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Clevere Werbefritzen sind der Meinung, dass es an der Zeit ist ein Bier zu feiern, das wie kein zweites gebraut wird. Super! Warum wird nicht mit dem gleichen unermüdlichen Elan für Veröffentlichungen geworben, die es wirklich wert sind? Warum haben Soulgate eigentlich immer noch keinen Vertrag in der Tasche und warum wird ein geistig minderbemittelter junger Bayer dazu bewogen, seine Lebensgeschichte vom Verlag direkt in die Wühlkiste vom Karstadt zu befördern? Warum stelle ich die Band eigentlich nicht endlich vor?
Das Tor zur musikalischen Seite der Seele wurde zum ersten Male im Jahr 2001 geöffnet. Eifrige Trüffelsucher des Heavy Metal werden evtl. in den davor liegenden Jahren das einzige (zumindest ist mir nur das eine bekannt) Lebenszeichen von Mendacious Messiah und das leider einmalige digitale Dokument von Justire aufgespürt haben. Aus diesen Bands fanden sich die geeigneten Musiker zusammen, um ihre individuellen Vorstellungen eines eigenen und kreativen Metal Stils zu kreieren. Stilistische Limitierung? Nein danke! Thrash, Power Metal, Death, nichts ist zu unmöglich, um nicht daraus einen eigenwilligen, mit hohem Wiedererkennungswert ausgestatteten Klang auf CD zu bannen. Die erste Veröffentlichung datiert aus dem letzten Jahr und hat seit ihrem Erscheinen überall nur positive Resonanzen erfahren. Das gleiche wird hoffentlich bei der kürzlich erschienenen aktuellen CD "Scorn" passieren. Alles andere wäre ein Sakrileg! Wer auf unbändige Spielfreude gepaart mit Härte und eingängigen Melodien steht, sollte diese beiden CDs unbedingt in seine Sammlung integrieren. Weitere Neuigkeiten aus Deadmold berichtet Sänger und Bassist Bernd Rigelsky.


So, die üblichen Freundlichkeiten sind ausgetauscht und damit an die Arbeit. Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen der letzten und der aktuellen CD? Falls aus deiner Sicht überhaupt welche vorhanden sind

Bernd: Großartige Veränderungen gibt es nicht. Das sagen natürlich alle, aber wir haben da weitergemacht wo wir beim letzten Mal aufgehört haben. Wir haben versucht uns eine gewisse Identität zu geben mit der ersten CD und diesen Faden spinnen wir weiter. Wohin es in den nächsten Jahren geht, wissen wir auch nicht. Aber das ist im Prinzip egal, weil wir sowieso nur das machen, wozu wir gerade Lust haben.

Das mit der Identität ist so korrekt, aber der Rest deiner Antwort befriedigt mich nicht. Ich sehe hier keine Weiterentwicklung, für mich ist "Scorn" etwas komplett neues. Das muss so sein, weil ihr immer etwas neues macht, nicht im Sinne einer neuen CD, sondern bei den neuen Titeln, wo jede Neuerung perfekt rauszuhören ist.

Bernd: Findest du? Empfindet das ein Außenstehender so? Ich kann das schlecht nachvollziehen. Ich würde auch nicht sagen, dass es Dinge gibt, die wir uns bei der letzten CD nicht zugetraut haben. Solche Überlegungen finden im Proberaum nicht statt.

Aber es ist nicht zu leugnen, dass Soilwork oder In Flames eine gewissen Einfluss auf die neuen Titel hatten?

Bernd: Da sehe ich keine großen Parallelen. Außer dass wir auch melodiös sind und trotzdem hart bleiben. Gut, ein gewisser Anteil Death Metal-Gesang ist vorhanden. Mehr Überschneidungen sehe ich nicht. Ich möchte das auch nicht in Frage stellen, kann es aber so nicht nachvollziehen. Allerdings kann sich da auch jeder seine eigene Meinung bilden. Dass keine Missverständnisse entstehen, ich mag die beiden erwähnten Bands und höre sie mir auch an. Allerdings ist das kein großer Einfluss auf die Musik, zumal ich einen großen Teil der Melodien gar nicht schreibe.

Bei unserem Telefonat hast du behauptet, dass das, was ich im März bei euch im Proberaum gehört habe, auch so auf die CD gekommen ist. Ganz ehrlich, ein wenig habt ihr noch daran gebastelt?

