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"Stay Where The Pepper Grows", alleine der Name dieser Band wäre es wert, alles stehen und liegen zu lassen, um in Erfahrung zu bringen, was es damit auf sich hat. Doch auch musikalisch hat die dreiköpfige Formation einiges zu bieten, wie nicht zuletzt auch das Review in unserer Underground-Sektion zeigt. Was also verbirgt sich hinter dem mysteriösen Namen? Diese und andere Fragen wurden mir von Sänger und Bassisten Christoph 'Stripe' Schinzel beantwortet. Lest selbst!


Okay, erstmal die Frage, die mir schon länger auf der Zunge brennt. Euer Name "Stay Where The Pepper Grows" ist ja nicht gerade ein typischer Bandname. Wie kommt Ihr zu dieser ganzen Pfeffer-Sache, den Schoten, die auf allen Abbildungen und Homepages zu finden sind, die mit Euch zu tun haben, und dem Namen?

Stripe: Yo, die Frage haben wir schon oft gestellt bekommen. Die Idee für den Namen stammt von einem alten Kumpel von uns. Guido, seines Zeichen Sänger von Skeleton Army. Den Spruch hat besagter Guido bei einem Krankenhausaufenthalt von unserem Drummer Markus losgelassen. Damals gab es die Band noch nicht. Aber uns war klar: das ist DER Bandname. Und da Pfeffer ja aus Schoten gewonnen wird und wir gerne scharf und viel essen, kam das dann alles so mit dem Schotenkram. Das war sozusagen ein Selbstläufer.

Kochst Du gerne?

Stripe: Bingo, neben Musik und Graphik ist Kochen meine grosse Leidenschaft. Natürlich am liebsten für Freunde. Aber auch für mich allein, dann werden immer neue Rezepte ausklabüstert. Und immer mit viel Chilli und Knoblauch.

Dann stell uns doch mal kurz die Band vor!

Stripe: Gut, da wäre Uwe an der Gitarre, den ich schon seit über 25 Jahre kenne und mit dem ich seit 1980 schon in diversen Combos zusammen musiziere, z.B. Arrow und Deztroyer. Und Markus, unser Trommler, den ich auch schon seit den Arrow-Zeiten (1984) kenne. Mit mir zusammen (Bass/Gesang) ergeben wir fast schon eine richtige Familie. Also es geht bei uns alles sehr ungezwungen ab. Dafür sind wir einfach schon zu lange befreundet. Es macht wirklich eine Menge Spass mit dem Haufen.


Hey, DEZTROYER hört sich ziemlich abgefahren an. Erzähl mal wie's weiterging und welche Musik Ihr gemacht habt!

Stripe: Wie gesagt, mit Uwe jamme ich seit "Kindesalter" und Deztroyer war damals unsere dritte Band zusammen in Folge, da wir immer im selben musikalischen Fahrwasser schwammen. Markus' Band Paranoid löste sich zum selben Zeitpunkt auf wie damals Arrow, und so beschlossen wir kurzerhand gemeinsame Sache zu machen. Da wir alle auf den guten alten Thrash von Slayer und Metallica standen, war die Marschrichtung klar: Speed/Thrash-Metal.

Mit "Stay Where The Pepper Grows" habt Ihr Euch jetzt ziemlich deutlich Motörhead verschrieben, aber ich denke, daß Ihr sicherlich auch noch andere Einflüsse hattet, vor allem im Thrash-Bereich. Mit den Red Hot Chilli Peppers habt Ihr ja (Gott sei Dank) musikalisch nichts zu tun. Wer sind Eure Vorbilder, an wem orientiert Ihr Euch?

Stripe: Das ist richtig. Wir stehen alle auf diese rock'n'rolligen Bands wie eben Motörhead, AC/DC und Rose Tattoo. Einen grossen Einfluss hatten allerdings auch die 80er-Bay Area Thrash-Bands. Und da vor allem Slayer, Metallica (Kill ´Em All), Exodus und Konsorten. Es ist auch nicht abzuschlagen, dass gewisse Punkbands wie z.B. G.B.H. einen gewissen Anteil haben.

Ich habe mal im Internet nach Eurem Namen gesucht und bin kaum fündig geworden, wobei doch gerade im Internet in Sachen Musik eine große Informationsflut herrscht. Habt Ihr Eure momentane Scheibe "Geese..." nicht auch an andere Magazine, Fanzines oder Webzines geschickt, um Euren Bekanntheitsgrad zu steigern? Mit dieser Platte braucht Ihr Euch sicherlich nicht zu verstecken... aber man könnte fast den Eindruck gewinnen, Ihr hättet nicht so großes Interesse daran, bekannter zu werden.

Stripe: Ja und nein. In letzter Zeit ist unser Name unter "Google" immer öfter aufgetaucht. Natürlich ist unsere CD auch bei grösseren Fanzines wie Rock Hard oder Heavy Oder Was?! gelandet. Aber bei der Flut von Bands dauert es da natürlich auch länger, bis du rezensiert wirst. Im Heavy Oder Was?! Ist das ja mittlerweile geschehen. Aber auf einen Plattendeal haben wir z.B. keinen Bock. Da hatten wir in der Vergangenheit zu viel negative Erfahrungen gesammelt. Sind ja im Endeffekt nur schlipstragende Halsabschneider. Da machen wir das lieber in Eigenregie. Hauptsache der Spass bleibt nicht auf der Strecke.

Wie schaut es denn mit den Resonanzen auf Euer Debut aus? Seid ihr mit den Reaktionen und dem CD-Verkauf zufrieden?

Stripe: Im Grunde schon, die Kritiken sind zu 80% positiv. Geschmäcker sind ja eh immer verschieden und deshalb ist es okay. In der heutigen Musiklandschaft muss man mit den Verkäufen auch zufrieden sein. In den 80er-Jahren, wo der Markt noch nicht so überlaufen war, sah das noch alles ganz anders aus. Aber da kannst Du, glaub ich, jeden fragen. Ausser so Rockgrössen wie die heutigen Metallica.

Ihr habt ja jetzt schon einiges an Live-Erfahrung sammeln dürfen. Erzähl mal unseren Lesern, was sie auf einem "Stay Where The Pepper Grows"-Konzert erwartet.

Stripe: Ich hoffe, dass wir im Jahre 2003 noch öfter die Bühnenbretter erklimmen werden. Im Grunde gibt es eine direkte, dreckige, thrashige Rock'n'Roll-Show. Ohne Pyros und GoGo-Girls (leider). In erster Linie steht die Musik im Vordergrund. Wir versuchen auf alle Fälle keine "Bierdeckel"-Show abzuziehen. Als Drei-Mann-Kapelle musst Du halt auf der Bühne schon was los machen.

Hat schonmal das ein oder andere Cover in Eure Setlist gefunden?

Stripe: Ja klar, dreimal darfst Du raten, von wem.

Ähm... vielleicht... Motörhead?

Stripe: Richtig. Momentan haben wir zwei Nummern der Engländer in der Setlist. Haben aber noch andere Covers in Probe. Zur Auflockerung eines Gigs ist so was immer ganz brauchbar.

Soweit ich weiß habt Ihr ziemlich engen Kontakt zu Disbelief, die ja mittlerweile auch sehr an Größe gewonnen haben. Unter anderem habt Ihr auch schon Konzerte mit den Jungs gespielt. Woher kennt Ihr sie denn?

Stripe: Die lokale Musikszene ist eben eine grosse Familie. Und unser Drummer Markus war nach dem Ausstieg bei Deztroyer ein Gründungsmitglied von Disbelief (mit Jagger und Oli). Aber hier kennt wirklich fast jeder jeden. Den einen mehr, den anderen halt weniger.

Du selbst bist ja als Graphikdesigner tätig und entwirfst Cover für andere Bands. Neben einigen Covern von Disbelief hast Du auch das neue Anvil-Cover entworfen. Ist übrigens echt klasse geworden. Wie bist Du denn an diese Band gekommen? Hattest Du da selbst Kontakt zu den Jungs, oder lief das über Massacre-Records?

Stripe: Danke für die Blumen. Mit Anvil lief das so, dass wir, Uwe und ich, die Jungs auf Konzerten näher kennengelernt haben. Sehr nette, zuvorkommende Persönlichkeiten. Nachdem ich vom Release des neuen Opus erfuhr schrieb ich Lips ein mail und fragte ihn in punkto Coverdesign. Da er sich sofort an mich erinnerte, kamen wir, nachdem ich ihm ein Entwurf zusandte, schnell ins Geschäft. Wie gesagt, sehr angenehme Zeitgenossen.


Das von Stripe designte Anvil-Cover von "Still going Strong"

Erzähl mal, wie das so abläuft... bekommst Du da einen Entwurf und man sagt Dir: "Mach mal", oder hast Du da genug Handlungsfreiheit, Deine eigenen Ideen und Interpretationen einfließen zu lassen?

Stripe: Das ist von Band zu Band verschieden. Den einen musst Du jede Idee aus der Nase ziehen, bei anderen wie Anvil oder Agent Steel, wo ich auch am Artwork der neuen CD beteiligt bin, geht das sehr unkompliziert. Anvil hatte eine konkrete Vorstellung, die ich dann im ersten Entwurf zur Zufriedenheit der Kanadier umsetzte. Die Grundidee kam von der Band, aber bei der Ausführung hatte ich dann ziemlich freie Hand. Klar wird jeder Verbesserungsvorschlag angenommen und eingearbeitet. Dasselbe gilt übrigens auch für Agent Steel.

Okay, kommen wir nochmal auf die "Geese..." zu sprechen, die ja eine klasse Kritik bei uns abgesahnt hat. Wie läuft der Songwriting-Prozess bei Euch ab? Trägt da jeder von Euch was zu bei?

