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Osnabrück ist ja für seine gute und umfangreiche Metal-Szene bekannt. Immer und immer wieder machen neue Bands von dort auf sich aufmerksam. Unter anderem schafften dies zuletzt auch Lunarsphere, die mit ihrem melodischen Death Metal in klassischer Form für etwas Furore sorgen konnten. Ein Gespräch mit dem Sänger des Quintetts schien also durchaus mal angebracht. Was gefragt und gesagt werden musste, könnt Ihr den folgen Zeilen entnehmen.


Hi Zwiebel, alles klar bei Dir? Wurde der Weggang von Eurem Gitarristen Arne gut überstanden bzw. die entstandene Lücke auch in qualitativer Hinsicht wieder wettgemacht?

Zwiebel: Verkraftet wurde der Weggang relativ gut. Nachdem Alexander (Gitarre, Ex-Lunarsphere) vor einem Jahr ausgestiegen ist sind wir so was ja fast gewohnt. Qualitativ denke ich auch, dass Niklas die Lücke durchaus füllen kann. Wie gut er das macht, wird die Zukunft zeigen, aber ich blicke ihr positiv entgegen. Bislang macht er seine Sache gut und hat sich gut in die Band integriert.

In meiner Kritik zu "Barriers Of Infinity", Eurem ersten selbst produzierten Album lobte ich Euch aufgrund dessen, dass Ihr nicht so typisch abgedroschen klängt, wie viele andere Formationen des Genres. War das Absicht oder habt Ihr Euch darum überhaupt Gedanken gemacht?

Zwiebel: Danke, das freut uns sehr. Genau das gilt es ja auch zu vermeiden. Aber geplant war das nicht. Die Musik ist einfach so entstanden. Was genau sich Alexander bei den Songs gedacht hat weiß ich nicht. Allerdings ist er ein Kenner der alten schwedischen Schule und wird sich seine Inspirationen eher aus diesen Gefilden geholt haben.


Der typische Melodic Death Metal wie ihn At The Gates einst erschufen findet man heute ja irgendwie nicht mehr allzu häufig. Inzwischen ist das Ganze oft mit Metalcore fusioniert und/oder mit neumodischen anderen Elementen aufgemotzt. Nicht dass mich das jetzt übermäßig stören würde, anhören muss ich es mir ja nicht, aber es freut mich dann schon, wenn eine Band wie Ihr um die Ecke kommt, die sich von den Trends völlig unbeeinflusst zeigt. Wie findet Ihr diese Entwicklung denn ganz persönlich?

Zwiebel: Ich für meinen Teil finde die Entwicklung ziemlich nervig. Ich kann mich mit dem ganzen Gepose und Gehabe der Hardcore-Szene nicht anfreunden. Klar muss man offen für Neues sein und alles tolerieren, aber, wie du schon sagst. Ich muss es nicht hören. Ich kann damit nichts anfangen. Genau wie ich Violent Dancing etc. ablehnend gegenüber stehe. Ich sehe einfach keinen Sinn darin sich aus Spaß auf die Fresse zu hauen. Da bleibe ich doch lieber in der Göteborger-Ecke, auch wenn die immer häufiger gerne mit Metalcore vermischt wird. Ganz so
krass sehen das aber nicht alle von uns; Nico (Drums) ist z.B.
bekennender Fan einiger Metalcore Truppen.

Wie sieht es bei Euch eigentlich mit einem Plattenvertrag aus? Ist da irgendwas in Aussicht?

Zwiebel: Nee, leider nicht. Mit unserem nächsten Demo wollen wir versuchen was zu erreichen. Also Firmen meldet euch! Allerdings muss man ja in der heutigen Zeit verdammt vorsichtig sein was man unterschreibt. Deswegen würde ich im Zweifelsfall auch auf einen Deal verzichten. Leider bekommt man nur mit Deal oder großem Aufwand mal richtig große Gigs.

In Euren Texten dreht es sich ja anscheinend oft um astrologische Themenbereiche, studiert jemand von Euch so etwas in der Art oder interessiert Ihr Euch allgemein dafür?

Zwiebel: Haha, nein. Ich studiere Biologie und schreibe die Texte, weil ich das Thema interessant finde. Drauf gekommen bin ich, wie kann es anders sein, durch die Texte von In Flames. Als ich dann anfing zu studieren hab ich immer die Astrologie Artikel in der "Spektrum" gelesen. Die inspirieren mich dann zu Texten wie "Symphony of Creation" oder "Mare Tranquillitatis", was übrigens ein Krater auf dem Mond ist.

Das Coverartwork zu "Barriers Of Infinity" sieht verdammt gut aus. Qualitativ sowie auch von der Idee und Stimmung her. Habt Ihr einen Künstler in Euren eigenen Reihen, der so etwas aus dem Hut zaubert oder habt Ihr es in Auftrag gegeben?

Zwiebel: Das haben wir bei einem Kumpel in Auftrag gegeben, der bei "Das Leben ist schön" arbeitet. Er hat sich mit uns zusammengesetzt und dann aus unseren Ideen und Vorschlägen was gebastelt. Was daraus geworden ist hat uns auch sehr überrascht. Ich bin nach wie vor sehr stolz auf das Cover.


Nach meinem Wissen ist "Barriers Of Infinity" nun schon seit anderthalb Jahren über Euch erhältlich. Seid Ihr schon dabei, an Material für ein kommendes Album zu werkeln oder steht jenes sogar schon in den Startlöchern?

Zwiebel: Durch die beiden Weggänge von Alexander und Arne haben wir leider viel Zeit verloren. Dazu kommt noch, dass ich mit dem Studium relativ beschäftigt bin, genau wie Nico und dass wir im Sommer mit Frank von Heart Of Steel als Sänger proben mussten, weil ich für ein paar Wochen im Ausland war. Das alles hat dazu geführt, dass wir bislang erst einen neuen Song haben. Allerdings werden wir nach den anstehenden Gigs wieder massiv schreiben. Ideen sind schon da und nächstes Jahr würden wir schon gerne wieder ins Studio gehen.

Habt Ihr schon eine ungefähre Vorstellung, ob die folgenden Veröffentlichungen sich in gewisser Weise von Eurem Debütalbum unterscheiden werden? Entwickelt Ihr Euch stetig weiter oder habt Ihr auch weiterhin vor, in etwa so zu klingen, wie bisher? Gibt es dahingehend bisher irgendetwas Interessantes zu berichten?

Zwiebel: Kann man schlecht beurteilen. Generell machen wir ja Musik die uns gefällt und orientieren uns nicht bewusst an Trends oder so etwas. Deswegen kann man einfach nicht sagen ob wir uns bis zum nächsten Album verändern werden. Da wir aber zwei neue Gitarristen haben, die das Songwriting übernehmen, werden sicherlich neue Einflüsse mit dazukommen. Ich denke aber, dass wir die Linie so in etwa halten werden. Das ist die Musik die wir machen wollen und die uns Spaß macht.

Wie ich bemerkte, hattet Ihr ja zuletzt auch einige Gigs. Wie waren die Reaktionen des Publikums?

Zwiebel: Die Reaktionen waren unglaublich gut. In Osnabrück sind wir vor mehr als 200 Leuten aufgetreten von denen uns die meisten nicht kannten und sie sind nicht aus der Halle gelaufen. Spaß beiseite, es war großartig, weil viele Leute da waren die uns vorher noch nicht kannten und trotzdem gut gefeiert haben.

Seid Ihr als, sagen wir mal, relativ unerfahrene Band, noch aufgeregt, wenn Ihr die Bühne betretet?

Zwiebel: Das gehört einfach dazu. Auch wenn ich schon einige Jahre in Bands spiele bin ich trotzdem noch relativ hibbelig vor Gigs. Die mit der meisten Aufregung vorher sind auch die Besten. Man stößt einfach mehr Adrenalin aus. Kai (Bass) und Nico (Drums) dürfte es da ähnlich gehen. Die konnten vor Lunarsphere auch schon Erfahrung sammeln. Lucas (Gitarre) und Niklas (ebenfalls Gitarre) dagegen sind schon noch recht nervös vor Auftritten. Aber irgendwie macht das auch das Feeling eines Gigs aus.


Bevor Lunarsphere gegründet worden ist, waren einige von Euch auch schon bei Bondage und Scum Of The Earth aktiv. Gibt es über die beiden Projekte noch irgendetwas Wichtiges zu berichten oder waren es indirekt nur Vorbereitungen, um mit Lunarsphere daraufhin richtig Gas zu geben?

Zwiebel: Bondage war meine erste Kapelle, in der ich mit Kai gezockt hab. War lustig, aber nie wirklich ambitioniert. Wir haben einige Gigs gespielt bevor wir uns dann 2003 aufgelöst haben. War ne gute Zeit, aber für Lunarsphere nur soweit wichtig, als dass ich Kai kennen gelernt habe. Scum Of The Earth ist ja eigentlich Lunarsphere. Das Line Up, was auf der Barriers Of Infinity zu hören ist, ist quasi das gleiche wie das von Scum Of The Earth. Wir haben uns damals als Scum... gegründet um ein bisschen rumzuprügeln und Coversongs zu spielen. Irgendwann kam dann das berühmte "Erwachsenwerden" und wir haben uns umbenannt. Mit dem Namen Scum Of The Earth kann man einfach keine einigermaßen anspruchsvolle Mucke machen. Insofern kann man schon sagen, dass Scum eine Vorbereitung für Lunarsphere war. Wenn wir uns heute im alten Line Up treffen, dann zocken wir manchmal sogar noch ein paar Stücke, wenn wir sie noch zusammen kriegen.

Ich nehme an, dass Ihr privat auch ganz gern dem Klang diverser Göteborg-Formationen lauscht. Mich würde aber mal interessieren, was sonst oft in Euren Anlagen rotiert.

Zwiebel: Außer den Schweden rotiert da viel. Ich höre immer verschiedene Sachen und habe daher auch keine Lieblingsbands. Immer mal wieder tauchen aber Sachen wie Bolt Thrower, Nevermore, Rage, Blind Guardian, Sentenced, The Crown und noch einige andere auf. Insgesamt hör ich aber von US-Punk bis Death Metal alles was kein Core ist.

"Metal macht dumm und langhaarig" ? Diese Bilddatei kann man sich ja von Eurer Website herunterladen. Habt Ihr euch diese "Warnung" selbst ausgedacht? Zum Schmunzeln ist?s ja schon. Zu Eurem Motto, sodass Ihr diesen auch auf Konzerten ablasst, ist es selbstironischer Weise aber nicht geworden, oder doch?

Zwiebel: Hahaha, das ist noch ein Relikt unseres ersten Webmasters. Der hat das aus Spaß raufgestellt und wir haben es nie runtergenommen. Das beachte ich schon gar nicht mehr, sodass mir nicht mal aufgefallen ist, dass der Spruch immer noch auf der Page ist. Egal, ich find ihn lustig. Aber unsere Band geprägt hat er nicht und wir haben uns das auch nicht zum Motto gemacht, auch wenn mittlerweile 60% der Band kurzhaarig sind.

Die letzten Zeilen gehören nun noch einmal Euch, sofern Ihr abschließend etwas loswerden wollt:

Zwiebel: Danke fürs Interview. Schaut auf unserer Homepage vorbei (www.Lunarsphere.com). Kauft CDs, kommt zu unseren Shows und so weiter. Fick die Ziege und rums die Nudel.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Martin



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