Bernd: Nein! Der Eindruck, dass wir da noch etwas geändert haben, mag daher rühren, dass wir die neuen Titel in Kombination mit den alten gespielt haben. Gut, innerhalb von 6 Monaten wird immer noch ein wenig gebastelt, damit es noch besser wird. Außerdem hast du die Rohfassungen gehört, aber die Songstrukturen sind geblieben. Die Texte ebenfalls. Woher jetzt deine Vermutung kommt weiß ich nicht. Es mag sicherlich einen Unterschied geben, das ganze live zu hören oder auf CD. Ich höre natürlich einen Unterschied von der ersten zur zweiten CD. Um es auf den Punkt zu bringen, klingt es so, wie "Blame" und "Mollusc" (CD1)zusammengefasst zu einem Titel auf der neuen CD. So ungefähr lässt sich die Weitererklärung des Stils erklären.


Die Tür ist also immer offen, um im nächsten Raum zu gucken, was da so los ist? Irgendwelche eng gesteckten Grenzen gibt es für euch im Prinzip nicht. Aber wo ist die natürliche Hemmschwelle angesiedelt, also der Punkt, wo die musikalische Entwicklung ein Ende hat?

Bernd: Selbstverständlich ist die Türe immer offen, sonst wäre das ganze eine Einbahnstraße. Irgendwelche Grenzen sind praktisch nicht vorhanden. Wir überlegen nicht, was wir nicht machen dürfen, sondern spielen einfach drauf los. Irgendeinem Metal-Klischee zu entsprechen kann und soll es nicht sein. Wie du im letzten Review geschrieben hast machen wir das, was uns gefällt, und das wird weitergeführt. Es kann keine Grenzsetzung geben, auch wenn es dadurch schwierig wird, uns einzuordnen.

Auf dem Cover steht übersetzt "Krankheit:Verachtung". Wen verachtet ihr? Warum werdet ihr verachtet? Warum sollte keiner verachtet werden?

Bernd: Hier muss die Brücke zu unseren Texten gebaut werden. Das sind Texte über Dinge, die uns fürchterlich ärgern, meistens jedenfalls, und zwischendurch haben wir noch ein paar andere Kuriositäten dabei. Aber bei den Dingen, die uns nerven oder sehr nahe gehen, politisch oder persönlich, ist es so, dass wir damit nicht bitterernst umgehen. "Scorn" heißt ja auch Spott und deswegen kann eine kritische Grundhaltung mit einem gewissen humoristischen Anflug versehen sein. Der schwarze Humor ist bei uns schon sehr präsent.

Wie erklärt sich ein Zungenbrecher der Marke "The simplicity of guttaral absence"?

Bernd: Hättest du damit gerechnet als Rausschmeißer? (nie im Leben - der Verfasser)? Schreibt man "Instrumentalstück" liest sich das irgendwie langweilig.

Bei meinem letzten Besuch im Proberaum habt ihr mir gestanden, dass jeden von euch irgendeine Krankheit peinigt. Egal ob ADS, Authismus oder sonstwas. Den Anfang macht "Borderline" und 3 CDs später ist das dann abgearbeitet?

Bernd: Da möchte ich jetzt nicht drauf eingehen. Wie schon angedeutet hat jeder von uns intern in der Band wie auch privat seine Psychosen und Neurosen. Das ganze thematisieren wir dann. Das ist dann ähnlich wie "Mollusc" von der letzten CD.


Es gibt "Soulgate", das Original, dann Soulsgate (Hamburg) und zu allem über Überfluss auch noch Soulgate irgendwas aus den neuen Bundesländern. Jetzt wird es aber Zeit, die Rechte zu sichern.

Bernd: Da sagst du was. Es gibt eine Homepage im Internet, wo jede Band ihren Namen eintragen kann, mit Datum. Das wird dann dort eingetragen, damit quasi eine gewisse Referenz vorhanden ist, wenn es hart auf hart kommt. Bis jetzt gab es noch keine großen Probleme, weil der Erfolg noch nicht so ist, wie er sein könnte. Ich kenne keine der beiden anderen Bands. Wir können zumindest belegen, dass wir unseren Namen gesichert haben. In Russland gibt es noch eine Band namens Soulgate, irgendwas Richtung Orchester oder so und somit außer Konkurrenz.

Die berühmten letzten Worte!

Bernd: Da hätte ich mich auch drauf vorbereiten können. Soulgate sind die Newcomer des Jahres! Ich hoffe, dass das auch jetzt jemand mitbekommt. (lacht)


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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