Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4711201
Besucher seit 09/2002


Namibia, vor langer Zeit mal deutsches Schutzgebiet, hat ca. 1.7 Millionen Einwohner verteilt auf 832.168 Quadratkilometer. Insgesamt werden pro qm also 2,1 Einwohner angetroffen. Einer davon heißt Johann de Jager, ist bekennender Schwermetaller, der genauso wie seine Band nicht alleine wegen der exotischen Herkunft Eure Aufmerksamkeit verdient. Weitere Auskünfte hier und jetzt.


Namibia war für mich immer ein lästiges Abfragegebiet im Erdkundeunterricht. Heavy Metal wird meistens mit Europa und dem Süd-/Nordamerikanischen in Verbindung gebracht. Afrikanische Bands sind eher die goldene Ausnahme. Wie sieht es denn mit einer möglichen Szene für schwere Metallklänge in deiner Heimat aus?

Johann: Eine Szene für diese Musik gibt es nicht. Eher schon in Südafrika. Hier in Namibia können die eingefleischten Metaller an einer Hand abgezählt werden. D.h., wir in der Band, ein paar Kollegen, die sich dahinter klemmen und auch entsprechendes Material bestellen, auf dem laufenden bleiben und auch die internationalen Magazine bestellen. Die erwähnte Szene in Südafrika ist allerdings auch nicht sehr stark und die meisten Bands schauen immer auf den neuesten Trend.

Außer Internet, sind da noch andere Informationsquellen vorhanden? Ich kann mir schwer vorstellen, in Windhuk in einen Schallplattenladen zu gehen und z.B. die neue CD von Seven Witches zu kaufen.

Johann: Metal ist hier überhaupt nicht angesagt, was auch daran liegt, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung Owambo ist und daher eher zu Rap und Hip Hop tendiert. Vorm Internet haben wir uns so über Wasser gehalten, dass jeder, der nach Europa geflogen ist, eine entsprechende Wunschliste mitbekam. Irgendwie haben wir uns immer informiert und hatten die Sucht und das Verlangen, etwas Neues zu bekommen.

Ich erspare mir die Frage, wie der Heavy Metal in euer Land eingedrungen ist. Dann könnte ich genauso fragen, wie diese Musik nach Puerto Rico, Bolivien oder sonstwo gelangt ist.

Zwischen allgemeiner Heiterkeit ist ein "Ja genau" zu vernehmen.

Arcana XXII wurden 1997 gegründet. Weitere Fakten höre ich von Dir.

Johann: Entstanden ist die Band aus den eingefleischten Metalfans. Der hauptsächliche Grund war der, ein wenig zu spielen und Spaß zu haben. Zu guter Letzt haben wir jetzt das festeste Line Up, das es gibt. Die gemeinsame Liebe zum Heavy Metal hat uns weitergetrieben, unser Ziel war es immer, diese Musik über die namibischen Staatsgrenzen zu exportieren. Bei uns fing das an mit den Südafrikanischen Bands "Ambershine" und "Sugardrive", die dort ziemlich etabliert waren. Der Auftritt dieser Bands in Windhuk ermöglichte es uns, zum erstenmal auf einer größeren Bühne zu spielen. Seitdem waren Konzerte für uns auf lokaler Ebene immer sehr erfolgreich. Auch wenn von einer Szene nicht die Rede sein kann, haben wir immer wieder bei den Konzerten Leute aus allen Altersklassen und ethnischen Gruppen dabei gehabt. Konzerte in Südafrika gab es bis jetzt noch nicht, was an mangelnden Konzerten einerseits und der teilweise extremeren musikalischen Ausrichtung der Bands dort liegt. Die erste V.Ö. war dann eine Demo MC (Demons Flowers) mit 4 Titeln, die an jede Adresse geschickt wurde, die uns einfiel. Danach kam die erste komplette CD, die auch wieder positive Resonanzen erhielt, dann kam die "Barren Land" Mini CD, auch wieder gut bewertet, aber nicht den erhofften Deal einbrachte. Die aktuelle CD ist jetzt der finale Vorstoß, der auch schon viel Anklang gefunden hat, was auch sehr viel daran liegt, dass wir auf vielen Open Airs waren, wo wir die Scheibe vermarkten konnten.


Arcana XXII auf der Bühne

Da gut informierte Freunde mir immer von Arcana XXII abgeraten haben und ich somit erst mit "Burning Darkness" den ersten musikalischen Eindruck habe, würde mich die Entwicklung der Band interessieren.

Johann: Jeder in der Band hat seinen persönlichen Background. Wir teilen grundsätzlich die Passion für Schwermetall, aber jeder in der Band hat seine persönlichen Vorlieben. Somit war zu Anfang nicht klar, dass wir irgendwann mal so gradlinig spielen würden. Das hat sich im Laufe der Jahre entwickelt und da in der Band unterschiedliche Songschreiber sind, die verschiedenes Material erarbeiten, hat sich Stück für Stück ein Ziel entwickelt. Das Ganze kann als "Natural flow" bezeichnet werden und mit dem derzeitigen Endresultat sind wir zufrieden.

Was mir nicht gefällt, ist die musikalische Definition dessen was Arcana XXII angeblich machen. TTS Media bzw. Hardware bezeichnet das ganze vollmundig als:" NWOBHM, Gothic, Thrash" finde ich sehr weit hergeholt und außerdem trifft es die Sache nicht auf den Kopf. Gemacht wird das, was ihr wollt.

Johann: Ich bin ein absoluter Feind vom Schubladendenken. Mir gefällt an unserer Musik, dass wir nicht definierbar sind. In den verschiedensten Reviews wurden wir schon mit "Praying Mantis" (daher wohl die NWOBHM) bis hin zu Laaz Rockit verglichen. Vieles davon kann ich nicht nachvollziehen. Das Label muss das Ganze irgendwie verpacken, aber ich bin wie schon gesagt, kein großer Freund von so was.

In die Musik von Arcana XXII muss sich Stück für Stück eingehört werden, jeder muss mitdenken und darauf haben viele keine Lust.

Johann: Das stimmt, da bin ich mit Dir einer Meinung. Wir wollen uns nicht limitieren und eine Richtung in 12 Titeln wiederholen. Bei jedem Titel dominieren unsere Gefühle und jeder bringt in seine Kompositionen die eigenen Emotionen mit ein. So klingt das Album dann zum Schluss.

Ein bisschen weniger Gothic, dafür mehr Titel wie "Ramses". Das wünsche ich mir für die zweite CD.

Johann: Die nächste CD wird schon um einiges härter ausfallen. 6 Titel existieren bereits in Rohfassungen und wir haben festgestellt, dass wir einiges an Härte zugelegt haben.

Die Texte fallen dann etwas lebensfroher aus?

Johann: Lebensfroher? Dafür kann ich nicht garantieren.

Ich denke nur an meinen Favoriten "Lobonian Rhapsody".

Johann: Das ist eine Hommage an den Comiccharakter. Da unser Sänger ein ziemliches Faible für diesen Charakter hat, wurde das einfach mal umgesetzt.


Europa ist für Euch der Hauptmarkt, während der Rest der Welt praktisch uninteressant ist?

Johann: Absolut. Wir haben ja die ganzen Festivals genauso wie die Szene über die Jahre verfolgt. Für uns ist das der wichtigste und erste Sprung überhaupt. Wenn es in Europa klappen würde, ginge ein Riesentraum für uns in Erfüllung.

Die berühmten letzten Worte.

Johann: Danke für das Interview. Allen Lesern empfehle ich eine Hörprobe unserer CD, hört mal Metal aus dem südlichen Afrika. Ich denke, dass wir einiges zu bieten haben. Informiert Euch auf der Homepage http://www.arcana22.de über die neuesten Neuigkeiten.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



zurück

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword