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Kampfar haben sich sieben Jahre Zeit gelassen, um ein neues Album aufzunehmen. "Kvass" ist sicherlich ein Meisterwerk geworden, mit dem Kampfar sich in starker Verfassung zurück gemeldet haben. Nun wurde es endlich auch für das Metalspheres Zeit, sich mit Mainman Dolk in Verbindung zu setzen, um ihn richtig auszuquetschen. Da es unser erstes Interview mit ihm ist und euer Redakteur gleichzeitig ein großer Fan von Kampfar ist, hatte ich eine ganze Menge Fragen. Zu meiner Überraschung hat sich Dolk die Zeit genommen und wirklich zu allen Fragen Stellung bezogen. Dabei ist ein interessantes Interview heraus gekommen, welches einen Bogen spannt, vom Beginn der Band, über die ersten Alben, bis hin zum neuen Album und der Bedeutung der einzelnen Titel. Dolks Antworten beweisen, dass nicht nur die Musik Kampfars einzigartig ist.




Als ihr damals Kampfar ins Leben gerufen habt, warum seid ihr da nicht auf den erfolgreichen Zug des satanischen Black Metal aufgesprungen, sondern habt stattdessen diesen Folklore-beeinflussten Metal geschaffen, der heute euer Markenzeichen ist?

Die Essenz von Kampfar waren schon immer Themen wie Pagan/Heidentum, Aberglaube, das Leben an sich und die Natur. Ohne die Natur wären Kampfar nicht die Kampfar geworden, die man heute kennt. Die Natur war schon immer die wesentliche Kraft und Inspirationsquelle für mich, um diese Musik zu erschaffen. Die Natur gehört zu meiner Seele! Was wäre also ein ehrlicheres Thema gewesen als das? Ich hatte von Anfang an eine sehr klare Vision davon, wie Kampfar sein und klingen sollten. Ich bezeichnete Kampfars Musik 1994 als "Norse Pagan Folklore Metal" und seitdem hat es meiner Meinung nach keiner geschafft, einen besseren Ausdruck für uns zu finden! Kampfar sind nordisch, pagan und folkloristisch, wir hätten niemals satanisch sein können. Das wäre einfach nicht ich gewesen und so bin ich auch heute nicht.

Du hast ja auf den ersten Alben selbst getrommelt. Ist das Schlagzeug denn das Instrument mit dem du eigentlich in die Musik eingestiegen bist? Spielst du heute noch gern Schlagzeug, jetzt wo ihr einen festen Drummer in der Band habt?

Ja, das ist richtig. Ich habe tatsächlich bis heute alle Schlagzeug-Parts auf den Kampfar-Alben gespielt. Ich spiele jetzt immerhin seit 16 Jahren Schlagzeug, aber heute spiele ich nur noch für meinen eigenen Spaß und würde nicht sagen, dass ich es noch so ernsthaft praktiziere. Um ehrlich zu sein, bin ich zufrieden damit, wie die Situation heute ist. Ich kann mich einfach viel ernsthafter um meinen Gesang kümmern. Schlagzeug war allerdings nicht mein erstes Instrument, ich habe als Kind Akkorde gelernt und auf dem Klavier angefangen. Das erste, was ich dann ernsthaft geübt habe, war die Bass-Gitarre. Ich habe sogar viele der ersten Songs nur auf dem Bass komponiert, aber dann traf ich Thomas und mein Können war dann einfach zu lausig, verglichen mit ihm (lacht). Also entwickelte er sich mehr und mehr zum eigentlichen Komponisten bei Kampfar.

Wer ist denn für die Instrumente wir Klavier, Violine, Bläser und ähnliches auf "Mellom Skogledde Aser" verantwortlich?

Da haben wir zum Teil echte Instrumente gespielt, Thomas hat Klavier gespielt und ich einige Blasinstrumente. Den Rest, den du hörst, haben wir aber auf dem Synthesizer eingespielt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Didgeridoo auf "Fra Underverdenen" zu verwenden? Das ist ja eher ein australisches Folklore-Instrument als ein skandinavisches. Ich fand das Instrument dort klasse, besonders in "Troll Doed Og Trolldom", denn dort schuf es wirklich so eine Vision von Trollen, die durch den Schatten auf dich zu kriechen.

Klasse, dass du das so darstellst, denn das war wirklich die Idee dahinter! "Fra underverdenen" ist ziemlich düster und emotional verglichen mit dem Vorgänger und daher fanden wir, dass das Didgeridoo hier sehr gut passt. Wir wollten eine sehr dunkle und gruslige Atmosphäre schaffen, besonders bei "Troll, Doed Og Trolldom". Es ist kein nordisches Instrument, das ist richtig. Aber wir haben uns niemals darauf beschränkt, nur norwegische Instrumente zu benutzen. Ich möchte keine Grenzen dieser Art in Kampfars Musik. Wir sind Kampfar und nur wir entscheiden, wie unser Sound sein soll! Wir versuchen natürlich immer unseren Wurzeln treu zu bleiben, aber ist dann auch die einzige Bedingung.

Das Didgeridoo wurde ja von einer Gastmusikerin eingespielt. Hast du dich denn selbst mal ran getraut an das Ding?

Ja, ich hab's versucht. Aber ich muss zugeben, dass man wirklich eine Menge üben muss, um behaupten zu können, dass man es spielen kann (lacht). Es ist meiner Meinung nach echt ziemlich schwer zu erlernen!

Die obligatorische Frage: Warum dauerte es so lange zwischen "Fra underverdenen" und "Kvass"? Die Fans dachten ja teilweise schon, die Band sei aufgelöst!

Das ist wirklich eine Frage, die jedes Magazin gern beantwortet haben möchte, wie es scheint. Leider kann ich da auch immer wieder nur die selbe Antwort geben. Nach dem zweiten Album hatten Thomas und ich eine sehr harte Zeit und viele private Probleme zu lösen, die einfach erstmal im Vordergrund standen, bis wir wieder zusammen finden konnten, um Musik zu machen. Also mussten wir Kampfar erstmal auf Eis legen. Dazu muss ich aber auch betonen, dass Thomas und ich nie verfeindet waren oder irgendetwas. Wir waren immer Freunde, die ganze Zeit über und wir wussten immer, dass wenn der richtige Zeitpunkt käme, dass wir dann stärker als je zuvor mit Kampfar zurückkehren würden. Es waren einfach nur persönliche Probleme, die wir jeder für sich lösen mussten, bevor wir mit Kampfar wieder loslegen konnten. Der ganze Prozess nahm drei Jahre in Anspruch. Als wir dann zusammen kamen, hatten wir zwei Möglichkeiten. Entweder so weiter machen wie bisher ? also einfach Songs schreiben und weiter Alben veröffentlichen ? oder eine komplette neue Band zusammen zu bekommen, um uns weiter zu entwickeln und mehr Live-Shows spielen zu können. Glücklicherweise haben wir uns für letzteres entschieden. Die Band zusammen zu kriegen und in professioneller Sicht eine richtige Einheit zu werden, dauerte dann noch einmal zwei Jahre. Also alles zusammen genommen, brauchten wir fünf Jahre, um wieder etwas mit Kampfar auf die Beine stellen zu können. Aber wie auch immer. Hier sind wir jetzt, sieben Jahre später, besser gewappnet als jemals zuvor. Und das ist für mich im Moment das Wichtigste!

Ihr habt ja auf dem Festung Open Air in Bitterfeld gespielt, die Atmosphäre war ja dort wirklich toll. Habt ihr es genossen dort zu spielen und wart ihr vielleicht sogar etwas überrascht, dass so viele extra wegen euch gekommen waren?

Ja, dieses Festival habe ich sehr genossen. Toller Ort, super Leute und großartige Atmosphäre. Als wir mit den Live-Shows begonnen haben, waren wir wirklich überrascht, aber auch geehrt, dass uns so viele Leute über die Jahre supportet haben. Es macht mich auch wirklich stolz, herumreisen zu können, überall Gigs zu spielen und z.B. Leute zu treffen, die 10 Stunden gefahren sind, nur um Kampfar spielen zu sehen. Das ist für mich alles viel greifbarer, als z.B. viele Alben zu verkaufen. Die Shows sind das, wofür ich lebe und atme und ich kann durch diese Erlebnisse sehr stolz sein, auf das, was wir tun. Ich kann eigentlich gar nicht beschreiben, was das für mich bedeutet. Es bedeutet jedenfalls viel für die ganze Existenz von Kampfar, wirklich.

Waren denn die Konzerte ein Kriterium, dass du gesagt hast: "Ich muss mit Kampfar weiter machen, da sind so viele Leute, die auf uns warten." ?

Ja, der Wille live zu spielen und die Tatsache, dass viele Leute auf uns warteten, waren zwei der großen Faktoren, dass ich mit Kampfar weiter gemacht habe. Ich habe die letzten drei Jahre ungefähr 10 Briefe in der Woche von Fans bekommen, die uns fragten, wie es denn um die Band steht und wann wir wieder mal live spielen, das hat uns wirklich viel bedeutet. Aber das waren nicht die einzigen Gründe für unsere Rückkehr. Kampfar ist mein Leben und das wird es immer sein!

Auf dem Festival in Bitterfeld haben ja noch viele andere Kultbands gespielt, gibt es denn eine verrückte Geschichte, die du uns erzählen kannst, die dort passiert ist?

(lacht) Auf jeden Fall. Es gab da einen Kampf backstage und dabei ist die Brille von jemandem zu Bruch gegangen... hmm, aber mehr darf ich da glaube ich nicht erzählen, sorry.

Lass uns auf das neue Album "Kvass" zu sprechen kommen. Meiner Meinung nach ein Meisterwerk, ihr seid euren Roots treu geblieben, seid aber ein wenig eingängiger geworden. Es gibt düstere Songs wie "Lyktemenn", die an "Fra underverdenen" erinnern, aber auch Songs, die auf "Mellom Skogledde Aser" gepasst hätten. Du hast auch viel an den Phrasierungen gearbeitet, scheint mir. Wie würdest du denn persönlich die Weiterentwicklung beschreiben?

