Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4645687
Besucher seit 09/2002


V.A. - Metal Message Vol. 2
Metalspheres Info-Box

Genre

Black / Pagan / Melodic Death Metal

Jahr

2005

Spielzeit

74:31

Rezensent

Martin

Das sieht ja schon mal sehr einladend aus. Das von Kristian Wåhlin (aka Necrolord) gezeichnete Coverbild dieses Samplers ist ein wirklich schönes geworden. Es zeigt eine Landschaft die aus Wäldern, Bergen und einem Fluss besteht und von der Dämmerung in trübes Licht getauft wird. Im Vordergrund sieht man ein Stonehenge-artiges Gebilde an dessen Vorderseite ein Schild, Schwert sowie ein Horn gelehnt wurden. Natürlich ist das ganze absolut Klischee beladen aber verfehlen tut es seine Wirkung überhaupt nicht. Vor allem passt es sehr gut zur Musik, die das Teil enthält. Vorwiegend sind nämlich Pagan und Black Metal Bands vertreten. Für Insider dürfte der ein oder andere Act zwar schon bekannt sein, dennoch handelt es sich, der Auswahl an Bands nach zu urteilen, ganz klar um einen Underground-Sampler. Neben dem Frontbild ist aber auch das Booklet selbst sehr übersichtlich und informativ gestaltet. Ein Foto sowie das augenblickliche Line-Up der Bands sind genauso abgedruckt wie die Heimseite des jeweiligen Interpreten und die elektronische Postadresse. Einzig und allein das Backcover ist irgendwie trist und langweilig ausgefallen.

Eröffnet wird die Zusammenstellung mit Tyrant aus dem fernen Japan. Der Song ist mit über sieben Minuten schon überdurchschnittlich lang und präsentiert sich als richtig episches Stück. Am ehesten könnte man es wohl mit der mittleren Schaffensperiode des norwegischen Sextetts Dimmu Borgir vergleichen. Nur die folkloristischen Abschnitte unterscheiden sich sehr von genannter Band. Die stellenweise sehr klimpernden Keyboards und die bombastische Produktion empfinde ich aber als etwas zuviel des Guten. Mit ein klein wenig mehr Feingefühl wäre hier sicher noch mehr drin gewesen. Aber auch so hinterlassen die Japaner einen richtig starken Eindruck und machen Lust auf mehr. Die deutschen Unlight daraufhin hämmern nach diesem Epos hingegen innerhalb von zweieinhalb Minuten alles kurz und klein. Abgrundtief böse und äußerst aggressiv klingt ihr Titel "Fukked By The Devil". Die Riffs sind knallhart und auch das imminente Schlagwerk bolzt sich wie ein Maschinengewehr durch das grausig hasserfüllte Geschehen. Daumen hoch für diese Deutschen! Nach diesem Killer darf man bei den ebenso deutschen Weird Fate wieder etwas tiefer durchatmen. Zwar haben wir es hier auch mit Black Metal zu tun, allerdings ist das Tempo im Gegensatz zum vorherigen Titel um einiges gedrosselter. Hingegen allen anderen Songs der Scheibe ertönt "Schmach" aber viel zu leise, warum auch immer. Jedenfalls bieten uns die fünf hier raue, atmosphärische Musik, die so einige wirklich eindringliche Passagen offenbart. Piano und Keyboard sind zudem auch eher hintergründig gehalten und tragen wenn überhaupt nur noch zum düsteren Gesamtbild bei. Nichts überwältigendes, aber durchaus gut. Titel Nummer Vier geht dann schon wieder etwas mehr in die Vollen. Knowhere donnern nun aus den Boxen. Zwar dominieren die schwarzmetallischen Elemente hierbei, aber auch die einen oder anderen Thrash-artigen Gitarrenriffs lassen sich herausfiltern. Die Schweizer haben wirklich gute Momente, leider aber auch ähnlich viel durchschnittliche - Ordentlich, aber nicht mehr. Als nächstes wetzen Wolfchant die Krallen. Der beigesteuerte Song ist sehr eingängig, hymnisch und atmosphärisch. Trotz weniger Höhepunkte hinterlässt das Stück irgendwie Eindruck. Hier sind auch zum ersten Mal deutlich Pagan Metal Elemente herauszuhören, auch wenn auf klaren Gesang gänzlich verzichtet wurde. Bei den ersten paar Durchläufen wissen die vier Deutschen wirklich zu gefallen, auf die Dauer könnte es aufgrund des einfachen Songwritings aber vielleicht etwas langweilig werden. Der sechste Titel verschafft jetzt erstmal richtig Abwechslung. Mit Suffering Souls erwartet uns nämlich eine melodische Death Metal Kapelle, die es aber auch sehr gut versteht, mal etwas brutaler zu Werke zu gehen. Vor allem die tiefen Growls und die donnernden Doublebass-Parts kommen gut. Dadurch klingen sie auch lang nicht so ausgelutscht wie andere Vertreter des Genres. Nach eher mauem Anfang entwickelt sich das Lied dann auch noch zu einem richtigen Brocken. Der Gesamteindruck ist folglich durchaus positiv. Mal sehen was wir von den Deutschen zukünftig noch hören werden. Die Österreicher von Convergence sind stilistisch zwar ähnlich einzuordnen wie die vorangegangene Band, umsetzen tun sie dies aber in völlig anderer Form. Nicht, dass es ungewöhnlich wäre, im melodischen Death Metal Synths zu verwenden, aber die Art und Weise ist schon irgendwie unorthodox. Jene haben nämlich einen stellenweise gar orchestralen Klang. Wirklich überzeugen kann mich das Quartett aber nicht, auch wenn ihre Musik durchaus einiges an Reiz versprüht. Das zwei Mann Projekt Schattendasein aus deutschen Landen ist der nächste und folglich achte Titel der Zusammenstellung. Mit knapp acht Minuten Spielzeit ist dieser nicht nur der zweitlängste sondern auch der für mich am meisten imponierende des Samplers. Düster und kalt, wehmütig und traurig, schön und kraftvoll ? all das und die damit verbundenen Emotionen kann "Im Abglanz der Wälder" wecken. Eine umwerfende Vorstellung des Duos, auch wenn die gezeigten instrumentalen Fertigkeiten sicher alles andere als überwältigend sind. Atmosphäre reicht eben doch oft aus, um gute Musik zu schreiben. Das hat Klasse! Die mir schon längst namentlich bekannten Nebelhorn bekomme ich nun in Form des neunten Titels auch endlich mal zu hören. Diese deutsche Formation vereint teils epischen, teils aggressiven Pagan Metal miteinander und schafft diesen Spagat recht locker, wobei mir die hymnischen Abschnitte besser gefallen. Die so überaus Positiven Kritiken, die ich bisher so vernommen habe, kann ich aber so nicht ganz unterschreiben. Denn überdimensional ist zumindest dieses Stück nicht wirklich. Ein ausreichend gutes Zeugnis kann ich diesem Solo Projekt aber allemal ausstellen. Der zehnte Song von Odroerir, welches ein Nebenprojekt Menhirs darstellt, ist wie erwartet ein wahrhaft großartiger. Schon das Debütalbum hatte ein paar wirklich hübsche Songs an Bord und wenn ich mir jetzt dieses selbst betitelte Lied der Truppe so anhöre, kann auch der zweite Streich nicht minder gut werden. Mit Horn erwartet uns neben den erwähnten anderen Höhepunkten ein weiteres starkes Stück. Ähnlich wie bei Nebelhorn haben wir es hier mit einem Solo Projekt zu tun. Aber auch wenn ein wenig heidnischer Einfluss vorhanden ist, klingt "Die Schänke tief im Laubwald" um einiges rauer und eindringlicher als genannte Band. Auch Horn ist ein weiterer Beweis dafür, dass Musik trotz niedrigem technischen Anspruch vollends überzeugen kann. Sein Material ist vor allem für herbstliche Waldspaziergänge absolut geeignet und lässt unerwartete Gefühle in einem aufkommen. Probiert?s mal aus. Mit eher traditionellerem Black Metal kommen uns die ebenso Deutschen Vertreter von Klabautamann um die Ecke. Abgesehen von einem einzigen, zugegeben eher melodischeren Part, schlagen sie ansonsten alles kurz und klein. Vor allem die Riffs sind oft recht geil und auch die Becken schallern bis die Wände wackeln. Mit Innovationen vermag man zwar nicht zu glänzen aber wen interessiert das schon? Der Song knallt jedenfalls ordentlich und nur darauf sollte es ankommen. Die nach Australien ausgewanderten Mazedonier von Baltak liefern mit dem vorletzten Track zwar einen recht abwechslungslosen und monotonen ab, können aber dennoch von vorn bis hinten überzeugen. Warum das so ist? Schon allein der Gitarrenriff hinterlässt den Eindruck, als hypnotisiere er einen und auch der Gesang ist vollends überwältigend. Halb wutentbrannt, halb weinerlich krächzt man sich hier durch diesen von Hass und Verzweiflung zerfressenden schwarzmetallischen Hassbatzen. Grandiose Vorstellung! Zu guter letzt wartet noch ein Überraschung auf uns. Die für ihren eher schnellen Pagan/Black Metal bekannten Black Messiah trumpfen hier mit einer astreinen, ultramelodischen Heidenhymne auf, die einfach nur begeistert. Ein toller Abschluss?

Alles in allem ist der Metal Message Vol. II Sampler für Anhänger heidnischer oder schwarzmetallischer Klänge durchaus zu empfehlen. Klar fällt und klettert das Niveau mit den Bands, im Großen und Ganzen hält es sich aber locker über Wasser. Da sollte eigentlich für jeden zumindest etwas dabei sein.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword