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Jaguar - Run Ragged
Metalspheres Info-Box

Genre

New Wave of British Heavy Metal

Label

Angel Air

Rezensent

Dennis

Was hatte ich mich auf diese Scheibe gefreut. Nachdem Blitzkrieg im vergangenen Jahr schon bewiesen hatten, daß die englischen Bands der alten Schule keineswegs zu Rentnern verkommen sind, legen Jaguar mit "Run Ragged" nun ordentlich was nach und können mit dem Überwerk "Absolute Power" ihrer einstigen Weggefährten über weite Strecken sogar durchaus mithalten.

"Run Ragged" ist ein Album wie ich es liebe: Die Songs brettern nach vorne los, Keyboards gibt's keine, statt dessen eine satte Produktion, experimentelle aber gelungene Riffs, feine und aussagekräftige Solos und ein guter, stimmlich vielleicht etwas melancholisch klingender Gesang. Das alles macht diese interessante und kompromißlose Mischung aus, die gerade durch meine Boxen dröhnt und mich dabei fast von meinem Stuhl pustet, während ich verzweifelt versuche, diese Zeilen in meine Tastatur einzuhacken. Daß Jaguar Teil der NWOBHM waren bleibt dabei jederzeit deutlich hörbar, Einflüsse in Richtung Saxon / Maiden sind unverkennbar aber wiederum so perfekt ausgespielt, daß einem nicht im Geringsten der Gedanke in den Sinn käme, daß es sich hier um einen Klon handeln könnte. Gerade das ist es auch, was ich an der NWOBHM so liebe. Während in Amerika Anfang der 80er Jahre der Begriff "Metal" noch mit Schlagringen, Handschellen oder allenfalls Abflußrohren identifiziert wurde und in Deutschland gerade Accept ihre ersten Gehversuche unternahmen, gab es in England unter der Vielzahl von Bands einfach zahlreiche, die das Wort "Einfluß" so verstanden, wie es ursprünglich gemeint war. Bands, die eigene Ideen entwickelten und eben nicht jedes halbwegs gelungene Riff der Band aus dem Nachbarort klauten. Letzteres darf man natürlich auch von einer Band wie Jaguar heute nicht mehr erwarten, dadurch, daß sie sich ihre Eigenständigkeit jedoch auch über die Jahre hinweg bewahrt haben, können die Jungs auf meiner Charismaskala fleißig Punkte sammeln.

Neben dem Durchhänger beim zweiten Stück der Scheibe "Feng shui" fällt mir auch nach mehrfachem Durchhören von "Run Ragged" kein Lied auf, das nicht gut gemacht wäre oder mangelnden Ohrwurmcharakter besäße. Anspieltips könnte ich mir somit sparen, wenn ihr trotzdem nicht blind kaufen sondern erstmal reinhören wollt, empfehle ich als Einstiegsdroge "As the Crow flies", das sich schon nach dreimaligem Hördurchlauf so sehr in meinen Gehörgängen festgesetzt hat, daß ich vermutlich heute Nacht mal wieder um meinen wohlverdienten Schlaf gebracht werde. Macht aber nix, die Scheibe ist einfach erste Sahne, und das ist doch viel wichtiger, oder?

Bleibt wohl nur zu hoffen, daß sich eines Tages nochmal die Möglichkeit ergibt, Jaguar live zu sehen. Ich befürchte allerdings, daß diese Nachricht dann schon im Vorfeld für den ein oder anderen Herzkasper und spätestens beim Anklingen von "Run for your Life" für massenweise Herzstillstände sorgen würde. Wie auch immer, bis dahin gibt's für uns Fans wohl erstmal nur eins: Die Zeit mit dem neuen Album totschlagen!



   
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