Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4697698
Besucher seit 09/2002


Es hätte alles so schön sein können. Nachdem sich die euphorischen Äußerungen zu 7 Seals bewahrheiteten und meine Ohren sich auch nach mehrmaliger Beschallung mit "Mooncurse" nicht in Verweigerungshaltung begaben, stand einem Interview passend zum Review eigentlich nichts im Weg. Ein schickes, neues Diktiergerät mit Speicherchip, lecker Essen, das die Stimmung auflockerte und den Informationsfluß ins Unendliche steigen lies. Es hätte alles seine perfekte Ordnung haben können. Wenn nicht das hypermoderne Aufzeichnungsgerät seine Macken gehabt hätte. Also noch mal das Ganze schriftlich. Entschuldigen möchte ich mich an dieser Stelle bei Markus, Hilke und Götz, die den Abend hätten auch sinnvoller verbringen können. Mein Dank geht an die komplette Mannschaft von 7 Seals, die meine seltsamen, schriftlich gestellten Fragen im Team so gut wie möglich beantworteten. Weitere Informationen zur Band gibt es auf der Website.


Fangen wir mit der Bandgründung an...

GvS: 2003 war das Gründungsjahr von 7 Seals. Von der damaligen Besetzung ist nur noch Thomas Luther dabei, der Anfang 2004 zur Band stieß. Eine Zeitlang gab es die Band dann nicht, weil wir keinen adäquaten Sänger gefunden haben. Anfang 2005 haben Thomas und ich beschlossen, die Band wieder auferstehen zu lassen. Zu uns beiden stieß dann Björn Spilker, der genauso wie Hilke durch einen Aushang an der hiesigen Universität auf uns aufmerksam wurde. Zu guter Letzt kam dann noch Markus dazu, allerdings auch nur deswegen, weil Hilke versäumt hatte, den Aushang abzunehmen.

HS: Da erst zwei Zettel fehlten, hatte ich erst noch überlegt, ob ich den Aushang abnehme, um so konkurrenzlos zu sein. Da das wohl nicht ganz fair ist, habe ich den Zettel dann hängen lassen. Na ja, ich habe auf alle Fälle mit der Band geprobt und war auch ziemlich begeistert davon. Eines Tages bekam ich von Thomas einen Anruf, dass er sich noch mal mit den Jungs zusammengesetzt hatte, und irgendwie erschien es mir so, dass er um die Sache drumherum redete. Alles in allem war seine Aussage dahingehend, dass die Anderen in der Band nach wie vor von mir überzeugt sind. Eine Aussage, bei der ich dann voll aufgedreht bin, da ich schon immer in einer Band singen wollte. Kurze Zeit später bekam ich wieder einen Anruf von Thomas, wo er mir dann sagte, dass an dem Wochenende, wo ich nicht konnte, noch mit einem anderen Sänger geprobt wurde, und dass der auch ganz gut sei. Was wollen die jetzt von mir? War es das jetzt? In der darauffolgenden Woche wurde mit mir und Markus geprobt, und das passte zu hundert Prozent.

GvS: Die Musik von 7 Seals ist stilistisch gesehen sehr prägnant durch die Aufteilung des Gesangs in weiblich und männlich.

Bands mit einer Sängerin und einem Sänger sind sicherlich keine Seltenheit. Die Entscheidung, wie es zu der Konstellation bei 7 Seals kam, wurde schon in der Bandvorstellung erklärt. Wie schwierig ist es nun für euch als Band, weder in der Gothic noch der Nightwish Kategorie gehandelt zu werden?

Götz: Wenn man sich "Mooncurse" anhört, begreift jeder Zuhörer schnell, dass die Musik wenig mit Gothic oder mit Nightwish zu tun hat. Da wir unter anderem aber eine Sängerin im Boot haben, wird natürlich gerne der Vergleich zu Nightwish gezogen. Dennoch ist die musikalische Ausrichtung unserer Band um Längen härter, ohne auf melodiöse Songstrukturen zu verzichten.

