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Gut Ding will Weile haben. Deswegen gibt's auch bei uns erst 3 Monate nach dem Amplifire-Review das dazu gehörige Interview. Trotzdem gut gelaunt und ausführlich geantwortet hat Stefan "Coach" Kunz.


Trotz Internet und ausführlicher Erklärung auf der Homepage bitte zuerst einen kompakten geschichtlichen Überblick.

SK: Die Band gibt es nunmehr seit etwas mehr als drei Jahren, gegründet wurde Amplifire Ende 2000. Drei meiner Mitstreiter waren vorher in einer Band namens Final Vision, die meines Wissens nach 1999 das Zeitliche gesegnet haben. Eine Zeit lang war dann Funkstille, bis die drei überlegten, wieder eine neue Band auf die Beine zu stellen. Schlagzeuger Oli kam auch relativ schnell dazu, ich bin durch eine Annonce zur Band gestoßen. Der letzte im Bunde war dann Bassist Jan. Wie viele andere Bands hatten wir dann auch Schwierigkeiten, einen geeigneten Namen zu finden, weil so viele Namen, die noch zur Verfügung stehen, gibt es nicht mehr, und so kamen wir dann auf "Amplifire". Der Name passt ganz gut zur Musik und hat auch eine Aussage. Vor allen Dingen, wenn ich daran denke, wie laut es bei uns im Proberaum ist, dann passt der Name ganz gut. Zu Anfang haben wir noch überwiegend Coverversionen gespielt, die ganzen klassischen Sachen. Nach einer gewissen Zeit bekamen wir dann Lust auf was eigenes, wobei das Songwriting von Anfang an recht gut geklappt hat und dass sich jeder in die Stücke einbringen kann ist auch selbstverständlich. Das kannte ich von meiner alten Band nicht, wo einer die Ideen hatte und die anderen dann evtl. noch ein wenig Feinschliff in die Sache gebracht haben. Bei uns ist es so, dass einer eine Vorstellung hat, die von allen dann erarbeitet wird und ich denke, das schlägt sich auch in unserer Musik nieder, da viele unterschiedliche Einflüsse mit einfließen.

Ich wollte dich gerade zum Bandnamen etwas fragen, aber da hast du schon eine plausible Erklärung abgeliefert. Stürzen wir uns also auf die Musik und kommen zum ersten Demo von 2001. "First strike" hieß das Ding und war irgendwie, na ja, untypisch. Eingebettet zwischen Judas Priest und einer Slayer-Coverversion, gibt es einen Titel wie "Ride on", den ich eher einer Blues Rock Band zugetraut hätte und als Krönung "The Ballad of Chaisy Laine".

SK: Dieses Demo ist ein gutes Beispiel für die Phase in der wir waren. Das waren die Anfänge, da gab es die Coverversionen und ein paar andere Sachen, die mittlerweile verschwunden sind. "Ride on" habe ich eigentlich immer gerne gespielt, da es bei Konzerten ein guter Kontrast war, während mir der Titel der Bloodhound Gang eher weniger zugesagt hat. Je mehr wir uns in die traditionelle Metalecke reingespielt hatten und auch musikalisch immer weiter dahin tendierten, sind dann solche Sachen aus dem Set geflogen. "Chaisy Lane" war ein netter Gag, wie auch bei der Version auf dem Demo zu hören ist, wo Björn mitten im Lied ein paar lustige Sachen von sich gegeben hat. Dieses Demo war lediglich als Beleg gedacht, um evtl. an Konzerte zu kommen. Stilistisch sollte das ganze nicht so ernst genommen werden.

Im Jahr 2002 kam dann "Charge" mit ausschließlich eigenem Material und musikalisch um einiges ausgereifter. Die drei Titel befinden sich auch auf der aktuellen CD. Was waren die Gründe für diese Entscheidung? Die ursprünglichen Versionen waren so schlecht nicht.

SK: Die hauptsächliche Entscheidung war der Klang. Dieses Demo wurde auch im Proberaum aufgenommen und da kann das klangliche Ergebnis bei weitem nicht mit einer Studioproduktion mithalten. Wir waren außerdem alle der Meinung, dass es schade wäre, diese Titel einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Deswegen war es keine Frage, dass die mit auf die CD mussten. Das sind auch Titel, die mir persönlich immer noch sehr gut gefallen.

Damit ins Jahr 2003. Im Blindtest hätte ich "Cannonfodder" nicht unbedingt Amplifire zugeordnet. Hier passt alles, vom Klang, dem Songwriting bis hin zu einer deutlichen musikalischen Steigerung.

SK: Das ehrt uns natürlich. Es sollte das Ziel jeder Band sein, sich immer weiterzuentwickeln. Allerdings hinkt es ein wenig, die beiden CDs miteinander zu vergleichen. Schon alleine wegen dem Klangbild. Bei der neuen CD hat der Produzent wirklich gute Arbeit geleistet und uns auch sehr unterstützt. Ob wir in den letzten 12 Monaten vom Spielerischen besser geworden sind weiß ich nicht. Hauptsächlich sind wir eingespielter, wir haben öfter gespielt und entsprechend haben die Titel gesessen, als wir ins Studio gegangen sind. Das dürfte auf der CD auch zu hören sein.


In der Werbesprache ausgedrückt heißt das dann "Amplifire - So metallisch war diese Band noch nie!".

SK: Gut, sicherlich. Wobei da auch die natürliche Entwicklung eine Rolle spielt. Vom ersten Demo immer weiter in Richtung Findung eines eigenen Stils. Ohne, dass dabei irgendwo eine Wiederholung stattfindet. Bei den neuen Stücken gibt es wieder eine Weiterentwicklung ohne das bisherige außen vor zu lassen. Es wäre vermessen zu sagen, dass Amplifire als solche sofort für jeden klar zu erkennen sind. Aber es sollte bei allen Titeln einen gemeinsamen Nenner geben. Alles zusammengenommen passt es schon und ist weitgehend einheitlich. Das ist etwas, das erreicht werden sollte.

Wobei meiner Meinung nach das typische Amplifire Erkennungszeichen ist, dass ihr lediglich eine Metalband sein wollt, ohne jetzt in die eine oder andere Kategorie zu passen.

SK: So sehe ich das auch. Wenn ich nach dem Stil der Band gefragt werde, komme ich immer in Erklärungsnot. Ich sage dann immer, wir machen Heavy Metal. Schon die traditionelle Schiene, ohne aber eine Eingrenzung vorzunehmen. Slayer gehören zu den traditionellen Sachen genauso wie Judas Priest oder Saxon. Den Druck, wie die oder die Band zu klingen oder den bestimmten Stil zu bedienen, dem haben wir uns nie ausgesetzt. Einflüsse sind von vielen Bands vorhanden, aber mit wem sollen wir uns vergleichen? Letztendlich ist es doch ein Amplifire-Gemisch.

"Amplifire spielt keinen Metal. Amplifire ist Metal!" Klingt erstmal logisch, bedarf aber doch einer Erklärung. Gibt es da einen bestimmten Lifestyle oder was wollt ihr damit ausdrücken?

SK: Der Satz ist nicht im Sinne der klassischen Heavy Metal Klischees zu verstehen. Die Musik bedeutet uns viel, das ist keine Frage. Die langen Haare sind schon lange ab bzw. überhaupt nicht mehr auf dem Kopf, zivilisierter sind wir auch geworden, was aber auch nicht das wichtigste ist. Gerade Heavy Metal ist die ehrlichste Musik, die es gibt. Wir machen die Musik nicht zum Selbstzweck, sondern aus der Bedeutung heraus.

Was versprichst du dir von diesem Interview?

SK: Jeder redet gerne über Sachen, die er macht. Natürlich erhoffe ich mir durch das Interview, dass noch ein paar mehr Leute auf uns aufmerksam werden. Ganz speziell im Fall von Metalspheres war das Review natürlich sehr gut und deswegen war klar, dass ich wegen dem Interview nochmal nachhaken musste. Auch wenn vieles auf der Homepage nachzulesen ist möchte man schon über den Stand der Dinge berichten. Ein Außenstehender kann immer so fragen, dass die Sachen, die einen weiteren Außenstehenden interessieren könnten, auch gefragt werden. Außerdem wollte ich schon wissen, was dich an der Musik und an der Band interessiert.

Ich habe auch deswegen gefragt, da diverse Links auf eurer Homepage eins klar aufzeigen, nämlich, dass es im badischen Teil von Baden-Württemberg eine sehr starke Population von Metalheads gibt, die sich in Bands und anderen Sachen engagieren und somit eine breitere Publicity für euch eigentlich gar nicht notwendig ist.

SK: Gerade hier in Karlsruhe ist es für Metalbands relativ schwierig, hinsichtlich Konzerten und so weiter. Das klappt schon eher in den Vororten, wobei wir gerade versuchen, unser Konzertumfeld zu erweitern. Die Heavy Metal Szene in Baden ist vorbildlich, gerade im organisatorischen Bereich, da gibt es schon einige Homepages die dort tätig sind. Es ist schon erstaunlich wie viele Schwermetall-Bands in unserem Umfeld aktiv sind. So tot kann die Musik nicht sein. Die Szene lebt und daher hat die Musik auch eine Daseinsberechtigung. Wer sich einmal mit dieser Musik identifiziert hat, kommt so schnell nicht davon los.

Was erwartet uns noch im Jahr 2004?

SK: Wir arbeiten an der neuen CD, vor allen Dingen eifrig, schreiben Material und kommen gut voran. Wir setzen uns allerdings nicht so unter Druck, dass es noch in diesem Jahr ins Studio geht. Wenn genügend gutes Material für eine komplette CD vorhanden ist, dann machen wir das. Ansonsten kümmern wir uns um Auftritte, da sieht es recht gut aus. Das sind die nächsten Ziele.


Die berühmten letzten Worte!

SK: Ich hoffe, dass einige Leser eurer Homepage auf uns aufmerksam geworden sind und bei uns mal vorbeischauen. Wir versuchen im Jahr 2004 weiter Gas zu geben und werden weiterhin auf uns aufmerksam machen. Mit einer möglichen neuen CD und Konzerten. Ansonsten hoffe ich, dass die Metalszene weiterhin so gut zusammenhält wie bisher und auch entsprechend wächst.


Vorbereitung, Bearbeitung und Durchführung: Peter



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