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Suchmaschinen sind eine feine Sache. Einfach den gewünschten Begriff eingeben und innerhalb weniger Sekunden erscheint das Ergebnis. Meine Suche nach "Paragon" hat insgesamt 54.000 Einträge zu Tage gefördert. Software, Möbel, Elektrizität, Kapitalberatungsfirmen, die Paragon Elemantary School in Indiana, um nur einige Beispiele zu nennen. Zwischen diesen Informationen findet sich natürlich auch was zu Hamburgs feinstem Importartikel in Sachen Schwer Metall. Deswegen kein langes Brimborium. Alles wichtige erzählt hier und jetzt ein wie immer gutgelaunter Jan Brünning.


Da Hamburg immer noch ein langweiliges Fischerdorf ist, bedarf es keiner weiteren Erklärungen, warum es jedes Jahr eine neue CD von euch gibt.

JB: Nö, ist doch nicht langweilig hier. Die Frage, warum wir so schnell sind, lässt sich so nicht beantworten. Martin (Christian, Gitarre) ist ein sehr schneller Riffschreiber, wir arrangieren das dann als Band und Buschi (Andreas Babuschkin, Gesang) macht die Texte. Wir sind recht faul, was das üben betrifft, proben relativ selten, höchstens 1x die Woche, vor Auftritten etwas öfter und wenn wir ins Studio müssen. Die Stücke sind relativ schnell fertig, es passiert durchaus, dass ein Titel während einer Probe fertig wird. 3 Proben später kommt dann noch der Gesang dazu. Ansonsten ist dieses Jahr voll mit Terminen. Arbeit, Umzug, Freundin, die Band. Was auf der aktuellen CD zu hören ist, ist noch nicht mal alles. Viele Stücke wurden einfach weggeschmissen. Die Halbballade, die wir angefangen hatten, passte von vorne bis hinten nicht. Vor allen Dingen nicht zur CD, die ja von vorne bis hinten recht böse ist.


"Steelbound" war eine sehr gute CD, "Law of the Blade" die Steigerung dazu und jetzt kommt ein gewisser Stillstand.

J.B.: Das kann ich nicht nachvollziehen. Das was vor "Steelbound" erschienen ist, sehe ich heute schon ein wenig als Demos an. Mit "Steelbound" haben wir erst eine gewisse Klasse erreicht und unseren Stil gefunden. Vorher war das etwas vage. "Steelbound" war etwas ungestüm, was teilweise entsetzte Reaktionen von Piet Sielck hervorrief. Bei "Law of the Blade" haben wir versucht alles richtig zu machen, da stimmte jedes Teil und alles war aufeinander abgestimmt. Da wir uns nicht immer wiederholen wollten, wurde das ganze diesmal spontaner gehalten, nicht durch arrangiert. Wir haben das ganze einfach im Studio auf uns zukommen lassen. Bis dato erfolgte Reaktionen bestätigen uns, dass das ganze diesmal frischer und spontaner klingt. Außerdem finde ich, dass der Sound fetter geworden ist. Während der Aufnahmen hatten wir auch ein paar Auftritte, weswegen der Gesang sich im ungefähren so anhört wie bei einem Konzert. Wir hätten die letzte Platte Stück für Stück kopieren können und das haben wir nicht getan. Ich hätte auch keine Probleme damit, dass es sich um eine Kopie der letzten CD handelt. Die war erfolgreich und wir sind auch nicht limitiert. Es gibt viele Bands, die haben nur schnelle Stücke auf einer Platte, was ich stinklangweilig finde. Wir sind sowieso immer abwechslungsreich, es gibt stampfige Titel, mal eine Halbballade, Doom, so was haben viele Bands nicht. Ich kenne kaum Bands, die diese langsamen Doom Sachen spielen können. In der Hinsicht habe ich von einer deutschen Band kaum etwas vernünftiges gehört, außer vielleicht von den Bands, die immer so was spielen.

"The Dark Legacy" muss wie ein gutes Holsten Bier langsam sinken.

J.B.: Das kann durchaus sein, dass die Scheibe etwas später zündet. Wie ich schon sagte, wir haben versucht, im Studio etwas spontaner zu sein.


Wiederholung eines bekannten Schemas kann nicht der Sinn sein, das ist klar. Aber viele werden Überflieger wie "Abducted" oder "Armies of the Tyrant" vermissen. Das aktuelle Werk geht ein bisschen zurück zu den ganz frühen Zeiten.

J.B.: Das finde ich nicht und ich habe bis jetzt nur gegenteilige Sachen gehört. "Breaking Glass", "Green Hell" , sind nur zwei der Titel, die wie verrückt abgefeiert werden. Deswegen kann ich deine Behauptung nicht nachvollziehen

"TheDark Legacy" ist eine gelungene CD, das steht außer Frage und etwas schlechtes können "Paragon" sowieso nicht abliefern.

J.B.: "The Dark Command" haben wir in 14 Tagen eingespielt und diese Veröffentlichung finde ich scheiße, was den Mix betrifft. Alles war vom feinsten, die Titel, der Gesang und so weiter. Aber es ist nichts davon zu hören. Aber man entwickelt sich immer weiter und es geht voran.

Piet Sielck war wieder Produzent. Nutzt sich das auf Dauer nicht ab?

J.B.: Das kann sein, logisch. Bei "Steelbound" war es etwas chaotisch, da Piet ein paar persönliche Probleme hatte. Da haben wir bis spät in die Nacht im Studio gesessen, mussten viel retten, weil das Schlagzeug woanders aufgenommen wurde. Für diese Produktion haben wir mehr Zeit gebraucht, als für "L.O.T.B.", weil wir da schon um einiges besser waren. Die seinerzeitige gute Zusammenarbeit war auch diesmal gegeben. War der Klang bei der letzten CD etwas zu sauber, ist das ganze diesmal etwas rauher geraten. Iron Maiden haben auch jahrelang mit Martin Birch zusammengearbeitet und warum soll ein gut eingearbeitetes Team auseinandergehen?

Humor ist wenn man trotzdem lacht. Deswegen kann ich mit dem Cover leben. Aber trotzdem. Wenn eine CD "The Dark Legacy" heißt, erwartet wohl kaum einer ein total bekifft aussehendes grünes Cover.

J.B: Da haben wir so nicht drüber nachgedacht. "Steelbound" war in rot, "Law of the Blade" blau und diesmal wollten wir was in grün. Das war die einzige Farbe über die wir uns einigen konnten. Zuerst konnten wir uns nicht über den Arbeitstitel einigen. "Legacy" stand zur Debatte, was wir ein wenig blöd fanden, wegen "Testament", und so entstand dann der jetzige Titel.


Im Gegensatz zur letzten Veröffentlichung ist das ganze ein eher verteiltes Konzept, das keiner direkten Linie folgt.

J.B.: Genau wie beim letzten Mal ist das schon ein Konzept. Obwohl, Konzeptalbum klingt etwas hochgestochen, da jeder sofort an "Operation Mindcrime" und so was denkt. Ich schreibe die Texte nicht und muss mich da ein wenig an den Aussagen von Buschi orientieren, aber das ganze sollte nicht so tiefgreifend gesehen werden, es ist zu guter letzt nur Heavy Metal. Der Held dieser CD ist der gleiche wie bei der letzten Veröffentlichung, nur dass er diesmal eine Erbschaft antritt. In einem alten Gemäuer findet er ein Buch, mit den entsprechenden Zaubersprüchen, durch die er in den Spiegel gezogen wird, der auf dem Cover zu sehen ist. Wichtig sind dann noch die vielen Abenteuer, die er dadurch erlebt. Ich finde die Texte sehr gut, auch durch die Wahl der Worte, aber das ganze sollte nicht zu hoch bewertet werden.

"Paragon" durften im Campingbus hinter dem komfortablen Nightliner von Gamma Ray herfahren und die Europatournee bereichern. Was ist dir an negativen bzw. positiven Dingen in Erinnerung geblieben?

J.B.: Soviel kann ich dazu nicht sagen, alles war irgendwie lustig. Gamma Ray waren gut drauf, aber wir mussten ziemlich brav sein, da es doch einige Kilometer zu fahren waren. Insgesamt 6000 Kilometer in gut 10 Tagen. Sehr gut war das Konzert in Barcelona mit insgesamt 1800 Leuten. Das war die Hölle, wir sind auf die Bühne und haben gedacht, dass wir Rockstars sind. Hinterher gab es dann noch Party, so in Richtung "Sex, Drugs and Rock` n` Roll". Das einzige mal wo wir ein Hotelzimmer hatten und wir haben es nicht benutzt. Negatives gibt es nicht zu berichten, es ist alles sehr ruhig verlaufen und war sehr professionell.

Mit insgesamt 3 CDs habt ihr euch da etabliert, wo 1999 noch nicht die Rede von war.

J.B.: Eine gute Frage. Ich bin gerade dabei ein E-Mail Interview zu beantworten und bin jetzt bei dem gleichen Punkt angelangt. Ich habe gerade überlegt, was ich früher an Musik gemacht habe und wie weit ich damit gekommen bin. Ich bin jetzt seit 1997 bei Paragon. In dieser sicherlich nicht so langen Zeit, haben wir eine Menge erreicht. Bei "Steelbound" habe ich schon gemerkt, dass es ziemlich schnell vorwärts geht. Bei "Law of the Blade" habe ich gemerkt, dass wir schon sehr stark im Gespräch sind. Wir versuchen kontinuierlich Qualität zu liefern, werden auch keinen radikalen Stilwechsel vornehmen und haben da auch keine Lust drauf. Gebt dem Volk was es will und das machen wir. Wir stecken unsere gesamte Energie in die Band, mit Ausnahme unseres Schlagzeugers, der noch in ein paar Coverbands spielt.


Das es dir bei Paragon sehr gut geht, es nicht zu hören, sondern auch zu sehen. Wenn ich mir dein Bild in der Asmodis CD betrachte und dich heute so sehe, weiß ich, dass du dir mittlerweile regelmäßige Mahlzeiten leisten kannst.

J.B.: Asmodis ist ein paar Jahre her und ich habe im allgemeinen etwas zugelegt. Zwischendurch hatte ich immer wieder Stress mit Frauen und dann wieder gut abgenommen. Das ist wohl mein Lebenswandel und meine innere Uhr, dass ich etwas mehr auf den Rippen habe. Durch einen Unfall war ich ca. 6 Monate auf Krücken angewiesen und habe auch dadurch an Muskelmasse zugelegt. Als Ausgleich habe ich dann mit Kraftsport angefangen.

Die berühmten letzten Worte.

J.B.: Im Herbst gehen wir auf Tournee mit Majesty und ich hoffe, dass viele Leute kommen und nicht soviel Geld in die großen Bands investiert wird. Es wird Metal pur und ein Heidenspaß obendrein. Das wird für alle schön auf die Glocke gehen.



Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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