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Manowar - Into Glory Ride
Metalspheres Info-Box

Genre

Heavy Metal

Jahr

1983

Rezensent

Sascha

Kollege Till hat ja bereits "Kings of Metal" in unserer Klassiker-Abteilung die nötige Ehre zukommen lassen. Ich will euch berichten, warum "Into Glory Ride" für mich den Status des vollkommensten Metal-Werkes besitzt.

Zu Tränen gerührt halte ich das Booklet der Silver Edition in den Händen und betrachte die Bandfotos aus der damaligen Zeit. 1983 war es, was für eine Zeit für den Metal, was für eine Zeit für Manowar! Man muss sich vor Augen halten, zu dieser Zeit war Hairspray-Rock der Marke Mötley Crüe der große Renner und sorgte für klingelnde Kassen. Dem Mainstream-Publikum wurde diese Musik sogar als Metal verkauft. Da kamen diese jungen Männer aus New York daher und warfen ein Album auf den Markt, welches wohl unkommerzieller nicht sein konnte. "We wear leather, we were spikes...", Manowar waren aufgebrochen um der Welt den wahren Spirit des Heavy Metal zu bringen, sie waren hungrig und zu Allem entschlossen, dies ist die Musik, die hunderte von Bands inspirierte und die das epische Element in den Metal brachte. Die perfekte Vertonung heroischer Fantasy-Stories, ausufernde Kompositionen voller Inbrunst und melodischem Einfallsreichtum, die in kein radiotaugliches Format passen konnten. Diese Band polarisiert bis heute, man vergöttert sie und hebt sie auf den Olymp, oder belächelt sie. Doch, wie heißt es so schön? "Hast du es nicht im Blut, wirst du es niemals verstehen". Dieses Album verdient eine Betrachtung der Songs im einzelnen.

Da wäre zunächst der Opener "Warlord", ein einfacher Rocker, der noch die Richtung des Vorgänger-Albums "Battle Hymns" verkörpert und der einzige unspektakuläre Titel ist. Es soll sich schlagartig ändern, denn nun beginnt das Album so episch, wie man es sich nur wünschen kann. Scott Columbus eröffnet mit poundenden Drums und wird sofort unterstützt von erhabenen Melodien. Hier offenbart sich das geniale, individuelle Bass-Spiel von Joey de Maio, allein der Klang seines Instrumentes ist sicher zu dieser Zeit noch absolut einzigartig gewesen. Er beschränkt sich nicht auf das Erschaffen eines simplen Rythmus-Fundamentes, sondern bearbeitet besonders die hohen Töne und liefert die melodische Grundlage des Songs. Die heute selbstverständlich erscheinenden Männerchöre tauchen hier ebenfalls zum ersten Mal auf. Strophe-Refrain-Strophe-Refrain? Zu langweilig für die damaligen Manowar, ein Epos wird erschaffen, zahlreiche Breaks und Ideen sorgen für Abwechslung. Das mit Eric Adams ein Ausnahmetalent geboren wurde, dürfte jedem klar sein, selbst denen, die Manowar ansonsten keinen Tribut zollen, aber zu dieser Zeit war er einfach auf dem Höhepunkt seines Könnens, was der Ausklang von "Secret of Steel" eindrucksvoll beweist.

Als nächstes erwartet den Hörer eine Hymne auf die Heavy Metal Fans, "Gloves of Metal" hat einfach einen anbetungswürdigen Text, "Leather, Metal, Spikes and Chains" was eignet sich besser um lauthals in die Nacht gebrüllt zu werden. "Hands high, fists fill the air. Against the world we stand", der Song steckt voller Kraft und ist einer der unbekannteren Songs von Manowar und zeigt, dass sich auch unter diesen noch so manche Perle entdecken lässt. Ross "The Boss" sollte nicht unerwähnt bleiben, seine Gitarre ist das Element, welches ich heute bei Manowar am meisten vermisse und es würde mich nicht wundern, wenn er auch einen großen Anteil beim Songwriting hatte, denn nach seinem Ausstieg fehlten die wirklich großen Hymnen.

Kommen wir zum gekrönten Highlight von "Into glory Ride". Wie viele kalte Schauer können einem eigentlich den Rücken runterlaufen, bis man tot umfällt? "Valhalla"... alleine der Beginn... Joey streichelt seinen Bass und lässt eine Atmosphäre der Dunkelheit und Epik entstehen. Dann der Einsatz von Erics Stimme. Diese Stimme! Der Text behandelt den Tod eines Kriegers nach der Schlacht und seine Heimfahrt zu Walhall. Wie das hier melodisch und harmonisch umgesetzt ist, hätte wirklich nicht besser gemacht werden können. Versucht das mal mit zu singen und fühlt euch einmal als wahrer Krieger. Zusammen mit "Bridge of Death" von dem nachfolgenden Album ist das sicher einer von Manowars mitreißendsten und besten Songs.

"Hatred" wird die Geister scheiden, das Geschrei von Eric muss erstmal verdaut werden, und der böse, hasserfüllte Doomer ist sicher auch sehr ungewöhnlich für Manowar. Mit der Zeit werdet ihr aber auch diesen Song nicht mehr missen mögen und nicht umsonst ist er ein häufig gewünschter Titel auf Live-Konzerten. Ein weiteres Highlight steht mit "Revelation" ins Haus und beweist, dass die New Yorker auch einmal weniger schablonenhafte Texte geschrieben haben. Der Text ist mit seinem satanischen Inhalt auch ziemlich ungewöhnlich für die Band. Die Strophe ist treibend und kraftvoll und wird später übergeleitet in einen einprägsamen Chorus, in dem wieder einmal Joey mit Melodiebögen auf den hohen Basssaiten überrascht.

Ein so geniales Werk muss natürlich mit einem Klassiker beendet werden. Und nichts anderes ist "March for Revenge". "Ride, Ride, Ride, Ride Up From Hell", wenn diese Zeilen auf einem Manowar Konzert ertönen, macht man sich schon mal darauf gefasst, einen der atmosphärischsten Songs der Bands zu hören. Im Mittelteil gehört die Bühne wieder ganz der wunderbaren Stimme von Eric Adams und dem gefühlvollen, ruhigen Bass-Spiel von Joey. Auffällig ist wieder, wie Manowar kriegerische Fantasy-Stories zu vertonen in der Lage waren. Wie keine zweite Band ihrer Zeit hatten sie die Kraft, Bilder einer anderen Welt im Kopf der Metal-Fans zu erzeugen; die Texte wurden wirklich kongenial in Musik übersetzt.

Mit einem Donnerschlag ist das Album dann vorbei und wer vom Virus infiziert wurde, hat das Album dann sicher nicht zum letzten mal gehört. Egal, wie die Band vielleicht heute gesehen wird. Ich werde in ihnen immer die Band sehen, die unsterbliche Klassiker wie "Into glory Ride" erschaffen hat, ein Album, wie es kein zweites gibt. Ein Album, das in wirklich jede Sammlung gehört. Und wie sagt es doch eine bekannte TV-Werbung... "seperates the men from the boys"



   
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