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Mit Spellbounds "Incoming Destiny" hat Ende letzten Jahres eine junge deutsche Band ein Album vorgelegt, dass durchaus das Zeug hat, an angesagte und auch international erfolgreiche und beliebte Acts wie Darkest Hour oder Trivium heranzukommen. Die CD liefert besten Thrash im Stile der 80er Jahre, ohne dabei jedoch das aktuelle musikalische Geschehen außer Acht zu lassen. Die durchaus virtuose Kompetenz gepaart mit einer Verbeugung vor den allseits geschätzten Kreator sind per se Grund genug, diese Band genauer zu betrachten und auch einmal selbst zu Wort kommen zu lassen. Gutgelaunt steht Gitarrist David Maier also Rede und Antwort.


Wie zufrieden seid Ihr selbst mit Eurer ersten CD "Incoming Destiny", die ja vor kurzem erst erschienen ist? Und wie wurde sie nach Eurer Wahrnehmung aufgenommen?

David: Wir sind sehr zufrieden und ich denke mal, dass das Resultat auf "Incoming Destiny" das Beste war, was wir zu diesem Zeitpunkt machen konnten und auch wollten. Wir sind aber auch gewillt uns stetig weiter zu entwickeln um uns in allen Belangen zu verbessern und hoffen dies dann auch bei unserem nächsten Album behaupten zu können! Die Reaktionen der Fans und Medien bestätigen dies da wir in vielen Mags hoch gelobt wurden und zum Teil auch höchste Punktzahlen einfahren konnten! Das ist schon eine sehr geile Sache!


Wie kommt man als Band im Jahre 2005 zum klassischen Thrash-Metal bzw. habt Ihr Euch je die Frage nach Eurer eigenen Ausrichtung stellen müssen?

David: Nein, eigentlich nicht. Das hat sich einfach so entwickelt, weil wir große Thrash Fans sind und neue Bands in diesem Genre vermissen! Wir machen einfach Musik, die wir selber gern kaufen würden, da wir finden das der Szene heute was fehlt. Es wird dir so viel unter dem Banner "Thrash" verkauft aber nur das wenigste verbinde ich mit Thrash Metal. Das hat auch nichts mit "Old" oder "New" School zu tun sondern spiegelt einfach nur meine Auffassung wieder, das wenn ich Lust auf Metal a la Testament oder Forbidden habe, muss ich in meinen alten Platten wühlen und hab keine Alternative auf eine neue, frische CD.

Der Sound und die Einflüsse der Scheibe sind nach meiner Meinung sehr 80er Jahre Thrash-lastig. Welchen Einfluss haben Bands wie Exodus oder Kreator für Euch?

David: Solche Bands beeinflussen uns natürlich enorm, da wir große Fans dieser Bands sind, aber ich würde uns nicht darauf reduzieren, weil Spellbound trotz der Einflüsse doch sehr eigenständig klingt. Wir nehmen das Feeling des 80er Jahre Thrashs und entwickeln diese Spielweise in Form von modernen Elementen weiter. Mit "Incoming Destiny" haben wir damit den ersten Grundstein gelegt und wir arbeiten stetig daran, dies in Zukunft zu perfektionieren. Viele Bands glauben mit Deathgrowls, Blastbeats und ein paar Slayer-Riffs wäre das getan und tatsächlich stellen die Medien Vergleiche zu den oben genannten Bands, aber so einfach wollen wir es uns und den Fans nicht machen.

Habt Ihr alle in etwa identische musikalische Einflüsse oder seid Ihr diesbezüglich klar aufgestellt?

David: Nein, nicht ganz. Es wäre auch zu einfach wenn jeder nur Thrash Einflüsse hätte! Uns beeinflusst natürlich in erster Linie das womit wir aufgewachsen sind und was uns am meisten gefällt. Neben Thrash Metal (wer hätts gedacht?) geht das von Hardrock (Kiss, jeah! Rush wow!) bis Death/Grind Metal.
Kai hört z. B. viel Progressiv Metal, was man auch an seiner Spieltechnik deutlich heraus hört. Deshalb ist es für uns selbst schwierig zu sagen wo unsere Einflüsse liegen. Das überlassen wir am besten dem Hörer.

