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Rückblende zum Headbangers Open Air 2003. Am Freitagmorgen lernte ich ein paar junge, alkoholisierte Party Animals aus Norddeutschland kennen, die die ganze Nacht durchgefeiert hatten und mir voller Stolz von ihrer Band erzählten. Au Backe. Eine erste Hörprobe des Demos war allerdings sehr vielversprechend, und ich merkte mir den Namen der Band. Dead Memories aus den endless glorious ancient plains of Niedersachsen, auf diesem Namen bestanden sie?oder war das am Ende doch meine Idee, nachdem ihre CDs eventuell doch einmal zu oft in meinem Player liefen? Egal, die Band verdient es, hier vorgestellt zu werden, also setzte ich mich drei Jahre nach unserem ersten Treffen am selben Ort mit Gitarrist Christoph Ramke vors Zelt und entlockte dem Meister einige Geheimnisse der Dead Memories-Geschichte.


Fangen wir mal mit der Standardfrage an: stell uns doch bitte mal die Band vor.

C: Ja?Dead Memories aus Niedersachsen. Bremen, Osnabrück, Oldenburg, aus dem Dreieck kommen wir her. Seit 2003 machen wir Musik, angefangen haben wir eigentlich als Projekt. Wir haben uns einfach zum proben getroffen und 2003 just for fun ein Demo aufgenommen, "Between hate and harmony". Damals waren wir nur zu dritt ? Fabian, Daniel Oppermann und ich, aber wir haben uns relativ schnell entschlossen, eine richtige Band draus zu machen, wir haben einen Bassisten an Bord geholt, hier den Thomas (zeigt auf den Viersaitenmann), den kenne ich schon seit meiner Kindheit. Und einen zweiten Sänger, Stephan Mann, und einen Schlagzeuger, Patrick Kohl, der eigentlich mehr aus der Punkecke kam?weswegen wir ihn auch relativ fix wieder gekickt haben und jetzt einen neuen Drummer am Start haben, Ingo Neugebauer. Und einen neuen Sänger haben wir auch, weil der eine weggehen mußte, er mußte nach Braunschweig zum studieren, hat keine Zeit mehr gehabt, der neue heißt Malte Struckmann. Wir haben dann mit der alten Besetzung auch ein neues Album aufgenommen, wobei die ganze Produktionsphase ziemlich lange gedauert hat wegen ? ich mach?s kurz ? beruflichen Gründen. Das Album heißt "Drowning", zehn Songs sind drauf, 40 Minuten Musik, vom Riffing her geht?s in die traditionelle Metalrichtung, kombiniert mit Death Metal-Vocals, schöne Melodien drüber?das ist bisher die Band.

War das ganze als Projekt geplant oder stand da von Anfang an die Idee im Raum, daß Dead Memories mal eine echte Band werden sollten?

C: Das war von Anfang an eigentlich nur just for fun. Wir hatten nach dem Abi gerade freie Zeit, haben uns öfters zu dritt im Proberaum verschanzt und irgendwie eigene Songs geschrieben und ausprobiert und auch relativ schnell mit dem Computer mitgeschnitten. Einfach veröffentlicht und mal die Reaktionen abgewartet. Die waren relativ positiv und wir haben beschlossen, daß man da mehr draus machen kann. Und mittlerweile sind wir doppelt so viele Leute, sechs Leute.


Eure Stilrichtung kann man im groben als Melodic Death bezeichnen, würde ich sagen ? kannst du damit leben?

C: Naja, Melodic Death?das Problem ist, wenn man diesen Begriff verwendet, kommen immer gleich die ganzen Death Metaller an und sagen, das ist viel zu lasche Musik. Ich würde es eher als traditionellen Metal bezeichnen, mit Death Metal-Vocals und Thrash-Elementen. Obwohl es mit dem neuen Schlagzeuger auch deutlich in die härtere Richtung gehen wird, der kommt halt aus dem härteren Bereich, und in den neuen Songs sind schon einige Blastpassagen drin. Aber Melodic Death Metal?ja man muß ja irgendein Schlagwort haben, somit könnte ich damit leben.

Hat sich das von der Stilrichtung her so entwickelt, oder war das das, was ihr von vornherein machen wolltet?

C: Es kam einfach so. Der Sänger hat von Anfang an gekreischt, und ich habe die Riffs geschrieben, und die waren traditionell, weil ich sowas nun mal viel höre. Das hat sich so entwickelt. Wir haben uns nicht gesagt, daß wir so klingen wollen, aber es hat sich so entwickelt.

Ihr habt jetzt ja schon zwei CDs veröffentlicht, und die Reaktionen darauf waren, wie du gesagt hast, auch recht gut. Aber wie sieht?s denn bei euch an der Livefront aus?

