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Manchmal meint es das Schicksal gut mit einem, und nur durch einen Zufall hielt ich eines morgens "Weaveworld" von Boomerang in den Händen, ein geniales Stück Musik, das den Ausschlag gab, die Band um ein Interview zu bitten. Schlagzeuger Andreas Reichard nahm sich meiner an und beantwortete mir freundlicherweise alle meine Fragen, die sich in diesem Falle fast von selbst ergaben...


Ich würde sagen, wir machen das einfach mal so, daß Du heute anfängst...

Andreas: Die Band Boomerang ist aus einer ehemaligen Thrash-Band entstanden. Arcus hießen die. Aus der Mannschaft ist als Überbleibsel allerdings nur noch der Thomas Fahrnbach an der Gitarre, der Axel Johann (Gesang) und der Stefan Zobel (Gitarre) übrig. Die haben sich etwa 1997, 1998 aufgelöst. Etwas später haben sie sich dann wieder zusammengefunden und angefangen einen Schlagzeuger und einen Bassisten zu suchen. Der Schlagzeuger war dann ich, den Bassist mußten wir nochmal wechseln. Und seit 1998 gibt's dann die Formation Boomerang.


Und Du hast vorher auch schon in einer anderen Band gespielt?

Andreas: Ich habe früher in einer Hardcore-Band gespielt mit dem Namen "Refuse". Ich kam im Prinzip also auch aus dem Metal, aber halt einer anderen Richtung, Boomerang ist ja jetzt doch eher Powermetal.

Ludwigshafen verbinde ich ehrlich gesagt nur mit der BASF. Gibt's da noch mehr Metalheads außer Euch?

Andreas: Ludwigshafen an sich ist eigentlich sehr ruhig. Etwas größeres, bekanntes gibt's hier eigentlich gar nicht. Das einzige, was hier aus der Region kommt, und zwar aus dem Ort wo wir proben, nämlich Frankenthal, einem Vorort von Ludwigshafen, sind Crematory. Aber sonst so im Underground wüßte ich jetzt überhaupt nichts.

Aber zumindest scheint es doch einige Leute zu geben, die bei Euch was organisieren, da war doch zum Beispiel letzte Woche das Waldrock-Festival bei Euch...

Andreas: Ja, die gibt es. Das ist zum Beispiel unser Christian Plötz (Promotion und Booking der Band - der Verfasser), den kennst Du ja auch. Die bemühen sich redlich, aber trotzdem ist es schon so, daß es hier vor Ort nicht allzu viel in dieser Richtung gibt. Also wenn sowas ist, dann ist es immer so, daß überregional Bands eingeladen werden.

Wie war denn die Resonanz auf das Open Air?

Andreas: Also im Vorverkauf waren über 200 Karten weg und jetzt im Nachhinein hat uns der Veranstalter gesagt, daß es so um die 400 Leute gewesen sind. Das war auf jeden Fall eine coole Sache, war echt gut.

Eigentlich ist die Frage ja doof, aber bei Euch sei sie mir mal gestattet. Was hat es mit dem Namen "Boomerang" auf sich?

Andreas: Da bist Du natürlich nicht der erste der das fragt und manche reagieren da schonmal komisch auf den Namen. Aber manchmal ist es auch gut zu... sagen wir mal "Marketing"-Zwecken, weil das weckt irgendwie Interesse. Wenn die Leute "Boomerang" hören, dann denken manche sicherlich auch: "Huch, was ist das denn? Crossover-Schwuchtelpup?" Aber damit hat es eben gar nichts zu tun. Das ganze ist irgendwo tief in der Bandhistorie verwurzelt, und zwar war das so, daß nachdem sich die Thrash-Metal-Band Arcus aufgelöst hatte, Axel irgendwann wieder Lust bekommen hat mit den anderen beiden Musik zu machen. Und da hat er angeblich, also er steht heute nicht mehr dazu und behauptet, er wäre betrunken gewesen, gesagt: "Ich komm' wieder, wir kommen wieder, wie ein Boomerang! Wenn man uns wegschmeißt, wir kommen wieder." Und damit ist der Name "Boomerang" quasi entstanden.
Wir haben zwischenzeitlich auch mal die Überlegung angestellt, den Namen zu wechseln, aber aufgrund der Tatsache, daß in jedem Interview als dritte Frage nach unserem Bandnamen gefragt wird haben wir uns entschieden, gerade deshalb den Namen zu behalten.

Ist auch vielleicht nicht so toll, sowas im Nachhinein zu machen...

Andreas: Genau! Also wir hätten das wenn dann schon vor der ersten CD machen sollen. Aber es ist auf jeden Fall eine witzige Geschichte und er hat es damals so gesagt, auch wenn er nicht mehr dazu steht, weil's ihm peinlich ist. Aber so heißen wir jetzt und ich denke auch, daß es bis jetzt nicht negativ ins Gewicht gefallen ist.

Ein typischer Metalband-Name ist es auf jeden Fall nicht, und schon gar nicht einer, der mit Steel anfängt, und Holy, Sacred oder Warrior beinhaltet. Demzufolge wollt ihr Euch nicht unbedingt in die Ecke mit den richtig "truen" Metalbands wie Solemnity usw. stellen lassen?

Andreas: Da gebe ich Dir recht. Ich würde jetzt auch sagen, wenn uns jemand fragt, was wir machen, daß es dann nicht unbedingt die richtige Antwort ist wenn man sagt "Power Metal". Ich finde dieses Schubladendenken auch ziemlich daneben. Wir machen einfach die Musik, die aus dem Bauch heraus kommt, und wir haben so viele Charaktere in unserer Band, wo jeder irgendwas anderes favorisiert und dass dann wieder was rauskommt, was viele mit Powermetal vergleichen, ist ganz nett, aber ich würde jetzt nicht sagen, daß wir eine Powermetal-Band sind, die in einem Atemzug mit Solemnity und so weiter genannt werden müßte.
Zum Beispiel der Axel, der ist eigentlich Black Metal-Fan, aber so singt er bei uns natürlich überhaupt nicht. Der hört sich aber trotzdem eigentlich nur sowas an. Der Thomas ist ein großer Judas Priest-Fan. Zum einen halt die ganz alte Schule, aber gleichzeitig auch Anthrax und sowas. Der Stefan, der andere Gitarrist, hört ziemlich viel Irish Folk, der Stefan Grötzinger hört alles und gar nichts. Der arbeitet beim Radio, also alles, was da so den ganzen Tag gespielt wird. Favorisiert natürlich auch die harte Schiene, also Hardrock und Nu Metal. Und ich für meinen Teil höre mir auch ganz gerne mal Slayer an, Metallica und auch mal ein paar Powermetal-Sachen wie Rage oder so. Aber die ganz typischen Powermetal-Dinger, da haben wir eigentlich jetzt gar keinen in der Band, wegen dem wir sagen würden: "Wir hören Powermetal und deswegen machen wir das". Das wächst einfach so wie wir sind. Es ist auf jeden Fall nicht gewollt. Also wir setzen uns sicher nicht in den Proberaum und sagen uns, daß wir eine Powermetal-Band sind und soundso klingen müssen.

Was hast Du Dir zuletzt so an CDs gekauft?

Andreas: Das letzte was ich mir gekauft habe ist die neue Arch Enemy. Die ist ziemlich geil. Wobei ich fast sagen muß, daß der Vorgänger noch ein Stück besser war. Der hatte irgendwie eine größere Langzeitwirkung.


Andreas Reichard

Würdest Du sagen, es ist eher ein Fluch oder eher ein Segen, daß - gerade in Deutschland, man denke nur an Paragon, Solemnity und wie sie alle heißen - es momentan so viele Bands gibt, die wieder auf den traditionellen Metal setzen?

Andreas: Hm... (wirkt nachdenklich). Ich glaube, da würde ich mich ganz von distanzieren, also das weder als Fluch noch als Segen bezeichnen. Ich finde, das trifft es beides nicht. Es ist einfach gut, dass es einen großen Underground-Bereich gibt, und wenn es Bands gibt, die sich so hervortun und das traditioneller Metal ist, dann ist das richtig und gut. Es ist ja auch eine Nachfrage da, das sieht man ja bei vielen Underground-Festivals wie dem, das wir letzte Woche hatten. Und dadurch bestätigt sich die ganze Sache, und solange es läuft, soll jeder machen, wonach ihm das Herz steht.

Das erste Mal seid ihr mir vor kurzem aufgefallen, als ich bei irgendeinem Fanzine gesehen habe, daß ihr die Titelstory mit Wizard zusammen bekommen habt. War das das United Forces? Ich weiß es nicht mehr. Bist Du da ein wenig stolz drauf, daß man sowas auch mit einer eigenproduzierten CD erreichen kann?

