Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4713199
Besucher seit 09/2002


Leon del Muerte, ehemaliger Impaled Klampfer und Bassist von Exhumed, steht mir für ein Interview über Intronauts Debüt-Album "Void" Rede und Antwort. Zwar spielt die Band in klassischer Formation mit Schlagzeug, Bass und zwei Gitarren, aber weder die Zusammenstellung der Bandmitglieder, noch die Musik, die sie damit produzieren, kann man als "klassisch" bezeichnen. Höchstens als "klassisch Genreerweiternd". Leons Mitstreiter sind Sacha Dunable, Ex-Gitarrist der Doom Band Anubis Rising, Danny Walker, bekannt als Schlagzeuger von den Trash-Grindern Uphill Battle und letztlich noch Joe Lester am Bass ? ein studierter Jazzmusiker.
All diese musikalischen Hintergründe verschmelzen bei Intronaut zu einer neuen Gewalt im modernen Metal die sich bisher jedoch nur auf US-amerikanischen Bühnen entlud. Ob mit Erscheinen ihres ersten Albums auch bald europäische Bühnen geentert werden und was man in Zukunft noch von Intronaut erwarten darf, beantwortet hier also Leon del Muerte höchst selbst.




Wie würdest du, wenn es überhaupt möglich ist, Intronauts Musikstil in der gegenwärtigen Post-Rock und Post-Hardcoreszene beschreiben?

Leon del Muerte: Ich bin mir nicht sicher, ob wir überhaupt in diese Genres passen, denn unser Stil besteht mehr oder weniger aus all den verschiedenen Dingen, die jeder Einzelne in der Band mag. Es gibt also eine kräftige Prise Metal, etwas Jazz, ein wenig Post-Rock und einige andere Zutaten...ein bisschen von allem, wenn man so will. Wir versuchen nicht unseren Sound selbst zu beschränken. Wir schreiben einfach Songs, von denen wir das Gefühl haben, dass sie vollständig sind und wenn sie dabei irgendwelche Genregrenzen überschreiten, nun denn, dann sei es eben so!

In welcher Zeitspanne habt ihr "Void" geschrieben und aufgenommen?

Leon del Muerte: Wir haben die Band im November 2004 gegründet und gleich angefangen Songs zu schreiben. Nebenbei haben wir die "Null" EP aufgenommen, aber nicht aufgehört zu schreiben. Erst als wir "Void" aufnahmen, hörten wir zeitweilig auf zu schreiben. Ich würde sagen, dass "Void" in etwa sechs bis sieben, vielleicht acht Monaten harter Arbeit entstand. Für die "Null" EP brauchten wir etwa vier Monate.

Hattet ihr bei der Bandgründung ein Konzept, oder eine klare Vorstellung davon wie Intronaut klingen sollten, oder entstand eure einzigartige Musik einfach im Laufe der Zusammenarbeit?

Leon del Muerte: Nein, wir hatten wirklich kein Konzept. Sacha hat das Grundgerüst geschaffen, indem er den ersten Intronautsong ganz alleine schrieb. Es war "Fragments of Character", welcher auf der "Null" EP zufinden ist und als Bonustrack für die Europaversion von "Void" auch noch einmal neu eingespielt wurde. Von diesem Song ausgehend stießen wir in verschiedene Richtungen vor, um zu sehen was uns so alles einfallen würde.

Wie lange kennt ihr euch eigentlich schon?

Leon del Muerte: Sacha und Joe kenne ich erst seit es die Band gibt. Danny kenne ich dagegen schon seit fünf oder gar sechs Jahren. Danny, Sacha und Joe kennen sich jedoch schon ziemlich lange. Sie stammen alle aus der südkalifornischen Musikszene und trafen sich bei verschiedenen Gigs. Mit ihren alten Bands gaben sie auch einige gemeinsame Konzerte und standen also schon damals gemeinsam auf der Bühne.

Wer hat sich denn den Namen Intronaut ausgedacht?

Leon del Muerte: Das war ich. Es ist nur eine Verbindung zweier lateinischer Wortstämme: Intro- (nach innen) und -naut (Reisender).

Hört ihr privat ähnliche Musik wie ihr sie auch mit Inronaut spielt, oder braucht ihr etwas Abstand zu dieser Art von Musik, um euch inspirieren zu lassen?

Leon del Muerte: Natürlich haben wir auch schon andere Bands gehört, die uns ähnlich sind und auch einige davon, die es schon vor uns gab. Aber ich würde nicht sagen, dass wir uns deren Musik bevorzugt anhören. Ich glaube, jeder von uns hat seine ganz eigenen musikalischen Vorlieben. Wir lassen uns also eigentlich nicht direkt von anderen zeitgenössischen Bands beeinflussen, auch wenn das manche Kritiker annehmen.


Wie kamst du zum ersten mal mit Musik in Berührung?

Leon del Muerte: Bei mir persönlich war Musik schon immer gegenwärtig. In meiner Familie gibt es viele Gitarristen und Musiker. So weit ich denken kann, waren immer Gitarren und Musik um mich herum. Ich habe mich manchmal mit Mutters Gitarre davongeschlichen, um vor dem Spiegel Aerosmith zu gröhlen und so zu tun, als würde ich dazu Gitarre spielen (lacht).

Warum habt ihr "Fragments of Character" als Bonustrack gewählt und warum ist er auf "Void" kürzer als auf der "Null" EP?

Leon del Muerte: Dieses mal haben wir ihn ein bisschen schneller gespielt. Nach unzähligen Malen werden wir einfach ein bisschen schneller. Auf diese Art und Weise altern eben Songs. Je öfter du sie spielst, desto kürzer werden sie. Wir haben uns "Fragments of Character" übrigens deswegen ausgesucht, da er unserer Meinung nach am Besten die "Null" EP verkörperte, die in Europa schließlich gar nicht veröffentlicht worden ist.

Wann darf man Intronaut endlich in Europa erwarten?

Leon del Muerte: Hoffentlich nächstes Jahr. Es gab zwar einige Angebote und Versuche, aber alle mussten aus dem ein oder anderen Grund aufgegeben werden. Nun ja, wir arbeiten daran.

Sind irgendwelche limitierten Auflagen, oder Vinylreleases in Plannung?

Leon del Muerte: In den USA veröffentlichte Goodfellow Records eine auf 200 Stück limitierte Version von "Void" in einer Zinnbox. Es war eine kleine und feine Sache ? inzwischen sind sie aber alle ausverkauft. Wir möchten auch eine Vinylversion veröffentlichen, haben aber noch niemanden gefunden der sie pressen will.

Ist Intronaut in irgendeiner Hinsicht eine politische Band?

Leon del Muerte: Nein, sicher nicht. Zwar haben wir alle unsere politischen Vorstellungen und das mag in unser Gesamtbild mit einfließen, aber wir sind keine politische Band.

Möchtest du zum Abschluss den deutschen Fans noch etwas sagen?

Leon del Muerte: Cheers! Hoffentlich sehen wir euch alle bald mal in Europa!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Johannes



zurück

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword