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Patatje Metal - Lik de Lolly
Metalspheres Info-Box

Genre

Metal

Jahr

2005

Spielzeit

77:43

Rezensent

Peter

Wer gerne das Außergewöhnliche und Obskure im Heavy Metal sucht und laute Klänge aus Indien, Bangla Desch oder irgendwelchen südamerikanischen Bananenrepubliken für das besondere Sahnehäubchen in seiner Sammlung hält, sollte seinen Augenmerk auf diese Band hier lenken. Zu Hause in den Niederlanden, die uns in der Blütezeit unserer Musik mit Pretiosen wie Vortex, Emerald oder Angus verwöhnt und sich dann ins Niemandsland verabschiedet haben, genießen Patatje Metal den Status der Unverständlichkeit außerhalb der heimischen Gefilde. In Anbetracht dessen, dass die Kenntnisse der niederländischen Sprache eher gering sind, ist diese Band für den deutschen Markt genauso uninteressant wie für den Rest von Europa, gewisse Regionen von Belgien mal ausgeklammert. Wer aber ein Faible für die Gegend zwischen Appeldoorn und Zwolle übrig hat, sich mit der Sprache ein wenig auskennt und vor allen Dingen eine etwas besonders seltsame Art von Humor sein eigen nennt, der sollte sich evtl. doch mit dieser Band auseinander setzen. Aber was ist das besondere an PM? Frei übersetzt verspricht das Info folgendes: "Patatje Metal ist eine Band von der jeder redet und die sensationell obendrein ist. Diese in Leder gekleideten Wüstlinge verwandeln bekannte Klassiker der niederländischen Popmusik in fette Metalsongs". Soweit das wesentliche. Und nun mal eben schnell durchzählen. Wer kennt mindestens 5 Klassiker der Popmusik unseres Nachbarlandes? Das habe ich mir schon gedacht! Keiner! Ich ehrlich gesagt bzw. geschrieben auch nicht. Wenn Onkel Tom seine Oma mit dem Motorrad durch den Hühnerstall jagt und dann noch als Krönung des ganzen wegen geistiger Umnachtung das Häuschen der alten Frau verscherbelt macht das Sinn. Denn irgendwelche Gassenhauer, die von JBO, Onkel Tom oder sonst wem verhunzt werden, sind uns durch Volksfeste, Karneval oder sonstige Veranstaltungen der gezwungenen Fröhlichkeit bekannt. Aber "Heb je even vor mij" oder "Verliefd"? Da hakt es. Aber gewaltig! Bleibt nur die Musik und da gilt nur eins: Heineken und Spaß dabei! Metal ist das schon, aber einer von der Sorte, die mit einem Augenzwinkern gehört werden muss und den ganz harten Pragmatikern des Heavy Metal den Adrenalinspiegel mehr als bedrohlich in die Höhe schnellen lässt. Meistens bewegen sich Patatje Metal irgendwo in der Schnittmenge zwischen räudigem Achtziger-Jahre Metal gemischt mit ein wenig Pop Appeal. Manchmal ist das etwas simpel, wie bei "Sinds 1 dag of 2", das mit seiner simplen Rifffolge und dem fiepigen Keyboard irgendwie an die Neue Deutsche Welle erinnert, aber irgendwie im groben und ganzen durchaus hörenswert ist. Höhepunkte gibt es auch, "Belgie" zum Beispiel, das ordentlich die Klischeekiste bedient und allen "vor 1988 war alles besser"-Lebenskünstlern durchaus gefallen sollte. Den offiziellen Teil mit den 9 neuen Titeln beendet "Ben ik te min", das sich von einem zu Anfang eindeutig bei Jimi Hendrix inspirierten Blues Rock langsam aber sicher zum Herzensbrecher mit Anspruch steigert. Die Titel 10-16 sind Demoaufnahmen, die nochmal gemastert wurden und im Prinzip nicht viel anderes als die vorherigen bieten.
Was bleibt als Fazit? Mir gefällt diese sicherlich ungewöhnliche CD mit ein paar Einschränkungen ganz gut. Extrapunkte gibt es für das beste Pseudonym der letzten Zeit, Vader MacAbraham, und die Konsequenz mit der die Band ihr Ding durchzieht. Wer demnächst in den Niederlanden Urlaub macht, sich fürchterlich langweilt und irgendwo den Hinweis sieht, dass Patatje Metal zum Konzert einladen, sollte sofort hingehen. Das wird bestimmt ein lustiger Abend.

"Door hun goddelijke en tegelijkertijd derlijke uitstraling brengen deze vijf Ruiters van de Apocalyps hun publiek tot hysterie, hitsigheid en diepe aanbidding"

Dat ist Patatje Metal!



   
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