Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4815566
Besucher seit 09/2002


An Selbstbewusstsein mangelt es Sven the Axe (Screams and Entertainment), Andy Herz Low (Deathtones of Doom), Christian Miller (Psycotic Riffmaster), Marcel Kemper (Six String Killer) und Adrian "Son of Satan? Brock (Drums of War) wirklich nicht. Dem Anspruch, den sich die Band gestellt hat, nämlich auf dem Thron des Metal einer Dauersitzplatz zu haben, werden die heftigen 5 durchaus gerecht. Allerdings muss dieser Platz geteilt werden, es gibt da noch ein paar andere, die diesen ehrenwerten Sitz im Sonnenlicht aller Götter des Heavy Metal beanspruchen. Ansonsten fällt mir nicht viel als Einleitung ein. Sven the Axe weiß eine Menge mehr zu berichten. Damit auch alles erzählt werden kann, gibt es mit dem Label der Band eine Vereinbarung, dass es bei der Redezeit keine Limitierung gibt. Wenn die CDs bei Remedy demnächst deutlich mehr als 20 Euro kosten, wisst ihr, wer Schuld daran ist.


"Fire in Mainstream Land" soll für mich der Anfang für dieses Interview sein. Ein Text, dessen Grundaussage im ungefähren die ist, dass alles eliminiert werden soll, was nicht Heavy Metal ist. Das darfst du jetzt bestätigen oder dementieren.

Sven: Als wir im Jahre 2001 "Reign in Hell" als Eigenproduktion veröffentlichten, haben wir lange nach einem Vertrag gesucht und viele Angebote bekommen. Im Prinzip waren das aber Seelenfängeraktionen, wo uns zwar ein super Vertrag angeboten, es dann aber hieß, dass der Bandname geändert werden muss, wir wollen Einfluss auf die Texte, das Booklet umgestalten, einen neuen Mix und zusätzlich einen Keyboarder. Die CD war doch komplett fertig, das Layout, das Mastering. Insgesamt haben wir 1000 Stück als Eigenproduktion veröffentlicht und vertrieben. Alles war fertig und den jeweiligen Interessenten war es nicht gut genug. Die waren nur auf der Suche nach irgendwelchen Helloween oder Stratovarius Clones, um den momentan angesagten Trend weiter zu definieren (oder auszuschlachten, der Verf.). Remedy Records war dann die Firma, die auf unsere Forderungen eingegangen ist und es ermöglicht hat, unsere Musik so zu veröffentlichen, wie wir uns das vorstellen. Es ist nicht zu glauben, was für Kompromisse manche Bands gegenüber ihren Firmen machen und was für Arschkriecheraktionen da abgehen. Nur damit es einen Vertrag gibt, und auf solche Sachen, wie erwähnt, hatten wir keine Lust. Deswegen der sehr krasse Text, der sich gegen die Firmen und A/R Manager richtet, die zum Teil gar keine Ahnung von Rock Musik haben. Die sich trotzdem bei Firmen, die sich mit Metal beschäftigen, niedergelassen haben und sogenannte neue tolle Bands unter Vertrag nehmen. Der zweite Teil dieses Songs ist dann etwas spezifischer und nimmt Bezug auf die Künstler in diesem Geschäft. Auch auf die Firmen, die heute keine Platten mehr veröffentlichen, sondern Images. Da gibt es dann "Musiker", die kaum, wenn überhaupt, ihre Instrumente spielen können. Bei Granaten wie Daniel Küblböck, da könnte ich kotzen. Sämtliche No Angels, Bro Sis, Britney Spears und so weiter, die würde ich alle vor die Wand stellen und abknallen. Es ist ein Schlag in das Gesicht eines jeden Musikers, wenn so was noch als Band bezeichnet wird. Ich kann nichts mit Udo Jürgens oder Pur anfangen, aber ich habe einen Heidenrespekt vor denen. Die machen seit ewigen Jahren ehrliche Musik, können ihre Instrumente spielen, alle Noten lesen, sind durch alle verrauchten Clubs gegangen. Die haben sich ihr Publikum erspielt und heute werden die ganzen Lackaffen von der Industrie nur noch als Image verkauft, setzen Millionen von CDs ab, aber es ist nichts dahinter. Das kotzt einen an.