Danke! Schön, dass du das sagst, es war nämlich wichtig für uns, unseren Wurzeln treu zu bleiben. Wenn du "Kvass" mit unseren früheren Alben vergleichst, könntest du sagen, dass das Album eher eine Zusammenstellung verschiedener Themen darstellt, als z.B. "Fra underverdenen" es tat. Durch dieses Album ging bezüglich Texte und Musik ein dicker, roter Faden. Es erzählte eine bestimmte Geschichte aus dem Norden, die sich im gesamten Album widerspiegelte. Diesmal ist es anders. Du könntest sagen, wir sind jetzt wieder mehr zurück zu unseren Wurzeln gegangen. Aber im Wesentlichen stehen die Songs jetzt mehr für sich allein, jeder behandelt sein eigenes Thema. "Kvass" sagt dir in kurzen, knappen Sätzen, wofür Kampfar stehen. Nämlich Natur, Heidentum und Aberglaube. "Kvass" ist das schärfste Album bisher (Kalauer ? die Red.) würde ich sagen, das betrifft die Produktion, Musik und Texte. Wir haben niemals soviel Energie in ein Album hinein gepackt, wie wir es bei "Kvass" getan haben.


Wie seid ihr denn zu den neuen Mitgliedern Jon und 11-13 (was ist das überhaupt für ein Name?) gekommen?

Wie ich vorhin ja schon erwähnt habe, wollten wir eine komplett neue Band zusammen bekommen, um Kampfar nach vorne zu bringen. In der Zeit, in der Thomas und ich diese persönlichen Probleme in den Griff bekommen mussten, stieß ich zu einer lokalen Band namens "Gruesome". Bezüglich Gruesome muss ich sagen, dass es nicht meine Band war. Ich war nur der Session-Sänger dort. Ich wollte einfach ein paar Freunden mit meinem Gesang aushelfen. Gruesome sind wirklich eine großartige Band und die Art, wie sie ihren Old School Black/Death Metal spielen ist, wie ich finde, einzigartig. Wie auch immer, die Sache war vielleicht etwas, was mir dabei half, wieder zurück auf die richtige Bahn zu kommen und unseren Bassist Jon habe ich bei Gruesome getroffen! 11-13 war schon echt ein Glückstreffer. Er ist hierher zu uns gezogen, um mit uns spielen zu können und das half Kampfar wirklich eine Menge! Er ist ein verdammt genialer Drummer und man könnte sagen, er ist jetzt mein Blutsbruder geworden. Was seinen Namen angeht, nun ich fürchte das ist zu persönlich, du solltest ihn da lieber selbst fragen (lacht).

Woher bekommst du die Inspiration für deine Musik? Holst du dir diese in der freien Natur? Und woher kommt dieses große Interesse für Geschichte? Könntest du dir einen Beruf in diesem Bereich vorstellen?

Nun, ohne die Natur würde es Kampfar nicht geben, denke ich. Was ist wahrhaftiger als die Natur an sich? Die Natur ist so viel stärker als irgendeine beschissene, organisierte Religion, Natur ist in sich bereits religiös! Ich kann dir gar nicht beschreiben, wie viel es mir bedeutet, denn Natur ist bereits ein Teil von mir, seit ich ein kleines Kind war, daher natürlich auch eine große Inspirationsquelle für Kampfar. Nordische Mythen sind auch sehr wichtig für uns, aber wir behandeln auch viele andere Themen. Themen wie der nordische, naturnahe Lebensstil, Glaube, Aberglaube, dunkle Kapitel aus der Geschichte, Heidentum und vieles mehr. Es gibt also eine Menge, was mich inspiriert, Musik zu schreiben. Meine Texte sind allerdings nie irgendwelche Märchen. Es sind Themen wie das wahre Leben und die Gefühle der Menschen, sowie die wirkliche Geschichte, die mich viel mehr interessieren. Aber wenn ich einmal Inspiration benötige, dann verlasse ich wirklich einfach mein Haus und gehe geradezu in den Wald um meinen Kopf frei zu bekommen, das stimmt. Um eine bestimmte Stimmung und Geisteshaltung zu bekommen, ist es wichtig für mich, diese Ausflüge in die Natur allein zu unternehmen. Meine Familie hat eine kleine Hütte in den Bergen und das ist ohne Zweifel meine zweite Heimat. Hier entstand bereits als Kind mein ganzer Glaube. Ich gehe immer dorthin wenn ich Zeit habe und wenn ich mal nicht rund um die Uhr mit Kampfar beschäftigt bin. Wir komponieren natürlich auch im Proberaum, aber ohne diese besondere Inspiration, glaube ich, wir könnten ewig im Proberaum hocken, ohne etwas zustande zu bringen. Geschichte hat mich schon immer sehr interessiert und ich habe eine Menge Bücher über die alte Geschichte gelesen, na klar. Aber das ist eher etwas, das ich für mich persönlich tue, einen Beruf könnte ich daraus nicht machen.

