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Airborn


Die Mutter, Juventus Turin, die Heilige Römische Kirche, Italien im allgemeinen, es gibt genügend Möglichkeiten einen feurigen Italiener zu beleidigen. Allesio Perardi, der mir zur neuen Airborn-CD Rede und Antwort stehen sollte, hatte vor dem Interview mächtig gute Laune, die sich dann allerdings ein wenig trübte. Gut, dass Alessio mit einer relativ hohen Frustrationstoleranzgrenze ausgestattet ist und so war das Interview doch noch gerettet, als ich meine dezent formulierte Kritik an der ersten CD via Telefon über die Alpen brachte. Die zweite Veröffentlichung ist trotz aller negativer Kritiken durchaus empfehlenswert.


Die Frage, was nach Veröffentlichung der ersten CD besonderes geschah, ist im Prinzip recht schnell beantwortet. Nicht viel! Die Reviews waren durchwachsen bis niederschmetternd, ansonsten gab es kaum Reaktionen. Alles in allem eine Situation, mit der ihr sicherlich nicht zufrieden wart?

AP: Natürlich waren wir mit den Reviews nicht zufrieden. Das ganze war eher mittelmäßig und nicht das, was jemand erwartet, der seine erste CD auf den Markt bringt. Egal! Im Prinzip war keines der totale Niedermacher und so konnten wir doch noch einigermaßen glücklich sein. Klar, du bist stolz auf deine erste Veröffentlichung, weil es für dich das größte ist und verstehst die Ablehnung erst mal nicht. Mit Abstand gesehen, gab es schon das eine oder andere, was evtl. nicht so in Ordnung war.

Ich konnte mit dieser CD nicht viel anfangen, um ganz ehrlich zu sein. Eine typisch italienische Veröffentlichung, nichts besonderes, der übliche Standard. Entsprechend viel Lust hatte ich auf "D-Generation" dann nicht unbedingt. Als ich endlich die Hörprobe gewagt habe, war ich doch mehr als erstaunt. Was ist mit der Band passiert?

AP: Natürlich ist "D-Generation" um einiges besser als "Against the world". Das Problem mit der letztjährigen Veröffentlichung, war das, dass wir das Ganze in zwei unterschiedlichen Zeitabschnitten aufgenommen hatten. Es ist ziemlich klar herauszuhören, welcher Titel aus welcher Session stammt. Was auch erklärt, warum das Album als ganzes irgendwie nicht funktioniert und für uns als Band mehr ein Experiment war. "D-Generation" konnte auch dadurch besser werden, weil wir mittlerweile wussten, wie Piet Sielck arbeitet und außerdem sind wir einfach professioneller geworden.


"D-Generation" ist sicherlich nicht das, was jemand erwartet, wenn von italienischem oder südeuropäischen Leicht-Metall die Rede ist. Für mich klingt das wie rauher U.S. Metal gepaart mit etwas Judas Priest aus der frühen Phase.

AP: Da kann ich mit leben. Wir haben erstmal die guten und schlechten Seiten der ersten CD diskutiert und dann das genommen, was unterm Strich für die zweite Veröffentlichung zu gebrauchen war. Die Chorusse als Beispiel, einige Melodien. Die Keyboards, die ich schon bei "Against the world" nicht leiden konnte, sind rausgeflogen. Schlussendlich haben wir uns auf die Rhythmusgitarren und vernünftige Riffs konzentriert. Zakk Wilde, Judas Priest, die von dir erwähnte Phase, so was in die Richtung.

Ist "D-Generation" ein Konzeptalbum oder gab es eine Überlegung in die Richtung?

AP: Nicht direkt. Alle Titel sind ein wenig von Sozialkritik durchzogen. Dazu gibt es noch eine Mischung aus Phantasie und Realität. "Cosmic Rebels" ist sicherlich fiktiv. Ich persönlich bin der Meinung, dass kaum einer, der eine CD kauft, ernsthaft an Politik und dergleichen in den Texten interessiert ist.

Einer meiner persönlichen Favoriten ist "War is the H-Word". Was genau ist das H-Wort?

AP: Das ist ein amerikanisches Idiom und heißt im Prinzip nichts anderes, als dass Krieg die Hölle ist. Um ganz ehrlich zu sein, den Titel habe ich von einer "Futurama"-Folge entliehen.


Welche Gründe gab es wieder mit Piet Sielck zusammen zu arbeiten? War er oder das Label evtl. auch ein wenig "Schuld" daran, dass ihr euch musikalisch gewandelt habt?

AP: Piet Sielck ist nicht maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Die Entscheidung lag ganz bei uns und nicht, weil Remedy aus kommerziellen Gründen in diese Richtung gedrängt haben. Es war uns einfach klar, dass da etwas besser werden muss und so ist das entstanden. Quasi eine natürliche Entwicklung.

Das enttäuschende Review im Rock Hard und das ziemlich gute im Hammer zugrunde legend, gibt es bei den Journalisten zwei Gruppen. Die, die euch von vornherein ablehnen und die, die durchaus bereit sind, eine zweite Chance einzuräumen. Daraus können Airborn doch ganz schön Kraft schöpfen? Ihr zeigt der Welt, es geht doch und wer es nicht wahrhaben möchte, der kann uns mal!

AP: Natürlich, ich denke genauso. Sicherlich hat mich das Review im Rock Hard enttäuscht, weil dort für uns keine weitere Chance gesehen wird. Im Prinzip bestand diese Kritik nur aus Vorurteilen. Es ist nicht unbedingt wichtig, was irgendwelche Magazine schreiben. Die Enttäuschung ist doch nur gegeben, weil wir wirklich hart daran gearbeitet haben, etwas zu ändern und keiner erkennt das an.

Ich möchte nicht alle Bands aus deiner Heimat über einen Kamm scheren, aber was ihr mit "D-Generation" versucht zu erreichen, ist folgendes, nämlich sich von der breiten Masse der gleichklingenden CDs ein wenig zu distanzieren.

AP: Da stimme ich zu und du hast genau das erkannt, was wir wollen. Als "Against the world" erschien, war es so, dass selbst bei den positiven Reviews zu lesen war: "Wieder eine Band aus Italien". Dann noch der Hinweis auf Labyrinth und Rhapsody, was so schon mal gar nicht stimmt. Dann gab es aber auch welche, die anerkennend geschrieben haben, dass es eine italienische Band geschafft hat, stark nach Gamma Ray oder Helloween zu klingen. Das mag für die erste CD gepasst haben, aber ansonsten sind wir Airborn und nicht Gamma Ray. Auf "D-Generation" gibt es Titel, die nur auf dieser CD sein können und nicht irgendwo teilweise schon mal gehört wurden. "War is the H-Word" wäre so ein Beispiel. Sicherlich wird es weiterhin eine Weiterentwicklung der Band geben, da keiner etwas von Bands hat, die sich immer gleich anhören. Da ich ein sehr kreativer Mensch bin, wird das irgendwie schon hinhauen.


Die berühmten letzten Worte.

AP: Das ist eine der Fragen, die schwer zu beantworten ist. Gebt der neuen CD eine Chance, weil es eine gute Veröffentlichung ist. Die würde sogar ich kaufen.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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