Harte Worte zu Anfang und jetzt ein eleganter Übergang. Was war denn der entscheidende Punkt, dass Remedy den Zuschlag erhalten haben?

Sven: Es gibt Paradeverträge und nichts anderes haben wir auch. Es gibt immer ein paar Punkte, die erörtert werden müssen. Uns war wichtig, dass keiner ins Artwork reinpfuscht oder die Musik. Wir übergeben der Firma ein Master und die vertrauen uns, dass es ihren Wünschen entspricht. Das Label bekommt ein komplettes Artwork mit entsprechendem Layout. D.h., wir haben die größtmögliche künstlerische Freiheit. Das lag uns am meisten am Herzen und das ist uns immer noch am wichtigsten.


Positiv und auch sehr mutig war es von Remedy, eine Eigenproduktion, so wie sie ist, noch mal zu veröffentlichen. Das war vor einem Jahr und innerhalb dieser Zeit hat eine Weiterentwicklung der Band stattgefunden, wie ich sie vielleicht erwartet aber nicht verlangt hätte.

Sven: Wenn du möchtest, kannst du das so stehen lassen. Viele Leute haben die Eigenproduktion so nicht mitbekommen. Es gibt sicherlich einige, denen die neue CD viel zu schnell erscheint. Für uns aber waren das über 2 Jahre Zeit, die neuen Songs zu schreiben. "The Vampire`s Dance" sollte ursprünglich auf dem Debüt enthalten sein. Aber es war einfach kein Geld mehr vorhanden, um auf einer Eigenproduktion noch einen 10 min. Titel draufzupacken. Viele unserer schrulligen Ideen haben wir für die zweite CD aufgehoben und deswegen denke ich, dass "King of Dreams" eine ganze Ecker komplexer ist. Wir wollten von Anfang an aus diesem Schubladendenken raus und wollten nicht als Power, Speed, Thrash oder sonst was tituliert werden. Deswegen nennen wir uns "Horror Heavy Metal Band". Dieses Image beschreibt aber nur unsere Show und ermöglicht es uns so, uns so definieren, wie wir unsere Vorstellung von Heavy Metal haben. Innerhalb der verschiedenen Spielarten wollen wir uns nicht limitieren. Wir machen die Musik, die uns Spaß macht. Der Hauptunterschied von der ersten zur zweiten Cd ist der, dass das ganze etwas komplexer ausgefallen ist.

Ein Titel mit knapp 9 Minuten Laufzeit will gefüllt werden. Ich denke mal, dass ihr zu Zeiten der ersten CD noch nicht soweit wart, um so einen Titel zu realisieren.

Sven: Der Titel hat sich überhaupt nicht geändert. Für so einen Titel brauchst du beim Aufnehmen extrem viel Zeit. Bei einem Titel von 3 min. kannst du pro Mann grob eine Stunde rechnen. Aber bei der Spielzeit geht es expotential in die Höhe, um überhaupt den Überblick zu behalten. Eine Kürzung der Laufzeit war nicht vorgesehen, aber es fehlte noch das Sahnehäubchen. Ich bin ein langjähriger Fan von Death SS. Seit Jahren pilgere ich jedes Jahr nach Italien, besuche jedes Konzert der Band, weil ich die Show gigantisch finde. Seit 1998 kenne ich Steve Sylvester persönlich und irgendwie ist eine Art Seelenverwandtschaft entstanden. Aus der Überlegung heraus, dass dieser Titel wirklich für alle interessant sein sollte, kam dann die Idee, S.S. die Backing Vocals einsingen zu lassen. Ohne eine Note von dem Titel gehört zu haben, hat er dann zugesagt.

Von einer Legende zu nächsten. Manilla Road. Soweit ich weiß, haben sich noch nicht all zu viele Bands an einer Coverversion irgendeines Titels dieser Überband gewagt

Sven: Messiah haben das auch mal gemacht, aber ich weiß nicht auf welcher Veröffentlichung.

"Spirit of the Dead" klingt einerseits wie Manilla Road im Original, andererseits sind Solemnity klar zu erkennen. Das ist schon ein kleines Kunststück und dazu gratuliere ich.

Sven: Dankeschön. M.R. sind jeher eine meiner Lieblingsbands und nicht umsonst habe ich mir auf den rechten Oberarm das tote Tier vom "Crystal Logic" Album tätowiert. M.R. sind eine der Bands, die entweder geliebt oder gehasst werden. Entweder man mag Mark Sheltons nasalen Gesang oder es wird nie ein Zugang gefunden. Ich sehe Solemnity in der Tradition von M.R., da wir teilweise ähnlich schwer zugänglich sind. Du musst unsere Titel auch mehrmals anhören, um dich da reinzufinden. M.R. sind noch um einiges komplexer wie wir. Aber wenn du den Zugang gefunden hast, ist es das größte. Ich liebe diese Band über alles und wollte schon immer einen Coversong machen. "Spirit of the Dead" der mir den ersten Zugang zu der Band ermöglicht hat. Wenn ich einen Solemnity Fan davon überzeugen kann, eins der Götteralben dieser Band zu kaufen, dann ist schon gutes getan.

"King of Dreams" ist rundherum gelungen. Aber gibt es noch irgendwas, dass du dir trotzdem gewünscht hättest?

Sven: Ein Doppel Vinyl Album! Ich bin ein riesiger Vinyl Freak. Seit Samstag habe ich die Picture Disc Version und höre mir auch nur diese Version an. Dafür ist der Sound eigentlich auch konzipiert worden. Die CD ist schon fast zu steril geworden. Auch wenn es sich arrogant anhört, ich habe dieses Album nur für mich gemischt. Damit ich es auf LP hören kann und es der Klang ist, den ich mir vorstelle. Die Produktion so wie sie ist, gefällt mir. Bei "Reign in Hell" hatte ich nachher ein wenig Probleme mit der Produktion. Ich musste das ganze mit einer Bronchitis einsingen, dann erfolgten die Aufnahmen in einem fremden Studio, es gab einen festen Zeitplan, ich konnte mich nicht vernünftig auskurieren und wenn du einen schlechten Tag hast, musst du bis an dein Lebensende mit dem Resultat leben. Die neue CD wurde in meinem Studio aufgenommen, auch wenn wir nicht alle Zeit der Welt hatten, weil der Veröffentlichungstermin auf einmal vor der Tür stand, konnten wir alles verwirklichen, was wir wollten und dem Album alles mitgeben konnten, was wir geplant hatten.


Nachdem uns Hammerfall das Metal Revival beschert haben, das keines war, stellt sich mir die Frage, ob die nächste Welle anrollt und bald verebbt. Ich denke an Bands wie Sacred Steel, Paragon, Storm Warrior, Majesty aber auch Solemnity, die alle die wahren Werte vertreten.

Sven: Ich hoffe nicht, dass es eine Welle ist. Ich sehe das auch nicht so. Beim Heavy Metal war es immer einen Tick anders als bei der Pop Musik. Letzteres war so eine Art Fahrstuhl Musik, ohne das einen das drum herum interessiert hat. Der Heavy Metal Fan ist da komplett anders. Wenn du diese Musik hörst, hast du einen entsprechenden Freundeskreis, weil du ein chronischer Außenseiter bist. Du suchst dir deine Freunde in diesem Metier, hast irgendwann mal Hobbys die zu dieser Musik passen. Du gehst in Kneipen, wo andere Metalheads sind. Die Musik bestimmt irgendwann mal dein Lebensumfeld. Jeder, der Heavy Metal hört, spielt irgendwann ein Instrument(außer mir und einigen anderen, der Verf.) und vielleicht auch in einer Band. Deswegen denke ich, dass sich das irgendwie tot läuft, es gibt momentan nur ein paar mehr Fans für diese Musik. Die Bands haben quantitativ auch ein wenig zugenommen. Wie eingangs erwähnt, wird jede noch so schlechte Kopie unter Vertrag genommen, die einen möglichen kommerziellen Nutzen verspricht. Wenn ich sehe, dass pro Monat 40 Bands in den Magazinen sind, die lediglich wie ihre großen Vorbilder klingen, das finde ich erschreckend.

Die berühmten letzten Worte bitte!

STAY FUCKING HORROR METAL!!!!!!!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



zurück

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword