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Der Pagan Metal boomt derzeit wie nie zuvor und bringt Bands aller Couleur hervor. Von völlig simpel bis sehr anspruchsvoll reicht die Palette ? die Düsseldorfer Hel sind zweifellos der zweiten Kategorie zuzuordnen. Ihr Konzeptwerk "Falland vörandi" kam nahezu aus dem Nichts und sorgte bei weiten Teilen der Presse für Begeisterung. Mehrere Jahre Arbeit an einem Album verheißen nicht immer gutes, doch in diesem Fall hat es sich wirklich gelohnt, denn selten gab es im Pagan Metal-Bereich ein derart aufwendiges Werk zu hören. Dieses Interview soll euch Hels Schaffen etwas näherbringen?Gitarrist, Sänger und Produzent Skaldir schickte die Antworten auf meine neugierigen Fragen schon nach wenigen Tagen zurück und berichtete manches interessante Detail aus Hels Welt.


Als erstes die beliebte Standardfrage, bitte stellt die Band den Lesern vor und reißt kurz die bisherige Geschichte ab.

Skaldir: 1994 hauchte Valdr dem Projekt Hel Leben ein und nahm mit der Hilfe eines Freundes das erste Demo "Miölnir" auf, das nur im Bekanntenkreis verteilt wurde. Nicht wirklich zufrieden damit lag Hel erstmal auf Eis, bis ich 1997 Valdr traf und wir beschlossen, zusammen weiterzumachen. Wir nahmen das Demotape "Gedanken und Erinnerung" auf und bekamen damit einen Deal beim Label Ars Metalli, bei dem wir 1999 unsere Debut-CD "Orloeg" veröffentlichten. 2004 gab es das nächste Lebenszeichen von uns, die "Pagan Midgard Art" 10", die eine Sammlung einzelner Songs war. Im Dezember 2005 erschien dann endlich unser zweites Album "Falland Vörandi".

Ihr habt satte drei Jahre an "Falland vörandi" gearbeitet. Warum die lange Zeitspanne? Seid ihr die Metallica des Pagan Metals?

Skaldir: Ich hoffe nicht. Bei uns hatte das mehrere Gründe. Zum einen gab es Wartezeiten wegen des Vertriebs, zum anderen war es uns sehr wichtig, daß "Falland Vörandi" genau so wird, wie wir es haben wollten, und so haben wir immer wieder etwas verändert, hinzugefügt oder weggelassen. Und das betraf nicht nur die Musik, sondern auch die Texte und die Gestaltung.

Wie seid ihr mit den bisherigen Reaktionen zufrieden?

Skaldir: Es ist viel besser, als ich erwartet habe, wir bekommen fast ausschließlich sehr positive Kritiken. Nicht daß ich nicht selbst überzeugt von unserem Album wäre, aber ich dachte nicht, daß die schreibende Zunft sich soviel Zeit für das Album nimmt und sich so intensiv damit beschäftigt. Es ist ja schon so, wie Du in Deinem Review beschrieben hast, als Redakteur bekommt man schon recht viele CDs zum Besprechen geschickt und ich kann mir vorstellen, daß man da schon mal schnell in Versuchung kommt, mit einer Standardkritik daherzukommen. Aber ich bin froh, daß ich mich in dieser Hinsicht geirrt habe.


Wie kam es zu der hohen Anzahl an Gastmusikern?

Skaldir: Zum einen ist es so, daß wir durch das Thema "Balders Tod" viele unterschiedliche Rollen in den Texten hatten. Da bot es sich an, die verschiedenen Charaktere von verschiedenen Personen singen zu lassen. Zum Glück haben wir einen recht musikalischen Freundeskreis, und so fanden sich schnell geeignete Leute für die verschiedenen "Rollen". Die meisten Gastmusiker sind deshalb Sänger, aber wir haben auch Violine, Posaune und Querflöte in unsere Musik aufnehmen wollen.

Warum plant ihr keine Livegigs? Wäre es nicht möglich, zumindest einen Teil des Werkes aufzuführen?

Skaldir: Als das Projekt Hel gegründet wurde, gab es nie die Absicht live zu spielen. Es ist uns auch einfach nicht wichtig, und um ehrlich zu sein gehen wir noch nicht mal gerne als Gäste auf Konzerte...

Auf eurer Website gebt ihr Lieblingsfilme mit Bud Spencer und Terence Hill an, erzählt von Bananensaft und alten Scorpions-Alben... nehmt ihr euch weniger ernst als die meisten Pagan Metal-Bands?

Skaldir: Unsere Musik und Texte nehmen wir natürlich sehr ernst, und ich denke man merkt auch, daß wir in dieser Hinsicht vielleicht ernster sind als die meisten anderen Pagan Metal-Bands. Als Hel sind wir sehr darauf bedacht, Tiefgang in unser ganzes Schaffen zu stecken, aber ich denke daß man sich selber als Person nicht immer ganz ernst nehmen sollte. Wir sind zwei sehr ehrliche Menschen, und wenn ich gerne Bananensaft trinke und mich Bud Spencer-Filme amüsieren, scheue ich mich auch nicht davor, das auszusprechen.

Pagan Metal hat in den letzten Jahren ziemlich an Popularität gewonnen, meint ihr, ihr könnt davon profitieren?

Skaldir: Ich finde es nicht schlecht, daß sich zur Zeit etwas tut in der Richtung. Ob wir davon profitieren, weiß ich nicht. Uns gibt es jetzt ja schon recht lang, wir machen einfach das weiter, was wir immer gemacht haben oder machen wollten. Wenn uns jetzt mehr Leute hören als früher ist das natürlich schön.

Könnt ihr mit der Bezeichnung "Pagan Metal" eigentlich leben? Oder nennt ihr eure Musik anders?

Skaldir: Wir haben uns mal die Bezeichnung "Pagan Midgard Art" für unsere Musik ausgesucht, doch es ist uns auch recht wenn man Pagan Metal oder sonstwas dazu sagt, denn so einfach kann man sowieso Musik nicht reduzieren. Es reicht ja, wenn der Leser sich grob etwas darunter vorstellen kann.

Was bedeutet "Pagan Metal" für euch?

Skaldir: Musik im Allgemeinen ist ziemlich wichtig für uns.

Bathory ist ein wichtiger Einfluß für euch, wie man in "Auf Suche" deutlich hören kann, der Song erinnert sehr an "Valhalla". Spielt Valdr deshalb nur einen 10 Watt-Amp, weil die ersten paar Bathory-Alben auch so entstanden sind?

Skaldir: Hehe, den spielt er nur noch zu Übezwecken. Aber es stimmt, bis zur Orloeg-CD haben wir noch damit aufgenommen, klingt ziemlich räudig. Wir leugnen nicht daß Bathory eine große Bedeutung für uns haben, für mich ist es das Authentischste, was in dieser Art der Musik je geschaffen wurde, und wir versuchen mit Hel ebenso authentisch zu sein. Ich denke, Du wirst verstehen, was ich damit meine.

Nochmal zu den Gastmusikern: insbesondere Jorans Gesang bei "Nannas Klage" jagt mir immer wieder Schauer über den Rücken, ich habe im Netz entdeckt, daß sie neben dir noch bei Elane performt. Zwar ist dies kein Elane-Interview, laß uns aber trotzdem einen kurzen Exkurs unternehmen und erzähl mir etwas über diese Band (Geschichte, Musik, Schuhgrößen, Kinderkrankheiten...).

