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Freunden des Pagan Metals sind Taunusheim wahrscheinlich schon länger ein Begriff. Die Band aus Oberursel konnte in der zweiten Hälfte der 90er Jahre mit insgesamt drei Demotapes auf sich aufmerksam machen. Danach herrschte jedoch Funkstille im Taunuswald. Konzerte gab es ebensowenig wie eine neue Veröffentlichung. Nicht wenige wähnten die Band bereits zu Grabe getragen, doch mit der 2005 erschienenen CD "Nebelkämpfe" meldete sich das Trio eindrucksvoll zurück. Grund genug, den Gebrüdern Kuntz ein wenig auf den Zahn zu fühlen, und Patrick und Erik hatten in der Tat einiges zu erzählen.


Weshalb die lange Pause zwischen den Demos und "Nebelkämpfe"? Sieben Jahre ist man sonst nicht mal von Metallica gewohnt...

Patrick: Zum einen haben wir alle Jobs, dann waren wir noch mit anderen Projekten beschäftigt, wie z.B. Ilona mit Carved in Stone oder ich mit meinem Label und so gingen sieben Jahre im Fluge vorbei. Aber es kamen auch noch einige private Dinge hinzu, dass es einfach nicht so schnell klappte mit einer neuen Veröffentlichung. Aber ich denke im nachhinein hat sich das lange Warten gelohnt.


Der qualitative Sprung von den Frühwerken zur CD ist enorm, außerdem seid ihr wesentlich hymnischer und epischer geworden. Welche Bands haben euch beim Komponieren beeinflußt?

Patrick: Ich glaube nicht wirklich, dass uns Bands direkt beeinflusst haben. Wir drei hören sicherlich viel Musik, aber Taunusheim haben schon immer einen eigenen Stil und daher denke ich nicht, dass uns Bands wirklich beeinflusst haben.

Findet Ihr es wichtig, daß Pagan Metal hymnisch klingt? Oder sollte derartige Musik eher brutal klingen, um die barbarische Vergangenheit entsprechend umzusetzen?

Patrick: Im Endeffekt kann jeder seine eigene Art Pagan-Metal spielen, wie er sich das vorstellt ? solange die Texte in diese Richtung gehen. Ich persönlich möchte aber lieber einen eher hymnischen Pagan-Metal spielen, da ich diese Art von Pagan-Metal sehr mag.

Für eine siebenjährige Wartezeit ist "Nebelkämpfe" dennoch recht kurz ausgefallen. Gibt es noch unveröffentlichtes oder bereits neues Songmaterial? Für wann plant ihr die nächste Veröffentlichung?

Erik: Wir haben erst einige Jahre nach dem letzten Demo Tape von 1998 mit der Arbeit für das "Nebelkämpfe" Album begonnen. Wir haben also keine sieben Jahre für 33 Minuten Songmaterial benötigt. Ich gebe dir natürlich Recht, dass das Album etwas zu kurz ausgefallen ist und das soll beim nächsten Album definitiv anders werden.
Unveröffentlichte Songs gibt es keine, jedoch sind wir schon an der Arbeit für das zweite Album. Wir können aber leider noch keinen Termin für die nächste Veröffentlichung nennen. Ich gehe aber davon aus, dass wir in 2007 die zweite CD präsentieren können.

Wäre es nicht auch mal an der Zeit, Taunusheim live auf die Bühne zu bringen?

Patrick: Wenn man nach der Zeit fragt, dann sicherlich. Wir hatten auch genug Angebote gehabt und bekommen noch immer welche. Allerdings sind wir durch unsere Jobs und andere Projekte / Tätigkeiten zeitlich einfach nicht in der Lage, ordentlich dafür zu proben und so halbe Auftritte kommen bei uns absolut nicht in Frage. Die Sache ist nicht ganz aus der Welt, aber momentan einfach nicht umsetzbar.

Wie sähe denn ein Konzert von euch aus? Eher reduziert auf die Musik oder mit einer ordentlichen Show mit Requisiten und kämpfenden Kriegern?

Patrick: Wir würden das volle Programm bieten wollen. Also von der Gewandung bis zur "Show" selbst sollte alles passen. Nur die Musik runterzuspielen käme für uns nicht in Frage. Wir stehen 100% hinter unserer Musik und den Texten und bei der richtigen Bühne sind dem ganzen wenig Grenzen gesetzt, um ein abgefahrenes Konzert abzuliefern.

Wollt ihr eigentlich einen festen Schlagzeuger in der Band haben, oder werdet ihr euch weiterhin mit Sessionmusikern behelfen?

Patrick: Wir hätten nichts gegen einen festen Schlagzeuger. Da wir zur Zeit auch nicht proben, wegen der geringen freien Zeit, macht es halt momentan wenig Sinn jemanden fest in die Band zu holen, der dann da hockt und darauf wartet bis wir endlich unsere Ärsche erheben, um uns für die Proben zu treffen. Aber auch da kann sich sicherlich noch was ändern.

Müßte Pagan Metal aus dem Taunus nicht eigentlich auch hessische Texte beinhalten?

Patrick: Müssen nicht, aber könnte. Wir beschränken uns momentan "nur" auf den Taunus, die nordische Mythologie und Dinge, die uns in dieser Hinsicht beschäftigen, aber wir wollen ja noch viele Songs komponieren und da wird sicherlich noch viel Textmaterial benötigt werden und von daher lasst Euch überraschen.


Patrick

Der Viking/Pagan Metal hat in letzter Zeit einen großen Boom erfahren. Ist das ein Vorteil für euch oder fürchtet ihr, evtl. in der Masse unterzugehen?

Patrick: Viking/Pagan-Metal ist momentan wirklich sehr angesagt, daher haben natürlich all diese Bands zur Zeit etwas davon. Ich denke nicht, dass Taunusheim in dieser Masse untergehen werden, da Taunusheim schon gut 10 Jahre dabei sind und viele die Band schon lange kennen.

Welche Bands seht ihr als die derzeit wichtigsten und besten in diesem Stil an?

Patrick: Also für ausgesprochen wichtig halte ich keine Band. Jede oder jeder wird seine eigene Meinung dazu haben, von daher kann ich nur von mir sprechen, welche Bands ich sehr gerne höre und auch in der Pagan Szene schätze und das sind Bands wie Menhir und XIV Dark Centuries aus Deutschland. Aber es gibt natürlich noch ein paar weitere gute Bands.

Odroerir haben sich tatsächlich an die Aufgabe gemacht, die Edda zu vertonen. Könntet ihr euch ein ähnlich großes Projekt vorstellen?

Erik: Ich habe keine Probleme an großen Projekten zu arbeiten, allerdings die Edda zu vertonen würde mir im Traum nicht einfallen. Das hat viele Gründe. Ich für meinen Teil schreibe gerne meine eigenen Texte, um meine Meinung und Gefühle auszudrücken. Das geht in meinen Augen nun mal am besten mit den eigenen Worten. Dass die Edda für vieler meiner Gefühle "verantwortlich" ist und auch ab und an in meinen Texten einbezogen wird, ist klar, deswegen habe ich aber noch nicht vor ein Hörspiel daraus machen.

Ihr seid wahrscheinlich die einzige Band, die sich ihrer Herkunft aus dem Taunus rühmt. Was habt ihr damit bislang für Reaktionen erzielt?

Patrick: Soweit ich mich erinnern kann fast nur gute, was dieses Thema angeht. Viele freuen sich halt, dass es auch eine Band aus dem Taunus gibt, die diese Region in der Metal Szene vertritt. Und natürlich wollen auch alle, dass wir Konzerte im Taunus geben.

Gibt es auch Reaktionen aus dem Ausland, wo der Taunus wahrscheinlich nahezu unbekannt ist?

Patrick: Du glaubst gar nicht wie vielen Leuten im Ausland der Taunus schon ein Begriff ist. Sicherlich fragen immer wieder Leute nach genaueren Infos, aber ob jetzt in Finnland, Mexiko, Kanada, Australien, Japan, Russland, Norwegen, USA... Viele kennen jetzt den Taunus und viele wollen unbedingt bei einem Deutschland-Besuch den Taunus kennenlernen. Da dürfte man in Zukunft mit einem gewissen Besucherandrang rechnen dürfen. :-)

Kennt ihr eigentlich die Band Schwarzwaldheiden? Auch diese zeigt gerne, daß sie aus einem deutschen Mittelgebirge kommt. Wäre da eventuell eine gemeinsame Tour drin?

Patrick: Nein die Band sagt mir jetzt nichts. Zum Thema Konzerte oder Tour habe ich ja schon gesagt, warum es zur Zeit allgemein nichts wird.

Ilona hat mit ihrem Soloprojekt Carved In Stone einen überraschend großen Erfolg feiern können. Hat sich das für Taunusheim eher positiv ausgewirkt, oder hat es das Wirken der Band eher überschattet?

Patrick: Überraschend? Als ich das erste mal Ilona singen hörte und sie dazu Gitarre spielte wusste ich, dass muss einfach vielen gefallen und daher wäre es eher enttäuschend gewesen, wenn sie nicht dieses enorme positive Feedback bekommen hätte. Ilona ist eine sehr talentierte Musikerin. Bei all ihren Aufnahmen die ich mit ihr durchgeführt habe, erstaunt es mich immer wieder ihr beim Musizieren zuzuhören und zuzusehen. Sie hat sich auf Erik und mich auf jeden Fall positiv ausgewirkt. Wir drei verstehen uns einfach sehr gut und die positive Stimmung übt sich auf die ganze Band aus.

Welche Orte im Taunus würdet ihr für folgende Gelegenheiten empfehlen:

a)Fünftägige Streckenwanderung

Bleibeskopf, Goldgruben, Feldberg, Altkönig (Ringwall), Burg Reifenberg, Kronberger,- Falkensteiner-, Eppsteiner- und Königsteiner-Burg. Wen es interessiert noch die Saalburg und den Limes. Ich denke das ist schon einmal eine gute Auswahl/Grundbasis von Orten aus unserer Gegend. Wem das dann noch immer nicht reicht, für den finden wir dann auch noch ein paar Sachen mehr.

b)Sonnenwendfeier

Eindeutig der Bleibeskopf. Haben wir dort auch schon gefeiert.

c)Meditation

Würde ich persönlich auch den Bleibeskopf auswählen. Sehr ruhig, schöne Umgebung. Der Ort wirkt mystisch und liegt verborgen im Wald.

d)Metalfestival

Erik und ich haben uns vor vielen Jahren für ein Open Air Festival immer die Buschwiesen vorgestellt. Sind bei Bad Homburg. Allerdings würde ich mir heute im Innenhof der Königsteiner Burg auch ein Festival sehr gut vorstellen können.

e)Erbarmungsloses Abschlachten aller Metalcore-Fans

Im Taunus werden, wenn überhaupt, nur wirkliche Gegner abgeschlachtet und dazu gehört nicht diese Fraktion.

Welche Idee steckt hinter dem Video zu "Taunusheim"?

Erik: Zum einen wollten wir die kurze Spielzeit unseres Albums damit "ausgleichen" und zum anderen dem Hörer einen kurzen Einblick in die schönen Landschaften des Taunus bieten. Einen tieferen Sinn beinhaltet das Video allerdings nicht.


Erik

Interessant finde ich, dass bei 3:38 auch eine Kirche links im Bild zu sehen ist. Habt ihr dem Christentum somit Platz eingeräumt, um eure Toleranz zu demonstrieren und ein friedliches Zusammenleben aller Religionen zu propagieren?

Erik: In unserem Video ist keine Kirche zu sehen (ich habe sie zumindest noch nicht entdeckt) und es würde mich sehr ärgern, wenn sich solch ein "Fehler" in das Video eingeschlichen hätte. Zwar gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich den ganzen Tag über die Kirche mokieren ? dafür ist mir meine Zeit zu schade, mein Blutdruck zu hoch und vor allem die nicht christliche Geschichte/Gegenwart zu "interessant" ? aber es wird niemals mein Vorhaben sein, irgendwelche Religionen und deren Zusammenleben zu propagieren oder in irgendeiner Weise ins positive Licht zu rücken!

Wenn ihr das Kingdom of Metal regieren würdet, welches wären die drei ersten Gesetze, die ihr erlassen würdet?

Erik:
? Pastellfarben werden verboten! ? ich habe zwar noch keinen Metalhead damit gesehen, aber vorbeugen schadet ja nicht :-)
? Das Benutzen des Wortes "Schneechaos" wird mit dem rektalen Einführen einer Gitarre bestraft
? Metalpubs, bzw. DJs dürfen auch unbekannte Bands/Songs spielen, um ein wenig mehr Abwechslung in das abendliche Besäufnis zu bringen, bitte!

Die gesamte Band muß ein Jahr auf einer einsamen Insel verbringen, sucht euch fünf Alben heraus, mit denen ihr das überstehen wollt.

Erik:
Windir - Likferd
Kampfar - Mellom Skogkledde Aaser
Turisas - Battle Metal
Isengard - Høstmørke
Immortal - Pure Holocaust

Die letzten Worte gehören euch.

Patrick: Vielen Dank für das Interview. Alle die uns noch nicht kennen, besucht unsere Page http://www.taunusheim.de und dort findet ihr auch einen Song zum reinhören. An unsere Fans können wir nur Danke sagen. Danke für die Unterstützung, wir werden uns mit einer neuen CD wieder melden und werden uns Mühe geben, dass wir nicht wieder so lange brauchen. Vorher könnt Ihr aber so lange das neue Carved in Stone Album hören. See you in Valhall.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Till



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