Wie gestaltet sich die Arbeit heutzutage bei euch mit dem neuen Line-Up? Gibt es einen Unterschied in der Herangehensweise beim Komponieren?

Wenn es um das Komponieren unserer Musik geht, muss ich ganz besonders herausstellen, dass Thomas hier eine sehr wichtige Rolle spielt, denn er ist derjenige, der ständig wieder diese großartigen Ideen und Riffs anschleppt. Ohne ihn denke ich, würden Kampfar schon ein wenig anders sein. Aber ja, jetzt sind wir eine richtig komplette Band. Und diesmal haben wir auch ständig alle zusammen gearbeitet, jeder hat etwas zu den Songs beigetragen. Wir haben die Songs diesmal zusammen im Proberaum komponiert und ich bin sehr glücklich wie es heute bei Kampfar läuft, jetzt wo wir eine Einheit sind, bei der jedes Mitglied die ganze Zeit bei der Sache ist.

Mir erscheint es immer so, als wäret ihr Perfektionisten, die sich lieber viel Zeit lassen beim Komponieren und immer das beste aus ihren Ideen herausholen wollen. Stimmt dieser Eindruck, oder sind Kampfar in Wahrheit viel spontaner als man denkt?

Hmm, das kann ich gar nicht genau sagen. Ich kann dir versichern, dass wir bei der Arbeit an einem Album sehr stark zusammen arbeiten, das auf jeden Fall. Nichts was wir tun, ist ohne Grund. Wenn du darauf anspielst, ob bei uns Qualität vor Quantität steht, dann muss ich zugeben, dass wir nie eine Band gewesen sind, die einen ganzen Haufen Songs schreibt, da wir einfach viel zu lange an den einzelnen Stücken arbeiten. Für Kampfar kommt definitiv die Qualität der Songs zuerst. Aber wir könnten es auch gar nicht anders machen. Es ist ziemlich schwer, diese Frage zu beantworten. Auf jeden Fall sind wir ganz bestimmt nicht eine Band, die beim Song schreiben sehr schnell ist.

Wie stark ist denn dein persönlicher Beitrag, wenn es um die Produktion und Abmischung eurer Alben geht?

Das ist klar und einfach zu beantworten: Ich bin bei Kampfar wirklich an allem beteiligt!

Ich finde, ihr habt einen einzigartigen Gitarren-Sound, man kann sofort hören, dass da Kampfar am Werk sind. Besonders beim Hören über Kopfhörer kann man viele subtile Dinge hören, die Thomas da spielt. Manchmal bei "Mørk Pest? habe ich das Gefühl, es würde ein Bläser-Ensemble spielen, obwohl es nur eine Gitarre ist. Wie macht Thomas das? Nutzt er mehrere Spuren bei den Aufnahmen, oder ist es eine bestimmte Technik?

Vielen Dank! Das ist verdammt großartig, das zu hören. Wir haben immer Wert darauf gelegt, diesen besonderen "Kampfar-Klang" zu bewahren. Das ist es, was Thomas wirklich einzigartig macht, wie ich finde. Er spielt manchmal irgendwie eine Gitarren-Spur, als wären es drei Gitarren. Ich glaube, dass ist eine Technik, die er vor einigen Jahren erlernt hat, als nur wir beide zusammen geprobt haben, und wir einen volleren Sound als nur eine Gitarre und Schlagzeug wollten, wenn du weißt, was ich meine. Kampfar sind jetzt eine vierköpfige Band, live und im Studio, und ich denke es wird in Zukunft so bleiben. Aber auf unserer letzten Tour hatten wir einen Session-Gitarrist dabei. Er ist der Kopf der Band Alverg. Er ist eine großartige Person und ein toller Musiker, ich hoffe, dass er in Zukunft auch ein paar Shows mit uns spielen wird. Aber im Moment kann ich das noch nicht genau sagen. Aber was ich jetzt schon weiß, ist, dass Kampfar immer zu viert bleiben werden, da gibt es keine Frage. Session-Musiker für Live-Auftritte, das kann schon sein, das steht auf einem anderen Blatt.

Wir haben vorhin über die verschiedenen Sounds wie Didgeridoo, Cello usw. auf früheren Alben gesprochen. Auf "Kvass" habt ihr diese Details reduziert, wie ich finde. Warum habt ihr euch dafür entschieden?

Ja, da hast du teilweise recht. Wir wollten die Produktion diesmal einfach etwas straighter und "direkt in die Fresse" haben. Das betrifft die Songs an sich ebenfalls, denke ich. Allerdings muss ich immer wieder betonen, dass es für uns wichtig ist, unseren Wurzeln treu zu bleiben und das haben wir auch auf "Kvass" getan, aber vielleicht ohne diese Elemente, die du erwähnt hast, das stimmt.

"Kvass" ist norwegisch für "scharf". Was möchtest du mit diesem Titel ausdrücken?

Es ist für mich die Essenz Kampfars im Jahr 2006. Es ist ein kraftvolles Wort und es kann in verschiedenen Zusammenhängen funktionieren. Die Schärfe der Musik, der Natur, der Worte in den Texten, Heidentum, Aberglaube, Kälte, Dunkelheit, die Art der Produktion, einfach alles. Ich denke, dieses Wort fasst einfach alles bezüglich Album, Band, Cover usw. zusammen. Ich bin überzeugt, dass dieses Wort das Album perfekt beschreibt.


Wer ist für die Naturaufnahmen auf euren Covern verantwortlich? Wird auf jedem Kampfar Album solch eine Aufnahme zu sehen sein?

Die Cover-Aufnahmen sind von professionellen Fotografen gemacht. Die Bilder im "Fra underverdenen" Booklet sind allerdings von mir. Das Bild auf "Kvass" ist von einem Freund von mir gemacht worden. Das schöne an den Bildern im "Kvass"-Booklet ist, dass es alles Aufnahmen aus unserer Heimatstadt und dessen Umgebung sind. Es ist sozusagen 100% Kampfar. Wie erwähnt, ist die Natur ein großer Teil von uns und daher wird wohl immer ein Auszug der Natur auf unseren Covern sein.

Nicht jeder beherrscht die norwegische Sprache perfekt. Vielleicht hast du Lust mal über die einzelnen Songs auf dem Album zu sprechen?

"Lyktemenn" ist ein dunkler, schauriger Titel was die Atmosphäre betrifft. Auf deutsch heißt es so etwas wie "Feuergeister", erzählt doch mal, worum es in dem Song geht.

Uhh, wo fange ich am besten an? Über dieses Thema wollte ich schon seit Jahren schreiben, aber die Musik und der Zeitpunkt hatten bisher nicht gepasst. Dieses Thema beschäftigt die nordische Geschichte schon seit der Frühzeit, es geht hauptsächlich um das Übernatürliche und den tief verwurzelten Aberglauben der Menschen. Wie man es auf deutsch beschreiben kann, weiß ich leider nicht, aber immerhin kann ich dir die Hollywood-Version erklären. Denn Tolkien hat diese Ideen aus der nordischen Geschichte entliehen und in den "Herrn der Ringe" gepackt! Du kannst "Lyktemenn" sogar in den Filmen sehen! Es ist ein Naturphänomen, was immer noch auftritt und ich habe auch persönliche Erfahrungen damit. Es sind blaue Flammen, die in der Natur vorkommen können. Unsere Vorväter glaubten, diese Erscheinungen seien die Geister der Vorfahren, daher ist es auch ein recht verstecktes Kapitel in der Geschichte, denn die Christen haben ihr Bestes gegeben, um diese Dinge zu vergessen. Im Englischen wäre es so etwas wie "Fire men", "Torch Men" oder etwas ähnliches, das verrät ein wenig darüber. Es ist aber kein bekacktes Märchen, sondern Heidentum in seiner pursten Form!

"Til Siste Mann"... bis zum letzten Mann. Hier geht es scheinbar um eine alte Schlacht?

Genau, das ist korrekt!

"Ravenheart" ist wie "Norse" in englisch verfasst. Es ist ein toller Song, der sicherlich die neue Bandhymne darstellen könnte. Worum geht es denn dort?

Danke! Das ist sozusagen der neuste Song auf dem Album, den wir noch kurz bevor wir ins Studio gegangen sind geschrieben haben. Schön, dass er dir gefällt! Wir haben zwei englische Titel, "Norse" und "Ravenheart" bisher, das ist für uns ein Weg, den Zuhörern, die kein Norwegisch beherrschen zu erklären, worum es bei Kampfar geht. Diese Songs hätten natürlich auch in Norwegisch sein können, aber für unsere nicht-norwegischen Fans haben wir uns für einen englischen Text entschieden. Ravenheart ist die Essenz von Kampfar und für den gesamten Bereich der heidnischen Black Metal-Bewegung, wenn du so willst. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, es geht nicht um Regeln und Organisation oder so was. Scheiß auf so was! Es geht um Freiheit und freies Denken unter einem gemeinsamen Banner! Aber nicht um eine bekackte Organisation oder Gruppierung. Der Song beschreibt freies, heidnisches Denken und das Erreichen eigener, wahrer Ziele für einen selbst.... Follow the ravenheart!

O.K., bei "Ildverden" ist es etwas einfacher. Es geht sicherlich um Ragnarök. Die Passage, in der Surtr seine Flammen über die Erde schickt und alles durch die Flammen gereinigt wird. Richtig?

Yeah! Das hast du genau richtig erkannt!

Was bedeutet dir denn die Erzählung von Ragnarök? Denkst du unsere Vorväter hatten so etwas wie eine Vorhersehung, dass so etwas im übertragenen Sinne mal tatsächlich passieren könnte? Was denkst du, sollen diese Erzählungen uns mitteilen?