Welche Rolle spielen die Texte für Euch und wie ist Eure Intention bezüglich des Covers zu verstehen? Ich sehe da z.B. Bush, bin Laden, einen kirchlichen Würdenträger (den Papst?), Freddy Krueger und einen Dämon... Welche Funktion hat der Dämon und wie muss man das Cover in Zusammenhang mit Euern Lyrics sehen, die ja häufig im Bereich der klassischen Verschwörungstheorie angesiedelt sind?

David: Was zum Teufel sind denn "klassische Verschwörungstheorien"??? (lacht). Du meinst wahrscheinlich Illuminaten, Pyramiden etc. aber ganz so einfach ist das Thema nicht. Das Cover soll eine Art "Beobachtung des Betrachters" darstellen. Bei "Freddy Krüger" handelt es sich um ein unbekanntes Wesen im Dienste einer unbekannten Macht, der von den übrigen "Verhandlungspartnern" blind vertraut wird, aber niemand weiss WER sie in Wirklichkeit ist. Diese Macht ("Dämon") schwebt über diesen netten Herrschaften und beeinflusst sie in allen Entscheidungen. Die Lyrics behandeln die Auswirkungen und Geheimnisse dieser Machenschaften. Die Personen sind allerdings nur symbolisch angesprochen, weil Ihre Funktionen der weltweiten Öffentlichkeit am bekanntesten sind. Für Deutschland hätte man auch die Merkel, Schröder, Schönhuber und Nikki Lauda nehmen können (lacht).

Was mir persönlich am Album insbesondere gefällt, ist die sehr ausgefeilte und nach vorne gehende Gitarrenarbeit. Seid Ihr Autodidakten oder hattet Ihr (teilweise) Unterricht?

David: Vielen Dank! Daniel hatte einige Zeit unterricht. Inzwischen aber unterrichtet er selbst, ha ha! Ich hatte noch keine einzige Stunde! Mit 13 bekam ich meine erste Gitarre auf der ich täglich ca. 24 Stunden spielte... Irgendwann begann ich Bücher zu kaufen und lernte immer wieder was von Freunden dazu. Den Rest hab ich mir selbst beigebracht.

Welche Rolle spielt für eine junge Band die Live-Performance, bzw. wann wusstet Ihr, dass die Zeit für eine Studioaufnahme gekommen war?

David: Ich finde eine geile Live Performance IMMER sehr wichtig, nicht nur für junge Bands! Schließlich wollen die Leute, die auf Deinen Gig gehen was Cooles sehen und Spaß haben! Einfach nur Musik hören kann ich auch zu Hause. Gerade heutzutage wo die Ticketpreise ins Unermessliche steigen, nervt mich es immer gewaltig wenn ich zum Teil bis zu 100 ?(!) für ein Konzert zahlen muss und die jeweilige Band durch statisches Musizieren einfach langweilt! Des öfteren hätte ich mir lieber die Tour-DVD und ne Kiste Bier gekauft und im Wohnzimmer abgehottet!

Als wir genügend neueres Material am Start hatten, wollten wir natürlich gleich ins Studio gehen um allen zeigen das wir geile Songs gemacht haben!

Welche Tipps könnt Ihr jungen Bands in Deutschland geben?

David: Man darf nie aufgeben und man muss fanatisch an sich glauben! Man muss bereit sein Opfer zu bringen und viel in selbstgemachte Promotion stecken! Ganz wichtig finde ich, dass man Aufnahmen wie Demos, Alben ect. IMMER mit einem amtlichen Sound ausstattet, denn die Leute da draussen werden immer verwöhnter, weil heute schon jeder mit einem PC eine geile Aufnahme mit wenig Geld hinkriegt! Wenn Du heute ein Demo mit einer 8-Spur Aufnahme deinen Freunden präsentierst, lachen sie Dich aus! (lacht)

Habt Ihr Eure Demos aktiv vertrieben bzw. hattet Ihr von Anfang an vor, es zu einem Deal und einer überregionalen Bekanntheit zu bringen? Hattet Ihr Grundsätze bei der Auswahl potenzieller Plattenfirmen oder Produzenten etc.?

David: Wir hatten unsere Demos nie richtig vertrieben. Die kursierten eigentlich nur in der regionalen "Szene", meistens alles Freunde von uns! (lacht) Trotzdem muß ich schon sagen, dass ich immer vorhatte mit Spellbound einen Deal an Land zu ziehen. Deswegen war es mir schon wichtig, mit welchen Leuten ich zusammen arbeite. Bei der Auswahl der Produzenten standen schon viele auf meiner Wunschliste und so wie es sich gehört haben wir dann auch den besten genommen! Mit dem Label war es ähnlich. Bevor wir uns überhaupt um einen Deal beworben haben wollten wir alle am liebsten bei Armageddon unter Vertrag kommen. Kein Scherz!

Mal eine Frage, die die Banddemokratie auf eine Probe stellen und noch mal Eure Wurzeln etwas definieren soll: Welche 5 Alben haben Spellbound musikalisch am meisten geprägt?

David: Ja, Gott sei Dank sind die anderen grad nicht hier! (lacht) Hmm.. das ist natürlich nicht einfach aber ich denke ich nenn mal 3 alte und 2 neue, okay?
Sepulturas` ?Arise?, Kreators` "Coma of Souls?, Metallicas` "Master of Puppets?, dann die erste The Haunted und die "Under the Blade" von Defleshed.


Mit welcher Band (aktuell oder nicht mehr existent) würdet Ihr gerne einmal auf Tour gehen?

David: Am besten mit Bands die zu uns passen und wo wir möglichst viele Fans dazu gewinnen könnten! Exodus, Kreator, Pantera (R.I.P), Slayer, Sepultura (nur mit Max!!), Holy Moses, Destruction, Testament... soll ich weitermachen?

Habt Ihr schon einmal über Euer Logo nachgedacht? Optisch erinnert es schon exakt an die Zielgruppen, aber da ist doch sicherlich noch Verbesserungspotenzial gegeben, oder?

David: Ich muß sagen, dass uns das Logo eigentlich ganz gut gefällt, aber verbessern kann man es auf jeden Fall noch, da hast Du sicherlich recht. Und das werden wir bestimmt auch tun.

Was macht Ihr neben der Musik und wo nehmt Ihr Eure Auszeit, bzw. Eindrücke für Eure Songs her?

David: Ich arbeite als Zusteller von Briefen und Paketen bei der deutschen Post. Daniel macht viel mit Promotion und gibt auch noch Gitarrenunterricht. Kai ist Redakteur, also so ähnlich wie Du, und Len ist Graphikdesigner aber arbeitet momentan in einem Behindertenheim (Ich hoffe, er schreit sie nicht an!)
Tja, und neben der Arbeit hat Spellbound einfach Priorität! Und zwar in allen Belangen!

Ich selbst bin in Ravensburg geboren und habe meine Verwandtschaft in Kressbronn am Bodensee sitzen: Warum ist Konstanz schöner als der Rest des Sees und wo gefällt es Euch persönlich am besten (weltweit)?

David: Wir kommen eigentlich gar nicht aus Konstanz! Insofern ist Konstanz auch nicht schöner als der Rest des Sees, ha ha. Wir kommen aus Uhldingen ? Mühlhofen, da wo die Pfahlbauten stehen. Das ist bei Überlingen und kennst Du bestimmt wenn Du aus Ravensburg kommst! DA ist der See am schönsten! Das man überall liest das wir aus KN kommen hat wohl zwei Gründe: Zum einen weil KN die bekannteste Stadt in unserer Nähe ist (vielleicht noch Friedrichshafen) und zum Anderen weil in unserer Bio steht, dass Kai und ich in einer Konstanzer Band gezockt haben.
Wo es uns am besten gefällt? Weltweit? Hmm... Ich glaub in Amsterdam...

Wohin wird Euch der Weg mit Spellbound noch bringen und wenn Ihr für die Band drei Wünsche frei hättet ? welche wären das?

David: Naja, wenn wir in Amsterdam waren, wollen wir natürlich auch den Rest der Welt kennen lernen, ganz klar!
Drei Wünsche für die Band?
1.Ruhm, Erfolg, Reichtum
2.Ewige Gesundheit
3.und.. ähhm.. Vier Karten für ein Sepultura Reunion Konzert in Holland!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Christian



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