Andreas: Ich weiß auch nicht mehr genau in welchem das war. Das waren mittlerweile so viele, das habe ich auch nicht mehr so richtig im Kopf. Aber auf alle Fälle bin ich und sind wir alle sehr stolz darauf. Es war auch wirklich so, dass es ein riesiger Glücksgriff war, den Christian Plötz kennenzulernen. Wir waren früher von 1998 bis 2000 praktisch eine Band, die im Proberaum saß und ihre Hausmusik machte. Das macht dann Spaß, Musik zu machen, wir haben es aufgenommen, zu Hause angehört, wieder aufgenommen, wieder angehört. Und irgendwann haben wir es dann mal ein paar Leuten gezeigt, die es toll fanden, aber dabei ist es dann auch geblieben. Bis der Christian Plötz dann per Zufall an uns rangekommen ist... oder eher umgekehrt, wir an ihn, so war das eher. Und der war dann begeistert von unserer Demoaufnahme. Und ab diesem Zeitpunkt hat er uns dann überhaupt erst in die Szene reingebracht. Wir hatten vorher überhaupt keine Auftritte und seit wir ihn haben läuft die Sache. Natürlich sind wir da absolut stolz drauf. Das ist schon klasse, wenn man die Magazine aufschlägt und sein Gesicht sieht. Oder, was noch toller ist, wir bekommen viele CD-Anfragen aus Griechenland, Italien, Holland, selbst Südkorea war dabei. Das macht schon stolz, auf alle Fälle.

Okay, mal zu Eurer ersten CD "Weaveworld". Im Prinzip handelt die CD nur von Mord und Totschlag, wenn man es denn mal krass formuliert...

Andreas: (lacht) Wir haben eben Probe gehabt, da habe ich mich mit dem Thomas nochmal darüber unterhalten, also was unsere Texte im allgemeinen angeht. Es ist halt so, wir jammen und schreiben ein Lied, und erst dann wird ein Text dazu geschrieben. Wir versuchen dann immer, dem Charakter des Stückes gerecht zu werden, wenn wir den Text schreiben. Es wäre jetzt irgendwie naiv zu sagen, wir haben ein brachiales Lied und singen dann von Blümchen. Die Texte halten sich an die Art des Titels, und wenn die Titel schnell und rauh und aggressiv sind, dann ist das auch der Text. Und wenn Du das jetzt auf "Mord und Totschlag" pauschalisierst, dann liegt das darin begründet, daß die meisten Texte vom Thomas kommen und er ein sehr großer Fantasy-Horror-Fan ist. Und diese ganzen Bücher, die er da liest, inspirieren ihn sehr stark, und darauf baut er dann auch die Texte auf. Zum Beispiel auch "Weaveworld", wie auch die CD heißt, das ist ein Buch von Clive Barker. Thomas hat dann irgendwas im Kopf, das gibt ein Lied, und dann hat er ein Buch gelesen und schreibt einen Text dazu.

Gibt es außer Thomas noch andere Fantasy-Fans unter Euch?

Andreas: Ja, der Axel, der hat ja auch an dem Titel "Keepers of Light" mitgeschrieben. Das ist glaube ich ein Tabletop-Spiel oder ein Rollenspiel. Irgend sowas. Der ist auf jeden Fall auch auf dieser Rollenspiel-Schiene.
Und dann haben wir auch manchmal noch eine sozialkritische Komponente in den Stücken. Die ist allerdings sehr versteckt, zumal die Texte auch meistens noch aus der Thrash-Metal-Zeit von Arcus stammen. Die verarbeiten wir teilweise jetzt noch. Also wenn wir einen Titel haben und es fliegen noch so viele Texte rum von früher, dann versuchen wir die einfach an die Titel anzugleichen. Und wenn das paßt, dann nimmt man das natürlich. Also wie gesagt, wir versuchen jetzt nicht unbedingt eine Message mit unseren Texten herüberzubringen, sondern wir schreiben einen Text, der zum Lied passen soll und das auch unterstützt oder umgekehrt. Also Musik und Text müssen eine Symbiose eingehen, und dann ist die Sache gut.

Wenn Thomas jetzt etwas schreibt wie "How can our children live in humanity in this selfish world?"...

Andreas: ...dann ist das sozialkritisch!

Dann ist das sozialkritisch, aber das heißt jetzt nicht, daß die Welt in Euren Augen wirklich ein Ort ist, in der es für unsere Kinder keine Zukunft gibt, oder?

Andreas: Nein, also das auf keinen Fall. Die Texte sind so, daß man sich raussuchen kann, was man will und kann. Es sind übrigens auch oft Wortspiele und Metaphern drin. Zum Beispiel dieses "Mourning Sun" mit "ou", da denkt man ja als erstes an "Morning Sun", aber "Mourning" heißt ja "trauern", die "Mourning Hall" ist ja beispielsweise die Trauerhalle. Oder dieses "Like black, like white". Übersetz das mal, irgendwie geht das gar nicht. Also das kann man so deuten wie "weder noch", weder schwarz noch weiß. Es sind viele Wortspiele und es paßt zur Musik, und was man dann da reininterpretiert oder lesen will ist die eigene Sache.

Ich habe ja vorher schon mit Christian gesprochen gehabt und der meinte, daß er Thomas, der für die Texte verantwortlich ist, jetzt seit vier Jahren kennt, aber immer noch nicht weiß, was in seinem Kopf vorgeht. Sprecht ihr innerhalb der Band über die Texte?

Andreas: Nein, es ist wirklich so, daß Thomas den Text schreibt, weil er viel liest. Der Axel liest ihn immer durch, weil der muß ihn ja auch singen, und ist dann auch meistens begeistert davon. Ich habe sie seit wir das Booklet von der CD haben jetzt auch mal alle gelesen. Mittlerweile habe ich jetzt sogar schonmal einen geschrieben, also auf der nächsten CD werden auch mal eins, zwei von mir draufkommen...

Habt ihr denn schon angefangen, neue Songs zu schreiben oder gibt's vielleicht sogar noch Überbleibsel von Eurem Demo?

Andreas: Wir haben mittlerweile zwischen acht und zehn Titeln fertig. Es fliegt mal wieder einer weg und kommt wieder einer hoch, also momentan sind wir so im letzten Drittel. Von dem Demo ist nichts mehr übrig, da haben wir alles verarbeitet damals.

Aufgefallen ist mir dann vor allem noch der Text zu "The Labyrinth". Welche Bedeutung hat der Boomerang, der hier erwähnt wird?

Andreas: Ja, das ist schon witzig. Der Thomas hat mir erzählt, daß der Text halb fertig war und die erste Hälfte von einem Labyrinth, also so einer Art Reise ins eigene "ich" handelt, um die eigene Gehirnhälfte zu erforschen. Davon, ins Labyrinth des Denkens vorzudringen. Und der Text hat halt nicht gereicht und irgendwann hat Thomas dann einfach die Zeilen mit unserem Bandnamen da reingesetzt. Es ist also quasi ein Bruch im Text, nach dem es keinen Bezug zur ersten Hälfte gibt.

Was kannst Du mir über das Coverartwork von Weaveworld erzählen?

Andreas: Wie das so ist im Zeitalter des Internets, bekommt man ja jede Menge Spam und E-Mails. Wir hatten damals schon eine Homepage, und irgendwann kam dann ein englischer Künstler namens Dominic Harman und hat uns Werbung geschickt. Und da waren ein paar Plattencover von ihm drin. Wir haben uns dann mit ihm in Verbindung gesetzt und in den Vorlagen war dieses Cover, das wir jetzt auch haben. Wir haben uns das angesehen und fanden das auch alle ziemlich geil. Letztlich war das dann eine einfache Geschichte, wir haben es dann einfach gekauft. Uns hat es allen gefallen und es sollte jetzt nicht unbedingt im Kontext zum Titel oder zur Platte stehen, wir haben es einfach genommen, weil es uns gefallen hat. Und es ist auch super gemacht. Wir haben das gekauft, das Bild gehört also jetzt uns.


Das Cover von "Weaveworld"

Eigentlich hättet ihr am Wochenende zusammen mit Jag Panzer auf der Bühne stehen sollen. Weshalb fiel der Gig ins Wasser?

Andreas: Ja, warum hat das nicht geklappt? Dumme Sache, wie es halt so ist, wenn man mit fünf Leuten in einer Band ist. Um so mehr Leute man hat, um so schwieriger ist es, alle unter einen Hut zu bringen. Das Problem war, daß unser Bassist ein Haus gebaut hat und umzieht. Der hat an diesem Wochenende 10 Leute von der Möbelspedition da, die sein Haus ausräumen und die Sachen ins neue Haus einräumen. Das war das Problem Nummer 1. Aber das wäre ja noch zu kitten, wir hatten uns schon überlegt, einen Aushilfs-Bassisten zu holen. Das nächste Problem ist, daß Stefan Zobel dieses Wochenende Vater wird. Oder zumindest ist der Termin da festgelegt. Das Problem ist halt, von uns bis Köln sind es gut zweieinhalb Stunden. Wenn die Frau jetzt plötzlich die Wehen bekommt... Das war also auch ein Grund, und er meinte dann auch, daß es ihm lieber wäre nicht zu spielen, bevor er dann mittags plötzlich sagt, er macht einen Abflug. Okay, das wäre dann vielleicht auch noch machbar gewesen mit Ersatz-Gitarrist und Ersatz-Bassist, machen wir die Sache halt zu dritt. Aber dann schlug das Schicksal nochmal zu. Der Axel war gerade in Urlaub und als er wiederkam, erzählten wir ihm voller Stolz, daß wir vor Jag Panzer spielen könnten. Aber als er dann den Termin gehört hat ist ihm die Kinnlade runtergefallen. Er studiert Medizin und promoviert zur Zeit. Jetzt an dem Wochenende hat er dann leider eine Tagung in Berlin und muß unbedingt vor Ort sein, der kann da gar nichts machen. Und darum ist die Sache dann dummerweise... traurigerweise ins Wasser gefallen.

