Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4815318
Besucher seit 09/2002

Quorthon


Quorthon Gerüchte über plötzliche Tode von Musikern gibt es nicht selten, stellen sich meistens jedoch als Ente heraus. Umso trauriger, wenn sich ein solcher Verdacht tatsächlich bewahrheitet - und noch tragischer, wenn ausgerechnet einer der besten und wichtigsten Musiker, die dieser Planet je hervorgebracht hat, betroffen ist. Am 7.6.04 wurde Quorthon, Initiatior von Bathory, tot in seiner Wohnung in Stockholm aufgefunden. Der 39jährige war offensichtlich einem Herzversagen erlegen.

Dieser Tag stürzte weite Teile der Metalszene in tiefe Trauer, denn der Sohn des Black Mark-Chefs und Produzenten Boss zählte unzweifelhaft zu den einflußreichsten Gestalten, welche den Metal geprägt haben. Gleich zwei Stile wurden von ihm (mit-) erfunden, Bathory veröffentlichten einen ganzen Stapel genialer Alben und fanden zahllose Nacheiferer. Auf den ersten drei Alben veröffentlichte Quorthon rohen Black Metal, welcher zur damaligen Zeit noch eher eine Ausnahmeerscheinung darstellte. Neben Bathory spielten nur einige wenige Bands wie Venom, Hellhammer oder Sodom diese Art von Musik. Von ungezählten späteren Black Metal-Bands wurden die Bathory-Frühwerke als essentieller Einfluß beschrieben, und Quorthon konnte auf jeden Fall für sich in Anspruch nehmen, das heisere, hohe Gekreisch, welches zu einem stilprägenden Element des Black Metals geworden ist, als erster eingesetzt zu haben. Die satanischen Texte, die unnachgiebige Härte der Musik und der haßerfüllte Gesang stießen auf viel Gegenliebe bei den wachsenden Legionen der Fans, führten aber auch zu Kontroversen mit Obrigkeiten, welche in dem "Satanisten" eine Gefahr für die Menschen sahen. Daß über die Hintergründe von Bathory so wenig bekannt war und das Projekt niemals live präsentiert wurde, trug nicht unwesentlich dazu bei. Mit dem vierten Album trat jedoch eine Kurskorrektur ein; die Musik wurde langsamer, epischer und bombastischer, der Gesang melodischer, die Texte beschäftigten sich nunmehr mit der Wikingergeschichte und nordischem Heidentum. Der Viking Metal war geboren und bekam mit Alben wie "Hammerheart", "Twilight of the gods", "Blood on ice" oder dem "Nordland"-Doppelschlag im Verlauf der Bathory-Geschichte auch gleich seine besten Alben, denn all die anderen Bands wie Mithotyn, Einherjer oder Thyrfing waren nicht nur hörbar Bathory-beeinflußt, sie schafften es trotz teilweise beachtlicher Alben auch nie, an die Qualitäten des Meisters aus Stockholm heranzureichen.
In der Folgezeit erschuf Quorthon verschiedene Arten von Musik; mal waren die Veröffentlichungen von Bathory böse und schnell, mal episch und langsam, und auch zwei recht grungige Soloalben erblickten das Licht des Tages. Nicht alles, was der Meister anpackte, war gelungen, und in manchen Bereichen war er auch kein wirkliches Talent (daß Quorthon ein besonders guter Sänger gewesen sei oder die Bathory-Alben eine objektiv gute Produktion hätten, kann wohl niemand behaupten) - trotzdem gehört auch das zu Bathory und macht einen Teil des unvergleichlichen Charismas dieser Band aus. Einen unverkennbaren, ureigenen Stil besaß Quorthon musikalisch wie gesanglich auf jeden Fall - und wer hätte sich Bathory mit einem anderen Sänger gewünscht als mit dem Meister selbst?!

Um Quorthon, der Bathory von je her als Soloprojekt betrieb, rankten sich Gerüchte und Legenden, welche nicht selten so lächerlich waren, daß der Meister in späteren Interviews und im Booklet des "Blood on ice"-Albums schenkelklopfend einige davon preisgab. Er mochte als Hobbywikinger gesehen werden, als Satanist oder einfach nur als seltsam - viele Menschen, die ihn persönlich getroffen hatten, beschrieben ihn als einen freundlichen, intelligenten und humorvollen Menschen, der sich um seinen Kultstatus einen Dreck scherte, insbesondere zu seinen Fans einen engen Kontakt pflegte und sich nie zu schade war, Fanpost zu beantworten. Einzig einem Wunsch der "Bathory Hordes" kam er niemals nach: abgesehen von einer Handvoll Konzerte in ihrer Anfangszeit traten Bathory trotz mehr als lukrativer Angebote nie live auf, da Quorthon hiergegen eine große Abneigung hegte. Doch das ist unerheblich. Uns bleiben eine Reihe Werke, welche in der Musikwelt ihresgleichen suchen und auch stets suchen werden, denn der Einzige, der etwas ihnen Ebenbürtiges hätte erschaffen können, ist zu früh von uns gegangen. So laßt uns die Hörner mit Met füllen und auf den Herrn der Musik gewordenen Lava nordischer Vulkane erheben - wir wissen, Du sitzt in der Halle der gefallenen Helden, wo nur die Besten Platz nehmen dürfen. All Hail Thee Bearer of an ever pounding Hammerheart. (Till)


Seine Werke:

Bathory - Bathory (1984)

Bathory - The Return (1985)

Bathory - Under The Sign Of The Black Mark (1987)

Bathory - Blood Fire Death (1989)

Bathory - Hammerheart (1990)

Bathory - Twilight Of The Gods (1991)

Bathory - Requiem (1994)

Quorthon - Album (1994)

Bathory - Octagon (1995)

Bathory - Blood On Ice (1996)

Quorthon - Purity of Essence - 2CD (1997)

Bathory - Destroyer of Worlds (2001)

Bathory - Nordland I (2002)

Bathory - Nordland II (2003)



   
 Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword