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Novon - Metal Warriors
Metalspheres Info-Box

Genre

True Metal

Jahr

2005

Spielzeit

60:05

Rezensent

Peter

"Bescheidenheit ist eine Zier." So oder ähnlich heißt eine uralte Volksweisheit. Wo andere für sich reklamieren "Warriors of the World" zu sein, belassen es Novon bei einem bescheidenen "Mainz, be aware". Na ja, den Rest der Welt zu erobern muss auch nicht unbedingt in kurzer Zeit erfolgen. Kurz, und hoffentlich nicht all zu sehr versteckt, habe ich im ersten Satz schon angedeutet, was einen an Risiken und Nebenwirkungen erwarten kann, vorausgesetzt, ihr kauft auch ein Exemplar von "Metal Warriors". Achtung, Hinweis 2, der allen, denen "True Metal" die Nachtruhe raubt, das Weiterlesen ersparen wird. Bei Titeln wie "Heavy Metal to the End" oder "Kings of Metal" sowie dem Coverartwork, dürfte klar sein, wohin die musikalische Reise geht. Zurück zu den Zeiten, in denen die wahren und immer noch verbindlichen Werte des reinen, unverfälschten Heavy Metal geprägt wurden. Da ist kein Platz für schöngeistige Instrumentenpflege oder Vermengung von Unmöglichkeiten, die dann als Metal Core für knapp eine Saison der letzte Schrei sind. "We are the best of all the loud" proklamieren Novon nicht ganz ohne Selbstbewusstsein. Was allerdings der Zusatz "We love Kraut English" zu bedeuten hat, wissen nur die Götter. Ich höre jedenfalls kein grauenhaftes Geknödel, was möglicherweise der englischen Sprache zugehörig ist. Mit mächtig viel Wind und Fanfarengetöse ziehen die Verteidiger des guten Geschmacks in geschlossener Front in den Kampf gegen all die Widerwärtigkeiten, die einem das Leben als standesbewusster Headbanger Tag täglich schwerer werden lassen. Natürlich ist keiner der insgesamt zwölf Titel die Neuerfindung des Rades oder das Opus, das unsere Musik in neue Dimensionen befördert. Das ist mit Sicherheit nicht das bestreben von Novon. In erster Linie steht der Spaß und die Musik im Vordergrund. Technische Finessen und anderer Firlefanz wird tunlichst außen vor gelassen. Nostalgisch verklärt betrachtet war Heavy Metal natürlich in seinen Ursprüngen von Anfang bis ungefähr zur Mitte der Achtziger am vitalsten und noch ohne den Makel der Käuflichkeit oder kommerziellen Anbiederung behaftet. Natürlich war der spieltechnische Anspruch noch nicht so aufwändig wie heute. Es war halt etwas einfacher, aber auch energetischer. So oder ähnlich wurde wohl auch bei Novon gedacht. Nicht, dass hier und jetzt der Eindruck entsteht, dass eine weitere Band mit dem Makel "Stümper und Nichtskönner" von mir hochgelobt wird. Aber die Bands, die für sich "true" als Markenzeichen reklamieren und es auch wirklich sind, sind so üppig nicht vorhanden.
Musikalisch lassen sich die Mainzer irgendwo zwischen Raven, frühen Accept, der NWOBHM im allgemeinen, diversen leider in Vergessenheit geratenen Krachcombos deutscher Prägung und auch meinem Geheimtipp Arryan Path aus Zypern einordnen. Aber da hört sowieso jeder was anderes raus. Jedenfalls habe ich meine Favoriten auf der CD recht schnell gefunden. Da wäre zum einen die Bandeigene Hymne "Metal Warriors", die sicherlich live noch um einiges mächtiger rüberkommt. Knapp über sechs Minuten lang, wird hier melodiös und mit vielen Spannungsbögen ein Freudenfeuer für die Ohren abgebrannt. Nicht minder gelungen sind das epische "Gladiator" und das erhabene, bombastisch gestaltete "Silent Angel". Manowar lassen zwar grüßen, aber die müssen als Referenz natürlich auch noch erwähnt werden. Als letzter Anspieltipp noch "Holy Knights". Auch mit Überlänge ausgestattet, lassen Diamond Head, Helloween oder Running Wild als Taufpaten grüßen.

Alles in allem ist "Novon" ein überzeugender Silberling gelungen, der die Blütezeit unserer Musik so originalgetreu wie möglich reproduziert. Als Kritikpunkt fällt mir die etwas zu leise ausgefallene Produktion auf, der letztendlich auch etwas mehr Druck nicht geschadet hätte. Aber dafür entschädigt die Musik. So wie es anno Tobak geklungen hat, so tönt es auf "Metal Warriors". Nicht jedermanns/fraus Sache. Aber ich kann damit leben!
Kontakt:

Michael Wohlleben
Rosmerthastr. 52
55126 Mainz
info@novon-metal.de
http://www.novon-metal.de



   
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