C: Wir spielen nicht häufig live, das hält sich in Grenzen?ich würde sagen, ein Gig in zwei Monaten. Aber bisher spielen wir halt nur bei uns im Norden, in Niedersachsen und Umgebung. Wir sind noch nicht weit hinausgekommen, aber vielleicht ergibt sich ja etwas mit der neuen CD, die wir auch viel verschickt haben.

Mit was für einer Band würdet ihr denn gerne mal touren? Maiden und Slayer mal ausgenommen.

C: Hm?Elvenpath (lacht). Nee im Ernst, wir freuen uns über jede Band, mit der wir spielen können.

Gut, dann machen wir eine Co-Headlinertour, dann kommen bestimmt 20 Leute pro Abend.

C: Paßt das stilistisch zusammen? Hm, könnte man ausprobieren?he Stoppel, gibt?s eine Band, mit der wir unbedingt mal touren wollen? Hm?fällt mir auch nichts ein?alle Bands!

Auf welchem Festival würdet ihr gerne mal spielen wollen?

C: Na hier! Auf'm Headbangers, das wäre schon cool. Die haben ja ab und zu auch mal das eine oder andere heftigere Zeugs, Thrashsachen sind ja dabei, Desaster waren ja auch mal hier. Also hier wäre es schon sehr cool zu spielen, eine Band mit Death Metal-Vocals mal als Farbtupfer zwischen den ganzen Power Metal-Bands. Ansonsten sind so kleinere Festivals immer gut. Beim Thrash Till Death haben wir uns auch beworben, aber die haben uns bislang irgendwie keine Antwort geschickt.

Was habt ihr denn für Ziele mit der Band? Ihr seid ja alle noch ziemlich jung und habt quasi noch das ganze Leben vor euch.

C: Wenn ich so weitermache nicht (lacht). Ziele? Darüber habe ich mir eigentlich noch keine Gedanken gemacht. Wir nehmen jetzt noch eine weitere CD auf, ein kleines Demo mit drei Songs, das verschenken wir und schicken es rum, wir werden es auch gratis zum Download auf die Homepage stellen, damit viele Leute auf uns aufmerksam werden. In naher Zukunft könnten wir mit diesem Material vielleicht sogar einen kleinen Deal kriegen. Ich denke, das ist realistisch. Und dann ein bißchen mehr live spielen, auch außerhalb Niedersachsens.

Habt ihr euch mit "Drowning" denn schon bei Labels beworben?

C: Nein, wir haben es nur an Magazine und Fanzines geschickt. Labels werden wir dann erst mit dem neuen Material ansprechen, weil das auch aktueller ist, die Besetzung hat ja auch gewechselt.

Kannst du mir eine besonders coole oder bescheuerte Anekdote erzählen, die mal bei einem Konzert von euch passiert ist?

C: Wir haben komischerweise das Problem, daß immer irgendwas kaputtgeht. Die Fußmaschine vom Schlagzeug ging kaputt, bei meiner Gitarre waren neulich auch die Potis am Arsch, Kabel fliegen immer irgendwie herum?aber eine richtig lustige Anekdote?nein da wüßte ich jetzt nichts.

Sind eure Konzerte so langweilig?

C: Nee, die sind halt sehr Metal! Da lacht man nicht (allgemeines unmetallisches Gelächter). Aber doch, als wir vor zwei Wochen in Cloppenburg gespielt haben, da war der Laden direkt neben einem Sexshop. Und da kamen zwei brandheiße Tussen raus, mit dicken Einkaufstüten. Unser Schlagzeuger ging hin und sagte, was habt ihr denn da eingekauft? Und die zog eine richtig fette Lederpeitsche raus (lacht)! Das war beim letzten Konzert, und das war schon ziemlich lustig?

Wie sieht denn die Szene bei euch in der Ecke aus? Gibt?s da noch andere Bands außer Dead Memories, die man kennen sollte?

C: Unser Schlagzeuger spielt noch in zwei Grindcore-Bands, das geht in die ganz heftige Richtung, die heißen Fetocide und Ripped To Shreds. Und in unserer Gegend, wir kommen ja vom Land?Aberration und Chronicle Of Tyrants könnte man noch nennen. Fallen Saints, die spielen auch melodischen Death Metal. Power Metal gibt?s eigentlich wenig bei uns. Zählst du Osnabrück denn auch noch zu unserer Gegend? Da gibt?s eine Menge.

Keine Ahnung, mit norddeutscher Geographie kenne ich mich als Mensch aus dem Schwobaländle nicht so aus?

C: Ja in Osnabrück gibt?s auf jeden Fall einige Bands. Xiron, die sind richtig gut, aber der Drummer ist anscheinend draußen?hab ich gehört, aber ich will jetzt hier keine Gerüchte verbreiten.

Wenn du das Kingdom of Metal regieren könntest, welche drei Gesetze würdest du zuerst erlassen?

C: (lacht lauthals) Alle Keyboards verbrennen! Äh?keine Ahnung, ich bin immer so unkreativ. Soll ich jetzt mal richtig Metal sein oder was?

Keine Ahnung ob du Metal bist, das wird sich zeigen.

C: Ähm?alle Keyboards verbrennen eben?Kuttenpflicht?obwohl, klingt zu uniformiert, ne? Aber bei allen Konzerten Eintrittsermäßigung, wenn man eine Kutte anhat! Das machen schon einige Bands, finde ich sehr cool. Und?Alcopops würde ich verbieten. Das deutsche Reinheitsgebot ist mir ganz wichtig.

Das ist sehr wichtig beim Kingdom of Metal.

C: Ja, Bier gehört zum Metal. Sehr wichtig!

Was hast du gerade in der Hand?

C: Öh, naja?eine Flasche Wasser (lacht). Weil es eben früh morgens ist?


Wie Metal würdest du dich denn jetzt auf einer Skala von 1 bis 10 einstufen? 1 = Skylark, 10 = Eternal Glory?

C: Hey, die kennt noch jemand!

Ich hab sogar das Demo. Weißt du eigentlich, was der Steel Commander heute macht?

C: Ich hab gehört, daß er eine Glatze hat und Hardcore hört?

?und er singt in einer Nu Metal-Band.

C: Nein!!!! Oh mein Gott, der Typ ist ja völlig fertig (lacht). Na gut, wie Metal bin ich denn nun? Ich würde sagen?8. Oder nein, 10. Ich bin voll Metal! Ich höre Metal jetzt seit 1995, zehn bis elf Jahre?ich weiß nicht, wie lange bist du dabei?

Ein ganzes Stück länger, aber ich bin ja auch ein bißchen älter.

C: Ja genau, also 10! Metal! 10,0!

Okay, ich gebe dir jetzt noch ein paar Stichworte, und du mußt dich für eins entscheiden?Maiden oder Priest?

C: Maiden. Ich finde die Gitarrenarbeit bei Maiden besser und interessanter. Bei "Painkiller" sieht?s zwar anders aus, aber die alten Priest-Sachen?die sind gut, aber Maiden finde ich besser.

Becks oder Jever?

C: Becks, weil das aus Bremen kommt und besser schmeckt. Auf der ganzen Welt bekannt, ich mag?s.

Dark Tranquillity oder In Flames?

C: Ich muß ehrlich sagen, daß ich beides wenig höre, aber ich würde sagen In Flames. Alte In Flames sind schon cool, die neuen sind scheiße. Sehr scheiße, nicht Metal!

Headbangers Open Air oder Keep It True?

C: Ich muß sagen, ich war noch nie auf dem Keep It True.

Ich würde sagen, du bist keinesfalls ?ne 10!

C: Ich bin noch nie hingekommen, aber ich werde demnächst mal mit ?nem Kommilitonen hinfahren. Deswegen würde ich sagen Headbangers, weil ich hier schon das fünfte Jahr bin, hier gefällt?s mir. Aber ich habe halt keine Vergleichsmöglichkeit, obwohl ich mir immer gerne die ganz kleinen Bands anschaue.

Hellion Records oder Remedy Records?

C: Hm?Hellion. Ich finde, die haben eine sehr gute Auswahl, schöne Reviews vom Sir Lord Doom, die sind im Katalog immer sehr interessant durchzulesen?die haben auch Eigenproduktionen, Importe, es ist immer was interessantes dabei. Ein wirklich guter Laden.

Maiden-Tourbus oder Jürgen Hegewalds Porsche?

C: (lacht) Maiden-Tourbus?ich kenne aber den Porsche nicht. Der fährt echt ?nen Porsche? Dekadent?und überhaupt nicht Metal.

Zum Schluß will ich noch deine fünf Lieblingsalben aller Zeiten wissen.

C: Priest ? "Painkiller"! Das kommt immer ganz am Anfang. Der Rest wechselt immer mal, aber wir haben gestern zum Beispiel Hexx ? "Under the spell" mal wieder gehört, und wir haben gemerkt, daß das ein richtig geiles Album ist. Richtig geil. Beim Doom auf jeden Fall Solstice ? "New dark age", das ist eine der besten Doomplatten überhaupt, finde ich. Und sonst?da gibt?s so viele?Whiplash ? "Power and pain", das ist was aus dem Thrash-Sektor. Und dann muß noch irgendeine Thrashplatte rein?Forbidden ? "Forbidden evil", auch sehr cool. Oder nein, ich nehme statt dessen Manowar! Alles mit Ross The Boss.

Gut, hiermit wirst du wieder auf 10 aufgewertet, herzlichen Glückwunsch und vielen Dank fürs Interview.

C: Bitte und vielen Dank auch für das Interesse.


Vorbereitung, Durchführung, Übersetzung aus dem Niedersächsischen und Bearbeitung: Till



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