Ostertag (Silverdust, Summer - Breeze) und Markus Wosgien (Nuclear Blast). Schnell ergab sich dann auch der Wunsch von Silverdust, eine komplette CD aufzunehmen, obwohl wir eigentlich vorhatten nur eine Mini CD mit 4 Songs über das Internet zu vertreiben, um zu sehen ob überhaupt noch Interesse an der Musik bestände.
Beim Songwriting haben wir uns dann sehr gut ergänzt, Andy, Fabian und ich hatten eigentlich schon fertige Songs im Rückhalt, die ich dann z.T. noch überarbeitet, bzw. geformt habe und letzten Endes aufgenommen. "House of Usher" ist z.B. von Andy sowie "Jeanne d´Arc". "Proud and honest", "Altar of love", "Together" von mir ,"King of Terrors", "Knights of light" und "My world" von Fabian. Nothing More hatte Andy zusammen mit Stefan Kaufmann noch vor Jahren geschrieben. Er gab mir eine Demo - Version dieses Songs Als Vorlage. Ich habe dann noch versucht, etwas mehr daraus zu machen, indem ich die "Streicher" implantierte.

Hörst Du Dir "Dance with the Witches" eigentlich ab und zu selbst an? Oder fehlt Dir noch der nötige Abstand zu der Scheibe?

Martin: Also ich denke, dass es vielen Leuten, die den gleichen Job wie ich machen so geht, dass sie gegen Ende einer Produktion die Songs irgendwann mal "nicht mehr hören können". Die Gefahr ist groß. Bei mir war es teilweise schon soweit und ich habe nach getaner Arbeit erst mal Abstand von der CD genommen, denn wir spielten einige Songs ja auch in den Proben.
Ich denke so nach vier Wochen habe ich wieder reingehört. Wenn man genügend Zeitabstand zu der Sache hat, hört man die Songs später mit anderen, frischen Ohren. Erst dann fällt einem manchmal auf, was man noch gerne verändert hätte.
Ich habe die CD neulich in meiner Stamm - Metalkneipe auf mich wirken lassen. Mir fiel auf, dass ein bis zwei härtere oder groovigere Songs der Scheibe noch gut getan hätten, um es perfekt zu haben. Aber das ist auch Geschmackssache.

Du hast die Scheibe ja selbst produziert. Welche Gründe gab es dafür, den endgültigen Mix von Achim Köhler durchführen zu lassen, der unter anderem auch für Primal Fear verantwortlich ist?

Martin: Zum einen hat Achim Köhler im "House of Music" für den End-Mix die optimalen technischen Vorraussetzungen, zum anderen bin ich noch nicht so sehr erfahren, was das "Mastering" angeht. Es sollten ja alle Stücke denselben Pegel, denselben Grundsound haben. Achim ist darin ein sehr erfahrener und professionell arbeitender Tontechniker und zudem noch ein prima Typ. Zum anderen war es auch der Wunsch von Silverdust, ich sage mal einen "Namen" auf der Scheibe zu haben.

Okay, reden wir kurz über zwei, drei Stücke der CD. Der Titeltrack ist für mich das Glanzstück des Albums, so richtig Stormwitch eben.

Martin: Ja, wie ich schon sagte entstand dieser zu der Zeit als ich "die alten" Stormwitch förmlich inhalierte.

"Jeanne d'Arc" ist ebenfalls ein interessantes Stück. Das Mittelalter-Thema ist ja auch bei anderen Bands wie Blind Guardian oder Grave Digger seit Jahren angesagt. Was war es, das Euch dazu inspiriert hat, diesen Song zu schreiben? Das Mittelalter, die Person Jeanne d'Arc selbst oder doch eher die Tatsache, daß eine Stormwitch-Scheibe einfach Fantasy oder Mittelalter-Themen verarbeiten muß, um typisch Stormwitch zu sein?

