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Opeth - Ghost Reveries
Metalspheres Info-Box

Genre

Progressive Death Metal

Label

Roadrunner Records

Rezensent

Sonia

Einem Album wie "Ghost Reveries" in einer kurzen Plattenkritik gerecht zu werden, scheint kaum möglich, ist doch das neue Album der Ausnahme Band Opeth einfach dermaßen vielschichtig und abwechslungsreich, schwer beschreibbar und verworren, dass man meinen könnte, 5 oder 6 Alben vorliegen zu haben. Was nicht nur auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass das Album Überlänge hat, sondern, dass, wie gesagt, ein Opeth Song einfach ziemlich komplex ist und jeder für sich ein kleines Kunstwerk darstellt. Eine Entwicklung zu diesem Stadium kündigte sich bei den letzten beiden Alben "Damnation" und "Deliverance" schon an und hat mit "Ghost Reveries" eindeutig seinen Höhepunkt gefunden. Meister Akerfeld gibt in Interviews selbst zu Protokoll, sehr von siebziger Jahre Psychedelic Rock Bands wie z. B. Amon Duul beeinflusst worden zu sein und diese Beeinflussung ist unüberhörbar. Lange Keyboardsoundorgien treffen auf psychodelische Klänge und für Metal untypische Riffs.
Natürlich sind Opeth aber auch immer noch eine Band der härteren Gangart. Dies vergessen sie nie zu zeigen und so findet sich auch auf diesem Album Akerfelds berühmter Grunzgesang, der im Death Metal Genre immer noch als herausragend gelten darf sowie einige harte Riffs und treibende Schlagzeugparts. Andererseits sind Opeth aber auch schon lange keine echte Death Metal Band mehr, wirklich brutal sind sie nicht, diese Band hat eben ihre Reize auf einer anderen Ebene. Hier geht es darum, dem Hörer eine spannende musikalische Reise zu bieten. Das ist ja sowieso das Schöne an Opeth: Bei jedem neuen Hördurchgang gibt es etwas anderes zu entdecken.

Doch zurück zum Album: Weniger als bei "Ghost Reveries" jeden Song zu besprechen, wäre einfach nicht angemessen, also von vorne:

1. "Ghost of perdition"
Beginnt eigentlich ganz ruhig, geht dann aber bald in eins von den metallischeren Liedern der Platte über, es wird gegrunzt aber dann auch wieder clean gesungen, heftige und ruhigere Parts wechseln, ein Song der nach der Fortführung von "Deliverance" klingt, wenn da nicht der verstärkte Einsatz des Keyboards wäre, welches bei manchen Parts eine sehr starke Stellung einnimmt. Auch ein schönes Solo gibt es sowie ein Strauss bunter Melodien, wie man sie so von Opeth (die ja auch gern mal ein oder zwei Riffs kompostieren) noch nicht kannte.

2. "Baying of the Hounds?
Hier wird die Hammondorgel ausgepackt, Grunzgesang und Hammondorgel in Kombination sind so sicher noch nicht da gewesen. Die erste Hälfte des Lieds ist sehr metallisch, wobei die Melodieführung langsam in psychedelischere Gefilde triftet, besonders ein Keyboardmittelteil klingt wie aus dem Soundtrack zu "Twilight Zone"
Auch hier wird es irgendwann ruhiger, der Gesang wird auch mal zweistimmig und clean, aber insgesamt bleibt der Song eher einer der treibenderen auf "Ghost Reveries".

3. "Beneath the Mire"
Diese Lied hat eindeutig den größten Ohrwurmfaktor des Albums. Es beginnt mit einer arabisch angehauchten Keyboardmelodie, die sofort hängen bleibt. Auf dieses Thema kommt der Song auch immer wieder zurück, im Gegensatz zu den meisten anderen Opeth Songs ist er deswegen am einfachsten nachzuvollziehen (für ihre Begriffe ja schon fast Pop?).
Allerdings endet dieser Eindruck im letzten Drittel des Liedes und es entwickelt sich schlagartig zum gar Konfusesten. Das Ganze endet in einem irgendwie psychedelischen Jam, bei dem die Keys endgültig nach den 70er Jahren zu schreien scheinen. Ob der Mann wohl Drogen nimmt? Wenn ja, welche? Die will ich auch.

4. "Atonement"
Sehr ruhig und fast zart mutet der Anfang von "Atonement" an, breite Keyboardflächen (man kann einen einzelnen Akkord sehr lange stehen lassen) paaren sich mit unaufdringlichen Melodien und einem eher zurückhaltenden Schlagzeug. Die später dazustoßenden Bongos unterstützen die Leichtigkeit des Liedes. Hier wird eindeutig das fortgeführt, was auf "Damnation" begann, eine sehr ruhige, träumerische Seite an Opeth kommt zum Vorschein. "Atonement" kommt über weite Strecken ohne Gesang aus, und fließt einfach nur so vor sich hin. In seiner unauffälligen Art einfach wunderschön und somit für mich das Highlight der Platte.

5. "Reverie/Harlequin Forest"
Hingegen Gewinner des Preises "traurigstes Lied auf einer Opeth Cd" ist "Reverie/Harlequin Forest". Die ersten drei Minuten des Songs sind wirklich zum Sterben traurig, es ist immer wieder faszinierend, wie Opeth das hinbekommen. Textlich scheint es sich um einen Alptraum zu handeln, somit würde die Musik mal wieder perfekt zu den Lyrics passen. Mit 11.39 Minuten Länge der Gewinner des Albums.

6. "Hours of Wealth?
Tatsächlich noch ruhiger als "Atonement? ist "Hours of Wealth?, aber wesentlich weniger atmosphärisch, sondern sehr minimalistisch angelegt. Ein klassisch ruhiges Opeth Stück, das rückwertsgerichteste der Scheibe, so was in der Art hat man ab und an schon gehört. Nichtsdestotrotz qualitativ wertvoll und somit existenzberechtigt.

7. "The Grand Conjuration?
Bei diesem Stück Musik fällt mir der Vergleich eines sich anschleichenden Tieres ein, dass sich plötzlich über einen stürzt. Manche Riffs fühlen sich so an, als ob irgendwas irgendwo lauert, dass sich dann mit dem nächsten heftigen Einbruch herunterstürzt. Diese Bongos haben bei jedem Lied auf "Ghost reveries" irgendwie diesen Effekt.

8. "Isolation Years?
Das untypisch kurze "Isolation Years? ist wiederum ruhig und eher eines der weniger überraschenden Stücke, weder besonders traurig noch sonst irgendwie auffällig, so gesehen fast schon der Verlierer der Platte, aber eben ein milder Abschluss eines absolut genialen Albums.

"Ghost Reveries" zu toppen halte ich eigentlich für nicht möglich. Da bin ich wirklich gespannt, wie Opeth das noch hinbekommen wollen. Ebenso halte diese CD für eine der Besten überhaupt und irgendwann erliegt jeder dem Opeth-Fanatismus. Ich kann es nur empfehlen, sich mal daran zu versuchen.



   
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