Nun, diese Erzählung wirkt auf mich sehr realistisch und ich glaube, dass die alten heidnischen Mythen immer in der einen oder anderen Weise Gültigkeit hatten und haben werden. Ich glaube natürlich nicht wirklich, dass Surtr kommen wird und die heidnischen Götter sich alle offenbaren werden, aber als Metapher hat Ragnarök etwas sehr reales, sogar im Jahr 2006. Die Menschheit ist dazu verdammt, sich selbst und die ganze Welt zu zerstören. Ich glaube ohne Zweifel daran, dass die Menschen sich durch Hass, Religion und Krieg selbst vernichten werden. Wenn du mich fragst, hat es bereits angefangen. Es ist unsere Bestimmung, wenn du so willst. Ragnarök wird auf jeden Fall kommen!

"Hat Og Avind" ist schwer zu übersetzen, "Avind" scheint ein altes Wort zu sein, ich konnte da keine Übersetzung finden.

Nun, das ist ein altertümliches Wort aus der nordischen Geschichte, also ist es kein Wunder, dass du keine Übersetzung gefunden hast. Ich denke mal, sogar der Großteil der Norweger würde dieses Wort nicht verstehen. Das Ganze ist pure pagane, nordische Geschichte! Die Worte stammen von dem letzten Fluch einer Hexe, der geschichtlich bekannt ist, bevor sie verbrannt wurde. Ich weiß allerdings noch nicht einmal ein englisches Wort dafür, um ehrlich zu sein. Aber sicherlich kannst du dafür so etwas wie "Speien", "Gift und Galle" und auch eine besondere Art von Hass sagen. Eigentlich nur ein anderer Ausdruck für "Hass" in Wirklichkeit.

Wenn man "Gaman Av Droemmer" übersetzt, bekommt man etwas das Gefühl, man könne im Geiste über nordische Berge und Wälder schweben. War das ein Gefühl, dass ihr ausdrücken wolltet?

Das ist verdammt großartig, wie du das beschreibst, denn du hast es nahezu 100% richtig verstanden! Das Fliegen über die majestätischen Landschaften ist ein wesentlicher Punkt hierbei. Das war das, was wir in dem Song hauptsächlich ausdrücken wollten, ja! Aber auch hier hast du ein ungewöhnliches, norwegisches Wort, zu dem mich sogar viele Norweger gefragt haben, was die Bedeutung davon ist. Obwohl es eigentlich gar kein so "altes" Wort ist, wurde die Bedeutung scheinbar über die Zeit hinweg vergessen. "Gaman" ist ein Wort mit tieferer Bedeutung. Wenn du sagst, jemand hat ein "Gaman" in seinen Träumen, dann ist es eine Art Vorhersehung, bzw. ein Traum, der sich bewahrheiten wird. Also geht es auch darum in dem Song. Eine Vorhersehung wie die Natur einst war und wieder sein wird, falls ich mich da richtig ausdrücken kann. Es geht um die natürliche Evolution und das Armageddon der Menschheit.

Was ist denn dein persönlicher Favorit auf "Kvass"?

Nun, als Musiker, der diese Songs geschrieben hat, ist das echt schwer zu sagen. Für mich bedeutet jeder einzelne Song etwas spezielles und jedes Thema ist persönlich bedeutsam für mich. Aber wenn ich unbedingt muss, würde ich sagen "Ravenheart" und "Lyktemenn" sind noch einmal etwas sehr besonderes für mich, was sowohl Texte als auch die Melodien an sich betrifft.


In unserer Zeit geht es ja eigentlich nur noch um Konsum und Selbstsucht. Wünschst du denn manchmal, du könntest in der Zeit zurück reisen? In die Zeit des Aberglaubens, als die Menschen spiritueller gelebt haben und die Kräfte der Natur fürchteten? Es geht ja meist nicht mehr darum, wirklich zu "leben", als vielmehr "sein Leben irgendwie zu bestreiten".

Ja, da stimme ich dir vollkommen zu! Aber dann muss man natürlich sagen, dass es nicht möglich ist, einfach nur in der Zeit zurück zu reisen, wenn du all das Wissen aus der heutigen Zeit hast. Aber selbstverständlich ist es eh nur ein unrealistischer Gedanke, der eh niemals wahr werden könnte, also... Nun ja, ich muss aber auch sagen, obwohl wir natürlich viel Erfahrung und Wissen in unserer modernen Gesellschaft erworben haben, haben wir auf dem Weg doch auch viel verloren! Und der spirituelle Aberglaube und die Selbsterkenntnis ist etwas, dass die meisten heute nicht mehr beschäftigt.

Denkst du denn Kampfar können mit ihrer Musik und ihren Texten etwas bewirken?

Nun ja, lass uns hoffen?

Wie kann man denn den Glauben bei Kampfar beschreiben. Du glaubst nicht in dem Sinne an heidnische Götter, das sagtest du bereits, glaubst du an die Natur als eine übermächtige Gottheit?

Ich glaube definitiv nicht an heidnische Götter als Personen! Aber sie sind eine Art Wegweiser in den nordischen Mythen und sie bieten einem aufgeschlossen denkenden Menschen eine Menge, womit sich die Auseinandersetzung lohnt. Ich glaube tatsächlich an die mächtige Kraft der Natur. Aber ich bin kein Trottel, der daran glaubt, dass überall Trolle und Elfen rumhüpfen. Es geht mehr um die Selbsterkenntnis und den Respekt gegenüber der Natur. Es gibt da in der Tat starke Kräfte mit tiefen Wurzeln!