Martin: Eigentlich beides. Stormwitch stand schon immer für das Mittelalterliche oder Themen aus bestimmten Epochen.
Bei Jeanne d´Arc hat uns das Thema an sich inspiriert, weil diese Frau aus dem Mittelalter wegen Ihrem fanatischen Glauben zu Gott, und weil sie glaubte von ihm Botschaften zu bekommen, auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Man warf ihr unter anderem vor, sie wäre eine Hexe, nicht zuletzt weil sie zahlreiche schwere Schlachten gegen sehr mächtige Feinde gewann.
Das Grund - Riff, das man am Anfang des Songs hört, war schon länger da, der Rest ist dann entstanden, als wir uns für das Thema entschieden haben. Zudem wollten wir einen Song haben, der in Richtung "Russia´s on fire" geht. Bei dem bekomme ich übrigens immer Gänsehaut, wenn wir ihn spielen. Der hat einfach Klasse.

"Knights of Light" hört sich ein wenig nach Hammerfall an finde ich. (die Vocals von Andy mal ausgenommen) Schielt Ihr eigentlich auch auf andere Bands wenn Ihr Eure Musik macht? Eigentlich hättet Ihr ja im Fall Hammerfall guten Grund "sauer" zu sein, denn das ist wohl eine der Bands die die Lorbeeren einfährt, die eigentlich Stormwitch verdient gehabt hätten.

Martin: Es wäre gelogen, wenn Rock'n'Roller und Metaller sich nicht von anderen Bands beeinflussen ließen.
Zu Hammerfall kann aber ich ehrlich gesagt gar nicht viel sagen, da ich mir die Band erst einverleibte, als der Großteil unserer Produktion schon fertig war. "The knights of light" ist eigentlich ein sehr einfacher Song, der eben genau zu der Ära der Double - Bass Musik passt. Ich denke das war auch die Motivation, die Fabian dabei beflügelte, als er diesen komponierte.
Eigentlich besteht kein Grund auf Hammerfall neidisch zu sein, denn es ist oft eine Sache eines aufwendigen Marketings, des richtigen Zeitpunkts und manchmal vielleicht auch ein bisschen Glück. Außerdem finde ich, dass die Jungs Ihren Erfolg verdient haben. Weiß der Teufel, warum Stormwitch früher nie den richtigen Durchbruch hatten. Jedenfalls gab die Grunge Musik der Band wie auch vielen anderen den Rest.
Jetzt sieht es so aus, dass Hammerfall an Ihrem Ziel festhalten, was bei den letzteren Stormwitch - Besetzungen wohl durch die verschiedenen Einflüsse der einzelnen Musiker gestört war. Eigentlich müssen wir uns bei Hammerfall bedanken, dass sie Stormwitch zu Ihren Vorbildern zählen, denn das gibt uns auch etwas Luft zum Atmen.

"Devil's Bride" war bei Euren Live-Auftritten in der Set-List. Wer ist diese ominöse Frau?

Martin: Eine rein fiktive Person, ich kann dir im Moment nicht mal genau sagen was sich Andy bei der Verfassung des Textes gedacht hat.


Stormwitch auf dem Summer Breeze

Laß uns ein wenig bei euren Auftritten bleiben. Vom Rock Hard seid Ihr ganz schön runtergemacht worden für Euren Wacken-Auftritt.

Martin: Das hat mich schon etwas geärgert, weil die Jungs gezielt auf uns abfeuern. Warum weiß ich nicht. Normalerweise lässt mich so was kalt. Wenn man nicht genau merken würde dass man uns damit nur schaden will. Schliesslich haben wir schon einige tausend CD´s verkauft, und der Gig beim Summerbreeze war mehr als gelungen und das merkte man den Fans auch an.
Ja, wie gesagt, zuerst die guten Berichte, dann ein solch derbes "Wacken" - Feedback. Andererseits muss man schon sagen, dass der Wacken - Gig auch besser hätte laufen können aber wir hatten so einige Hürden zu überwinden. Das Ganze war von Anfang an recht stressig, erstens die lange Fahrt, dann die Tatsache, dass wir in den Autos gepennt und z.T. wenig Schlaf hatten, den hektischen Soundcheck und zu guter Letzt das Lampenfieber. Musiker sind halt oft auch empfindliche Menschen.

Gezielt abfeuern? Wie erklärst Du Dir dann, daß ihr einige Monate zuvor noch eine größere Story im Rock Hard bekommen habt?

Martin: Das ist es ja, was ich nicht so ganz verstehe, zuerst die Story ,dann der destruktive Wacken Report.
O.k. es ist nicht optimal gelaufen und ehrlich gesagt bin ich auch etwas unzufrieden mit dem Gig gewesen, von meiner Seite aus, aber ich finde die Art und Weise wie man mit Bands umgeht die einem bestimmten Autoren nicht zusagen, einfach lächerlich und alles andere als objektiv bzw. professionell. Man vergleiche, wie man unseren Rob Halford wegen dem "Bang your Head" runtermacht. Nur weil der Mann mal einen schlechten Tag hatte, vergisst man gerne, wie stark sein Einfluss auf die Szene war / ist. Alle werden älter.

Welche Eindrücke hattest Du denn sonst vom Wacken?

Martin: Ich war überwältigt von der Größe des Festivals. Was ich zuerst gar nicht so richtig fassen konnte war, dass ich mich im VIP - Zelt zwischen zahlreichen Legenden aufhalten konnte, für mich zu dieser Zeit Neuland. Ich habe mich tierisch gefreut.
Ansonsten fand ich den Backstage - Bereich für die Bands ziemlich o.k., bis auf die Dusche. Übrigens sind in Wacken so einige Missgeschicke passiert während dem Auftritt. Der Gag war, dass Andy´s Hose, gleich beim ersten song "Dance with the witches", aufplatzte. Als er Rückwärts lief ist er draufgetreten und fing seinen Sturz mit einem Rückwärtssalto ab. Ich wusste selbst nicht was da abging. Später hat er´s mir erzählt und ich musste mich halb tot lachen. Naja, jedenfalls war´s eine Riesen - Gaudi auch mal alle "grossen" Metaller mal Backstage erleben zu dürfen.

An welche Bands denkst Du da speziell? Wer sind für Dich die "grossen" Metaller und... warum zählst Du Dich nicht selbst dazu?

Martin: Ich kann von meiner Seite aus nicht beurteilen ob ich ein großer Metaller bin, zumindest ist es das erste mal, das mein Name in der Metal - Presse auftaucht, da ich aber mittlerweile auch schon seit über 20 Jahren dem Metal und meiner Gitarre treu bin, genieße ich es nun auch mal, ein wenig im Rampenlicht zu stehen. Die großen Metaller von Wacken sind für mich eigentlich alle die da spielten, z.B. Bruce Dickinson, Kreator, Blind Guardian usw.

Gut, gehen wir doch mal kurz auf die Vorwürfe ein, die in dem Review auftauchten: Es ging unter anderem darum, daß die Ansagen zu lang waren und zu wenig gespielt wurde. Wie kam es denn überhaupt dazu, daß Ihr, anders als ursprünglich geplant, nicht mit einer dreiviertel Stunde im Zelt, sondern für eine halbe Stunde auf der Hauptbühne und dann zu solch einer frühen Zeit gespielt habt?

Martin: Dazu kann ich nur sagen, das war Sache vom Label. Wie es genau zustande kam hat mich eigentlich wenig interessiert, für mich war wichtig dabei zu sein, egal wann.

Bist Du denn der Meinung, daß längere Ansagen gut sind? Manchmal ist weniger mehr...

Martin: Nein bin ich nicht, schon gar nicht wenn man nur kurze Zeit zu spielen hat. Dennoch waren einige Worte an die "treuen Fans" einfach nicht wegzulassen. Man hätte sich aber kürzer halten können.

Der nächste Kritikpunkt bezog sich darauf, daß die Songauswahl nicht gut gewesen sei, von einem "Midtempo-Einheitsbrei" war gar die Rede. Also wer da einen Einheitsbrei gehört haben will, kann Stormwitch eigentlich nie eine Chance gegeben haben. Genauso wenig verstehe ich, daß Andy für ein paar "schräge Töne" gerügt wird. Was mich hingegen etwas gestört hat ist, daß Euer Sänger sich etwas "unpassend" bewegt hat. War das früher eigentlich auch schon so?

Martin: Wie gesagt, dem ist beim ersten Einsatz die Hose geplatzt, haha. Aber brav dastehen wäre auch nichts gewesen.

Hast Du eigentlich spezielle Vorbilder im Gitarrenbereich?

Martin: Ich habe mich eine Zeit lang mit Joe Satriani, Steve Vai, Paul Gilbert, Nuno Bettencourt, Zakk Wylde und wie sie noch alle heissen, beschäftigt, als die Guitar Helden Ihren Feldzug hatten. Später kam dann John Petrucci ( Dream Theater) dazu. Aber Satriani halte ich nebst Vai schon für den begnadeten Musiker.

Nochmal kurz zurück zum Wacken Open Air. Nach dem Festival wurden einige Stimmen laut, die Veranstalter hätten die Bands, im speziellen die kleineren, schlecht behandelt. Mußtet Ihr auch diese Erfahrung machen?

Martin: Kann ich nicht direkt sagen, lediglich an die Pässe und Armbänder zu kommen, war etwas umständlich, aber nicht weiter schlimm.

Gibt es eigentlich Neuigkeiten bezüglich einer Tour? Ist da mittlerweile was geplant?

Martin: Im Moment gibt es nur die Nachricht, dass Andy sich Höchstwahrscheinlich einer Operation unterziehen muss. Er hat schon seit längerer Zeit Probleme mit der Nasenscheidewand. Ich denke er wird für einige Wochen außer Gefecht sein. Bis die Sache nicht ausgeheilt ist, werden wir keine kurzfristigen Pläne machen können.

Laß uns doch auch noch ein paar Worte über den Menschen Martin Winkler verlieren. Welche Musik hörst Du heute privat? Und nenn uns bei dieser Gelegenheit auch gleich Deine Lieblingsplatten.

Martin: Oh, das ist sehr gemischt, aber zur Zeit hauptsächlich auf dem Heavy / Rock - Sektor. Ich finde die Vanden Plas "Beyond Daylight" sehr cool, Angel Dust, Avantasia, aber auch die neueste Rhapsody.
Meine Lieblingsplatte war ziemlich lange "scenes from a memory" von Dream Theater, mittlerweile kenn ich sie in - und auswendig. Es sind aber solche Platten die mich lange Zeit beschäftigen. Meine Lieblingsplatte ist glaube ich "Operation Mindcrime" von Queenryche, die hatten leider nie wieder eine bessere danach gemacht.

Welche Bedeutung mißt Du den Begriffen "Geld", "Erfolg", "Familie" und "Arbeit" zu?

Martin: Geld verdirbt den Charakter, wenn man zuviel hat oder zu gierig danach ist. Erfolg ist ein dehnbarer Begriff. Er sollte den Menschen zustehen, die ihn auch verdient haben. Eine liebe Familie ist neben einer guten Gesundheit das wichtigste das ein Mensch haben kann. Arbeit na ja, sie sollte Spaß machen, man kann sich das aber leider nicht immer aussuchen. Schade eigentlich.

Okay, zu guter Letzt: Gibt es noch etwas, das Du den Fans mitteilen möchtest?

Martin: Es hat sich gezeigt, dass an Stormwitch immer noch nach wie vor Interesse besteht. Das hat sich an der Nachfrage der neuen CD, an den wenn auch wenigen Konzerten sehr positiv widergespiegelt.
Auch an den vielen netten Einträgen in unserem Gästebuch. Dies habt IHR ermöglicht und wir danken Euch dafür sehr !!!! O.k. unsere Homepage ist nicht gerade die tollste, aber wird auch noch besser?
Solange IHR dabei seid, werden wir uns für Euch stark machen und wenn ich für meinen Part mein letztes Hemd opfern muss !

STAY HARD - TRUE AS METAL !

Ihr könnt übrigens einen meiner neusten eigenen Songs ( BLOOD LIES IN MY HAND ) hier downloaden. Exclusiv und noch unveröffentlicht: http://www.metalspheres.de/downloads/blood_lies_in_my_hand.mp3


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Dennis



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