Stripe: Das Grundgerüst eines Songs kommt entweder von Uwe oder mir. Das heißt, einer von uns kommt mit 'nem Riff oder einem groben Songaufbau in den Proberaum. Den Rest, also das Arrangement, machen wir dann zusammen. Da kann dann jeder den berühmten Senf dazugeben. Es kam allerdings auch schon vor, das ein Song spontan bei einer Session während der Probe entstanden ist. Das kommt allerdings seltener vor.

Der Sound ist ebenfalls ziemlich gut geworden für eine Eigenproduktion. Wo habt Ihr die Scheibe denn aufgenommen?

Stripe: Den Silberling haben wir im Wagwetz-Tonstudio in Münster bei Dieburg aufgenommen. Das Studio gehört einem guten Freund von uns, Micha Hamela. War eine sehr entspannte Atmosphäre bei den Aufnahmen, was man der CD vielleicht auch anhört. Unsere neue CD werden wir dort demnächst auch einspielen.

Laß uns mal auf Eure Texte zu sprechen kommen, die mich schwer beeindruckt haben. Worum geht es bei "Heady Head"?

Stripe: Erstmal Danke, weil ich der Autor bin. Also "Heady Head" geht über die Einfallslosigkeit der Menschheit (Heady Head = Impulsiver Verstand). Jedes Jahr der selbe Trott, am Wochenende ins Kino, im Sommer nach Italien in Urlaub und and Silvester weiss wieder jedes Mal keiner, was ab geht...

Bei "Snow in June" geht es ebenfalls um das traurige Schicksal einer einzelnen Person...

Stripe: Richtig, die Lyrics handeln um einen Piloten, der durch ein Unfall sein Augenlicht verliert und erkennt, dass Freundschaft nicht käuflich ist. Inspiriert zum Songtitel wurde ich damals von Michail Gorbatschow (ehem. Russ.Präsident), der diesen Satz sagte, als seine Frau starb.

"Reflect" und "Cry of Whisper" sind eher sozialkritisch und handeln von Krieg und Politik. Mit diesen beiden Themen, traurigen Einzelschicksalen und Sozialkritisierung, kann man eigentlich die komplette "Geese..." in kurzen Worten zusammenfassen. In wiefern sind das Dinge, die Euch besonders am Herzen liegen?

Stripe: Reflect, mein Lieblingstext. Ein Text über meine "braunen Freunde". Ein Lied, wo ich besonders live meinen ganzen Hass gegen diese verlogenen Faschos rausbrülle. "Cry Or Whisper" ist als Seitenhieb auf die Gesellschaft und deren fehlenden Selbstcourage zu sehen. Der Song kommt im Übrigen in einer überarbeiteten und härteren Version auf die neue CD. Aber im Grunde schreibe ich meine Texte aus dem Bauch heraus. Über Dinge, die mir gerade persönlich widerfahren sind oder einfach Themen, die mich ankotzen.

Werfen wir mal einen Blick in die Zukunft. Die Aufnahme Eurer zweiten CD steht an. Gib uns doch schonmal einen Ausblick. Wollt Ihr in Sachen Musik und Texten ähnlich konservativ zu Werke gehen, wie Motörhead das seit Jahren tun, oder habt Ihr vor, Euch irgendwie neu zu orientieren?

Stripe: Ja und nein. Die neue CD wird auf alle Fälle eine Schippe härter sein. Zu der ordentlichen Portion Rock'n'Roll wird diesmal noch mehr eine gehörige Fuhre Thrash draufgepackt. So sind mit "Crazy Pepper Heads" und "When The Killers Move" wieder knallige R'n'R-Nummern drauf, wobei bei Nummern wie "Less Brain" oder dem Titelstück "Who's God"? ordentlich gerührt wird. Bei so manchen Teilen werden wir unsere Voivod-Vorliebe nicht verheimlichen können. Textlich wird sich nichts ändern, ist hoffentlich auch nicht schlimm. Was mir eben gerade durch meine Gehirnwindungen schwirrt.

Deine 5 Lieblingsplatten?

Stripe: Das ist schwierig, na gut: Motörhead - Ace Of Spades, Slayer - Reign In Blood, AC/DC - Powerage, Deep Purple - Fireball und Metallica - Kill 'Em All!

Noch ein paar abschließende Worte?

Stripe: Danke an alle, die uns bisher unterstützt haben. Ich weiss, das übliche Gesabbere am Schluss, aber ich meine es ernst. Und noch Werbung in eigener Sache. Ab 2003 ist Wölfel (ein langjähriger Freund von uns) und BANSHEE-Promotion für das Live-Booking zuständig (booking@peppergrows.de). Ansonsten könnt Ihr alle Neuigkeiten auf http://www.peppergrows.de nachlesen. Keep The Peppers High - Stripe


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Dennis



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