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"HEY LISTEN PEOPLE, YOU WANT THAT I CHANGE MY LIFE FOR YOU???
HAHAHA, HAHAHA, HAHAAARGH!!!"
Die Lebensphilosophie von Markus "Bomber" Dräger, Gitarrist und Sänger von Anger. Alles weitere wichtige über die Band hier und jetzt.


Wir fangen an im Jahr 1991...

MD: Das war das Jahr der Gründung unserer Combo. Durch ein Inserat in der Zeitung habe ich unseren Schlagzeuger kennen gelernt, kurz mit ihm telefoniert, hingefahren, ein wenig Musik gemacht. Die erste Probe war dann bei einem Kumpel im Keller, mangels eigenem Proberaum. Der wurde dann im BGZ, dem klassischen Proberaumbunker hier in Herne, kurze Zeit später angemietet. Dann fing es ganz langsam an, so gegen Ende 1991.

Was ist danach passiert? So '92, '93...

MD: Das waren die ersten Jahre der Band, die auch als Highlights verbucht werden können. 1992 haben wir das erste Demo aufgenommen ("Between Depression and Anger"), womit wir alle auch zufrieden waren. Mit diesem Demo haben wir uns dann in alle Richtungen beworben, nachdem die Kritiken überall positiv ausgefallen waren. Wir bekamen dann ein Angebot von D&S, die uns dann auch unter Vertrag nahmen. Es ging dann alles viel zu schnell und zu hektisch, entsprechende Erfahrungen mit dem Chef haben wir dann erst später gemacht. Dumm und jung wie wir waren, wurde der Vertrag unterschrieben, draufzahlen war sowieso selbstverständlich. Wir waren einfach nur gallig auf den Vertrag. Die CD, "The Cogency Revenge", wurde dann 1993 veröffentlicht. Durch Querelen innerhalb der Band, z.B. hatten wir einen neuen Bassisten, der die Stücke nicht konnte, weswegen ich die einspielen musste, und mangelnde Promotion von D&S, blieb die CD im Keller liegen. Da passierte nicht viel, weswegen wir als Band das alles geregelt haben. Schlussendlich haben wir uns dann getrennt, weil die Probleme einfach nicht in den Griff bekommen haben. In den Jahren bis einschließlich 1999 hat jeder für sich so rumgebrezelt.

Warum wurden Anger dann doch wieder reaktiviert?

MD: Schlagzeuger Ralf und ich als Gründungsmitglieder haben die Band wieder ins Leben gerufen, nachdem in den sechs Jahren ohne die Band zwar jeder von uns weiter Musik gemacht hat, aber immer mit Leuten, die einem auf den Sack gingen, die Vorschriften machten. Eine Selbstverwirklichung war da einfach nicht möglich. Irgendwie wurde uns erst da richtig bewusst, was wir an den alten Musikern gehabt hatten. Dieses Bewusstsein schwirrte wohl bei jedem von uns im Kopf herum. Ralf hat sich dann bei mir gemeldet und nachgefragt, ob nicht Interesse bestünde, es noch einmal zu versuchen. Wir sind dann in den Proberaum eines Bekannten, haben losgezockt und die Chemie war wieder da. Das war mehr oder weniger die erneute Geburtsstunde der Band.
Eine weitere Hauptmotivation war die, dass wir fanden, dass die Musik so schlecht nicht war. Ich finde selten Musik, die ich charakterisieren kann, die in keine Schublade gepackt wird. Anger? Die kenne ich. Machen die nicht irgendwas mit Thrash, aber auch Rock? Also, keine vernünftige Klassifizierung. Das ist mein Ding, sowas spornt mich an. In der Schublade Anger ist nur Platz für Sachen, die auch zur Band passen und nichts anderes. Wir sind eigenständig, uns schreibt keiner vor, was gemacht werden muss. Das ist unsere anarchistische Haltung gegenüber der Musikbranche und dem Metal.

Im Anschluß an die Reunion hat es drei Jahre gebraucht, bis das erste neue Demo erschienen ist. War diese Zeit nötig, um den eigenen signifikanten Stil noch mehr herauszukehren oder woran lag es?

MD: Ich weiß nicht, wie das für uns beschrieben werden kann. Wir haben an die alten Sachen angeknüpft und haben das dann weiterentwickelt. Die Richtung war wieder die gleiche. Von einem der Gitarristen hieß es plötzlich, dass wir für ihn viel zu schlecht sind. Dann mussten wir zusehen, wie wir weiterkommen. Zu dem Zeitpunkt kam noch ein alter Kollege ins Spiel, der zufälligerweise auch noch Keyboards spielte. Von der Musik auf der "God forgotten child" waren wir so begeistert, dass beschlossen wurde, diese Richtung weiter auszubauen. Dann kamen kurz hintereinander die anderen Demos.

In wie weit wurde denn an die Veröffentlichung von 1993 angeknüpft oder wurde das alles über Bord gekippt?

MD: Damit wurde schon weitergemacht. Nach der Neugründung wurde genau da angeknüpft. Viele neue Titel, die wir bei Konzerten gespielt haben, gingen in diese Richtung. Ab 1999 zeigte sich aber relativ deutlich, dass es etwas rockiger wird. Andere Titel hatten dann diese Motörhead-Tendenz, wir wir sie heute haben.

Ja, gut. Aber die Bezeichnung Power Metal, Thrash und leicht progressiv trifft es für die beiden vorherigen Veröffentlichungen etwas besser. Was allerdings überhaupt nicht bei den CDs passt, ist Dein Gesang.

MD: Das habe ich auch schon von mehreren gehört. Eine kleine Entschuldigung von meiner Seite aus. Es hört sich vielleicht doof an, aber ich war total erkältet, das ist die Realität. Ich gebe freiwillig zu, dass ich gesangstechnisch nicht auf einem so hohen Level bin. In meinem ganzen Leben habe ich nur in Thrash Bands gesungen und das ist klar zu hören.

Im Prinzip sollten diese beiden CDs als eine Einheit erscheinen, was aus finanziellen Gründen nicht möglich war. Schlecht waren diese CDs nicht, aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss, was dann beim Keyboarder zu leichten Unstimmigkeiten führte. Richtig oder falsch?

MD: Ja und nein. Zu Anfang waren alle Feuer und Flamme, zum Schluss hin hatte dann der Keyboarder keinen Einfluss mehr auf das Songwriting. Das passierte nicht auf Druck von uns, sondern weil von ihm aus keine Lust mehr vorhanden war, etwas zu machen. Das Songwriting blieb dann bei Ralf und mir hängen und da haben wir dann zum Schluss gemerkt, wo unsere Wurzeln herstammen. Von der "Judas" spielen wir noch "Anger Rock" als ersten Titel bei Konzerten. "Broken" und "Bleeding" sind Titel aus unserer beider Feder, die mächtig nach vorne gehen. Das ist der lange Weg, der zur aktuellen CD geführt hat.

Die alten Fans der Band, die an einen bestimmten Sound gewöhnt waren, brauchen jetzt nicht Kulturschock und Verrat schreien, es hat ein nur natürlicher Prozess sein Ende gefunden. So nach dem Motto, wenn der Keyboarder weg ist, dann geht's rund.

MD: Genauso war es. Ohne dass es sich negativ anhören soll, aber es war wie ein Befreiungsschlag. Das war, als ob jemand die Handbremse gelöst hat. Innerhalb von zwei oder drei Monaten entstanden sieben neue Songs. Ende 2003 sind wir dann ins Studio gegangen und haben die "Out of here" eingespielt. So was habe ich noch nie erlebt. Ohne Diskussionen und viel hin und her, fertig. Das sind die Momente, wo wir merken, das ist unser Ding.

Jetzt wird wieder verlangt, eine Definition für den neuen Klang der Band zu finden und wieder sitzt ihr zwischen allen Stühlen. Motörhead, geht in Ordnung, Nashville Pussy, eher weniger, also was jetzt genau? Ganz nebenbei bemerkt ist das jetzt der dritte Neuanfang.

MD: Den ersten mitgezählt ist es sogar der vierte. Für den internen Gebrauch werde ich wohl mal eine Video-CD anfertigen mit dem Titel "The 4th coming". Musikalisch geht es in erster Linie Richtung Motörhead. Nashville Pussy ist eher die Einstellung zum Rock'n'Roll im allgemeinen. Die sehen alles so, wie es eigentlich sein sollte. Spaß an der eigenen Mucke, Party pur und die rocken immer und überall. Na ja, machen Motorhead eigentlich auch. Jau, du hast recht, also Motörhead!

Wie ist die momentane Gefühlslage der Band?

MD: Wir sind Anger gegen den Rest der Welt. Die Reaktionen auf die Band und die CD sind gut. Manche Frauen hätten gerne wieder einen Keyboarder. Wir ziehen unser Ding durch, egal wer was dagegen sagt oder nicht.


Kennen gelernt habe ich euch beim "Thrash till you drop". Als erste Band auf die Bühne zu müssen ist immer blöd. Die Leute haben euch gepflegt ignoriert und ihr habt gerockt wie verrückt. Das nenne ich Haltung und Klasse.

MD: Rock ist unser Leben. Wir spielen immer und überall. Wir spielen für uns und nicht für zwei oder drei Deppen, die auf Death Metal stehen. In erster Linie ist das unser Ding. Die andere Sache ist die, dass wir nur dreißig Minuten hatten, hätten wir unser 90minütiges Set gespielt, wären die Reaktionen ganz anders gewesen. An diesem Abend waren die rockigen Sachen etwas fehl am Platz, aber egal, Anger Rock und fertig.

Die berühmten letzten Worte!

MD: Ich möchte mich bei den Leuten bedanken, die sich für Anger interessieren und auch was für die Band tun. Dem privaten Anhang, ein paar ganz harten Fans. Ich hoffe, dass wir uns auf diversen Festivals sehen oder auf unseren Konzerten. Keep Rocking'n'Rolling alive. Lets rock!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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