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Manowar Pressekonferenz

20.02.2005, Geiselwind

Im Zuge des Headliner-Auftritts beim Earthshaker Festival in Geiselwind bei Würzburg im Juli ließen die Veranstalter kurzerhand Manowar einfliegen, um auf einer eigens hierfür ins Leben gerufenen Pressekonferenz vor den aus ganz Europa angereisten Journalisten kräftig die Werbetrommel zu rühren. Auch wenn wir uns weder zu den wirklichen Journalisten zählen (gibt's die im Heavy Metal eigentlich?) noch zu den Trendkiddies und Milchbärten, die einfach nur dabei sein und zur "Szene" gehören wollen und ebenfalls zu Hauf zu Veranstaltungen dieser Art rennen, konnten Till und ich der Versuchung, den Kings of Metal persönlich gegenüberzutreten nicht widerstehen. Schließlich hatte man uns auch noch ein Interview mit Scott Columbus versprochen, einem jener heute anwesenden Musiker, die uns seit unserer frühen Jugend ein treuer Wegbegleiter gewesen sind, und deren Musik uns stets so verdammt viel bedeutet hat. Ich muß jedoch ehrlich gestehen, daß ich schon lange keine Manowar CD mehr eingelegt hatte, aber im Vorfeld dieses Besuchs in Geiselwind habe ich die ollen Kamellen dann auch mal wieder in den Wechsler geworfen. Und was soll ich sagen? Die Magie der alten Tage ist noch immer da! Ob "Battle Hymn", "Warlord" oder "Army of the Immortals", die Band hat einfach so unglaublich viele Klassiker geschrieben, daß man es kaum fassen kann.

Das schicke Hotel Strohhofer empfing uns dann auch gleich, wie es einem Manowar-Fan gebührt, und als man uns endlich durch die endlosen Tunnel und verwinkelten Gänge in den Konferenz-Saal geleitet hatte, war die Spannung bereits so groß, daß wir am liebsten ganz laut "Hail and Kill" losgebrüllt hätten. Aber das wäre dann vielleicht doch zu viel des guten gewesen. Eine Theke mit Häppchen und Getränken für die Journalistenmeute war bereits aufgebaut, wobei ich zutiefst erschüttert war, daß es ausschließlich alkoholfreie Getränke gab (und wursthaltige Häppchen - Till). Nicht, daß ich mich unbedingt besaufen hätte müssen, aber Manowar ohne Bier war für uns immer genauso undenkbar wie ein Arno Hoffmann-Interview mit Belphegor. Nach einem Werbeblock der Hotelbesitzer, den wir Euch an dieser Stelle ersparen möchten (aus Platzgründen natürlich, sonst hätten wir Euch die interessanten Details über die in Geiselwind jährlich stattfindenden Country-Festivals natürlich gerne weitergeleitet), kamen sie dann tatsächlich: Joey, Eric, Scott und Karl, die aufgrund ihres Jetlags allerdings noch etwas müde wirkten. Auch sie hatten so allerlei wichtige und unwichtige Dinge über das Earthshaker-Festival zu erzählen, von denen wir Euch die folgenden, wirklich interessanten Informationen nicht vorenthalten möchten:

- Manowar werden in allen Bandbesetzungen, die sie in ihrer fast 25jährigen Karriere gehabt haben, mindestens einen Song performen. Mit dabei sind also auch Ross "The Boss", David Shankle, Donnie Hamzik und Kenny "Rhino" Earl, was sicherlich eine einmalige Sache ist
- Das Set begleiten wird ein 100 Mann Chor und ein 100 Mann Orchester
- Christopher Lee wird die gesprochenen Parts (im Original von Orson Welles) bei "Defender" und "Dark Avenger" übernehmen





Dieser tauchte zur Überraschung aller dann auch noch auf der Pressekonferenz auf, rührte (die eingangs erwähnte Trommel) ordentlich mit, und verkündete, daß er auf dem Earthshaker Festival auch mit Rhapsody auftreten und live singen werde. Dann gab er noch einen kurzen Part aus Wagners "Der fliegende Holländer" zum besten, was zurecht die Standing Ovations der Anwesenden nach sich zog. Alleine die Perspektive auf den Gastauftritt Lees beim Earthshaker sowie die anderen Specials, und somit auch auf eine gigantische Manowar-Show, rechtfertigt in unseren Augen schon die 55 Euro für den Eintritt, auch wenn uns die 40 Euro für die letzte Tour zu viel gewesen waren.





Das war's dann auch schon weitgehend, Fotos durften keine gemacht werden (haben wir natürlich trotzdem, auch wenn sie deshalb etwas unscharf geworden sind), weil angeblich jemand aus der Band Herpes hatte. Das zeugt nicht gerade von Fannähe, aber spätestens an diesem Tag haben Manowar uns sowieso klar gemacht, wer oder was sie wirklich sind. Denn: Ein Joey DeMaio, der lediglich als Marionette fungiert, und abliest (!) was ihm das Management in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern auf dem Monitor eines Laptops einblenden läßt, Geschichten, warum das Earthshaker Festival das beste Metal Open Air Deutschlands ist (komm doch mal auf eines der anderen, Joey, dann klingt das vielleicht glaubhaft!) und so weiter und so fort, ist genau das, was Manowar stets vorgegeben haben (und es auch heute noch tun) NICHT zu sein! Einen ähnlichen Eindruck bekamen wir auch später beim Interview mit Scott Columbus, dem wir die Frage stellten, wie es für ihn ist, als einziger in der Band verheiratet zu sein. Daß er daraufhin antwortete, Manowar würden nichts desto trotz alle Frauen in der Band teilen, ist natürlich nichts weiter als der verzweifelte Versuch ein Image Manowars zu wahren, das vielleicht - oder ziemlich sicher sogar - vor vielen Jahren einmal Realität gewesen ist. Das Bild von trinkenden Rockstars nämlich, die nach jeder Show mehr oder weniger ansehnliche Groupies abschleppen und sich niemals für Geld an jemanden verkaufen. Daß Scott auf unsere Nachfrage hin nicht eine einzige Groupie-Geschichte erzählen konnte, bestätigt dies nur noch mehr. Höchstwahrscheinlich ist das ganze Gehabe und eine Verleugnung wie in diesem Fall auch längst von Scotts Familie als dessen Job akzeptiert. Auch, wenn dessen Frau das ein oder andere mal schon als "Drachen" beschrieben worden ist. Mensch Scott, bist ja ein netter Kerl, aber so gute Musiker wie ihr haben das alles wirklich nicht nötig...

Als Joey sich schließlich danach erkundigte, ob noch irgendjemand Fragen hätte, waren wir von unseren Eindrücken so erschlagen, daß wir sogar unseren festen Vorsatz vergaßen einmal nachzuhaken, was er in den Lyrics zu "Warriors of the World" mit der Textzeile "Beneath the Metal Sky" ausdrücken wollte. Und ob "Ride the Dragon" als eine Art Tribute an Scott Columbus und dessen Frau anzusehen ist wäre sicherlich auch mal eine interessante Frage gewesen...

(Dennis, 24.02.2005)

   
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