Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4798833
Besucher seit 09/2002


Depredation - Ruhrpottmetal
Metalspheres Info-Box

Genre

Thrash Metal

Jahr

2005

Spielzeit

35:18

Rezensent

Peter

Zum Ruhrgebiet, auch als "Kohlenpott" lange Zeit diffamierend bezeichnend, fielen mir in meiner Jugend eigentlich nur die Schlagworte "Pütt", "Malochen" und "Fußball" ein. In einer Region, die von Stahl und Kohle geprägt wurde, entwickelte sich ein besonderer Menschenschlag, der trotz aller Belastungen, ob sie nun Zechensterben oder permanent dunkler Himmel heißen bzw. geheißen haben, seine eigene Lebenskultur entwickelte. Somit war auch gleichzeitig der ideale Nährboden für all jene, die sich zur jungen Generation zählten, gelegt, eine Alternative zum wohl bekanntesten Hobby in der Region, dem Taubenzüchten, zu suchen. Was liegt da näher, als eine Band zu gründen? Vor allen Dingen Heavy Metal war die beste Spielwiese. Insbesondere Thrash, die Spielart unserer Musik, die sich perfekt in den etwas anderen Herzschlag der Region zwischen Hamm und Duisburg einfügt.

So, bevor ich jetzt noch ein Referat über Heavy Metal und die Bedeutung für den Ruhrpott schreibe, schnell das Cover beiseite gelegt und auf das wichtigste, die neueste CD von Depredation konzentriert. Was eigentlich für dieses Jahr noch nicht eingeplant war, weil bei Depredation alles etwas langsamer geht, ist doch noch Realität geworden. Passend zum Weihnachtsgeschäft gibt es eine neue CD. Also, wer Lust auf eine ordentliche Portion Thrash hat, allerdings auch Wert auf musikalische Feinheiten legt, sollte jetzt schnurstracks eine Bestellung abschicken, evtl. können die ganz fixen dann bis zum 24.12. ein besonderes Schmankerl unter den Weihnachtsbaum legen. Nichts gegen Kreator, auch nicht Sodom oder Delirious, nicht zu vergessen Eure Erben (ehemals Darkness), die sicherlich alle zur Speerspitze des Thrash aus deutschen Landen gehören, aber Depredation bitte nicht unter ferner abhaken. Die sind keinen Deut schlechter und können sogar Akzente setzen. Nicht einfach holzen, sondern auch mal das Ganze mit melodischen Einschüben garnieren und vor allen Dingen auch für eigene Markenzeichen sorgen, das erfreut das Herz fast jedes Rezensenten. Angetrieben von Sänger Kai Schwachula, der nicht einfach nur aggressiv bölkt, sondern mit seiner Art zu singen ein großes Spektrum abdeckt, lassen sich seine Mitstreiter nicht lumpen und hauen ein Sahnestück nach dem anderen raus. Von "Voyeurs of Disaster", das mit seinem Refrain der perfekte Anheizer bei den Konzerten wird und auch sonst dauerhafte Ohrwurmqualitäten besitzt, über "Unparadized" und "Your trust betrayed" wird langsam aber stetig die Schlagzahl erhöht. Spätestens ab "Fundamental" schlägt der Hammer nahezu gnadenlos auf den Amboss. Gekonnt arrangierte Instrumentaltitel ("Sweet Dementia", "A cynic Epitaph") sorgen für kurzzeitige Verschnaufpausen. Angry, Heavy Metal, Subculture, Softporn, Videogames, Entertainment, Satan, garniert mit einer fröhlichen Kindermelodie, wird "Unleash the Scapegoat" eingeleitet. Soviel zum Thema "Der Ureinwohner des Ruhrgebiets und sein Verhältnis zum Humor". Zurück zu den harten Fakten. Nach der kurzen humoristischen Einlage geht es wieder gewohnt hart zur Sache. Da lässt sich dann noch u.a. "A perfect Murderer" als weiterer Höhepunkt ausmachen, und nach einem instrumentalen Einschub kommt das leider schon letzte Kaufargument der CD: "Metal Maniax". Einfach nur gelungen!

Stumpf ist Trumpf! Wer diese Art von Thrash mag, wird hier nur bedingt glücklich. Natürlich wird auch hier ordentlich gedroschen, aber eben nicht nur. Wer allerdings mit den letzten Veröffentlichungen der einstigen Wegbereiter des Thrashs nur bedingt etwas anfangen kann und gerne mal frisches, ehrliches und unverbrauchtes Kraftfutter braucht, sollte den Kauf dieser CD nicht lange überlegen. Damit Schicht im Schacht und auf das Wohl von Depredation eine Hopfenkaltschale.

Depredation
Cheruskerstr. 67
45479 Mülheim an der Ruhr
band@depredation.de
http://ruhrpottmetal.de



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword