Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4682103
Besucher seit 09/2002


Dornenreich - Hexenwind
Metalspheres Info-Box

Genre

nicht kategorisierbar

Label

Prophecy Productions

Rezensent

Volker

Es ist sicherlich nicht übertrieben, "Hexenwind" als ersehntes Album zu beschreiben. Schliesslich sind fast 5 Jahre seit dem stellenweise belächelten aber vielfach innig geliebten "Her von welken Nächten" vergangen, dem bisherigen Höhepunkt der musikalischen Karriere der eigenwilligen Österreicher. Nun ist viel darüber spekuliert worden, wie das neue Werk wohl klingt, doch dass das vierte Album von Dornenreich noch weiter von dem bisherigen entfernt sein wird, als es "Her von welken Nächten" im Vergleich zu den Vorgängern bereits war, lag auf der Hand. Und so ist es dann auch, "Hexenwind" ist zwar unverkennbar Dornenreich, doch es scheint als hätte die Band diesmal eine völlig andere Herangehensweise gewählt.
Zunächst wartet die Konfrontation mit einem eigenartigen Sound, der nicht ansatzweise mit der schieren Wucht früherer Tage zu vergleichen ist. "Hexenwind" ist ein über weite Teile ruhiges Album und klingt fast wie durch einen Schalldämpfer aufgenommen, doch am gewöhnungsbedürftigsten wirken sicherlich die fast schon schrammeligen E-Gitarren, die in starkem Kontrast zu den organisch klingenden Akustikklampfen stehen. Es empfiehlt sich, "Hexenwind" sehr laut zu hören, um es in seiner Gesamtheit erfassen zu können, denn obwohl das Album zunächst spartanisch, fast schon karg, wirkt, offenbart sich mehr und mehr eine tiefe Emotionalität, die nicht in Tonfolgen nachvollziehbar und doch geradezu greifbar erscheint. Lediglich 5 Stücke finden sich auf knapp 40 Minuten verteilt, wobei "Von der Quelle" sogar noch eher die Funktion eines Intros übernimmt. Am schnellsten nachvollziehbar für alte Fans der Band sollte sicherlich das abschliessende "Zu Träumen wecke sich, wer kann" sein; ein überwiegend dezentes, aber doch klar gitarrenorientiertes Stück, das sich über 12 Minuten erstreckt und zunächst entdeckt werden möchte, bevor es seine Grandiosität offenbart. Auch ein zunächst befremdlich erscheinendes Stück wie "Der Hexe flammend' Blick" entpuppt sich mit etwas Geduld mehr und mehr als urtypischer Dornenreich-Song und das rein akustische "Aus längst verhalltem Lied" knüpft in minimalistischer Interpretation an vorherige Alben an, schliesslich waren Dornenreich ja 2001 bereits einmal mit einem reinen Akustik-Set auf Tour.

Metal scheint bei den Österreichern klar der Vergangenheit anzugehören ? was seinen Platz eingenommen hat, ist allerdings schwer zu definieren. "Hexenwind" wirkt in seiner Harmonie verstörend und in seiner Verstörung harmonisch und wenn eines sicher ist, dann ist es die ungebrochene Einzigartigkeit. Eviga verzichtet mittlerweile überwiegend auf schwarzmetallisches Gekeife und die Konzentration auf den vielseitigen klaren Gesang scheint sich auszuzahlen, denn seine Stimme klingt selbst in geflüsterten Momenten noch ausdrucksvoller als zuvor.
Wer Dornenreich in den späten 90ern als gute Black Metal Band geschätzt hat, dem prophezeie ich mit "Hexenwind" Schwierigkeiten, wer jedoch eher mit dem freigeistigen Anspruch der Band verwachsen ist, wird dieses Album zweifelsohne für sich entdecken. Ich fühle mich jedenfalls nach jedem Hörerlebnis stärker in den Bann gezogen. Man darf gespannt sein, welche Reaktionen Dornenreich einfahren werden, die Bandbreite der Meinungen wird sicherlich nicht kleiner als bei den vorherigen CDs sein.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword