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Rob Rock


Alle Musiker sind Außerirdische. Klassisch ausgekontert hat mich Rob Rock mit dem Einstieg in dieses Interview. Das zweite von hoffentlich noch vielen, mit diesem Ausnahmesänger, der nicht immer, aber meistens präzise antwortet. Wie einem Bewohner des Paralleluniversums die Musik von R.R. nähergebracht werden könnte, bleibt somit unbeantwortet. Nichts desto trotz sollte Rob Rock, eigentlich jedem ein Begriff sein. Allerspätestens nach dem fulminanten Auftritt beim diesjährigen Bang your Head. Die Stationen davor waren "Joshua", M.A.R.S., Axel Rudi Pell und dann Impelliteri. Nicht zu vergessen, die Beteiligung an den beiden Teilen von Avantasia. Aber der Reihe nach. Aufgewachsen in Massachussets, der Kukident Generation wohl bekannt wegen dem gleichnamigen Titel der Bee Gees. Interessante Parallelen tun sich zwischen Rob und mir auf, wenn es um die ersten musikalischen Beeinflussungen geht. Also, bitte nicht wundern, wenn der Name "Lynyrd Skynyrd" hier noch öfter fällt. Weitere Bands, die noch genannt wurden, waren "Bad Company" und die Edellangweiler "Styx". An die erste selbstgekaufte LP erinnert sich Rob auch ganz gut. Natürlich von...., ihr habt es erahnt. Der letzte gekaufte Tonträger stammt von "Audioslave" und da erspare ich mir jeden Kommentar. Den Entschluss es als professioneller Musiker zu versuchen, fasste Jung Rob im Alter von 16 Jahren. Schuld war der Bruder, der mit seiner Band im heimatlichen Keller probte und als nach ca. 1 Jahr der Posten des Schlagzeugers vakant wurde, war es Robs Aufgabe diese Lücke zu füllen. Dazu kam dann noch das Einüben des Hintergrundgesanges und mit 17 Jahren standen dann schon 6-7 Konzerte pro Woche an. Natürlich spielte diese Band nur das Top 40 Programm, was den jungen Rocker nicht erfüllte und damit kommen wir wieder zu...., genau denen. Damit das ganze aber auf Dauer nicht zu langweilig wurde, gesellten sich dann noch Dio, Black Sabbath, Rainbow und andere Kaliber dazu. Den bald nur noch Sänger haben dann Gesangstechnisch Meister Dio, Kansas und natürlich nicht die, sondern Styx inspiriert. Da harte Musik und das Bekenntnis zum Christentum nicht immer gut Freund sind, war es für mich interessant zu wissen, wie Rob mit dieser Situation umgegangen ist bzw. noch damit umgeht. Im Hause derer von Rock war jeder Musiker und die Frage, ob es auch mit Glauben konform geht, hat sich so nie gestellt. Auch wenn mir die vorherigen musikalischen Stationen ein Begriff waren, bin ich mit Rob Rock zum erstenmal konfrontiert worden, als er leider nur sehr kurz für Axel Rudi Pell gesungen hat. Schuld an diesem kurzen Gastspiel war der damalige Manager von Driver, der die Kontakte mit den jeweiligen Firmen in Deutschland für dieses auch nicht gerade langlebige Projekt besorgte und so auch mit ARP in Kontakt kam, der zu dieser Zeit einen Sänger brauchte. Allerdings war diese Unterfangen für Rob auch nur deshalb interessant, weil er schlicht und ergreifend pleite war. Also ging es für 10 Tage nach Deutschland und von da nach Los Angeles. In den 90-igern war dann Chris Impelliteri der Brötchengeber. Wie leicht oder schwer es war, dann einen Vertrag als Solokünstler zu bekommen, hängt manchmal von Kleinigkeiten ab. Eine dieser Kleinigkeiten ist ein Japaner, Maso Ito (auch bekannt als Captain Wada), der sich für die Titel interessierte, die Roy Z. und Rob Rock zu den Zeiten von Driver verfasst hatten und die für "Tribe of Gypsies" nicht geeignet waren. Das weckte das Interesse der Plattenfirmen und schon war der Vertrag unter Dach und Fach.


Damit zum Interview. Du hast zwischen deinen Soloalben am "Avantasia" Projekt teilgenommen. War das ein gutbezahlter Job oder stand der Spaßfaktor mehr im Vordergrund?

R.R.: Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund. Allerdings habe ich mich gefragt, warum ich so was nicht schon vor "Rage of Creation" in Angriff genommen hatte. Ich hatte mich mit Tobias (Sammet) schon ganz zu Anfang über dieses Projekt unterhalten und dann habe ich zu Hause den mir zugedachten Part für den erste wie auch das zweiten Teil von "Avantasia" in meinem Studio eingesungen. Egal ob "Edguy" oder eben "Avantasia", die Titel von Tobias sind einfach nur großartig. Deswegen bin ich auch sehr stolz darauf, bei beiden CDs beteiligt gewesen zu sein.


