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Am siebten Tag sollst du ruhen. Die Verkürzung dieser biblischen Festlegung findet wohl derzeit in Kanada statt. Am fünften Tag sollst du bis zum siebten dem Müßiggang folgen und dich nicht durch nervige Journalisten aus Deutschland stören lassen. Keine Ahnung, was Jason Decay nachmittags um vier so getrieben hat, aber es hat einige Zeit gedauert, bis ich ihm an seinem freien Tag einigermaßen druckreife Sätze entlocken konnte. Sei's drum, kauft die beiden empfehlenswerten CDs, die ein bekannter, in der Nähe von Wacken ansässiger Laden für Schwermetalle reichhaltig gelagert hat und unterstützt diese tolle Band aus Kanada.


Da Goat Horn hier in Deutschland nicht gerade sehr bekannt sind, bitte erstmal ein paar allgemeine Informationen.

JD: Tja, muss mal überlegen. Wir sind "3 fucking heavy Metalheads", die drei Mal wöchentlich verdammt hart üben. Wir gehen gemeinsam zu Konzerten oder stehen selber auf der Bühne. In der konzertfreien Zeit treffen wir uns mit ein paar Kumpels, trinken Bier und hören Musik. Das ist unser Lifestyle.


Wann genau ging es denn los mit der Band?

JD: Das war um die Jahreswende 1999 auf 2000. Wir hatten vorher schon in anderen Bands gespielt, die sich dann aber im Laufe der Zeit erledigten, als Goat Horn als Band immer mehr Priorität bekamen. Zu Anfang haben wir meistens Titel von Cathedral oder Judas Priest gespielt. Alles mal ausprobieren, aber bloß nichts zu ernst nehmen, so einfach wie möglich war die Devise.

Kannst du dich noch daran erinnern, was dich, evtl. auch deine anderen Mitstreiter in der Band, Brendan und Steel Rider, zum Heavy Metal bekehrt hat?

JD: Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind zum ersten Mal bei einem Nachbarn "Kill 'em all" gehört habe und ich dachte, das wäre Rock'n'Roll. Für mich war klar, dass das der beste Rock'n'Roll war, den ich jemals gehört hatte, vielleicht sogar besser wie Rock'n'Roll. Das war Heavy Metal und soviel zu meinen Kindheitserinnerungen. Als ich älter wurde, begann dann das Interesse an Heavy Metal von alleine, auch mit Hilfe der Nachbarschaft, wo viel von dieser Musik gehört wurde. Da wären als erstes Metallica zu nennen und noch einiges mehr in dieser Richtung. Seit der Zeit ist mir klar, dass dies die beste Musik ist, komme, was da will.

Nu Metal und so ein Schrott ist also dein nicht Ding?

JD: Zu diesem Genre zählen wir mit Sicherheit. Wir sind neu und eine Heavy Metal Band. Nein, im Ernst. Was haben Slipknot und Konsorten mit unserer Musik zu tun? Klar, die sind ganz schön heftig, aber ansonsten fehlt mir jegliche Verbindung.

Eine tausendmal gestellte Frage, aber trotzdem bin ich auf deine Antwort gespannt. Was hältst du von den heutigen Metallica und "St. Anger" im allgemeinen?

JD: Fürchterlich! Absoluter Müll!

Zurück zu den erfreulicheren Sachen. Die erste CD datiert aus dem Jahr 2001 und bietet nichts anderes als reinen, unverfälschten Doom. Ganz in der Tradition von St. Vitus, Count Raven und einigen mehr...

JD: Danke für das Kompliment, zumal wir St. Vitus sehr verehren. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war diese Musik für uns noch ziemliches Neuland, da wir den Doom für uns erst ganz frisch entdeckt hatten. Zumal wir vor der Zeit mit Goat Horn in unseren anderen Bands alles von Speed bis Thrash gespielt hatten, was zu dem Zeitpunkt für uns ebenfalls neu gewesen war. Mit Goat Horn wollten wir das genaue Gegenteil spielen. Langsam, so einfach wie möglich. Nicht mehr als zwei unterschiedliche Noten pro Song. So wenig Steigerung in der Geschwindigkeit wie möglich. Das war der damalige Stand der Dinge. Im Laufe der Zeit haben wir das ganze ernsthafter angegangen und da der Fokus für uns drei nur auf dieser Band liegen wird, war uns auch klar, dass wir als eine solide Einheit nur die ultimative Musik spielen können und das ist nun mal Heavy Metal.


