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Rushmoon


Auch wenn es einige gibt, die der Meinung sind, dass solche Interviews nicht sehr viele lesen werden, halte ich es dennoch für nötig, auch den Bands ein Forum zu bieten, die immer nur auf den Hinterbänken platziert werden. Vielfach zu Unrecht gegenüber den mittelmäßigen Kapellen dritter Wahl, die es irgendwie geschafft haben, sich einen Logenplatz zu sichern. Was sollen hohle Phrasen wie "Gebt dem Underground eine Chance" und ähnlicher Dünnpfiff, wenn es keine nennenswerte Basis dafür gibt? So, das musste in Kurzform mal ganz dringend raus und jetzt gibt es etwas wichtiges zu lesen. Rede und Antwort stand der Landshuter Saitenhexer Alex Steiger.


Die Geschichte von Rushmoon ist der erste Punkt, zu dem ich hoffentlich reichlich viele Informationen von Dir bekomme...

AS: Rushmoon existieren seit 1996, aber nicht unter dem heutigen Namen. Angefangen hat alles mit Transfusion, die sich aus zwei ehemaligen Landshuter Bands zusammensetzten. Neben den üblichen Besetzungswechseln gab es dann noch eine Namensänderung in "7th Sign". Den ersten Namen hatten wir damals aufgegeben, da wir damit in die falsche musikalische Schublade gesteckt wurden. Den zweiten Namen mussten wir streichen, weil eine Band, woher auch immer, den schon für sich beansprucht hatte. Dann kamen wir auf den jetzigen Namen, was auch soweit Sinn gemacht hat, da sich die Band bis auf den Sänger und mich komplett im Line-Up geändert hatte. Zuerst ein neuer Gitarrist, dann ein Bassist und zuletzt der Schlagzeuger. Dadurch änderte sich auch der Sound und da wir zu der Zeit kaum bekannt waren, war das die richtige Zeit, einen vernünftigen Bandnamen zu finden. Das ist, kurz umrissen, die Bandgeschichte bis zum heutigen Tag.
Die ganzen Besetzungswechsel haben uns immer wieder ein wenig zurückgeworfen, aber irgendwie haben wir es doch geschafft, eine Mini CD, eine komplette CD und jetzt wieder eine Mini CD zu veröffentlichen.

Das letzte Interview, das wir beide gemacht haben, datiert auf den April 2002. Was ist in den zwei Jahren an Neuigkeiten passiert?

AS: Auf Grund verschiedener Differenzen haben wir einen neuen Schlagzeuger. Auch wenn Landshut ein Dorf ist, haben wir es geschafft, einen neuen zu finden. Der hat vorher in einer hier recht bekannten Band gespielt und nach einiger Bedenkzeit bekamen wir dann den Zuschlag, was auch den Zusammenhalt in der Band letztlich sehr gefördert hat. Mit dem neuen Mann sind wir persönlich und auch organisatorisch ein ganzes Stück weitergekommen, was sich auch bei Touren und Studioaufenthalten sehr stark bemerkbar macht. Ansonsten gibt es noch die Aufnahmen zur CD als Neuigkeit zu vermelden.

Du hast bei unserem damaligen, letzten Interview gesagt, dass das, was auf "Keep an eye" zu hören war, der kleinste gemeinsame Nenner der Band ist, was sich auch damit begründete, dass alle damaligen Mitglieder aus den unterschiedlichsten musikalischen Richtungen kamen. Grob konnte diese CD in die progressive Schublade gepackt werden. Was ist jetzt der kleinste gemeinsame Nenner bei der neuen CD?

AS: Ungefähr der selbe, nur dass es nicht mehr so progressiv ist. Vier Songs inklusive Coverversion geben mit Sicherheit nicht das wieder, was wir momentan machen, aber es ist ein guter Umriss für den derzeitigen Stand der Dinge. Das ganze ist ein wenig mehr auf den Punkt gebracht, härter, aber auch ein wenig melodiöser und moderner. Das liegt auch an der jetzigen Besetzung, da die alte eben progressiver ausgerichtet war. Es ist weiterhin die Linie, auf die wir uns einigen können, da unser Schlagzeuger aus dem Death Metal kommt, während unser neuer Bassist mehr dem Crossover zugetan ist. Das macht sich schon bemerkbar, aber dadurch, dass wir immer besser eingespielt sind und auch jeder die gleichen Rechte hat, zeigt sich das schon beim Songwriting. Jeder bringt sich ein, was einfach nur gut ist. Mal wird ein Song von dem einen, mal von einem anderen genommen, und somit ist das gesamte eine Reflexion dessen, was wir persönlich darstellen. Dadurch wird das ganze so, wie ich es eben beschrieben habe und natürlich auch kompakter.

Wenn ich Titel wie "Ghosts" oder "Lost in space" in ein Verhältnis setze zu aktuellen Stücken wie "I came for you" oder "Serenade", dann ist das mehr als der berühmte Quantensprung. Im ersten Moment war ich der Meinung, dass mir euer Manager die falsche CD in die Tüte gepackt hat...

AS: Die alten Titel spielen wir nach wie vor sehr gerne, aber die Entwicklung hat sich angedeutet. Ich persönlich bin es leid mich auf der Bühne Titeln zu widmen, die eine Spielzeit von sechs oder mehr Minuten haben. Meine eigene Intention ist die, dass ich mich mehr bewegen möchte. Progressive Metal hat sich fast totgelaufen und der kraftvollere Klang liegt mir einfach mehr. Die, die dieses Metier, also Progressive, zu 1000% beherrschen, sollen es auch machen und das sind für mich Dream Theater. Die haben das Wissen, das Können und die Ideen Songs zu schreiben. Alles andere was sich in diesem Fahrwasser bewegt, ist das Beiwerk. Deswegen der etwas modernere Klang, der etwas fetter produziert ist und einfach gradliniger daherkommt. Dadurch bekommt Christian auch mehr Entfaltungsmöglichkeiten, weil es sich herausgestellt hat, dass wir die Songs um den Gesang herum schreiben. Warum, wie es früher war, noch dieses oder jenes dazu packen? Der Song ist geil und das reicht.


Wie sah der bandinterne Prozess aus, der zu dieser neuen Entwicklung von Rushmoon, vorsichtig umschrieben als moderner Power Metal, geführt hat? Das ist doch eher verwunderlich, da beinahe jede Band irgendwie versucht, ihre Erkennungsmerkmale zu haben, und ihr fangt im Prinzip neu an.

AS: Den Mischmasch aus den verschiedenen Stilen, den gibt es bei uns immer noch. Deswegen werden uns viele Leute, egal ob Kritiker oder jemand von einer Plattenfirma, mal wieder nicht mögen, da eine Einordnung nicht möglich ist. Das kommt bei den neuen Titeln auch klar zum Vorschein. Zum Beispiel in einem Song ein Mix aus Slayer, Priest und dann das Keyboard was in Richtung Deep Purple geht plus Gebolze von Anthrax. Uns macht das Spaß total gegen die Welle zu schwimmen. Wir haben immer ein breites Grinsen im Gesicht, wenn wir uns die vorstellen, die nach der Schublade suchen. Das ruft dann bei uns eine "Jetzt erst recht"-Reaktion hervor. Wir machen unser Ding und das ist nicht geplant, das passiert einfach so. Nicht weil zwei neue Leute in der Band haben wurde der Sound geändert, die mussten erstmal eingespielt werden. Sie mussten "Keep an eye" zu 100% beherrschen, bevor wir uns an neues Material wagen konnten. So wie es gekommen ist, ist es passiert, und es kann durchaus sein, dass die nächsten Titel wieder acht Minuten lang und total verschachtelt sein werden. Es gibt keinen Plan. Aus einer guten Melodie wird gemacht was uns gefällt und mehr interessiert uns nicht.

Geht ihr bewusst auf Kollisionskursus oder ist die Situation die, dass euch alles egal ist?

AS: Mittlerweile ja! Wir haben uns nie angebiedert. Es gab damals mit dem Management die Suche nach einem Plattenvertrag und ich weiß nicht mehr, was wir da alles gemacht haben. Vom Klang haben wir nie versucht, uns lieb Kind zu machen. Eventuell die Ballade auf der letzten CD, da ging es aber um einen möglichen Einsatz im Radioprogramm. Auch da kamen mehr oder weniger negative Reaktionen der jeweiligen Firmen und da haben wir uns gedacht: "Leckt uns!" Wegen der ganzen Sparten hatten wir dann auch einfach keine Lust mehr. Je mehr unsere Lieder gegen den Strich gebürstet sind, desto mehr Spaß haben wir. Jeder von uns hat seinen Job, die Musik machen wir Spaßes halber. Wenn's jemanden freut, macht es uns auch eine Freude. Wir sind eine Liveband, Hauptsache, das Publikum spielt mit. Was irgendwelche Leute bei einer Plattenfirma denken ist uns egal.

Die freundliche Einleitung und die Coverversion ausgeklammert ergibt das drei neue Titel in etwas mehr als zwei Jahren. Das ist nicht viel.

AS: Das lag aber auch daran, dass wir zu fast nichts gekommen sind. Zum einen die Besetzungswechseln und dann auch die jeweiligen beruflichen Situationen. Jeder Musiker, der schon einmal in einer Band war, kann sich vorstellen, was es bedeutet, sich zwölf Titel anzueignen, die aus der progressiven Ecke stammen. Der weiß, von was ich rede und wie lange das dauert. Die Hauptkonzentration lag darauf uns live zu präsentieren, und das mit dem Studio kam relativ schnell. Zu dem Zeitpunkt gab es auch nicht mehr Titel, also haben wir vier Stücke gemacht, die dafür aber ordentlich produziert sind. Mehr Titel in dieser Klangqualität wären nicht drin gewesen. Es gab eine finanzielle Obergrenze und mehr ging wirklich nicht.


Damit zu "Send me an angel". Warum habt ihr ausgerechnet diesen Titel gecovert?

AS: Den haben wir schon seit mindestens drei Jahren im Programm. Wegen neuer Titel und Mitgliedern in der Band ist der dann aber ein wenig untergegangen. Aufgenommen haben wir das Stück wegen diverser Reaktionen des Publikums. Für uns war das mehr oder weniger ein Gag. Leider sahen wir bis vor kurzem immer ein finanzielles Problem, diesen Titel aufzunehmen. Manager Dirk Bierschwalle ist dann mal an Real Life herangetreten und die waren so nett, dass es den Titel für fast gar nichts gab. Die Tantiemen werden natürlich abgeführt, aber das war es dann. Normalerweise kostet es Unsummen so einen Titel offiziell herauszubringen.

Die berühmten letzten Worte!

AS: An den letzten Worten hat sich innerhalb von zwei Jahren nicht viel getan. Außer, dass wir noch geiler darauf sind, live zu spielen. Die letzten Konzerte in Berlin und so weiter sind mir noch stark in Erinnerung geblieben. Ich hoffe, dass wir auch weiterhin zusammenbleiben und auch mordsmäßig viel Spaß und Party haben werden.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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