Das Buch, das ich hier vorstellen
möchte, heißt "Metallica - Nothing else Matters", wurde verfasst
von Chris Crocker, erschien 1993 im Hannibal Verlag, Verlagsgruppe Koch, umfasst 199
Seiten und ist, welch Überraschung, eine Abhandlung über die Geschichte Metallicas.
Der
Autor holt ziemlich weit aus, geht bis zu
den Anfängen der Rockgeschichte zurück um dem Leser die Einflüsse Metallicas näher zu
bringen, und beschreibt Schritt für Schritt die Geschichte der Band, angefangen
mit dem Vorleben der einzelnen Bandmitglieder, dem Erscheinen des legendären
ersten Metal Massacre - Samplers, den Proben in der Garage an der
Bay Area und natürlich dem Erscheinen der ersten Platten. Diese werden übrigens liedweise
vorgestellt, die Texte kurz erläutert und teilweise Hintergrundwissen preisgegeben. Alles
ist sehr detailliert beschrieben, mit einigen Zitaten der
Bandmitglieder aufgelockert und selbst der Die-Hard-Fan wird in diesem Buch noch die ein oder andere Anekdote
finden, die ihn zu einem Schmunzeln verleiten könnte. Über Cliff Burtons Tod bis
hin zu den großen Tourneen der Neunziger erstreckt sich die Geschichte, und
erreicht schließlich nach dem Black Album das letzte Kapitel des
Buches. Und für viele sicher auch das letzte Kapitel von Metallica. Sehr
nett und nachvollziehbar gemacht jedenfalls das ganze!
Viel zu Kritisieren gibt es bei diesem Buch nicht. Okay, die Aufmachung ist nicht sonderlich aufregend und die Bilder nicht groß, dazu noch in schwarzweiß, aber was bei diesem Buch hier zählt ist der Inhalt, und gerade hier hat "Nothing Else Matters" einfach mehr zu bieten als viele andere Metallica-Biographien. Möglicherweise wäre es noch eine Bereicherung gewesen, hätte sich der Autor Chris Crocker mit der Band selbst in
Verbindung gesetzt und sie zu einigen entscheidenden Dingen befragt.
Dennoch werden alle Geschichten bis ins kleinste Detail nacherzählt und dadurch wirkt das Buch stets wie aus einem Guß. Für Metallica-Fans und solche, die es
noch werden wollen ist dieses Buch, das zugegeben vielleicht nicht mehr ganz
aktuell ist, aber für mich gerade deshalb einiges an Stellenwert gewinnt, eine
gute Investition für 5,50 Euro.
(Dennis, 09.10.2002)
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