Skaldir: Joran kenne ich schon lange Zeit und sie ist eine fantastische Sängerin mit einer einzigartigen Stimme. Sie hat mir irgendwann einmal ihre Lieder vorgespielt und ich wollte unbedingt etwas mit ihr zusammen machen. Im September 2001 haben wir dann Elane gegründet und in einer sehr kurzen Zeit das "Nachtwald" -Demo aufgenommen und überhaupt komponiert. 2004 kam dann unsere erste CD "The Fire of Glenvore" raus, und wir haben einen guten Start für eine Newcomerband gehabt. Wir machen eine Art düsteren Folk, man könnte auch Fantasy Folk sagen. Leute die nicht nur Metal akzeptieren können ja mal reinhören. Unsere Webseite findet sich unter http://www.elane.de.vu .
Jetzt zu den Schuhgrößen, ich denke es pendelt zwischen 37 - 46. Haben ja auch zwei Damen in der Band.
Wir nehmen gerade an einem neuen Album auf, und es scheint sehr abwechslungsreich zu werden.

Da freue ich mich schon mal drauf. Hätte ich die Band vorher entdeckt, ich hätte sie mir 2005 auf dem WGT angesehen, aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben in der Tat hart... "Falland vörandi" ist ein Konzeptalbum über den Tod Baldurs, habt ihr vor, weitere Themen aus der Edda zu verarbeiten oder sind jetzt erstmal andere Sachen angesagt?

Skaldir: Es ist ein nächstes Konzeptalbum geplant, aber vorher werden wir erst mal andere Wege einschlagen und ein Akustikalbum aufnehmen, der Mensch braucht ja Herausforderungen...

Valdr ist, wie das Booklet belegt, nicht nur Musiker sondern auch ein begabter Maler, wo kann man sonst seine Kunst begutachten?

Skaldir: Ich freue mich sehr, daß es mal jemand anspricht. Kaum jemand hat viel zum Booklet gesagt, obwohl es uns fast genauso wichtig ist wie die Musik. Valdr malt fast ausschließlich für Hel, und somit findet man also fast alle Bilder von ihm in Booklets oder Covers von uns.
Die anderen Bilder sind übrigens zum einen von der Elane-Sängerin ( http://www.glenvore.de.vu ), und zum anderen von Thyra ( http://www.thyra.de.vu ), einer sehr begabten und wundervollen Person, die ich im letzten Jahr kennengelernt habe.


Was bedeutet für euch heidnisches Leben in unserer heutigen Zeit?

Skaldir: Wie heidnisch kann man heute überhaupt leben? Wir gehören jedenfalls nicht zu den Leuten, die sich Fellunterhosen anziehen und das Heidentum als Religion praktizieren. Die Hauptsache für uns ist die Natur zu erkennen und zu respektieren, und das kann jeder Einzelne auch in der heutigen Zeit, und zwar ohne einer Organisation anzugehören. Und ich find's auch gut daß es Strom und Computer gibt, sonst könnten wir unsere Musik nämlich gar nicht machen.

Stellt euch vor, ihr würdet das Kingdom of Metal regieren. Welches wären die drei ersten Gesetze, die ihr erlassen würdet?

Skaldir: Hm, zumindest hab ich die Frage noch in keinem Interview gestellt bekommen.

- Du sollst jede Form des Metal dulden (außer Nu-Metal)
- Du sollst mindestens ein Instrument (und sei es Luftgitarre) beherrschen
- Du sollst Emperors "Emperial Live Ceremony" DVD gesehen haben

Zum Schluß wüßte ich gerne noch eure fünf Lieblingsalben aller Zeiten.

Skaldir: In keiner bestimmten Reihenfolge sind Valdrs Lieblingsalben:

In the Woods - Omnio
Bathory - Blood on ice
Queensrÿche - Operation Mindcrime
Emperor - Anthems to the welkin at dusk
Hel - Falland Vörandi

Mir fällt's mit den Alben zu schwer, ich wähle mal nur Bands:

Unicorn
Arena
Katatonia
Änglagård
Bathory (Epische Phase)


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Till



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