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Ein Mann, ein Wort! Eine Frau, ein Wörterbuch! Wie wahr, wie wahr! Vor allen Dingen wenn die Frau dann noch amerikanische Staatsbürgerin mit italienischen Genen ist! Die Rede ist von Gina Gregoletto, Mutter von Paolo G., der bei Metal Militia für die tiefen Töne sorgt und auch hinterm Mikrofon tätig ist. Sohnemann ist einer von der bedächtigen Sorte, der sich lieber über die Musik ausdrückt. Mutter ist dagegen der reinste rhetorische Vulkanausbruch und sicherlich eine ganz schön clevere Geschäftsfrau. Also, wer M.M. gerne mal in seinem Vorgarten, seiner Lieblings Chill Out Lounge oder sonst wo erleben möchte, darf sich mit der gnädigen Frau unter gfarf@aol.com in Verbindung setzen. Nebenbei habe ich noch erfahren, dass der neue Schlagzeuger im Finale bei Slayer gescheitert ist, dass Konzerte in Singapur und Australien anstehen, dass ihr Filius ein ganz taffer Kerl ist, der Angst vorm Fliegen hat und Metal Militia überhaupt das größte seit der Entdeckung Amerikas sind. Na denn, hier nun die wenigen Worte, die mir Paolo ins Mikrofon gesprochen hat.


Wir begeben uns in das Jahr 1999, dem Jahr, in dem die Band das Licht der Welt erblickte. Was hat dich überhaupt zur einzig wahren Musik bekehrt und dann zur Gründung einer Raudaukapelle?

PG: Die Band, die mich mit absoluter Sicherheit zum Heavy Metal gebracht hat, waren Metallica. Als ich die zum ersten Mal gehört hatte, war mir klar, das ist meine Musik. Die Entscheidung, diese Musik dann auch zu spielen, wurde durch meinen Lehrer für Bassgitarre maßgeblich beeinflusst. Der Grundstein war somit gelegt.

Zu dem Zeitpunkt warst Du gerade mal 13 Jahre alt. Sicherlich kein Alter, das einen vor Heavy Metal bewahrt, aber gab es evtl. auch andere musikalischen Interessen, für die du dich heute schämst?

PG: Natürlich wurde auch das gehört, was die Freunde so hören. Aber seitdem der Heavy Metal mein Leben bestimmt, interessiert mich nichts anderes mehr. Es gibt nichts, was mich außerhalb meines musikalischen Spektrums wirklich anspricht.

Wie schwer war es für dich, die geeigneten Mitstreiter für die Band zu finden oder lebst du in einer Gegend, wo der schwermetallische Gehalt der Luft relativ hoch ist?

PG: Die meisten Schüler meines Gitarrenlehrers Damian sind genauso verrückt nach Heavy Metal. Ich selber habe eine Menge Leute getroffen, die in Metal Bands spielen. Die Szene hier in der Gegend rund um Fort Lauderdale ist recht ordentlich, weswegen es eigentlich kein Problem ist, die geeigneten Leute zu finden.

Erstaunlich ist die Tatsache, dass du die Titel für die momentan aktuelle CD "Perpetual State of Aggression" mit 14, oder waren es 15, Jahren in Angriff genommen hast. Erzähl doch mal ein wenig darüber.

PG: Ungefähr in dem Alter habe ich wohl angefangen, das ist richtig. Insgesamt zogen drei Jahre ins Land. In dieser Zeit haben wir Titel geschrieben, Demos aufgenommen und so weiter. Für die finale Realisierung sind dann ca. 1,5 Jahre ins Land gezogen.


Gab es beim Komponieren der Titel irgendwelche Hilfe von außen oder war es so, dass du gesagt hast, ich kann es mindestens genauso gut, wie die, die mich beeinflusst haben.

PG: Es ist schon so, dass ich die Musik, die mich inspiriert hat, durchaus beim Komponieren höre und auch dadurch zu neuen Ideen angeregt werde. Ein weiteres logisches Ziel ist es, dass ich versuche, da noch einen draufzusetzen und das bekannte Schema etwas zu erweitern.

Dann erschien die CD und alles was dann geschah, war wie ein Erdbeben. Konzerte, überschwängliche Kritiken weltweit, überall nur freundliche Worte.

PG: Das wichtigste war erstmal für uns, dass jeder über uns berichtet. Dass jeder über uns lesen kann und informiert ist. Das hat sich dann zu einem Dominoeffekt entwickelt. Bis jetzt hat es ja einige Leute gegeben, die das, was wir machen, auch mögen.

Vielen, denen ich die CD vorgespielt habe, waren der Meinung, dass es sich hier um etwas unveröffentlichtes von Testament oder Death Angel handeln würde. Ein größeres Lob kann es wohl kaum noch geben.

PG: Vollkommen richtig! Viele die uns mit diesen Bands vergleichen, sind sogar der Meinung, dass wir es noch ein bisschen besser können. Das ist schon verrückt, aber anscheinend, machen wir alles richtig. Trotzdem werden wir uns steigern und in unserem Metier noch größer und bekannter werden.

Bei Titeln wie "The impending Holocaust" oder "Machines of war", um nur 2 Beispiele zu nennen, muss es doch gewisse Überlegungen geben?

PG: Heavy Metal hängt ja immer der wenig optimistische Anspruch an und die dunkle Seite des Lebens stände im Vordergrund. Ich lese viel und das was mich interessiert, wird auch in den Texten verarbeitet.

Damit komme ich zur Website. Als erstes springen einem unter der Überschrift "Prepare for war" förmlich die skelettierten Soldaten entgegen. Dann tragen die jeweiligen Rubriken Namen wie "Gear" oder die "Comrade"-Abteilung mit wunderschönem Tarnanzughintergrund. Wie argumentierst du gegen die, die euch unterstellen, pro militaristisch eingestellt zu sein?

PG: Das hat was mit Militia zu tun. Mit all den Bedeutungen des Namens. Wir unterstützen keinen Krieg in irgendeiner Form, es sollte lediglich ein Zusammenhang zum Bandnamen hergestellt werden. Einiges in unseren Liedern behandelt schon das Thema Krieg. Sicherlich gibt es Missverständnisse, andererseits muss die Sache mit dem Krieg so gesehen werden wie sie ist: böse!

Konzerte habt ihr mittlerweile einige hinter euch. Nicht nur in Florida, sondern auch über das ganze Land verteilt. Ich fasse mal 3 der wohl interessantesten Begebenheiten zusammen. Da wäre zum ersten das "Metal Fest", dann ein lockeres Zusammenspiel mit Nicko McBrain und dann das "Milwaukee Metal Festival".

PG: Eine sehr interessante Sache, da wir erst gar nicht so richtig ernst genommen wurden. Und dann hauen wir denen richtig schönen Thrash der alten Schule um die Ohren. Die Sache mit Nicko geschah beim jährlichen Beach Festival, wo ich mit ihm "Aces High" gespielt habe. In Milwaukee waren die Reaktionen mehr als großartig. Das erste mal dort, hat uns eine große Anhängerschaft beschert. Nicht nur in den U.S.A., sondern auch weltweit, da bei diesem Festival Zuschauer aus fast allen Ländern der Erde anwesend sind. Alles in allem war dieses Festival für uns sehr hilfreich.

Könntest du dir vorstellen, dass Metal Militia es eines Tages schaffen könnten, richtig groß zu werden oder soll es eher im Underground weitergehen?

PG: Natürlich wollen wir so viele Menschen wie möglich erreichen. Allerdings wollen wir auch nicht zu der Kategorie von Bands gehören, die Kompromisse hinsichtlich der Musik eingehen, um es irgendwie zu schaffen. Unsere Musik soll jeder hören können und auch mögen. Das funktioniert aber nur dann, wenn du dein Ding durchziehst. Das klappt bis jetzt ganz gut, der Zuspruch auf die Band wird immer größer.


Die diesjährigen Grammy-Nominierungen sind mittlerweile Geschichte. Die Namen derjenigen, die gewonnen haben, erspare ich mir, weil ich sonst kotzen muss. Interessant ist aber, dass ihr auch nominiert wart und zwar auf Position 18 im Bereich Rock und damit immerhin 2 Plätze vor Metallica.

PG: Natürlich hatte ich schon gehofft, dass wir gewinnen werden. So schlecht sind wir nun nicht, aber immerhin galt es sich gegen 30 weitere Bands zu behaupten und das in 5 Kategorien. Die ganze Sache wird dem Metal hier in Amerika nicht wieder auf die Beine helfen, aber ein gewisses Gegengewicht zu den ganzen Mainstream-Sachen wurde schon geschaffen.

In einer deiner ersten E-Mails hast du mir geschrieben, dass du gerne den derzeitigen Stand der Dinge etwas weiterentwickeln möchtest. Was gefällt dir denn an der momentan noch aktuellen CD nicht mehr?

PG: Mit etwas Abstand betrachtet sind da schon einige Sachen, die jetzt anders ausfallen würden. Natürlich bin ich trotzdem immer noch damit zufrieden, immerhin ist das alles entstanden, als ich gerade 16 Jahre alt war. Derzeit weiß ich eins mit Sicherheit, die neue CD ist um Lichtjahre besser. Die neuen Titel sind vom spieltechnischen um einiges weiter, es sind neue Einflüsse dazu gekommen.

Kannst du mir hoch und heilig versprechen, dass sich das ganze nicht wie Nickelback oder Korn anhört?

PG: Mit absoluter Sicherheit wird so etwas nicht passieren. Die neue CD wird im Prinzip wie die alte klingen, nur um einiges schneller. Allerdings auch hier und da etwas melodiöser, da gibt es noch einiges, was ich ausprobieren möchte.

Die berühmten letzten Worte bitte!

PG: Leute, gebt uns eine Chance, hört euch unser bisheriges Material an. Dann teilt uns eure Meinung mit. Anregungen, was noch besser gemacht werden kann, sind immer willkommen. Ohne diese Unterstützung kommen wir nicht weiter.


Vorbereitung, Bearbeitung und Durchführung: Peter



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