Ist sicherlich ärgerlich, da ihr ja auch einen gewissen US-Einschlag in Eurer Musik habt, könnte ich mir vorstellen, daß der eine oder andere von Euch Jag Panzer-Fan ist.

Andreas: Das ärgert uns wirklich, ja. Der Thomas ist ein großer Fan von Jag Panzer, der Axel auch. Das ist eine dumme Sache, da bekommt man Tränen in den Augen.

Doomsword haben ja auch auf diesem Event gespielt. Das ist schon seltsam, aber Doomsword kamen mir auch irgendwie in den Sinn, als ich "Weaveworld" gehört habe, was vielleicht daran liegen könnte, daß ihr auch ein Stück weit episch klingt.

Andreas: Mhm. Das ist aber dann irgendwie absoluter Zufall. Bis auf den Namen kenne ich die Band überhaupt nicht. Und das kann ich auch von allen anderen Bandmitgliedern behaupten...

Solltest Du auf jeden Fall mal reinhören, lohnt sich!

Andreas: (lacht) Gut, dann muß ich mal den Plötz fragen, der hat das alles.

Wo wir aber gerade bei dieser epischen Seite Eurer Musik sind... die entsteht ja auch irgendwie durch die zweistimmigen Gesangspassagen. Ich finde, die sind ja auch irgendwie ein Trademark Eurer Musik...

Andreas: Absolut, absolut. Da legen wir auch viel Wert drauf. Ja, das ist so eine Stelle, da scheiden sich halt die Geister. Der Axel und der Thomas haben halt beide ziemlich charakteristische Stimmen und singen beide sehr gut. Thomas spielt zwar hauptsächlich Gitarre, möchte seine Stimme aber trotzdem gerne einbringen. Und da ist es die logische Konsequenz, es nicht so zu machen, wie es heute oft gemacht wird, bei Blind Guardian und so, mit großen Chören hinten dran, das wollen wir überhaupt nicht. Wir haben zwei große Stimmen in der Band, dann können die zwei auch zusammenarbeiten. Und es wäre auch langweilig, eine typische Zweitstimme zu singen. Da gehen wir lieber hin und arbeiten zwei Melodiestimmen aus, die auch wirklich teilweise gegeneinander singen. Das ist auch von unserer Seite aus gut so und absolut bezweckt. Wenn das manchen Leuten nicht gefällt, dann ist das auch okay. Aber es gibt genug Leute, denen gefällt das, und ich denke, das ist wirklich ein Markenzeichen von uns.

Deine 5 Alltime-Faves?

Andreas: Oh, warte mal, da muß ich erstmal in meinen CD-Ständer gucken. Das ist ja auch immer ein wenig zeitabhängig. Ich würde sagen die "Painkiller" von Judas Priest auf alle Fälle. Dann die schwarze Metallica, auch wenn ich da jetzt vielleicht viele Stinkefinger gezeigt bekomme...

...ach wo, die Metalspheres-Leser sind tolerant. Und das schwarze war schon ein gutes Album.

Andreas: Genau, Load und Reload sind aber zum brechen. Dann Slayer, die "Divine Intervention". Auf der ganz modernen Schiene dann Rammstein. Da finde ich alles gut, kann ich mir alles anhören. Und vom traditionellen Metal her sagen wir mal noch Rage, "The missing Link".

Dann bedanke ich mich vielmals fürs Interview.

Andreas: Kein Problem, wir haben zu danken und es freut uns immer, wenn wir solche Anfragen kriegen. Vielen Dank, ich denke, wir hören voneinander.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Dennis


P.S.: Dass wir voneinander hören will ich hoffen und der Band auf diesem Wege nochmal alles Gute und viel Erfolg wünschen. Und den Lesern dieses Interviews möchte ich an dieser Stelle nochmal "Weaveworld" ans Herz legen, das ihr am besten über die Bandhomepage beziehen könnt: http://www.boomerang-metal.de Es lohnt sich!


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