Das erste was logischerweise bei einer CD auffällt ist das Coverartwork. Im aktuellen Fall ist es so, dass das Cover zu deiner neuen CD ziemlich stark an "Avantasia" erinnert. Das bringt mich natürlich zu der Frage, in wie weit dich diese beiden CDs im Hinblick auf "Eyes of Eternity" beeinflusst haben?

R.R.: Die Musik zu "Avantasia" habe ich nach Fertigstellung meiner neuen CD gehört. Was mir bekannt war, waren die Rohfassungen ohne Gitarren und so. Ich habe lediglich meinen bescheidenen Anteil für beide Teile eingesungen, dass war es dann und ich habe mich wieder um meinen Kram gekümmert.

Was auch auffällt, ist die Tatsache, dass die Musik diesmal weniger amerikanisch dafür aber mehr europäisch klingt.

R.R.: Viele Titel, auf denen Jake E. Lee zu hören ist, sind dadurch eben amerikanisiert. Bei der aktuellen CD ist das ganze eher gemischt. Also Alte und Neue Welt, gut aufgeteilt. Insofern hast du recht.

Natürlich spielt hier auch die Mitwirkung von Axel Rudi Pell, Mysteria oder Gus G. eine sehr wichtige Rolle.

R.R.: Was den europäischen Touch dann sicherlich noch besser erkennen lässt.


Egal ob "Smoke on the water", "Paranoid", "Reign in Blood", "Number of the beast" und einige mehr, fast jede Band hat ihren Titel mit Ewigkeitscharakter. Da darfst du natürlich nicht hinten an stehen und hast mit "The hour of dawn" deinen Klassiker geschaffen. Was soll diesen Titel noch übertrumpfen oder glaubst du so etwas noch mal in die Welt zu setzen?

R.R.: Die Entstehungsgeschichte dieses Titels ist schon kurios. Ursprünglicherweise als Ballade geplant, hat sich das ganze immer mehr aufgebaut, da wir nicht immer wieder zum Anfang des Titels zurückkehren wollten. Dann hatte Roy die Idee, einige meiner früheren Gitarristen einzuladen und das ganze ganz zum Schluss wie eine schwermetallische Version von "Freebird" (der Titel schlechthin von L.S.) klingen zu lassen. Damit sind wir wieder bei unseren gemeinsamen musikalischen Wurzeln angelangt. Was recht harmlos beginnt, entwickelt im Studio auf einmal seine eigene Magie. Deswegen ist der Titel auf seine Art einmalig und ob mir so was noch mal gelingt, keine Ahnung. Das ist einer der Momente im Leben, die nicht geplant werden können, die passieren einfach.

Auch wenn keine direkte Verbindung besteht, kam mir ganz spontan "Heavy Metal for Africa" in den Sinn. In beiden Fällen waren eine ganze Menge Musiker an einem ziemlich langen Titel beteiligt.

R.R.: Für "The hour of dawn" gab es kein feststehendes Konzept. Als wir den Titel in Angriff nahmen, gab es lediglich ein wenig Musik und ein bisschen Gesang. Der Song ist so verrückt strukturiert, dass eine Reduzierung auf eine Single gar nicht möglich ist.

Was kannst du mir über deinen Gitarristen Rick Renstrom erzählen? Wie schafft es jemand, dessen Funktion der Hände so eingeschränkt ist, ein so fantastischer Gitarrist zu sein? Gibt es da eine besondere Technik?

R.R.: Ich denke, dass sein Verlangen, nicht von seiner Behinderung beeinträchtigt zu sein, ein sehr starker Antrieb ist. Als ich anfing, meine Band "Rage of Creation" zusammen zu stellen, rief er mich an und fragte nach, ob er zum vorspielen kommen darf. Was dann kam, war der Wahnsinn. Note für Note hat Rick "Rage of Creation" originalgetreu gespielt. Das hat mich total umgehauen und es hat ungefähr 3 Stunden gedauert, bis ich nicht mehr an seine Behinderung gedacht habe. Eventuelle Gedanken, wie andere Leute mit dieser extremen Art der Behinderung umgehen, waren für mich vollkommen uninteressant. Soll doch jeder denken, was er möchte.

Die berühmten letzten Worte.

R.R.: Momentan versuchen wir eine Tour für Europa zusammen zu stellen. Hoffentlich klappt das auch. Danke an jeden, der die neue CD kauft. Schaut mal auf meine Website http://www.robrock.com .


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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