Ihr habt eure Wurzeln in der Black Metal Szene. Fühlst du dich dieser Szene denn heute noch verbunden? Heute wird ja propagiert, dass TNBM vor allem Anti-Life und Anti-Human sein soll. Kampfar passt für mich dort nicht so ganz rein, da ihr irgendwie trotz eurer dunklen Themen eine positive Attitüde habt. Ich würde behaupten, Kampfar sind im wesentlichen zwar gegen die moderne Menschheit eingestellt, aber dennoch eine Pro-Life Band? Wie würdest du deine spirituelle Entwicklung beschreiben, wenn du heute auf 1994 zurückblickst?

Tja, ich bin jetzt einige Jahre in dieser so genannten Metal-Szene unterwegs, das ist richtig! Wenn ich an die Mock-Periode (die Vorgängerband von Kampfar ? die Red.) 90-94 zurück denke, muss ich sagen, dass es eine tolle Zeit war, was die Brüderlichkeit innerhalb der Band usw. anging. Aber die Zeit war auch hart, die Jagd der Polizei auf Black Metal Musiker, das Durchsuchen meiner Briefe usw. Das Leben war nicht ganz einfach zu dieser Zeit. Aber meine persönliche Entwicklung und mein Glaube an diese Art von Musik hat das sehr beeinflusst. Es hat mich gewissermaßen stärker gemacht. Mock und Kampfar haben dieselbe Art von grundlegenden Ideen in der Musik und den Texten. Aber für mich ist Kampfar einfach noch ehrlicher. Die Idee für Kampfar hatte ich bereits vor der Zeit von Mock. Aber sie wurde erst mit der Auflösung der Band in die Tat umgesetzt, da ich vorher viel Arbeit mit Mock hatte. Ansonsten sind wir nicht wirklich einfach nur eine Black Metal Band. Wir sind außerdem pagan as hell! Daher nannte ich '94 unsere Musik "Norse Pagan Folklore Metal", was immer noch die beste Beschreibung ist. Kampfar waren niemals politisch oder Anti-Human, das ist richtig. Wenn du diese Sache meinst, kannst du uns sicher nicht zu der "evil Anti-Human" norwegischen Black Metal Szene hinzuzählen. Aber meine Wurzeln liegen natürlich dennoch hier. Ich will damit sagen, dass ich ja immerhin seit '91 zur Black Metal Bewegung gehöre. Also habe ich hier natürlich viele Freunde und Brüder im Geiste in der norwegischen Szene. Ich muss aber auch sagen, dass ich definitiv meine Feinde hier habe. Das ist diese Art von Leuten, die so tun, als seien sie deine Freunde und wenn du ihnen den Rücken zuwendest, labern sie sofort so viel Scheiße wie möglich über mich und Kampfar. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum ich der Szene nicht mehr soviel Aufmerksamkeit widme. Es geht meist nur noch um Eifersucht und es wird zu viel Scheiße herum geworfen, um die Sache interessant zu halten. Aber na klar, es gibt auch Bands die die Fahne immer noch hochhalten. Aber es sind nicht mehr viele Bands, wenn du mich fragst. Eine mystische Aura... das ist etwas, was die meisten Bands heutzutage vergessen, denke ich. Für mich ist das essentiell. Dunkle, schwarze Musik sollte meiner Ansicht nach mehr als einfach nur brutal sein. Zumindest betrifft das mich und Kampfar. Aber auch da muss ich sagen... das ist natürlich nur das, wofür ich lebe, wenn es um das Erschaffen von Musik geht, was andere tun? nun, dafür interessiere ich mich nicht wirklich.
Die Metal-Szene in Norwegen hat sich seit den frühen 90ern tatsächlich verändert. Die Szene hier war jedoch niemals sehr offen. Es macht mich krank, wenn ich diese Fucker höre, die die frühen Black Metal-Zeiten mit großen Worten glorifizieren, auch wenn die meisten von ihnen sie gar nicht miterlebt haben. Da gab es nicht diese tolle, große Bruderschaft in der Szene, womit da manche prahlen. Für mich erschien es damals eher wie das genaue Gegenteil. Viele prahlen gern mit dieser Zeit und reden über den "Black Circle" und so etwas. Auf einer Seite war es vielleicht wirklich so, dass die wahren Werte damals präsenter waren, das stimmt schon, aber ich finde, damals gab es sogar noch mehr Eifersucht und trendige Mitläufer als heute! Leute, die eine Meinung vertreten haben, weil es gerade die "richtige" Meinung war, weil es gerade "Gesetz" war, falls du weißt, was ich meine. Was das betrifft, kann ich die Szene heute sogar ernster nehmen. Aber sie ist natürlich auch ein zweiköpfiges Monster. Die Szene heute ist nämlich gleichzeitig auch lausiger und erbärmlicher, wenn du so willst. Ich kann es eigentlich selbst nicht genau sagen, um ehrlich zu sein. Aber das ist auch der Grund warum ich so verdammt müde bin, diesen Pissern zuzuhören, wie sie die alte Zeit benutzen, um ihre Band in den Medien nach vorne zu pushen. Das macht mich wirklich total krank!

