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Konzerte Festivals


No Mercy Festival 2005

Live Arena / Münster-Breitefeld, 25.03.2005



Seit Jahren bereits ist das No Mercy Festival eine Konstante in der mitteleuropäischen Metal-Landschaft und genau genommen hat sich auch im Rhein-Main-Gebiet nicht viel geändert. Früher durfte man namhafte Vertreter des Death und Black Metal in einer gnadenlos überfüllten Offenbacher Hafenbahn begutachten, mittlerweile hat sich das Ganze eben 30 Kilometer nach Südosten in die Live Arena verlagert, wo nicht weniger Fans für tropische Innentemperaturen sorgen. 800 Leute dürften es auch diesmal gewiss gewesen sein, die dem fast ausschliesslich todesmetallischen Programm frönten (Dark Funeral waren kurzfristig von der Tour abgesprungen).


Wykked Wytch
Wer bitte braucht Wykked Wytch und was verspricht man sich davon, eine solch mäßige Truppe auf ein weitgehend hochkarätiges Billing zu kaufen? Die Amerikaner und ihre schrullige Frontdame bestätigen den langweiligen Eindruck ihrer Alben auf der Bühne voll und ganz und schredderten leicht melodischen Black / Death Metal, den die Welt nicht braucht und niemals brauchen wird. Dass sie dafür Anstandsapplaus bekamen, dürfte als Erfolg gewertet werden. (Volker)


Cataract
So viel sei schon mal verraten: Wykked Wytch sollten die einzige überflüssige Kapelle des Abends bleiben. Weiter ging es nämlich mit den schweizer Metalcore-Energiebolzen von Cataract. Die passten zwar nicht so recht in das restliche Billing, aber das Live Arena Publikum zeigte sich überraschend tolerant und feierte die Band mehr als ordentlich. Zurecht, denn Cataract vollbrachten es, den hervorragenden Stoff ihrer letztjährigen Platte "With Triumph comes Loss" auch auf der Bühne überzeugend umzusetzen. Der Moshpit, den Songs wie "As we speak" und "Vanished in the Dark" entfachten war schon beachtlich, vor allem wenn man beachtet, dass es sich hier um die zweite Band eines solchen Billings handelte, bei der sich die Leute in der Regel eher noch schonen. Wo auf Platte vieles nach einer Kreuzung aus Slayer und Machine Head klingt, offenbaren die Schweizer live stärker ihre Hardcore-Wurzeln, ohne jedoch damit die Bedürfnisse der Metalheads zu vernachlässigen. Man nehme nur den Kracher "Reborn from Fire", von dem sich so einige Thrash-Vertreter eine dicke Scheibe abschneiden könnten und sollten.
Frontmann Fedi heizte das Publikum immer wieder an und forderte die Meute vor dem letzten Song ausdrücklich dazu auf, das an diesem Abend herrschende Stagediving-Verbot zu missachten. Was zum Ärger der Veranstalter auch prompt umgesetzt wurde und nach dem Auftritt noch mal einen deutlichen Hinweis ans Publikum nach sich zog. Wirkte auch ein Weilchen, doch spätestens bei SFU wurde die Bühne im Sekundentakt gestürmt. Aber nun erst mal weiter im Programm mit Dying Fetus. (Volker)


Dying Fetus
Die Amerikaner um das einzig verbleibene Gründungsmitglied John Gallagher standen zuletzt etwas im Schatten der abtrünnigen Bandkollegen Sparky Voyles und John Netherton, die mit Misery Index eine der spannendensten extremen Death Metal Bands der letzten Jahre auf die Beine gestellt haben. Trotzdem sind aber auch Dying Fetus sicherlich nicht von schlechten Eltern, was sie an diesem Abend vorbehaltlos beweisen konnten. Ultrabrutaler hochtechnischer Death Metal mit extrem tiefen Grunts für Anspruchsvolle, der absolut tight gezockt wurde und im Publikum zunehmend für Begeisterung sorgte. Gerade neuere Sachen wie "Schematics", "One Shot, One Kill" und "Pissing in the Mainstream", aber auch die anderen Schaffensphasen der Band waren repräsentativ vertreten. Und wenn ich mich nicht ganz irre, war sogar die alte "Purification through Violence" Nummer "Beaten to Submission" dabei. Textlich haben zwar die Kollegen von Misery Index zwar deutlich die Nase vorn (auch wenn es erstens eh keiner versteht und zweitens die Dying Fetus Lyrik im Laufe der Jahre deutlich besser geworden ist, also mittlerweile nicht mehr peinlich klingt), doch in Sachen Livepräsenz müssen sich Gallagher und Kollegen sicherlich nicht verstecken. (Volker)


Disbelief
Pünktlich um 21:07 Uhr ging es dann mit den Lokalmatadoren "Disbelief" weiter. Zwar mit etwas weniger Fans vor der Bühne als bei der Vorband, aber dennoch nicht mit weniger Energie, boten Sänger Karsten Jäger und seine Mannen pure Brachialgewalt in Form eines Death Metal Flagschiffes dar. Bereits mit dem Opener "Sick" vom aktuellen Album "66Sick" wurde klar, wie der Disbelief-Gig verlaufen wird. Die Band zeigte sich wie zu erwarten als äußerst eingespielt. Karsten Jäger schrie und grunzte sich einmal mehr die Seele aus dem Leib, Gitarrist Olly Lenz war mal wieder eine Bank, Bassist Joe Trunk headbangte ohne Ende, der neu hinzugekommene Gitarrist Tommy Fritsch behauptete sich meines Erachtens nach wirklich gut und auf Drummer Kai Bergerin war wie gewohnt Verlass. Mit unter anderem Songs wie "Spreading The Rage", "Misery", "God? Master!", "To The Sky" und dem neuen Hit "Rewind It All (Death Or Glory)" konnten die letzten Zweifler bei gutem Sound überzeugt werden. Ein wirklich lohnenswerter Gig, auch wenn sich viele so langsam an der Band sattgesehen haben! (Alex)


Nile
Was hatte ich mich auf Nile gefreut! Da wo Dying Fetus technisch brillieren, zaubern sich ihre Landsleute in andere Dimensionen. Die Songs von Nile klingen ja auf Konserve schon mächtig beeindruckend, doch deren Liveversionen schlagen echt dem Faß den Boden aus!
Aber beginnen wir von vorne. Laptops auf der Bühne kennt man eher von elektronisch orientierten Bands, doch auch Nile hatten einen dabei, den Bandkopf Karl Sanders ab und an bediente, um bombastische Samples und Intros ägyptischer Prägung einzuspielen. Das führt unumgänglich immer mal wieder zu Soundreibereien, aber nach dem die ersten zwei Songs durch eine matschige Note etwas versalzt wurden, durfte der weitere Gig mit ordentlichem Klangbild genossen werden. Wobei Nile wahrscheinlich sogar mit dem letzten Grottensound alles wegpusten würden, denn eine solche Mischung aus irrsinnigem Gefrickel, meterdicker Atmosphäre und unfassbarer Brachialität sucht ihres Gleichen. Dallas Toler-Wade und Karl Sanders holten mit absoluter Präzision das Wahnwitzigste aus ihren Gitarren heraus und der noch sehr junge Tour-Bassist machte seine Sache wirklich gut, zumal er mit seinem Undercut beim Bangen auch noch wie der junge Jason Newsted aussah. Auf dem Drum-Schleudersitz hat mittlerweile George Kollias (zuletzt u.a. auch mit Tomas Lindberg bei Nightrage aktiv) Platz genommen, der sein Kit nicht weniger atemberaubend als Vorgänger Tony Laureano zerlegt.
Der Schwerpunkt lag auf Songs der letzten beiden Alben, wobei vor allem das abschliessende "Black Seeds of Vengeance" sowie die fiese Slowmotion-Nummmer "Sarcophagius" in ihrer Gegensätzlichkeit für Gänsehautmomente sorgten. Doch die Amerikaner wagten auch das Experiment, gleich drei Songs des noch nicht veröffentlichten Albums "Annihilation of the Wicked" zu spielen. Damit macht man sich häufig keine Freunde, doch davon konnte hier keine Rede sein, denn die neuen Stücke scheinen noch einmal die bisherigen Nile-Outputs toppen zu können. Restlos überzeugend von der ersten bis zur letzten Sekunde, vor allem, was einen ca. 8minütigen Opus anging, dessen Namen ich nicht parat habe. Während ich minutenlang die Kinnlade nicht mehr hoch bekam, sah ich im Publikum nicht wenige fassungslos gen Bühne blickende Gesichter. Aber bei aller Komplexität geht doch nie der rote Faden verloren und das ist vielleicht einer der faszinierendsten Aspekte. Nile spielen im Grunde noch immer Death Metal der alten Schule, doch ihre Interpretation ist derart einzigartig, dass sie mittlerweile alle Vergleichsmöglichkeiten sprengen. Wenn der Rest des neuen Albums auch nur annähernd mit diesen Stücken mithalten kann (Zweifel sind da eigentlich nicht angebracht), ist "Annihilation of the Wicked" ein hundertprozentiger Pflichtkauf! Und ich lehne mich gerne weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Nile mittlerweile ein Niveau erreicht haben, das den allerbesten Momenten von Morbid Angel entspricht. (Volker)


Six Feet Under
Nach dem wirklich mächtigen Gig von Nile (vielen Dank für die sehr treffende Berichterstattung, Herr Schulz) war es nun auch endlich Zeit für das Death-Metal Urgestein Six Feet Under. Und wenn Disbelief das Flagschiff waren, dann waren Six Feet Under der Flugzeugträger des Abends. Nachdem die Jungs um Shouter Chris Barnes vor dem Gig doch recht lange auf sich hatten warten lassen, kam der Kickstart mit dem Opener des neuen Albums "Decomposition Of The Human Race". Bassist Terry Butler, dessen Künste und Arbeitswut nun wirklich jeder Death Metal Fan seit Jahren kennt, stand wie ein Fels in der Brandung und war durch nichts unter zu kriegen. Auch nicht durch eine ihm entgegen fliegende Wasserflasche. Greg Gall am Schlagzeug stampfte so einiges in den Boden und auch Gitarrist Steve Swanson hat sich mit seinen Spielkünsten einen beinahe unersetzlichen Platz in der Band erspielt. Was nun aber der Kapitän des Death Metal Flugzeugträgers Six Feet Under, Chris Barnes, von sich gab, war mal wieder eine sehenswerte Schlacht. Zugegebenermaßen nichts Neues, aber immer wieder sehr überzeugend, grunzte und kreischte er alle Stagediver vom Himmel. Gerade diese ließen sich nicht von den Verbotszetteln an der Bühne vom Diven abhalten. Chris Barnes war besonders von den weiblichen Divern sehr angetan, was er auch in einer seiner doch wirklich sehr unterhaltsamen Ansagen preis gab. Zu seinen besten Ansagen gehörten Geburtstagsglückwünsche an einen Fan im Publikum ("Happy Birthday man, I hope you'll live another one.") und der Vorschlag alle italienischen Fans zu deutschen zu machen, da gerade die letzteren viel überzeugender und ausgeflippter sind ("They should be recivilized, man"). In der für mich doch sehr knappen Spielzeit von etwa einer Stunde gaben die Amis noch unter anderem "Revenge Of The Zombie", "Murder In The Basement", "When Skin Turns Blue", "No Warning Shot", "Feasting On The Blood Of The Insane", "Victim Of The Paranoid", "Bonesaw", "Human Target", "Deathklaat", "The Day The Dead Walked", "Hacked To Pieces" und "War Is Coming" zum Besten.
Fazit des Gigs: Die gewohnte Qualität des Death Metal Quartetts und wirklich sehenswert. Besonders wenn man sie zuvor noch nicht zu sehen bekam, was aber vielleicht auf die Wenigsten zutrifft. (Alex)

   
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