Hilke: Die Vergleiche tauchen schon öfters mal auf. Ich finde zwar nicht, dass wir besonders nach Nightwish klingen, aber ich habe da kein Problem mit. Es gibt ja zum Glück auch immer unterschiedliche Wahrnehmungen von derselben Musik.

Markus: Wir haben unseren eigenen Stil. Sicherlich kann man einzelne Fragmente oder Stilelemente wiederfinden, aber als wir anfingen unsere Musik zu schreiben, haben wir uns keine Meßlatte gesetzt, dass wir klingen müssten wie jemand anderes. Zum einen schmeichelt es, dass man qualitativ mit den Großen verglichen wird, zum anderen wird man sehr schnell als billige Kopie, als Abklatsch betitelt. Ich bin gespannt, was in dieser Hinsicht noch über uns geschrieben wird.

Torben: Letztendlich sind wir einzigartig, keine andere Band hat einen Markus, eine Hilke, einen Götz, einen Dominic, einen Thomas und einen Torben.


Eine Frage für Hilke und Markus. Wie habt ihr es geschafft, ein Dream Team zu werden? Gesanglich meine ich. Was sind die besonderen Aspekte, die ihr einbringen könnt, damit 7 Seals nicht als eine weitere Band von vielen anderen abgehandelt werden?

Hilke: Zumindest ich habe da eigentlich nichts bewusst gemacht. Ich denke einfach, dass Markus und ich uns da sehr gut ergänzen. Wenn wir einen Gesangspart haben, den wir uns aufteilen sollen, ergibt sich das fast immer automatisch - Ihm liegt es zum Beispiel, die Melodie mit viel Power konsequent rüberzubringen, und ich habe dann die Freiheit, Mehrstimmigkeiten und Verzierungen einzubringen. Was nicht heißt, dass das nicht auch andersherum geht - In den Strophen von "Dawn of Winter" bringt er ja die Einwürfe. Ich muss an dieser Stelle noch einmal sagen, dass ich wirklich sehr überzeugt von ihm bin - er hat eine Stimme mit eigenem Charakter und ein Ausdrucksspektrum von softem Gesang mit Gänsehautgarantie bis hin zu Nackenbrechergebrüll, und allem was dazwischen liegt.

Markus: Nun, da ich nicht an Zufälle glaube, ist es für mich schon mal so, dass ich denke, dass es so passieren musste. Wir hatten einzeln vorgesungen und die anderen Bandmitglieder rangen mit sich, wer denn nun den freien Posten der Stimme übernehmen sollte. Als wir dann aber beide zusammen das erste Lied sangen, war für alle Beteiligten sofort klar, dass wir auch weiterhin im Duett singen würden. Es war ein herrliches Gefühl, denn ich bin der Meinung, dass sich die Stimmen sehr warm und fast liebevoll ergänzen. Lange Rede, kurzer Sinn: es ist keine Absicht, dass es so gut passt. Es ist einfach so, und wir sind sehr froh darüber. Ich denke, diese Emotionen, die wir in die Gesangslinien einbringen, machen uns als 7 Seals zu etwas Besonderem. Und hätten wir nicht freundschaftliche Rückendeckung von den anderen, könnten wir uns nicht so loslassen und 100% geben. Auch das finde ich in der heutigen Zeit etwas Besonderes, und ich hoffe, dass wir das noch viele Jahre so erleben dürfen. Das Kompliment von Hilke kann ich übrigens in voller Größe zurückgeben. Sie im Speziellen ist etwas Besonderes, und ihre sanfte Stimme weiß stets zu verzaubern. Das wusste ich spätestens seit wir "Dawn of Winter" entstehen ließen. Herrlich, diese Stimme!

Die CD ist in einer relativ schnellen Zeit nach der Wiederbelebung der Band entstanden. Existierten die Titel schon? Und sind diese sechs Titel lediglich eine erste Übersicht über das, was uns in der nächsten Zeit erwartet?