Ein Markenzeichen von euch ist, dass du immer mit freiem Oberkörper auftrittst. Willst du damit nur Mädels aufreißen, oder ist da eine Bedeutung dahinter. In Bitterfeld war es doch zum Beispiel arschkalt?! Wann hast du die Entscheidung getroffen, Kampfar auf deinen Bauch zu tätowieren?

(lacht) Nun, der Grund ist definitiv nicht, Weiber aufzureißen, das ist sicher (lacht). Du wirst nie erleben, dass ich mit Kampfar live auftrete und irgendein Band-T-Shirt anhabe oder so. Das wahre natürliche Feeling würde für mich verloren gehen. Es ist für mich eine sehr natürliche Art aufzutreten und auch ein spezielles Feeling, daher passt es sehr gut zu Kampfar! Manchmal ist es natürlich scheiße kalt, wie in Bitterfeld, aber dann musst du eben härter und entschlossener auftreten, um den Körper warm zu halten, da ist also nichts schlechtes dabei! (lacht)
Was das Tattoo betrifft, habe ich das sicherlich nicht Rob Flynn (Machine Head ? die Red.) nachgemacht, das ist sicher (lacht). Ich bin das auch schon von anderen Magazinen gefragt worden und habe immer gesagt: Es gibt zwei Dinge, die man sich nie tätowieren lassen sollte, den Namen eines Mädchens und den Namen einer Band! Aber was mich betrifft, so habe ich das immer noch nicht getan, denn Kampfar ist für mich nicht nur einfach eine Band, sondern so viel mehr. Es ist mein Leben, Philosophie, Wotan oder Odin. Kampfar bin ich, zu 100%, das ist das Wichtigste bei diesem Tattoo. Die Idee dazu hatte ich schon viele Jahre, aber 2004, zum 10-jährigen Jubiläum der Band, habe ich es dann erst wahr gemacht.

Hast du auch den Eindruck, dass auf Konzerten immer weniger Besucher erscheinen? Ist die Szene irgendwie konzertmüde? Lohnt es sich denn den langen Weg von Norwegen zu kommen, um vor 30 Nasen aufzutreten?

Für mich sind Live-Konzerte das, wofür ich lebe. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich es schätze, dass ich reisen kann und all die Leute treffe, unter ihnen welche, die viele viele Stunden gereist sind, um uns zu sehen. Das ist einfach ehrlicher und realer als andere Dinge. Da macht es für mich keinen Unterschied, ob es 30 oder 1000 Leute sind. Für diese Leute ist es eine wichtige Sache, also sollte es das für mich auch sein. Aber leider muss ich dir auch ein wenig zustimmen, dass die Leute etwas fauler werden und die Couch und das Fernsehen bevorzugen. Aber das ist kein spezielles Metal-Problem, denke ich. Das ist einfach generell, wie sich die moderne Gesellschaft entwickelt.

Was mich schon immer interessiert hat: Wie schaffst du es, diese extreme Black Metal Stimme zu machen? Wie bekommst du es hin, dass deine Stimmbänder keinen Schaden nehmen? Ich bin immer etwas überrascht, wie leicht es auf der Bühne aussieht, wenn Black Metal-Sänger so extrem singen.

Vielen Dank! Nun das Geheimnis dabei (zumindest für mich) ist üben, üben und nochmals üben bis du blutest (lacht). Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, deinen Bauch zu benutzen und du brauchst die richtige Atemtechnik, sonst wäre deine Stimme wirklich nach ein paar Songs bereits völlig ramponiert.

Was können wir von Kampfar in Zukunft erwarten? Weißt du bereits, wie ihr auf dem nächsten Album klingen werdet?

Wir werden uns nun darauf konzentrieren, viel zu proben und (zumindest für Kampfar-Verhältnisse) schnell mit neuen Songs und Aufnahmen zurande zu kommen. Ich kann dir versichern, dass es nicht wieder sieben Jahre dauern wird, bis ihr wieder etwas von uns hören werdet! Das ist 100% sicher! Wir sind wieder voll da und diesmal werden wir die Sache nicht wieder so leichtfertig aus der Hand geben. Wenn du wissen willst, wie die Musik klingen wird, kann ich dir das leider nicht sagen. Ich kann aber versprechen, dass wir unseren Wurzeln treu bleiben und uns niemals für irgendjemanden verbiegen werden! Das versichere ich!

Nun das war es dann von mir. Danke, dass du so ausführlich zu unseren Fragen Stellung genommen hast. Irgendwelche letzten Worte?

Tausend Dank für die Unterstützung und das Interesse an Kampfar. Das wissen wir wirklich zu schätzen! Keep the banner high!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Sascha



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