Die neue CD, "Storming the Gates", enthält eine Menge unterschiedlicher Einflüsse, NWOBHM, Power Metal, Doom, usw. Irgendwie das genaue Gegenteil von "Voyage to Nowhere". Das neue Album wird sicherlich die verwundert haben, die dachten, dass ihr für alle Zeiten nur Doom spielen würdet.

JD: Als wir die neue CD aufgenommen haben, waren wir eine fest zusammengewachsene Band und das ganze wurde nicht mehr nur aus Spaß aufgenommen, sondern in erster Linie für uns selber. Ich würde sogar sagen, dass wir uns komplett neu definiert haben. Die aktuelle CD sollte wie eine Aufnahme aus den 80ern klingen und das ist dann ganz natürlich passiert.

Ohne Frage gehört eure Musik auf die Bühne. Was kann ich bei einem Konzert erleben oder erwarten?

JD: Eine sehr typische Heavy Metal Show. Sehr tight, sehr energiegeladen. Ein bisschen wie die alten Shows von Venom, nur fehlt uns leider das Geld, um deren Aufwand auf der Bühne umzusetzen.

Lips von Anvil sagte vor kurzem in einem Interview, dass es keine gut funktionierende Heavy Metal Szene in Kanada gibt. Bands, die in Europa bekannt sind, Exciter, Annihilator oder Voivod, sind in der eigenen Heimat nahezu unbekannt. Gibt es denn für Bands aus dem Underground eine Szene oder wie überlebt ihr als Band?

JD: Es gibt schon eine Szene, die auch mächtig wächst. Es ist nur verdammt schwierig, dass irgendjemand von dir überhaupt mal Kenntnis nimmt, was sich auch in der Größe Kanadas begründet. Die großen Städte liegen sehr weit auseinander, was es auch sehr schwierig macht, quer durchs Land zu touren. Irgendwie kriegen die Leute aber auch schon mit, dass es uns gibt und im April werden wir dann fast überall in Kanada Konzerte spielen. Wir haben allerdings schon im Norden der U.S.A. gespielt, das weiteste was wir bis jetzt geschafft haben, war das St. Louis Metal Festival. Deutschland wäre natürlich wünschenswert, zumal wir hier einen sehr großen Zuspruch haben, viele unserer CDs werden in deiner Heimat verkauft. Europa ist sicherlich unser Hauptmarkt, während hier bzw. in den U.S.A. alles von den Medien gesteuert wird.

Die Rückseite Eures Covers der aktuellen CD erinnert ein wenig an "Born to late"...

JD: Stimmt! Das ist sehr stark von St. Vitus beeinflusst.

Im Booklet der aktuellen CD steht: "We play real storming true heavy metal for christian people" und irgendwo im kleingedruckten: "Iron Maiden Canada". Dazu brauche ich ganz dringend logische Erklärungen.

JD: Das erste ist ein typischer kanadischer Witz, den keiner versteht. Ernsthaft, das bedeutet gar nichts. Eine Zeitlang stand da statt Christen nur ein weißes Feld, dann haben wir die Christen eingefügt, weil wir genau wussten, dass wir darauf angesprochen werden. Das zweite ist doch ganz einfach. Iron made in Canada.

JD: Was habt ihr für die Zukunft so geplant?

JD: Zuerst versuchen wir, so viele Konzerte wie möglich zu spielen. Dazwischen werden wir an den neuen Titeln arbeiten. Momentan existieren acht Rohversionen und davon werden wir drei verwenden, um sie während des Frühsommers aufzunehmen. Dann werden wir versuchen, ein Label zu finden, um weltweit bekannt zu werden. Wenn das nicht hinhaut, wird es eine EP geben, und wenn es die Finanzen zulassen, wird es auch irgendwann mal wieder eine richtig lange CD geben.

Die berühmten letzten Worte bitte!

JD: Metal on Metal!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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