Hilke: Grundzüge von einigen Titeln haben schon existiert, als ich in die Band kam. "Mooncurse" war der erste 7 Seals-Song, den wir zusammen geprobt haben und stand schon größtenteils. "Dawn of Winter" ist in sehr intensiver Zusammenarbeit entstanden - Götz, Markus und ich haben spät abends nach den Proben noch zusammengesessen, Götz hat uns seine Gitarrenparts vorgespielt und wir haben einfach nach Gefühl dazu gesungen. "The Necromancer" ist ähnlich entstanden. Aber zumindest ein Großteil von Texten und Gesangsparts ließ sich bei allen Stücken erst in der Form ermöglichen, nachdem klar war, dass wir im Duett singen.

Götz: Zum großen Teil waren die Songs instrumental schon fertig geschrieben. Den Feinschliff haben sie dann allerdings erst im Proberaum bekommen.

Markus: Sozusagen die Kombination aus Klang und Wort. Es war ein herrliches Gefühl, die Songs entstehen zu sehen.

Ist "Mooncurse" in etwa repräsentativ für die Band oder lediglich ein erstes "Ausrufungszeichen"?

Thomas: Die "Mooncurse" ist momentan das Aushängeschild von 7 Seals und prägend für die Band.

Götz: Richtig. "Mooncurse" ist ganz klar das, wofür wir stehen. Es spiegelt die Musik wider, die wir mögen. Eben Power Metal!

Markus: Die EP steht für 7 Seals, und ich werde mir in 10 Jahren bestimmt nicht in den Allerwertesten beißen, dass wir "Mooncurse" aufgenommen haben. Ich bin stolz auf das Endprodukt, und ich verstehe es eher so, dass wir nun ein Ausrufezeichen setzen und sagen: "Hallo Leute, hier sind 7 Seals! Also aufgepasst!" Wir stehen erst am Anfang unseres Weges, aber jeder Weg beginnt nun mal mit dem ersten Schritt!

Dominic: Und da ist noch viel Potential nach oben!

Wie lassen sich 7 Seals am besten musikalisch definieren, oder ist das etwas, was bewusst vermieden werden soll?

Torben: Power Metal mit symphonischen, mittelalterlichen und schwermetallischen Elementen?

Thomas: Melodischer Schwermetall mit dem richtigen Druck und viel Gefühl?

Markus: Melodic Power Heavy Metal of infernal frostbitten kingdoms? (lacht) Ich mag Schubladendenken nicht. Für mich ist es Metal.

Dominic: Der Sound hebt sich von der Masse ab. Ich finde es größtenteils unsinnig, dass jede Nuance direkt einen neuen Genretitel bekommt.

Hilke: Sagen wir mal so, ich finde es interessant, dass wir bereits in so vielen verschiedenen Schubladen gelandet sind - Heavy Metal, Melodic Metal, Symphonic Metal, Powermetal, Metal/Gothic Rock... Ich denke nicht, dass eins davon "die richtige Definition" ist. Ich finde nicht, dass Definitionsversuche grundsätzlich schlecht sind, aber was die Leute in unserer Musik hören, müssen sie selbst entscheiden.

Texte sind dazu da, um gelesen zu werden. Leider tun das die wenigsten. Welche Überlegungen hinsichtlich philosophischer oder auch religiöser Ansichten könnten falsch in die Texte hineininterpretiert werden?

Götz: Wir leben im 21.Jahrhundert, wo die meisten Fragen durch die Wissenschaft beantwortet werden können. Wo bleibt da die Zeit für Mythen und das Unerklärliche? Genau mit dem Unerklärlichen und den Geheimnissen des Lebens setzen wir uns lyrisch auseinander. Wobei wir noch keine religiösen sowie philosophischen Ziele textlich verfolgt haben. Wir setzen uns viel mit der Seele des Menschen auseinander, wie man zum Beispiel in der Lyrik von "My own Secret" nachlesen kann. Dieser Song ist übrigens E.A. Poe für seine großartigen Erzählungen gewidmet und basiert auf der Kurzgeschichte "The Pit and the Pendulum".

Hilke: Ich will niemanden mit einer absichtlichen Fehlinterpretation darauf stoßen, wie man uns falsch verstehen kann. Man kann in der Welt alles missverstehen was man missverstehen will, wenn man genügend überinterpretiert; und das trifft halt auch auf unsere Songs zu. Unsere Texte sind reine Lyrik ohne religiöse, weltanschauliche oder politische Absichten. Wir wollen lediglich Bilder in den Köpfen der Zuhörer erschaffen, die unsere Faszination für mystische Themen rüberbringen und sich mit der Musik ergänzen. Dabei sind Zahlen, Zitate und Wortwahl nur Stilmittel und verweisen auf nichts Besonderes außerhalb der erzählten Geschichten. "Prophecies of Nostradamus" soll nicht etwa prophezeien oder belehren, sondern erzählt davon, dass Nostradamus die Menschheit vor Fehltritten gewarnt hat. "My own Secret" erzählt, wie Götz schon gesagt hat, eine an E.A. Poe angelehnte Geschichte. "Mooncurse" behandelt das Thema Werwölfe, ohne irgendeinen wissenschaftlichen oder abergläubischen Anspruch über die Existenz von Werwölfen oder den Ursprung des Werwolfmythos zu erheben. Und so weiter. Uns geht es hauptsächlich um die Musik und die Stimmung, die sie vermittelt; wir sind keine Lehrer, keine Partei und keine Sekte; wir sind einfach eine Metalband. Und wer irgendetwas anderes in uns und unseren Texten sieht, der hat schon fehlinterpretiert.

Markus: In Zukunft wird es sich immer wieder um Mythen drehen. Um Horror. Um Ängste und Hoffnung. Die lyrische Welt ist so weiträumig, wieso sollten wir uns nur in einem kleinen Gebiet aufhalten? Wenn ich für meine Texte sprechen darf, so ist es mir gleich, ob jemand etwas "Falsches" hineininterpretiert. Ich schreibe in erster Linie im Einklang mit der Musik und für mich, allerdings immer darauf bedacht, dass die Zuhörer sich ihr eigenes Bild über die Geschichte machen können. Aber ich bin nicht die Person, die mit erhobenem Zeigefinger predigen will. Das überlasse ich anderen.

Was kann die Band aus eigener Kraft erreichen oder was ist ein spätes Wunschziel?

Markus: Aus eigener Kraft werden wir sicher das ein oder andere Konzert spielen können. Bewerbungen für Auftritte laufen auf Hochtouren. Und mit der Hilfe von Bekannten und Mitmusikern wird es sicherlich möglich sein, den Bekanntheitsgrad zu steigern. Ein spätes Wunschziel habe ich mir persönlich nicht gesetzt. Man sollte alles auf sich zukommen lassen, aber erst, wenn man sich den Hintern für seine Musik aufgerissen hat!

Thomas: Ganz oben auf der Wunschliste steht natürlich eine Produktion geballter Ladung 7 Seals in Form einer CD. Wir arbeiten daran.

Dominic: Genau, erst mal einen Plattenvertrag und ein gutes erstes Album.

Hilke: Auf meinem Wunschzettel steht auch ganz oben ein Album in voller Länge, und ich denke ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir alle alles geben, um möglichst bald soweit zu kommen.


Was wird uns in der nächsten Zukunft noch alles erwarten?

Torben: Musik. Viel davon, und abwechslungsreich. Hier mal ein Melodiewechsel, da mal eine vorgezogene Achtel...

Thomas: Wir werden in geraumer Zukunft versuchen, viel Bühnenerfahrung zu sammeln.

Dominic: Eben, erst mal viele Gigs!

Hilke: Auf jeden Fall erstmal viele Gigs!!

Markus: Wie gesagt, Bewerbungen für Festivals und Contests laufen. Wir stehen in Kontakt zu einigen anderen Metalbands und werden 2006 dann hoffentlich deutschlandweit zu sehen sein.

Götz: Wir sind dabei neue Songs zu schreiben, die wir Euch hoffentlich im Jahr 2006 bei Live-Gigs, aber auch auf CD vorstellen können. Hierbei wird es sich voraussichtlich um ein Konzeptalbum der Nibelungensage handeln. Wir versuchen gerade ein geeignetes Label zu finden, welches uns unter Vertrag nimmt.

Die berühmten letzten Worte!

Hilke: Auch wenn uns das immer wieder vorgehalten wird - Wir sind nicht die "sieben Seehunde"!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



zurück

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword