Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4799594
Besucher seit 09/2002
Konzerte Festivals


Swordbrothers Festival

Andernach, JUZ, 17.09.2005



Zum zweiten Mal öffnete das JuZ zu Andernach seine Pforten, um mehrere Hundert Schwertbrüder willkommen zu heißen. Wie schon im Februar hatten sich neun Undergroundbands aus ganz Europa aufgemacht, um uns den metallischen Marsch zu blasen. Der Zuschauerstrom war etwas größer als beim ersten Swordbrothers, die Atmosphäre war mal wieder klasse und die dargebotene Musik überwiegend vom Feinsten. Schön, daß auch auf Festivals, die nicht vorwiegend Legenden aus den 80ern präsentieren, sondern auf den heutigen Underground setzen, die Fans ordentlich abgehen und zeigen, daß die Szene kein bißchen tot ist. All hail thee, my Swordbrothers!


Boomerang
Eine der besten deutschen Underground-Bands gleich zu Beginn, besser kann man ein Festival wohl kaum angehen. Boomerang haben sich mittlerweile zurecht eine solide Fanbasis erspielt, die auch in Andernach zahlreich vertreten war. So wurden dann auch Songs wie "Keepers of Light", "Mourning Sun" oder auch das epische "Undiscovered Country" vom neuen Album gebührend abgefeiert, während die Band nach anfänglicher Nervosität sämtliche Scheu ablegte und zu ihrer bislang vielleicht sogar besten Performance fand. Der neue Bassist ist mittlerweile bestens ins Bandgefüge integriert und kann darüber hinaus sogar noch richtig gut singen, und Sänger Axel macht mit seiner energiegeladenen und hingebungsvollen Show sowieso stets eine gute Figur als Frontman. So hat der Auftritt auch jenen Spaß gemacht, die schon zwei Wochen zuvor bei den Gigs in Darmstadt oder Weinheim anwesend waren, und wer die Band noch nicht live erlebt hat, sollte sich eine der nächsten Möglichkeiten nicht entgehen lassen. Zunächst steht jedoch erstmal eine Mini-Tour durch Griechenland mit Jag Panzer an, welche die Band hoffentlich erneut einen Schritt vorwärts bringt. (Dennis)


Black Destiny
Nach diesem starken Auftakt kam mit Black Destiny eine weitere hoffnungsvolle deutsche Newcomerband zum Zuge. Sänger Michael Seifert kannte ich bislang nur von den bekannteren Rebellion, aber auch mit seiner Stammtruppe gab er eine gute Figur ab ? zumindest gesanglich, denn da macht dem Herrn so leicht keiner was vor. Die Bühnenperformance wirkte hingegen arg pseudoböse und unsympathisch, da könnte Michael noch etwas dran arbeiten. Musik gab?s aber auch noch, und die ist bei Black Destiny wahrlich nicht von schlechten Eltern. Durch die gelegentlichen Blastbeatattacken ist auch ein gutes Maß an Originalität gegeben, fragt sich nur warum vorher keiner auf diese Kombination gekommen ist. Anyway, Black Destiny boten eine gute Show, die zwar nicht zu den Highlights des Tages zählte, trotzdem konnte die Band die Bühne erhobenen Hauptes verlassen. (Till)


Lonewolf
Wieder mal so eine Band, die mir noch vollkommen unbekannt war, die mir aber Alleskenner Rascal vom französischen Metal Integral-Zine dringend ans Herz gelegt hatte. Hatte der Meister auch mal wieder recht ? seine Landsleute legten von Beginn eine amtliche Metalshow hin, daß das JuZ vor Ehrfurcht erzitterte. Lonewolf spielen abwechslungsreichen, traditionellen, in den 80ern verwurzelten Metal, mal episch, mal speedig, immer hochwertig. Zwar wirkte die Musik ein wenig wie eine Best Of des ganzen Krams, den wir noch aus alten Zeiten kennen, aber das ist erheblich besser als eine Most Mediocre Of, oder? Einen dicken Sympathiebonus konnten Lonewolf außerdem verbuchen, indem Sänger Jens seine Ansagen komplett in einwandfreiem Deutsch machte. Aber sicherlich lag es nicht nur daran, daß das Publikum bei Lonewolf erstmalig an diesem Tag so richtig abging und ordentlich die Haare schüttelte. Eine der besten Bands des Tages und auf jeden Fall eine Truppe, mit der ich mich mal näher beschäftigen werde. Horns up! (Till)


Airged L'amh
Epic Metal kann ja vieles heißen, von Wotan über Emerald bis Brocas Helm. Die Griechen mit den keltischen Melodien gingen heute mit einer Menge Vorschußlorbeeren an den Start und wurden von einem Teil des Publikums geradezu sehnsüchtig erwartet. Bei mir lösten sie jedoch nicht gerade Begeisterung aus. Sperrige Songs, ungelenker Gesang ? klang alles reichlich kauzig, was da aus den Boxen schallte. Die Stageshow war zwar recht ansprechend, schade daß das die Songs nicht besser macht. Naja zumindest die true Fraktion, denen es nicht unkommerziell genug sein kann, schien zufrieden. Im Vergleich zu Motörhead sind Airged L?amh episch, zu empfehlen allerdings nur Kauzmetalfanatikern, die alles brauchen, was sich irgendwie nach Manilla Road anhört. (Till)


Battleroar
Keine Band ist besser dafür prädestiniert, beim Swordbrothers zu spielen als Battleroar ? immerhin entstammt das Festivalmotto einem Song dieser Truppe. Wenn man davon absieht bleibt noch Musik, und die zählt für mich zum erhabensten und besten, was die heutige Epic Metal-Szene zu bieten hat. Der griechisch-italienische Fünfer bot die Hymnen des Debutalbums mit mächtiger Intensität dar, egal ob "Battleroar", "Morituri te Salutant", "Swordbrothers" oder "Victiorious Path", es war großartig. Dazu gesellten sich einige Stücke vom demnächst erscheinenden zweiten Album, welche dieses Niveau ebenfalls halten konnten. Das Stageacting könnte noch etwas energischer ausfallen, dafür hatte insbesondere Marco eine menge Spaß auf der Bühne und präsentierte ausgiebig sein Grinsebabyface. Gibt es eigentlich einen Preis für das süßeste Lächeln der Metalszene? Einen anderen haben Battleroar jedenfalls schon gewonnen, nämlich den der derzeit besten griechischen Metalband, was heute eindrucksvoll untermauert wurde. Weiter so, meine griechischen Schwertbrüder! (Till)


Raising Fear
Raising Fear waren da von deutlich anderem Kaliber. Ihr melodiöser, eingängiger, teilweise etwas angeproggter Metal wirkte eher ein bißchen wie ein Fremdkörper im Festivalbilling, was auch an den im Vergleich zu Battleroar deutlich verhaltenen Zuschauerreaktionen sichtbar war. Allerdings sind die Hellenen auch nicht gerade Meister ihres Fachs ? zu durchschnittlich das Songmaterial, zu gesichtslos die ganze Musik. Raising Fear waren eher ein überdimensioniertes Pausenzeichen als eine sehenswerte Band des Billings, vielleicht wird aus ihnen noch was, darauf wetten würde ich aber nicht. (Till)


Metal Inquisitor
Ich muß ganz ehrlich gestehen, daß ich die Koblenzer trotz ihrer Auftritte beim Keep It True und dem Headbangers Open Air noch nicht gesehen hatte. Umso überraschter war ich dann, als die Truppe auf die Bühne kam und restlos alles (!) wegfegte. Klar, Metal Inquisitor hatten in Andernach quasi ein Heimspiel, aber die tollen Speed-Hymnen der Band schreiben sich ganz sicher auch nicht von selbst. Meine deutschen Speed-Faves sind und bleiben zwar nach wie vor die kultigen Warrant, aber auch Metal Inquisitor reihen sich da ganz weit oben mit ein, und ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die Truppe auf der demnächst über Hellion Records erscheinenden, neuen CD schlägt. Für mich waren Metal Inquisitor die beste Band des Tages, auch wenn ich's schade finde, daß Gitarrist Blumi seine Haare nicht mehr in der legendären Prinz Eisenherz-Form trägt. Dafür hatte er in Andernach aber immerhin eine sehr geile Porno-Sonnenbrille aufsitzen, die seinen Kultstatus im Underground noch einmal ein gutes Stück gesteigert haben dürfte. (Dennis)


Sabaton
Als vorletzte Band mußten die Schweden Sabaton ran und diese hatten beim recht traditionellen Publikum einen doch recht schweren Stand. So sind ihre Stücke schon auf Platte recht keyboardlastig, wenn aber Live bei den ersten Songs nicht ein Gitarrenriff aus den Boxen dröhnt, so kann die Band zwar nix dafür, veranlaßt die Keyboardphobiker aber fluchtartig die Halle zu verlassen. Als dann irgendwann die Gitarren hinzukamen wurde es doch noch ein recht vergnüglicher Auftritt. Es jagte ein platter Refrain den nächsten, so daß eigentlich nur zwei Möglichkeiten blieben: Entweder man faßt sich an den Schädel und schüttelt diesen gar unmetallisch von links nach rechts oder man läßt sich darauf ein und feiert mit 'nem fetten Grinsen im Gesicht mit. Ich und ein Kollege entschieden uns für die letzte Variante, was uns sogleich die mündliche Kündigung unseres Chefredakteurs einbrachte. Auch schien die Musik bei den Besuchern jenseits der 3-Promille-Grenze sehr gut anzukommen, was für die Komplexität des Materials spricht. In erster Linie spielten die Jungs Songs vom Zweitwerk "Primo Victoria". Für die eigene Note sorgte der Sänger welcher mit seinem tiefen und rauhen Organ sowie seiner "Halford auf Punk"-Optik recht cool rüberkam.
Diese Band setzt sich halt zwischen die Stühle: Die Ultra True-Fraktion stört sich an den süßlichen Melodien und die pubertäre Rollenspielfraktion wohl am Gesang. (Fabi)


Wizard
Als unbestrittene Headliner stürmten Bocholts Wizard die Bühne. Und machten ihren Führungsanspruch gleich unmißverständlich klar. Mit "Fire and Blood" vom neuen Album ging's sofort in die Vollen. Im weiteren Verlauf kramten Wizard auch Uraltperlen von den ersten beiden Alben wie "Enemy Die" und "Dragonlords" aus der Mottenkiste. Auch showtechnisch ließen sie sich nicht lumpen, so wurde z.B. Feuer gespuckt, der Geist des Metal beschworen und gepost, daß Joey DeMaio vor Freude ins Fellhöschen gemacht hätte. Leider zeigte das Publikum ernste Zerfallserscheinungen, so forderte ein langer Tag voller Metal und Alkohol seinen Tribut und es waren nur noch ca. 150 Nasen anwesend, von denen sich wohl auch nicht mehr alle an diesen Auftritt am nächsten Tag erinnern konnten. Aber Wizard schafften es noch mal die letzten Kräfte ihrer ausgepowerten Jünger zu mobilisieren, so daß es am Ende des Sets bei "Defenders of Metal" nochmal richtig voll vor und vor allem auf (!) der Bühne wurde!! (Fabi)


Fotos: Angela Stamm

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword